Elektroinstallationen
Viktoriastraße 61, 16727 Velten
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Ausführungsbeschreibung Ausführungsbeschreibung 1. Erläuterung der Baumaßnahme In der Viktoriastraße 61 A - K in 16727 Velten werden 11 dreigeschossige Reihenhäuser in zwei separaten Baukörpern (3 + 8 Einheiten) als nicht unterkellerte Wohngebäude der Gebäudeklasse 2 errichtet. Jede Wohneinheit erhält einen eigenen Hausanschlussraum mit zentraler Verteilereinrichtung. Die Zählerplätze werden im Außenbereich in Form von Zähleranschlusssäulen angeordnet; innerhalb der Wohneinheiten befinden sich die jeweiligen Unterverteilungen. Die technische Ausstattung umfasst je Einheit eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, dezentrale Lüftungslösungen sowie vorbereitete Anschlüsse für Telekommunikation und Elektromobilität im Bereich der Stellplätze. 2. Gliederung Der vorliegende Bericht orientiert sich in seiner Gliederung an den Kosten-gruppen (KG) der DIN 276, um Planungsvarianten bzw. Planungs-änderungen in Ihren Auswirkungen auf die Kosten transparenter und später leichter nachvollziehbar zu machen. Dopplungen in diesem Planungskonzept sind gewollt und dienen dem durchgängigen Verständnis. 3. Planungsgrundlagen Grundlagen der Planung sind folgende Unterlagen: Alle zugehörigen Gesetze, Richtlinien, Verordnungen und technischen Baubestimmungen Die Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) Die technischen Anschlussbedingungen an das Niederspannungsnetz (TAB) des ortsansässigen Netzbetreibers Die anerkannten Regeln der Technik sowie Normen des VDI, VDE und VDS Baubeschreibung TAMAX Bauträger GmbH und Anlage 1 - Farb- und Materialliste Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) vom 7. Juli 2005 4. Elektrotechnische Anlagen 4.1 KG 443 - Niederspannungsschaltanlagen Die Niederspannungshauptverteilungen werden gemäß den technischen Anschlussbedingungen (TAB) des Energieversorgers unter Berücksichtigung der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) sowie der gültigen DIN VDE-Normen mit anerkannten europäischen Fabrikaten nach den CE-Richtlinien und mit CE-Kennzeichen ausgeführt. Die Erschließung des Netzanschlusses erfolgt durch den Auftraggeber. Der Netzanschluss selbst wird durch das zuständige Energieversorgungsunternehmen hergestellt. Die Zählerplätze werden nicht innerhalb der Gebäude, sondern in Form von Zähleranschlusssäulen (ZAS) im Außenbereich angeordnet. Die Ausführung erfolgt gemäß den technischen Anschlussbedingungen des zuständigen Netzbetreibers sowie unter Berücksichtigung der DIN VDE-AR-N 4100. Das Anschluss- und Messkonzept wird mit einer zentralen Unterverteilung je Wohneinheit umgesetzt. Die angeschlossenen Verbrauchseinrichtungen werden aktuell nicht als steuerbare Verbrauchseinrichtungen im Sinne des § 14a EnWG berücksichtigt (Leistungsaufnahme < 4,2 kW). Die Versorgung erfolgt über eine gemeinsame Zuleitung je Wohneinheit. Eine separate Messung bzw. zusätzliche Zuleitung ist derzeit nicht vorgesehen. Die endgültige Ausgestaltung erfolgt gemäß den Vorgaben des zuständigen Netzbetreibers. 4.2 KG 444 - Niederspannungsinstallationsanlagen Die elektrische Versorgung der Wohneinheiten erfolgt von den im Außenbereich angeordneten Zähleranschlusssäulen zu den jeweiligen Unterverteilungen innerhalb der Gebäude. Von dort werden die Stromkreise in die einzelnen Nutzungseinheiten geführt. Die vertikale Leitungsführung erfolgt über einen zentralen Steigepunkt im Hausanschlussraum (HAR) in das Ober- und Dachgeschoss. Die horizontale Verteilung innerhalb der Geschosse erfolgt überwiegend im Rohfußboden auf der Rohdecke unterhalb des Estrichaufbaus. Die Leitungsführung auf der Decke erfolgt unter Einhaltung der Installationszonen gemäß DIN 18015-3. Eine Verlegung der Leitungen in durchgängigen Leerrohrsystemen gemäß DIN 18015 wurde geprüft, jedoch auf Wunsch des Auftraggebers nicht vorgesehen. Die Installation erfolgt konventionell entsprechend den anerkannten Regeln der Technik. Das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) verpflichtet Bauherren bei Neubauten mit mehr als fünf Stellplätzen zur Vorbereitung von Leitungsinfrastruktur für Ladepunkte. Ziel ist die spätere einfache Nachrüstbarkeit von Ladeeinrichtungen. Die Leitungslängen werden entsprechend der bereits abgestimmten Stellplatzzuordnung und des Erschließungsplans ermittelt. 4.3 KG 446 - Blitzschutz- und Erdungsanlagen Auf Grundlage einer durchgeführten Risikoanalyse ist für das Bauvorhaben keine äußere Blitzschutzanlage erforderlich. Es wird eine Erdungsanlage gemäß DIN 18014 vorgesehen. Die Ausführung erfolgt grundsätzlich blitzschutztauglich. Der Fundamenterder wird als Funktionspotentialausgleichsleiter im Bereich der Streifenfundamente angeordnet und in Maschen mit einer maximalen Ausdehnung von 20 m × 20 m ausgeführt. Eine elektrisch leitende Verbindung mit der Bewehrung erfolgt in regelmäßigen Abständen. Ergänzend wird ein Ringerder aus nichtrostendem Material in der Sauberkeitsschicht unterhalb der Bodenplatte in geschlossener Ringform verlegt. Die Ausführung erfolgt mit einer maximalen Maschenweite von 10 m × 10 m. Der Fundamenterder wird in regelmäßigen Abständen mit dem Ringerder verbunden, um eine sichere Erdpotentialanbindung zu gewährleisten. Im Hausanschlussraum wird ein Erdungsfestpunkt mit Anschluss an die Haupterdungsschiene (HES) vorgesehen. Für die im Außenbereich vorgesehenen Ladesäulen ist keine gesonderte Erweiterung des Ringerders geplant. Die Einbindung in den Potentialausgleich wird über den in der jeweiligen Versorgungsleitung mitgeführten Schutzleiter sichergestellt. 4.4 KG 449 - Sonstiges zur KG 440 Für die geplante Art der Ausführung aus diesem Konzept ist es notwendig, bauliche Nebenleistungen zu kalkulieren. Die benötigten Öffnungen müssen durch Mauerwerksgefüge schonendes Stemmen hergestellt werden. Art und Ausführung richten sich nach den Vorgaben der Statik. Nach der Montage der Kabel und Leitungen sind alle hergestellten Öffnungen und Durchbrüche wieder zu verschließen. 4.5 KG 451 - Telekommunikationsanlagen Der Netzanschluss für Telekommunikation wird seitens des Auftraggebers in Form eines Glasfaseranschlusses (FTTH) bereitgestellt. Der Übergabepunkt des Netzbetreibers erfolgt im Hausanschlussraum (HAR) und wird dort auf einem Glasfaser-Gebäudeverteiler (GF-AP / APL) aufgelegt. Von diesem Punkt aus erfolgt der Abschluss über ein kundenseitiges Router-/Modemgerät. Ab dem Router wird die interne Netzwerkstruktur sternförmig aufgebaut. Die Verkabelung zu den vorgesehenen Anschlusspunkten erfolgt mittels strukturierter Datenverkabelung (z. B. CAT-7 Duplexkabel) zu fest installierten RJ45-Datendosen. Die Datendosen für die WLAN-Versorgung (Accesspoints) werden zentral im Bereich des Treppenauges in den Fluren des Erdgeschosses sowie des 1. Obergeschosses angeordnet. 4.6 KG 454 - Elektroakustische Anlagen Für jede Wohneinheit wird eine einfache Klingelanlage vorgesehen. Diese besteht aus einem Klingeltaster im Außenbereich sowie einem innenliegenden Türgong zur akustischen Signalisierung. Die Ausführung erfolgt als Einzelanlage je Wohneinheit ohne Gegensprech- oder Videofunktion. Die Verkabelung erfolgt konventionell entsprechend den Anforderungen der Elektroinstallation innerhalb der Wohneinheit. Weitere elektroakustische Anlagen sind im Rahmen dieses Projekts nicht vorgesehen. 4.7 KG 456 - Gefahrenmelde- und Alarmanlagen Gemäß den bauordnungsrechtlichen Anforderungen sowie DIN 14676-1 werden Rauchwarnmelder in allen Aufenthaltsräumen sowie in Fluren, die als Rettungswege dienen bzw. den Zugang zu Aufenthaltsräumen bilden, vorgesehen. Die Rauchwarnmelder sind in der elektrotechnischen Planung berücksichtigt. Die spätere Lieferung, Montage, Inbetriebnahme sowie Wartung erfolgt durch einen namenhaften Messdienstleister im Rahmen eines Miet- und Wartungsvertrags. Weitere Gefahrenmelde- oder Alarmanlagen sind im Rahmen dieses Projekts nicht vorgesehen. 4.8 KG 457 - Datenübertragungsnetze Die Ausstattung des Datenübertragungsnetzes erfolgt nicht nach einem definierten Ausstattungsgrad gemäß DIN 18015, sondern gemäß den Vorgaben des Auftraggebers. Die strukturierte Datenverkabelung wird sternförmig vom zentralen Router-/Netzwerkanschlusspunkt innerhalb der Wohneinheit aufgebaut. Zur flächendeckenden WLAN-Versorgung werden Datenanschlüsse als Übergabepunkte für Accesspoints im Bereich des Treppenauges im Erdgeschoss sowie im 1. Obergeschoss vorgesehen.
Ausführungsbeschreibung
01 Alle Häuser
01
Alle Häuser
01.01 KG 444 - Niederspannungsinstallationsanlagen
01.01
KG 444 - Niederspannungsinstallationsanlagen
01.02 KG 445 - Beleuchtungsanlagen
01.02
KG 445 - Beleuchtungsanlagen
01.03 KG 446 - Blitzschutz- und Erdungsanlagen
01.03
KG 446 - Blitzschutz- und Erdungsanlagen
01.04 KG 449 - Sonstiges zur KG 440
01.04
KG 449 - Sonstiges zur KG 440
01.05 KG 454 - Elektroakustische Anlagen
01.05
KG 454 - Elektroakustische Anlagen
01.06 KG 457 - Datenübertragungsnetze
01.06
KG 457 - Datenübertragungsnetze