Project description
Bauvorhaben Schillerstraße 109, 10625 Berlin-Charlottenburg
Gegenstand des Bauvorhabens ist die schlüsselfertige Errichtung eines nachhaltigen Wohngebäudes für studentisches Wohnen auf dem Grundstück Schillerstraße 109 / Herderstraße 16A in Berlin-Charlottenburg. Das Projekt umfasst den Neubau eines siebengeschossigen Wohngebäudes mit Teilunterkellerung, den Neubau einer hofseitigen Remise (Remise A) sowie die Sanierung und Umnutzung einer bestehenden Remise (Remise B) zu einem Fitness- und Gemeinschaftsbereich.
Das Gebäude wird als Wohnanlage für Studierende mit insgesamt 191 Wohneinheiten errichtet. Ergänzend entstehen Gemeinschaftsflächen, Lern- und Aufenthaltsbereiche, Fahrradabstellanlagen, Technikflächen sowie umfangreiche Außenanlagen mit Aufenthalts-, Spiel- und Grünflächen. Das Projekt leistet einen Beitrag zur innerstädtischen Nachverdichtung und schließt den bestehenden Blockrand an der Ecke Schillerstraße / Herderstraße städtebaulich ab.
Der Neubau wird überwiegend in massiver Stahlbetonbauweise mit hohem Vorfertigungsgrad ausgeführt. Tragende Wände, Decken und Fassadenelemente werden größtenteils als Stahlbeton-Halbfertigteile mit Ortbetonergänzungen hergestellt. Das straßenseitige Mansarddach wird in Holzbauweise ausgeführt. Die Gebäudehülle wird entsprechend den Anforderungen eines KfW-Effizienzhauses 40 hergestellt.
Die oberirdische Bruttogrundfläche beträgt ca. 6.830 m², die Gesamt-BGF einschließlich Untergeschoss ca. 7.469 m². Die Nutzfläche beläuft sich auf rund 4.864 m². Das Gebäude entspricht der Gebäudeklasse 5 und wird weitgehend barrierefrei ausgeführt. Über 60 % der Wohnungen sind barrierefrei nutzbar.
Besonderes Augenmerk liegt auf den Nachhaltigkeitszielen des Projekts. Das Bauvorhaben wird entsprechend den Anforderungen der DGNB-Zertifizierung Neubau Wohngebäude mit dem Zielniveau DGNB Platin realisiert. Zusätzlich sind die Anforderungen der EU-Taxonomie sowie des KfW-Effizienzhaus-40-Standards einzuhalten. Es kommen bevorzugt emissionsarme, ressourcenschonende und recyclingfähige Baustoffe zum Einsatz. Für Beton- und Erdbaumaterialien wird ein Recyclinganteil von mindestens 50 % angestrebt.
Die technische Gebäudeausrüstung umfasst unter anderem Fernwärmeversorgung, kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, moderne Sanitär- und Elektroinstallationen, Gebäudeautomation, Photovoltaikanlage auf den Dachflächen, Aufzugsanlagen sowie sicherheits- und kommunikationstechnische Einrichtungen.
Die Außenanlagen werden hochwertig gestaltet und umfassen befestigte Wege- und Aufenthaltsflächen, Fahrradabstellanlagen, extensive Dachbegrünungen, Regenwasserversickerung über eine Rigolenanlage, Pflanzflächen, Spiel- und Bewegungsangebote sowie die Wiederverwendung vorhandener Natursteinmaterialien.
Sämtliche Nachunternehmerleistungen umfassen neben den unmittelbar beschriebenen Arbeiten auch alle erforderlichen Neben-, Hilfs- und Zusatzleistungen für eine vollständige, funktionsgerechte und betriebsbereite Ausführung. Hierzu zählen insbesondere die Bereitstellung von Personal, Maschinen, Geräten und Hilfsmitteln, die Koordination mit anderen Gewerken, die Einhaltung aller Anforderungen an Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, die Mitwirkung an DGNB-Nachweisen sowie die vollständige Dokumentation der ausgeführten Leistungen.
Die Ausführung erfolgt auf Grundlage der vorliegenden Planungsunterlagen, der funktionalen Leistungsbeschreibungen sowie der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften, Normen, Richtlinien und anerkannten Regeln der Technik. Maßgeblich sind insbesondere die Anforderungen aus VOB, DIN-Normen, Berliner Bauordnung, Brandschutz-, Schallschutz- und Energienachweisen sowie den projektspezifischen Nachhaltigkeitsvorgaben.
Alle Leistungen sind in mangelfreier, gebrauchsfertiger und dauerhaft funktionsfähiger Qualität termingerecht zu erbringen. Die Nachunternehmer haben ihre Leistungen eigenverantwortlich mit den übrigen am Bau Beteiligten abzustimmen und die Baustellenorganisation des Generalunternehmers zu berücksichtigen.
Work description
Neubau eines siebengeschossigen Studentenwohnheims mit 191 Wohneinheiten sowie Neubau einer Remise (Remise A) und Sanierung einer bestehenden Remise (Remise B) in Berlin-Charlottenburg. Oberirdische BGF ca. 6.830 m², Gesamt-BGF ca. 7.469 m². Stahlbeton-Hybridbauweise mit Holz-Mansarddach, Anforderungen KfW-Effizienzhaus 40 und DGNB Platin.
Ausgeschrieben werden Holzfenster und zugehörige Aluminiumfensterbänke für das Hauptgebäude, Remise A und Remise B. Das Leistungsbild umfasst überwiegend Holzrahmenfenster mit 3-fach-Isolierverglasung (Uw = 0,8 W/(m²K)), lagedifferenzierte Sonnenschutzverglasungen (g-Wert ≤ 0,25 bis ≤ 0,45 je Himmelsrichtung und Geschoss) sowie Aluminiumrahmenfenster im Eingangs- und Gemeinschaftsbereich (RAL 7021 Schwarzgrau). Für alle Erdgeschosselemente ist einbruchhemmende Ausführung in Anlehnung an RC3 gefordert.
Fenstertypen umfassen einflügelige Standardfenster mit feststehendem Seitenteil und Kämpfer für Wohnungen in mehreren Abmessungen (2,10×1,80 m, 2,60×1,80 m, 2,85×1,80 m), Eckfenster/Erkerfenster, Dachflächenfenster als Schwingfenster mit integriertem Aufsatz-Rollladen im Mansarddach (1,14×1,65 m), Brandschutzfenster F30, Podestfenster im Treppenhaus sowie Sonderformate für Lichtschächte im Untergeschoss. Fenster der Remise A werden in RAL 3032 Perlrubinrot ausgeführt; Hauptgebäude-Fenster überwiegend in RAL 1002 Sandgelb, jeweils nach Bemusterung.
Fensterbänke außen aus Aluminiumblech (inkl. Gleitendstücken, ca. 519 lfm), innen aus Holz; in Bereichen mit möglicher Übersteighilfe mit mindestens 15° Neigung. Absturzsichernde Verglasungen unterhalb der Öffnungsflügel sind im LV mehrfach vorgesehen. Teilweise schräge Fensterlaibungen im WDVS. Anschlüsse an Bestandskonstruktion bei Remise B sind zu berücksichtigen (U-Wert 1,5 W/(m²K), g = 0,5). Mitwirkung am DGNB-Platin-Nachweis sowie vollständige Dokumentation sind Bestandteil der Leistung.