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Leistungsverzeichnis
OZ
Beschreibung
Typ
Menge
Einheit
Einheitspreis EUR
Gesamtbetrag netto EUR
Projektbeschreibung "Eggstück", Mastholter Str. Rietberg Auf dem Eckgrundstück Bokeler Straße/ Mastholter Straße, Flurstück 588 in Rietberg
entstehen zwei Gebäudetypen mit der Funktion des Wohnens.
Zum einen zwei Mehrfamilienhäuser, Bezeichnung 1A und 1B,
mit je 6 Wohneinheiten (ca. 49 bis 91 m²) und zum anderen acht Reihenhäuser,
Bezeichnung 2 bis 2G (mit je ca. 127 m²).
Die Wohnungen haben Balkone oder im Erdgeschoss Gartennutzung, die Reihenhäuser
haben jeweils ein zugehöriges Gartenstück.
Jeder Wohneinheit eines Mehrfamilienhauses ist ein Parkplatz, den Reihenhäusern sind zwei
Parkplätze auf dem Grundstück zugeordnet.
Die verkehrstechnische Erschließung erfolgt über eine Einbahnstraße, Zufahrt von der Bokeler
Straße aus, Ausfahrt auf die Mastholter Straße.
Zu den Allgemeinflächen auf dem Grundstück zählen neben den allgemeinen Erschließungs-
wegen auch 3 Besucherparkplätze, eine Fläche für einen Spielplatz, ein Technikgebäude,
Grünflächen und Fahrradabstellmöglichkeiten.
Beide Gebäudetypen bestehen aus zwei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss.
Sie werden in massiver Bauweise aus Stahlbetonwänden und -decken schlüsselfertig erstellt.
Die Dachform ist in zwei Teilbereich ein Flachdach, die übrigen Dachflächen werden durch
Giebel mit Satteldachkonstruktionen (35° Dachneigung) gebildet.
Projektbeschreibung "Eggstück", Mastholter Str. Rietberg
Projektbeschreibung Versorgungstechnik KG 410 ABWASSER-, WASSER-, GASANLAGEN
ALLLGEMEIN
In den Wohnungen des Mehrfamilienhauses sind Wohnungsstationen geplant.
Sie dienen der Warmwasserversorgung und zusätzlich der Versorgung und Regelung der Flächenheizung.
Die Station ist speziell für niedrige Vorlauftemperaturen entwickelt.
Zur Warmwasserbereitung wird über den Plattenwärmeübertrager Warmwasser erzeugt.
Bei Bedarf wird mit Hilfe eines Durchlauferhitzers nachgeheizt.
Die Trinkwasserversorgung funktioniert hier im Durchlaufprinzip.
Am Ende der Trinkwasserleitung ist eine Spülstation vorgesehen,
so dass die Wasserqualität immer gewährleistet ist.
Die beiden Gebäude sind durch den/der AN mit Abwasser- und Wasseranlagen auszustatten.
Die Errichtung der sanitärtechnischen Anlage erfolgt nach den anerkannten Regeln
der Technik unter Berücksichtigung aller einschlägigen DIN-Normen, Richtlinien,
Grundlage der AMEV und Vorschriften sowie gesetzlichen und behördlichen
Bestimmungen erfolgen. Zusätzlich sind die Angaben zur sanitären Ausstattung
aus dieser Leistungsbeschreibung, durch den/der AN zu berücksichtigen.
Wand- und Deckendurchführungen mit brandschutztechnischen Anforderungen erhal-
ten Rohrabschottungen entsprechend der allgemein bauaufsichtlichen Prüfzeugnisse
(ABP).
Sämtliche Geräte und Armaturen sind mit Bezeichnungsschildern, Rohrleitungen mit
Richtungspfeilen und einer Aufschrift des Durchflussstoffes zu bezeichnen.
Abwasseranlagen
Die Entwässerung erfolgt nach den gültigen Normen und Richtlinien (z.B. DIN 18381,
DIN 18306, DIN 18300, DIN 1986, DIN EN 12056, DIN EN 752). Die Schmutz- und
Regenwasserinstallation sind gemäß den Einleitbedingungen
und Vorgaben der Stadtamt Rietberg zu installieren.
Die gesamte Entwässerung des Gebäudes erfolgt im Trennsystem.
Schmutzwasser
Die Planung der Entwässerungsanlage erfolgt auf der Basis der DIN EN 12056,
Schwerkraftentwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden, in Verbindung mit DIN
1986 – 100, Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke und der DIN EN
752, Entwässerungssysteme außerhalb von Gebäuden.
Die Abwasserleitungen sind im Gefälle 1:100 bis 1:50 je nach Bemessungsgrad zu
verlegen. Alle Leitungen sind mindestens alle 2 m mit schallgedämmten Befestigungs-
schellen zu befestigen. Die Schallschutzanforderungen nach DIN 4109 und der Bau-
physik sind einzuhalten. Umlenkungen werden grundsätzlich mit 2 x 45 ° Bögen reali-
siert.
Die Verlegung der Grundleitungen erfolgt bauseits unter der Bodenplatte.
Folgende Materialien werden eingesetzt:
Die Anschlussleitungen an Sanitärobjekte in Vorwänden: HT-Rohre
Sammel- oder Fallleitungen: schallgedämmte Abwasserrohre
Das Abwasser wird von Einzelanschlussleitungen des Entwässerungs-
gegenstandes (z. B. WC, Spüle, WT etc.) abgeleitet und geht in Sammelleitungen über.
Die Entlüftung der Leitungen werden über Dach ausgeführt.
WASSERANLAGEN
Trinkwasserinstallation
Die Planung der Trinkwasserinstallation erfolgt auf Basis der DIN 1988, Technische
Regeln für Trinkwasserinstallationen (TRWI), in Verbindung mit DIN EN 806, Techni-
sche Regeln für Trinkwasserinstallationen.
Bei der Planung und Ausführung sind unter anderem die Vorgaben der VDI/ DVGW
6023, Hygiene in Trinkwasserinstallationen, der DIN EN 1717, Schutz des Trinkwas-
sers und der aktuell gültigen Fassung Trinkwasserverordnung 2001 einzuhalten.
Es dürfen nur Materialien und Geräte verwendet werden, die entsprechend den allge-
meinen anerkannten Regeln der Technik beschaffen sind. Diese müssen mit einem
DIN/DVGW- oder DVGW-Zeichen versehen Trinkwassererwärmungs- und Leitungsan-
lagen müssen dem DVGW-Arbeitsblatt W 551 entsprechen.
Es sind nur Trinkwassererwärmer zu installieren, die ein DVGW Prüfzeichen nach
DVGW – W 670 besitzen.
Vor Inbetriebnahme ist gem. DIN EN ISO 19458 Tabelle 1 Zweck b eine Legionellen-
Beprobung durchzuführen. Ferner sind Proben an der Peripherie zu entnehmen.
Die Trinkwasserhygiene ist mit einer entsprechenden Leitungsführung zu gewährleis-
ten. Die Entnahmestellen im Gebäude werden über Einzelabsicherungen gemäß DIN
EN 1717 abgesichert, sodass eine Beeinträchtigung des Trinkwassers durch Rücksau-
gung ausgeschlossen werden kann.
Zur Vermeidung von vermehrter Keimbildung in den Leitungsanlagen wird darauf ge-
achtet, dass gemäß Trinkwasserverordnung und der VDI kein stagnierendes Wasser
vorhanden ist und dass die Rohrleitungen hinreichend durchströmt werden. Die Ver-
sorgungsleitungen sind dabei mit zu berücksichtigen. Die Rohrleitungsführung erfolgt
als Stichleitung mit einer Spülvorrichtung am letzten Verbraucher oder
als Ringleitung mit Strömungsteilern. Die Rohrleitungen werden an den Objekten
durchgeschleift.
Es ist darauf zu achten, dass die Kaltwasserleitungen von wärmeführenden Medien
abgeschottet sind, um hygienische Probleme, die sonst durch die Erwärmung des Was-
sers entstehen können, zu vermeiden. Die Leitungsführung in unterschiedlichen
Schächten ist jedoch zu bevorzugen.
Es sind Probeentnahmestellen für die Hygiene gemäß VDI 6023 und dem
derzeit gültigen Stand der Technik geplant.
Sämtliche Rohrmaterialien, Sanitärobjekte, Armaturen, Zubehörteile usw. müssen
DIN/DVGW (mit anerkanntem Prüfzeichen) und Bauart und der Liste „Trinkwasserhygi-
enisch geeignete metallene Werkstoffe“ vom Umweltbundesamt in der aktuellsten Fas-
sung zugelassen sein. Die Armaturen und Objekte müssen der Durchflussklasse A und
Geräuschklasse I entsprechen. Die Ausführung hat gemäß gültiger EN-Norm und den
allgemein anerkannten Regeln der Technik zu erfolgen. Vor Beginn der Fertigmontage
ist das gesamte Rohrnetz zu spülen, zu desinfizieren und die Keimfreiheit mittels La-
boranalyse zu belegen. Die Spülung des Trinkwassernetzes erfolgt gemäß DIN 1988
mit Spülgerät auf Basis eines Druckluft-/Wassergemisches. Außerdem sind alle Hin-
weise und Empfehlungen des Zentralverbands Sanitär, Heizung, Klima einzuhalten.
Nach dem erstmaligen Befüllen der Trinkwasserleitung mit Wasser ist diese direkt im
Anschluss zu spülen. Die Spülung soll erst unmittelbar vor Inbetriebnahme erfolgen,
um hygienische Verunreinigungen zu verhindern. Bis zur Übergabe/Abnahme des Ge-
samtgebäudes ist der/die AN für die Trinkwasserhygiene und die damit verbundenen
Spülungen verantwortlich.
Die Qualität des Trinkwassers ist durch entsprechende Prüfungen nachzuweisen. Die
Nachweisführung ist durch den/die AN zu erbringen. Die Wasserproben sind durch eine
nach § 15 Abs.4 TrinkwV 2001 zugelassene Trinkwasseruntersuchungsstelle zu ent-
nehmen und zu untersuchen. Die Proben müssen nach DIN EN ISO 19458 Typ B ent-
nommen werden.
Absperrarmaturen sind an jedem Abgang vorzusehen. Die Absperrungen sind so ein-
zubauen, dass sie sichtbar bzw. durch Revisionsöffnungen gut erreichbar sind. Die Ab-
sicherung des Trinkwassernetzes erfolgt durch Einzelabsicherung. Sämtliche Entnah-
mearmaturen sind eigensicher auszuführen.
Folgende Materialien werden für Trinkwasser eingesetzt:
- Die Trinkwasserrohrleitungen in den Hauptverteilerleitungen und den Schäch-
ten sind vorzugsweise in Stangenrohr (Edelstahlrohr nach DVGW W 541 be-
stehend aus nicht rostendem Cr-Ni-Mo Stahl, Werkstoff Nr. 1.4401, nach DIN
EN 10088 für die Trinkwasserinstallation inkl. Verwendung der zugehörigen Fit-
tings aus nichtrostendem Stahl, Werkstoff-Nr. 1.4401, nach DIN 17455, für Kalt-
und Warmwasser, nach DVGW-Arbeitsblatt W 534, mit DVGW-
Systemprüfzeichen) auszuführen.
Die Verrohrung in Vorwanden wird mit flexiblem, vorgedämmten Rohr ausgeführt.
Absperr- und Sicherheitsarmaturen aus Rotguss PN16 mit DVGW Zulassung
bis DN 50 Pressverschraubung.
Nachspeisung Heizungsanlage
Im Technikraum ist zur Befüllung der Heizungsanlage nach DIN 1717 und VDI 2035
eine Heizungsfülleinrichtung inkl. der erforderlichen Absperrung und Wasserbehand-
lung auszuführen.
Wärmedämmung
Diese Arbeiten (mit Ausnahme der Leitungen in Vorwänden) werden bauseits ausgeführt.
Sanitäreinrichtungen
Alle sanitären Einrichtungsgegenstände sind durch den AN als komplette Installa-
tionsleistung mit allen Ver- und Entsorgungsanschlüssen
und erforderlichen Montageelementen betriebsfertig zu errichten.
Die Sanitärobjekte aus Porzellan werden in 1. Wahl aus weißem Sanitärporzellan be-
rücksichtigt. Die Armaturen sind mit gültigem Prüfzeichen der Armaturenklasse I,
die Oberfläche in verchromter Ausführung. Alle Mischbatterien haben keramische Dichtflä-
chen. Der/Die AN erstellt ein Farb- und Materialkonzept und wird darin sämtliche sicht-
baren Sanitärobjekte zur Bemusterung und Freigabe durch die AG abbilden.
Die Fabrikats- und Typenreihen sind so zu wählen, so dass Farbton und
Oberflächenbeschaffenheit der einzelnen Teile aufeinander abgestimmt sind.
Die nachfolgend beschriebene Ausstattung ist vom/von der AN betriebsfertig zu liefern
und einzubauen. Vor der Ausführung muss die Leistung vom/ von der AN mit der AG
noch im Detail abgestimmt und bemustert werden.
Sanitär Ausstattung
Die Gäste WC's sind wie folgt ausgestattet:
- WC; wandhängend
- Handwaschbecken ca. 45x30 cm
- Unterschrank
Die Bäder sind wie folgt ausgestattet:
- WC ; wandhängend
- Waschbecken ca. 60x48 cm
- Unterschrank
- Duschtrennwand mit Pendeltür, Glas; als Eckeinstieg oder als Schwingtür
- Duschtasse, flach, Keramik mind. 0,90 m x 0,90 m oder 1,2 0 m x 0,90 m
Küchen
-je ein Abwasser- und Trinkwasseranschluss für die Spüle bzw. dem Geschirrspüler
Abstellraum
-je ein Abwasser- und Trinkwasseranschluss für die Waschmaschine
Trinkwarmwasserbereitung-dezentral
Vereinzelte Objekte deren Versorgung mit Warmwasser unwirtschaftlich und hygienisch
bedenklich wäre, da diese zu weit vom Erzeuger entfernt sind, werden über
dezentrale Elektrodurchlauferhitzer (min. Leistung 6,5 kW) mit warmen Wasser versorgt.
KG 420 WÄRMEVERSORGUNGSANLAGEN
Wärmeerzeugungsanlagen
Wie oben beschreiben erfolgt die Auslegung der Heizungsanlage nach detaillierter
normgerechter Wärmebedarfsberechnung.
Die Gebäudeheizung erfolgt über zwei Luft-Wasser Wärmepumpen-
als geschlossene Pumpen-Warmwasser-Heizungsanlage.
Die Wärmeerzeugung erfolgt im separaten Technikgebäude.
Wärmeverteilnetze
Die Heizleistung gliedert sich in die Heizkreise "Mehrfamilenhaus" und "Reihenhäuser" auf.
Von der Heizzentrale werden mittels Vor- und Rücklaufleitung über Verteiler bzw.
Sammler, erdverlegte Nahwärmeleitungen zu den Verbrauchern geführt.
Das Heizmedium wird über ausschließlich Umwälzpumpen gefördert.
Diese sind auf den Verteilern untergebracht und erhalten eine automatische elekt-
ronische Leistungsregelung nach dem Differenzdruck.
Der Massenstrom der Stränge sowie der Geschossabgänge wird über Volumen-
stromregulierventile abgeglichen.
Heizleitungen werden nach den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) mit
alukaschierter Mineralwolle bauseits isoliert.
Die Hauptverteilleitungen erhalten an geeigneten und gut zugänglichen Stellen Absper-
rorgane mit Entleerungseinrichtungen.
Die Heizwasser-Kreisläufe werden mit den erforderlichen Umwälzpumpen, Absperrarma-
turen, Volumenstromreglern, Füll- und Entleerungsventilen, Temperatur- und Regelein-
richtungen je nach Art der zu versorgenden Anlagengruppe ausgerüstet.
Hydraulischer Abgleich
Alle Versorgungs- und Verteilstränge der Funktionsbereiche, Versorgungszonen und
Heizgruppen erhalten zwecks hydraulischem Abgleich Strangregulierventile mit Ent-
leerung und Messstutzen im Vorlauf und Rücklauf sowie, abweichend vom Standard,
Strangregulierventile und Mengenbegrenzung im Rücklauf.
Rohrleitungsnetze Heizungsanlage
Zur Optimalen Verteilung sind ausreichend Regelkreise je Objektabschnitt zu installieren.
Die max. anzusetzenden Wassergeschwindigkeiten sind flexibel, entsprechend der ver-
schiedenen Einsatzbereiche zu handhaben, um die Wirtschaftlichkeit zu optimieren.
Der Rohrreibungswiderstand darf innerhalb des Gebäudes 100 Pa/m nicht überschrei-
ten.
Wand- und Deckendurchführungen mit brandschutztechnischen Anforderungen erhal-
ten Rohrabschottungen entsprechend der allgemein bauaufsichtlichen Prüfzeugnisse
(ABP), fachgerechte Dachdurchführungen sind gegen Wasserdurchtritt zu sichern. Die
Durchführung ist passend zum Einsatzzweck zu wählen und muss alle bauphysikali-
schen Anforderungen (z.B. Wassereintritt) sicherstellen.
Der Dichtigkeitsnachweis für alle Heizwasserleitungen ist nach der DIN 13380 zu führen.
Alle Rohrleitungen der Heizungsanlagen müssen vor Inbetriebnahme gem. DIN EN
14336 durchgespült werden. Die Anforderungen der einschlägigen Normen und Richt-
linien sowie die Herstelleranforderungen sind durch den/der AN zu berücksichtigen. Alle
Schmutzfänger sind nach dem letzten Durchspülen zu säubern. Die Heizungsanlage
ist mit entsalzten und aufbereiteten Wasser gem. VDI 2035 zu befüllen.
Die Ausführung der Rohrleitungsnetze nur mit Edelstahlrohren, gepresst, Werkstoff
1.4520 erfolgen. Der Einsatz von C- Stahlrohr ist ausdrücklich ausgeschlossen.
Die Befestigung der Rohrleitungen hat über körperschalldämmende Befestigungsele-
mente wie Rohrschellen mit Gummieinlagen und Abpendelung über Gewindestangen
zu erfolgen. Alle Befestigungselemente werden in verzinkter Ausführung eingebaut.
Für die Befestigungen sind die erforderlichen statischen Nachweise zu erbringen.
Umwälzpumpen
Zur Wasserförderung in den einzelnen Heizkreisen sind, je nach hydraulischen Anfor-
derungen und Funktionen, nach Differenzdruck proportional elektronisch stufenlos
drehzahlregelbare Hocheffizienzpumpen zu planen, deren maximale Förderhöhe ein-
schließlich der Druckverluste in den Verbrauchern zu bemessen ist. Die Regelung von
Pumpen muss über Differenzdruckfühlern in den Netzschlechtpunkten erfolgen.
Armaturen
Es sind grundsätzlich nur wartungsfreie Absperr- und Regulier-Armaturen einzusetzen.
Als Absperrarmaturen sind Kugelhähne, mittelschwere Ausführung, Gehäuse aus Mes-
sing, mattverchromt zum Einsatz.
Für den ausführlichen hydraulischen Abgleich zur Einregulierung der Rohrleitungs-
netze und Wärmeabnehmer ist eine dementsprechende Anzahl von Armaturen mit
Drossel- bzw. Feinregulierfunktion vorzusehen. Lufttöpfe stehend oder waagerecht
sind in ausreichender Anzahl zu berücksichtigen.
Raumheizflächen
Die Heizlast der Räume wird von einer Fußbodenheizung abgedeckt.
Die erforderliche Dämmung wird bauseits vom Estrichleger geliefert und montiert.
Jede Wohnung im Mehrfamilienhaus wird von einem Heizkreisverteiler (HKV),
der in der verbauten Wohnungsstation untergebracht ist, versorgt.
Für die Versorgung der Reihenhäuser sind Schränke mit eingebauten HKV geplant.
Die Heizung ist raumweise über Thermostate steuerbar.
In den Bädern befinden sich zusätzlich elektrisch beheizbare Badheizkörper.
Die Treppenhäuser in den Mehrfamilienhäusern erhalten im EG je einen elektrischen Heizkörper.
Anzeigeeinrichtungen und Anlagenbeschilderung
Zur manuellen Überwachung des Anlagenbetriebs sind die Rohrleitungsnetze an allen
wesentlichen Stellen mit Mess- und Anzeigegeräten für Temperatur, Druck und Was-
sermengen (Volumenstrom) auszurüsten. Die Thermometer und Manometer
mit entsprechendem Zubehör müssen die Genauigkeitsklasse 1,0 haben.
WÄRMEDÄMMUNG-BAUSEITIGE LEISTUNGEN
Wärmedämmung Wasseranlagen
Die Rohrleitungen werden entsprechend der gültigen Normen und Richtlinien gedämmt.
Hier ist insbesondere auf eine ausreichende Dämmung zum Schutz vor Kondensatbildung
zu achten. Warmwasser- und Zirkulationsleitungen (sofern vorhanden)
sind in ausreichendem Maße gegen Wärmeverlust gemäß des aktuellen
Gebäudeenergiegesetzes aus Mineralwolle werden gedämmt.
Die Kaltwasserleitungen sind gegen Schwitzwasser zu isolieren. Sollten Kaltwasserlei-
tungen aus Gründen des Brandschutzes aus nicht synthetischem Kautschuk ausge-
führt werden dürfen, so sind diese Leitungen aus Mineralwolle A1 diffusionsdicht aus-
zuführen.
Bei den Installationen aller Leitungen sind die Anforderungen an Brand-, Schall- und
Wärmeschutz nach den hochbaulichen, brandschutztechnischen und behördlichen
Auflagen zu erfüllen. Insbesondere ist hier die Leitungsanlagen- Richtlinie zu berück-
sichtigen.
Wärmedämmung Wärmeversorgungsanlagen
Alle wärmeführenden Rohrleitungen, Verteiler bzw. Sammler, Behälter, Pumpen und
Armaturen erhalten eine Dämmung gegen Wärmeverlust.
Zum Einsatz kommt nur wärmedämmendes, wasserabweisendes, alterungsbeständi-
ges, rüttelfestes, säurefreies, chemisch neutrales und ohne klimaschädigende Stoffe
hergestelltes Dämmmaterial, das der Baustoffklasse A nach DIN 4102 entspricht, frei
von Krebsverdacht nach TRGS 905 ist und aus nicht brennbaren mineralischen Stoffen
besteht.
Die Dämmschichtdicken und Materialstärken sind für alle Einrichtungen nach derzeit
gültiger Fassung des Gebäudeenergiegesetzes zu planen und auszuführen. Die Wär-
medämmung darf nur aus 100 % dickem Dämmmaterial bestehen, das ausgelegt ist
für max. 0,3 % Abstrahlverluste. Außenliegende Leitungen sind gem. GEG zu dämmen
und mit einer verzinkten Blechmantelumhüllung zu versehen.
Verdeckt liegende Leitungen in Hohlräumen, Zwischendecken und nicht begehbaren
Installationsschächten können mit aluminiumkaschiertem Dämmmaterial ohne Oberflä-
chenschutz gedämmt werden.
Bei den Installationen aller Leitungen sind die Anforderungen an Brand-, Schall- und
Wärmeschutz nach den hochbaulichen, brandschutztechnischen und behördlichen
Auflagen zu erfüllen. Die Vorgaben des Brandschutzkonzeptes sind zu umzusetzen.
Insbesondere ist hier die Leitungsanlagen-Richtlinie zu berücksichtigen.
Projektbeschreibung Versorgungstechnik
01 KG 411-Abwasseranlagen
01
KG 411-Abwasseranlagen
01.010 Abwasserleitungen als Strang- und Sammelleitungen
01.010
Abwasserleitungen als Strang- und Sammelleitungen
01.020 Abwasserleitungen in Vorwänden
01.020
Abwasserleitungen in Vorwänden
01.030 Bodenabläufe
01.030
Bodenabläufe
01.040 Körperschalldämmung Abwasserleitungen
01.040
Körperschalldämmung Abwasserleitungen
11 KG 412 Wasseranlagen
11
KG 412 Wasseranlagen
11.010 Trinkwasserleitungen
11.010
Trinkwasserleitungen
11.020 Trinkwasserleitungen im Erdreich
11.020
Trinkwasserleitungen im Erdreich
11.030 Wasserdichte Rohrdurchführungen
11.030
Wasserdichte Rohrdurchführungen
11.040 Pumpen und Armaturen
11.040
Pumpen und Armaturen
11.050 Sanitärobjekte
11.050
Sanitärobjekte
11.060 Accessoires-Kunststoff
11.060
Accessoires-Kunststoff
11.070 Dezentrale Warmwasserbereitung/E-Heizkörper
11.070
Dezentrale Warmwasserbereitung/E-Heizkörper
21 KG 430 - Raumlufttechnische Anlagen
21
KG 430 - Raumlufttechnische Anlagen
21.010 Luftkanäle
21.010
Luftkanäle
21.020 Wickelfalzrohre
21.020
Wickelfalzrohre
21.030 Bauelemente
21.030
Bauelemente
21.040 Dämm- und Brandschutzarbeiten
21.040
Dämm- und Brandschutzarbeiten
21.050 F90 Schottung
21.050
F90 Schottung
31 Sonstiges
31
Sonstiges
31.010 Stundenlohnarbeiten
31.010
Stundenlohnarbeiten
31.020 Zusätzliche Befestigungen
31.020
Zusätzliche Befestigungen