Projektbeschreibung
BAUBESCHREIBUNG NEUBAU THW EHINGEN
Auf der aktuellen Liegenschaft des THWs Ehingen wird der Neubau eines Ortsverbandsgebäudes und einer KFZ-Halle geplant.
1. Eigentum / Nutzung
Das Gelände ist Eigentum des Bundes und wird vom THW Ortsverband Ehingen genutzt. Auf der Liegenschaft befinden sich Bestandsgebäude, die größtenteils erhalten bleiben.
2. Lage
Das Grundstück befindet sich nördlich des Ehinger Ortskerns in einem
Industriegebiet und wird im Osten durch die Bahngleise entlang der B492 begrenzt. Im Süden und Westen liegt das Eloxalwerk Ehingen. Die Zufahrt zum Gelände erfolgt von Norden über die Berkacher Straße. Postalische Anschrift: THW Ortsverband Ehingen, Berkacher Straße 64, 89584
Ehingen (Donau) Die Zugänglichkeit erfolgt über ein festehendes zweiflügeliges Tor am Eingang zur Liegenschaft. Für die Zugänglichkeit während den Arbeitszeiten sorgt der AG.
3. Baugrundstück
Auf Grundlage einer Baugrunduntersuchung ist bekannt, dass das Baufeld in
einem Bereich mit einer älteren Aufschüttung liegt. Die Höhe der Aufschüttung beträgt im Schnitt ca. einen Meter. Schadstoffproben haben keine besonderen Auffälligkeiten ergeben. Die Informationen sind in die Bemessung der Gründung und den Maßnahmen zur Versickerung von Oberflächenwasser eingegangen.
Das geplante Baufeld liegt im Wasserschutzgebiet 3b.
Eine Beurteilung des Grundstückes bezüglich Kampfmittel wurde auf Grundlage einer Luftbildaufklärung durchgeführt. Es wurden keine Anhaltspunkte für ein
besonderes Vorgehen diesbezüglich festgestellt.
Die Infrastruktur für die Ver- und Entsorgung der Liegenschaft wird soweit notwendig ergänzt oder auf Grund der veränderten Gebäudelage erneuert.
4. Baustelleneinrichtung und Bauablauf Parallel zur Durchführung der Maßnahme wird der Betrieb der THW-Ortsgruppe aufrecht erhalten. Baustellenverkehr und Nutzung Bestandsgebäude verlaufen nebeneinander. Eine gegenseitige Beeinträchtigung ist auf ein Minimum zu
reduzieren.
- der nördliche Bereich der Baustelle kann zur Zufahrt genutzt werden. Die Hoffläche muss jederzeit durch das THW uneingeschränkt zur Verfügung gehalten werden.
Die Baustelle darf zu keinem Zeitpunkt die Einsatzfähigkeit des THW behindern. Im Einsatzfall erfolgt eine Meldung des THW an die Baustelle über den direkten Kontakt zur Bauleitung des THW. Die Bauleitung muss während der
Arbeitszeiten persönlich/ telefonisch immer erreichbar sein. Meldestelle ist der Baucontainer der Bauleitung.
- der nördliche Bereich ist jederzeit von Material, Parken und Aufenthalt des Baustellenpersonal freizuhalten (Die Zugänglichkeit zu den Besprechungscontainern und WC- Containern während den Arbeitszeiten wird gewährt)
Die Baumaßnahme gliedert sich in 3 Abschnitte, die vom AN zwingend so eingehalten werden müssen. Innerhalb der einzelnen Abschnitte kann der AN seine vertraglichen Leistungen eintakten. Die einzelnen Maßnahmen sind in einem Bauzeitenplan dem AG zur Prüfung vorzulegen.
Wartung
Mit dem Angebot über die Bauleistung sind auch Angebote über Wartungen einzureichen.
Das Angebot ist daher nur vollständig, wenn es sich auch auf diese Leistungen erstreckt, siehe hierzu auch das den Vergabeunterlagen beiliegende Formblätter 242.
Arbeitsbeschreibung
Elektrotechnik
Das Gebäude erhält einen neuen Niederspannungsanschluss aus der Trafostation (Berkacher Straße). Ebenfalls erhält das THW eine LWL Einspeisung (speed pipe). Die Gebäudehauptverteilung/ Liegenschaftsverteilung wird im Elektroraum EG des
OV-Gebäudes ausgeführt. Über diese Verteilung werden alle Verteilungen im OV-Gebäude, in der Kfz-Halle, der Bestandsgebäude und die Außenbeleuchtung versorgt. Für die Havariefall wird im Außenbereich eine 125A Einspeisung vorgesehen (CEE-Steckdose).
Die Verkabelung erfolgt in den neu zu errichtenden neue Kabeltrassen bzw. in den vorhandenen Kabelwegen. In den Büro- und Besprechungsbereichen kommt im Bereich der Arbeitsplätze ein Estrichkanal zur Ausführung. In den öffentlichen Bereichen erfolgt eine UP-Installation. In den Technikräumen erfolgt eine AP-Installation.
Die Trassen in den Flucht und Rettungswegen sind gem. MLAR einzuhausen. Installationen sind jederzeit revisionierbar und nachrüstbar ohne bauliche Maßnahmen zu planen. Die Installationsgeräte sind mit entsprechenden Dosen einzubauen. Neben der 230/400 V Installation wird im Rahmen dieser Maßnahme auch das Datennetz
(CAT 7, 2-fach Datendosen) ausgeführt.
Im Innen und Außenbereich werden der Nutzung entsprechende Leuchten verbaut. Die Beleuchtungsstärken sind gem. DIN EN 12464-1 und ASR A3.4 auszuführen.
Im Außenbereich sind Insektenfreundliche Leuchten "3000K" auszuführen "Dark Sky Zertifizierung".
Das Gebäude erhält eine Sicherheitsbeleuchtung (Einzelbatteriesystem) mit einem Controller. Die Flucht- und Rettungsweg werden im Rahmen dieser Maßnahme
ausgeleuchtet. Die Überwachungs- und Umschaltmodule sind in die Allgemeinbeleuchtung zu integrieren. Die Sicherheitsbeleuchtung ist so zu realisieren, dass bei Stromausfall aktiv ist. Das System muss erweiterbar sein.
Der im 1. Obergeschoss befindliche Datenraum wird über eine Einbruchmeldeanlage gesichert (Schutzklasse B-SG2). Die Anlage alarmiert über ein Wählgerät entsprechend hinterlegte Nummern im Einbruchsfall.
Die Gebäude erhalten einen äußeren Blitzschutz in der Blitzschutzklasse III.
In den Gebäuden ist ein Potentialausgleich auszuführen. Die erforderlichen Räume erhalten entsprechende Potentialausgleichsschienen. Auf dem Dach des OV-Gebäudes und auf der Kfz-Halle werden PV-Anlagen
errichtet. Diese erhalten jeweils einen Speicher.
Alle Komponenten sind vor Ausführung durch den AN zu bemustern. Die Kosten für die Bemusterung sind mit bei der Einheitspreisfindung zu berücksichtigen.