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Leistungsverzeichnis
OZ
Beschreibung
Typ
Menge
Einheit
Einheitspreis EUR
Gesamtbetrag netto EUR
5 Nah-,und Fernwärme
5
Nah-,und Fernwärme
Vorbemerkungen Fernwärme Insbesondere ist bei allen Arbeiten zur Verlegung des Fernwärmerohrsystems das AGFW- Regelwerk einzuhalten.
Für die Durchführung der Rohrbauarbeiten hat der AN die fachliche Qualifikation mit dem AGFW- Zertifikat nach FW 601 mindestens für die Gruppe FW 2 nachzuweisen.
Für die Muffenmontage muss der AN des Weiteren nach FW 605 zugelassen sein.
Für den Isolierer/Muffenmonteur ist ein Nachweis nach FW 603 und ggf. über die
Produktschulungen des jeweiligen Herstellers vorzulegen.
Die zur Durchführung von Schweißarbeiten eingesetzten Schweißer sind dem AG vor Beginn der Arbeiten namentlich bekannt zu geben. Es ist jeweils eine Kopie des Original- Schweißerzeugnisses einzureichen. Schweißer, die kein deutsches Schweißerzeugnis haben, müssen vor Beginn der Arbeiten ein für die durchzuführenden Schweißarbeiten gültiges Schweißerzeugnis nach DIN EN ISO 9606-1 Anhang A und B erwerben. Die Kosten für die Erlangung eines gültigen Schweißerzeugnisses gehen zu Lasten des AN. Die Regelungen der FW 446 sind zu beachten. Der AG trägt die Kosten der
Durchstrahlungsprüfungen. Sollte sich bei den Prüfungen herausstellen, dass Reparaturen an Verbindungsstellen erforderlich sind, trägt der AN neben den Kosten für das Ausbessern bzw. Auswechseln der nicht einwandfreien Verbindung auch die Kosten für die Wiederholungs- bzw. zusätzliche Prüfungen. Weitergehende Ansprüche bleiben hiervon unberührt. Eine zweite Reparatur einer Verbindung ist nicht zulässig.
Auslegungs- und Bemessungsgrundlagen
Die Wärmeleitung wird als Pumpen-Heißwasserleitung im Zweileitersystem gebaut. Die Vorlauftemperatur beträgt maximal 120°C, die Rücklauftemperatur maximal 60 °C. Der maximal im Netz auftretende statische Druck beträgt 16 bar. Zur Aufnahme der Wärmedehnungen vorgesehene Kompensationselemente sind auch für die Rücklaufleitung für eine Betriebstemperatur von 120 °C zu bemessen. Bei der Befestigung von Halterungen und Konsolen an Decken oder Wänden sind die "Hinweise für die Montage von Dübelverankerungen" des Deutschen Instituts für Bautechnik zu beachten.
Zur Anwendung kommt Kunststoffmantelrohr nach EN 253 bestehend aus Stahl-Mediumrohr, Wärmedämmung aus PUR-Schaum mit eingeschäumten Meldeadern (System Brandes) und PE-HD-Mantelrohr als Verbundsystem. Das Stahl-Mediumrohr ist spezifiziert, wie folgt:
Stahlrohr geschweißt (DIN EN 10220 u. DIN EN 10217-2, Schweißfaktor 1,0) oder
Stahlrohr nahtlos (DIN EN 10220 u. DIN EN 10216-2)
- jeweils Material P235GH
- jeweils Werkstoff 1.0345
- jeweils mit Abnahmezeugnis 3.1 nach EN 10204
- jeweils beidseitig mit Schweißfase nach DIN EN 9692-1.
Alle Bauteile des Kunststoffmantelrohrsystems sind vom AN zu liefern. Die Prüfung der Lieferung auf Vollständigkeit und Mängelfreiheit erfolgt durch den AN. Der AN ist für die fachgerechte Lagerung verantwortlich sowie für den Schutz vor Verunreinigung oder Diebstahl.
Die angelieferten Kunststoffmantelrohre in Längen von 12 m, KMR-Formteile (Bögen aller Winkelgrade, T-Stücke (parallel oder 45°-etagiert), Entleerungs-T-Stücke, Entleerungsstutzen und Erdeinbauarmaturen werden vom AN an der Baustelle abgeladen, zugeschnitten und im Rohrgraben höhengerecht auf Rohrauflagern verlegt und ausgerichtet. Bei Entladung und Lagerung der angelieferten Rohrlängen und Formteile hat der AN die Richtlinien des Rohrherstellers sowie die geltenden Regeln zur Unfallverhütung zu beachten. Entstehender Verschnitt ist getrennt zu lagern und wird vom AN entsprechend der Vorgaben des Rohrherstellers entsorgt. Die Entsorgung von Isolationsresten (PUR-Dämmschaum, PEHD- Mantelrohr) obliegt dem AN.
Kompensation der Wärmedehnung
Der AN hat dem AG vor Baubeginn eine Verlegeplan/ rohstatischen Nachweis vom Rohrhersteller vorzulegen, in welchem die Dehnungsbauwerke, Festpunkte sowie Dehnpolsterdicken ersichtlich sind.
Abrechnung
Zur Abrechnung gelangt die gelieferte und eingebaute Rohrlänge, wobei Formteile und Armaturen übermessen und als Zulage je Stück vergütet werden. Zur Abrechnung mit dem AG fertigt der AN eine isometrische Abrechnungszeichnung, in der die Maße von Schweißnaht zu Schweißnaht vermerkt sind.
Herstellung und Einbau der Rohrauflager sind in die Einheitspreise einzurechnen. Rohrauflager aus Holz sind nicht zulässig. Erforderliche Rohrschnitte sowie das Abisolieren des PE-HD-Mantels und des PUR-Schaumes sind in die Einheitspreise einzurechnen. Beschädigtes Material darf nicht eingebaut werden.
Vorbemerkungen Fernwärme
5.01 Versorgungsleitung Materiallieferung
5.01
Versorgungsleitung Materiallieferung
5.02 Versorgungsleitung Rohrbau
5.02
Versorgungsleitung Rohrbau
5.03 Isolierung und Dehnpolster KMR System
5.03
Isolierung und Dehnpolster KMR System
5.04 Dokumentation
5.04
Dokumentation