Project description
Projektbeschreibung
Ersatzneubau Trinkwasserleitung Elbdüker Strehla
Das Bauvorhaben umfasst den Ersatzneubau des bestehenden Trinkwasserdükers unter der Elbe bei Strehla (Elbe-km 114+794) zur Sicherstellung der langfristigen Trinkwasserversorgung im Verbundsystem Riesa – Fichtenberg – Großenhain. Der vorhandene Düker DN 600 aus Stahl stammt aus den 1970er Jahren und weist im Bereich der Elbsohle eine unzureichende Überdeckung auf, wodurch die Betriebssicherheit nicht mehr dauerhaft gewährleistet werden kann. Aus diesem Grund wird die bestehende Leitung durch einen modernen Dükerneubau ersetzt.
Die Neuverlegung erfolgt in geschlossener Bauweise mittels Horizontalspülbohrverfahren (HDD). Hierbei wird eine neue Trinkwasserleitung aus PE100-RC DN 500 mit einer Länge von rund 240 m unterhalb der Elbe verlegt. Parallel dazu werden zwei Kabelschutzrohre PE 63 x 5,8 mm für zukünftige Kabeltrassen eingebaut. Die neue Leitung wird dabei so angeordnet, dass die Anforderungen des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes hinsichtlich der Mindestüberdeckung dauerhaft erfüllt werden.
Zur Anbindung des neuen Dükers sind beidseitig der Elbe umfangreiche Tiefbauarbeiten erforderlich. Hierzu gehören die Herstellung von Start- und Zielgruben, die Errichtung neuer Armaturen- und Schieberanlagen, die Herstellung eines neuen Messschachtes sowie die Anpassung und Einbindung an das bestehende Trinkwassernetz. Zusätzlich werden bestehende Abwasserdruckleitungen gesichert beziehungsweise temporär umverlegt, um die Durchführung der HDD-Bohrung zu ermöglichen.
Nach erfolgreicher Inbetriebnahme des neuen Dükers erfolgt der vollständige Rückbau des außer Betrieb gehenden Bestandsdükers DN 600 sowie der vorhandenen Schutz- und Entleerungsleitungen. Der Rückbau wird mittels Seilwindenverfahren und schwimmender Wasserbautechnik durchgeführt. Anschließend wird die Gewässersohle der Elbe wieder hergestellt und mit Wasserbausteinen gesichert.
Zum Leistungsumfang gehören weiterhin die Herstellung von Baustelleneinrichtungsflächen, Baustraßen und Montageflächen, landschaftspflegerische Begleitmaßnahmen, Amphibienschutzmaßnahmen, Kampfmittel- und Archäologiebegleitung, Wasserhaltungsmaßnahmen sowie umfangreiche Prüf- und Qualitätssicherungsleistungen einschließlich Druckprüfungen, Vermessungen und Dokumentationen. Nach Abschluss der Arbeiten werden sämtliche temporär genutzten Flächen und Zufahrten in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt.
Das Projekt stellt einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung der regionalen Trinkwasserversorgung dar und gewährleistet gleichzeitig die Einhaltung der wasserwirtschaftlichen und schifffahrtstechnischen Anforderungen im Bereich der Bundeswasserstraße Elbe.
Work description
Ersatzneubau des Trinkwasserdükers DN 500 (PE100-RC) unter der Elbe bei Strehla im Horizontalspülbohrverfahren, Länge ca. 240 m, inklusive zwei Kabelschutzrohren. Für die beidseitig der Elbe erforderlichen Baugruben zur Leitungsumbindung, Netzanbindung sowie den späteren Rückbau des bestehenden Dükers DN 600 und der zugehörigen Schutz- und Entleerungsleitungen ist eine offene Grundwasserhaltung herzustellen und zu betreiben.
Randbedingungen: Grundwasserstand knapp unter Mittelwasserstand der Elbe, beim Durchschneiden bindiger Schichten ist mit gespannten Verhältnissen und Schichtenwasser zu rechnen, kf-Wert ca. 1*10^-7 bis 1*10^-6 m/s. Absenkziel mindestens 0,5 m unter Planums- bzw. Baugrubensohle.
Leistungsumfang: Einholen der wasserrechtlichen Erlaubnis, Aufbau, Betrieb und Rückbau geschlossener Wasserhaltungsanlagen (Nadelfilter, je Seite 7 Stück, Förderdurchfluss ca. 45 bis 55 m³/h, Anlagenkapazität bis 70 m³/h) sowie offener Wasserhaltungsanlagen für Umbindungs- und Rückbaubaugruben (Förderleistung ca. 25 bis 45 m³/h). Einschließlich Ableitung des geförderten Wassers über Sedimentabsetzbecken zur Vorflut, zugehöriger Erdarbeiten für Pumpensümpfe und Dränagen sowie der erforderlichen Energieversorgung. Ausgeschrieben werden Wasserhaltungsarbeiten im Rahmen der Grundwasserabsenkung offen.