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WE 15007+08 Haar, Franz-Schubertstraße 1+3 und 5+7 Kurzbeschreibung der Gesamtmaßnahme:
Die Gebäude befinden sich in 85540 Haar, Franz-Schubertstraße 1+3 und 5+7, auf den Flurstücken 558 und 558/3.
Das Gesamtbauvorhaben umfasst u.a. die Bad- und Strangsanierung, Erneuerung der Elektrosteigleitungen bis zur Unterverteilung, Errichtung einer zentralen Abluftanlage auf dem Dach und Fernwärmeanbindung von zwei Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 88 Wohneinheiten (jedes Gebäude verfügt über 44 Wohneinheiten). Die Ausführung der Baumaßnahme wird in bewohntem Zustand durchgeführt und erfolgt in mehreren Bauabschnitten (strangweise) mit Baubeginn am 01.03.2027 und Bauende/Fertigstellung am 29.02.2028, wobei die Arbeiten in den Wohnungen spätestens Mitte Dezember abgeschlossen sein müssen. Für die Dauer der Baumaßnahme werden den Mietern Sanitärcontainer im Außenbereich der Wohnanlage zur Verfügung gestellt. Zusätzlich ist jeder Mietpartei zur nächtlichen WC-Nutzung eine Chemietoilette auszuhändigen. Des Weiteren sind Lagercontainer für die Einlagerung der mieterseitigen Küchen sowie Gegenstände aus den Kellerabteilen vorzusehen. Die Küchen sind vor Beginn der Arbeiten durch einen Schreiner abzubauen, zu dem besagten Lagercontainer zu transportieren, dort einzulagern und nach Abschluss der Arbeiten in der Wohnung wieder aufzubauen.
Die Gerüststellung ist im nördlichen Hauseingangsbereich mit einem Bauaufzug für den Transport des Abbruchmaterials, der mieterseitigen Küchen und der Baustoffe anzuordnen. Das Gerüst dient als Transport- und Arbeitsplattform mit Erstellung einer provisorischen Türöffnung in der Fassade je Geschoss (ausgenommen EG) zur Erschließung in das Gebäude.
Die Sanitärarbeiten umfassen die Neuinstallation der Trinkwasser- und Abwasserleitungen sowie Stilllegung und Demontage der bestehenden Leitungen. Erneuert werden die Heizungsleitungen im Keller (die Steig- und Anbindeleitungen bleiben im Bestand (Anpassungsarbeiten zu den neuen Heizkörpern) und werden gespült/gereinigt). Die Anbindung der neuen Abwasserleitungen im Keller erfolgt an den vorhandenen Übergabeschacht. Im Außenbereich ist die bestehende Leitung zum öffentlichen Kanal zu erneuern bzw. zu sanieren. Die vorhandenen und nicht mehr gebrauchten Grundleitungsanschlüsse sind stillzulegen und dauerhaft dicht zu verschließen. Des Weiteren wird im Zuge der Sanitärarbeiten je Gebäude eine Enthärtungsanlage errichtet.
Die geöffneten Bereiche und Durchdringungen am Flachdach, welche für die Verlegung der Entlüftungsrohre der Abwasserleitungen, Lüftungsrohre und Stromleitungen zu erstellen sind, sind anschließend wieder fachgerecht zu verschließen.
Die Maßnahmen der Sanitärausstattung beinhalten u.a. die Erneuerung der Sanitärausstattung (Badewanne, Dusche, Waschbecken, WC´s etc.), die Errichtung eines WM-Anschlusses im Bad bzw. Abstellraum der Wohnungen und den Rückbau der Waschräume im Keller.
Hinzu kommt die Anbindung der Bestandsgebäude an das örtliche Fernwärmenetz der Stadt Haar und in diesem Zuge für den hydraulischen Abgleich die Erneuerung aller Heizkörper in den Wohnungen. Zudem ist die alte Ölheizung zu entsorgen, die bestehenden Erdöltanks stillzulegen und bei der zuständigen Behörde durch ein Sachverständigengutachten abzumelden.
Die bestehende Schachtlüftung in den Bädern wird rückgebaut und eine zentrale Abluftanlage auf dem Dach mit Anbindung der innenliegenden Bäder, WC´s und Küchen errichtet.
Unter die Maßnahmen der Elektroarbeiten fallen die Erneuerung der Hauptverteilung, Steigleitungen und Wohnungszuleitungen sowie innerhalb der Wohnung die Erneuerung der Elektrounterverteilung und Elektroleitungen im Bad, WC, Abstellraum und in der Küche. Des Weiteren werden neue Zählerplätze errichtet, welche sich geschossweise in einem abgeschlossenen Raum befinden. In diesem Zuge sind auch die alten Stromzähler auszutauschen.
Nach der Gesamtmaßnahme ist die Wiederherstellung der Rasenflächen, welche für Arbeits- bzw. Lagerflächen verwendet wurden, zu erbringen.
Gebäude:
Die Gebäude sind voll unterkellert, verfügen über 9 Vollgeschosse (EG bis 8.OG) und haben eine H-förmige Grundfläche mit Ost- und Westflügel, welche über ein mittiges Treppenhaus mit Erschließungsfluren verbunden sind. Je Gebäude ist ein Aufzug vorhanden, welcher für die Bauarbeiten nicht verwendet werden darf, sondern ausschließlich den Mietern zur Verfügung steht. Der Dachstuhl ist als Flachdach mit Holzunterkonstruktion ausgeführt. Die Gebäude wurden in den Jahren 1965 bzw. 1966 errichtet. Im Jahr 2008 wurde an der Außenwand eine vorgehängte, gedämmte Fassade (ca. 10cm Mineralwolle und ca. 4-5cm Hinterlüftung) bzw. an den Ost- und Westbalkonen ein WDVS montiert.
Jedes Gebäude verfügt über 4 Wohnungstypen mit folgendem Wohnungsmix:
Wohnungstyp A (3-Zimmer-Wohnug): 18 Stück
Wohnungstyp B (4-Zimmer-Wohnug): 10 Stück
Wohnungstyp C (1-Zimmer-Wohnug): 8 Stück
Wohnungstyp D (2-Zimmer-Wohnug): 8 Stück
Die Geschosse EG bis 4.OG bestehen aus den Wohnungstypen A und B. Ab dem 5. Obergeschoss findet eine Grundrissänderung statt, wodurch die Geschosse OG5 bis OG8 aus den Wohnungstypen A, C und D bestehen.
Im Kellergeschoss der Franz-Schubertstraße 5+7 befindet sich die Heizzentrale der beiden Gebäude. Über eine Nahwärmeleitung im Außenbereich wird das Gebäude Franz-Schubertstraße 1+3 mit Wärme sowie Trinkwarmwasser versorgt. Beide Gebäude besitzen je einen zentralen Wasser- und Stromanschluss.
In der Außenanlage befinden sich die Feuerwehrzufahrten bzw. Flächen für die Aufstellung zur Anleiterung, welche nicht befahren bzw. als Lagerfläche benutzt werden dürfen.
Die Gebäude werden gem. Art. 2 Abs. 3 und Abs. 4 BayBO in die Gebäudeklasse 5 eingestuft.
Bauablauf:
Die Bauarbeiten sind in dem Gebäude Franz-Schubertstraße 1+3 mit folgendem Ablauf zu beginnen:
Franz-Schubertstraße 1:
Strang 1: Wohnungstyp B+C+D (gesamt 13 Wohnungen)
Strang 2: Wohnungstyp A (gesamt 9 Wohnungen)
Franz-Schubertstraße 3:
Strang 3: Wohnungstyp B (gespiegelt) + C (gespiegelt) + D (gespiegelt)
Strang 4: Wohnungstyp A (gespiegelt)
Anschließend sind die Arbeiten analog in dem Gebäude Franz-Schubertstraße 5+7 durchzuführen (siehe hierzu unter Sonstige Unterlagen "Schema Gebäude inkl. Bauabschnitte"). Da die Sanierung in bewohntem Zustand erfolgt ist eine möglichst kurze Bauzeit in den Wohnungen anzustreben und entsprechender Personaleinsatz zu planen. Ein möglicher Bauzeitplan für die Wohnbereiche liegt der Ausschreibung bei (Fertigstellung Wohnungen Ende 2027). Es wird beabsichtigt die Sanierung der Wohnungen im Jahr 2027 fertigzustellen. Gegebenenfalls ist eine Umsetzung zeitlich gestaffelt in zwei Bauabschnitten (2027 und 2028) vorstellbar.
WE 15007+08 Haar, Franz-Schubertstraße 1+3 und 5+7
300 Bauwerk - Baukonstruktionen
300
Bauwerk - Baukonstruktionen
300.330 Außenwände
300.330
Außenwände
300.340 Innenwände/Vertikale Baukonstruktionen, innen
300.340
Innenwände/Vertikale Baukonstruktionen, innen
300.350 Decken/Horizontale Baukonstruktionen
300.350
Decken/Horizontale Baukonstruktionen
300.360 Dächer
300.360
Dächer
300.380 Baukonstruktive Einbauten
300.380
Baukonstruktive Einbauten
300.390 Sonstige Maßnahmen für Baukonstruktionen
300.390
Sonstige Maßnahmen für Baukonstruktionen
400 Bauwerk - Technische Anlagen
400
Bauwerk - Technische Anlagen
Vorbemerkungen HLS Allgemeine Hinweise
Anträge zur Ver- und Entsorgung des Gebäudes sind mit der Projektleitung und dem planenden Ingenieur abzustimmen und vollverantwortlich durchzuführen. Die Kosten hierfür sind einzukalkulieren. Die behördlich geforderten Abnahmen sind rechtzeitig zu beantragen, die für die Abnahme erforderlichen Unterlagen sind anzufertigen. Die Kosten für die Abnahmen sind einzukalkulieren.
Der TU verpflichtet sich, das Projekt den tatsächlichen Gegebenheiten bzw. eventuell baulichen Änderungen auf der Baustelle anzupassen.
Alle Einzelheiten des Projektes, Dimensionierung, Maße usw. sind auf ihre Übereinstimmung mit dem Bau laufend zu überprüfen.
Der TU übernimmt die Gewähr für das einwandfreie Funktionieren der Anlage und hat das gesamte Projekt verantwortlich zu überprüfen. Änderungen müssen grundsätzlich vom AG freigegeben werden. Der TU erstellt die auf Basis der Entwurfsplanung die Ausführungs- und Montageplanung und sonstige Unterlagen, so ist er für diese gegenüber dem AG voll verantwortlich. Durch seine Unterschrift übernimmt der AG keine Verantwortung für die technische Funktionsfähigkeit.
Bei der Montage der Armaturen, Apparate, Schalter und Geräte ist grundsätzlich auf eine ein-wandfreie Zugänglichkeit und Wartung bei der Bedienung und bei etwaigen Auswechselungsarbeiten zu achten. Bei der Montage ist darauf zu achten, dass eine Mindestlichte von 2,10m unter Rohren, Kanälen, Leitungen, Kabelrinnen etc. erhalten bleibt. Dies gilt auch für erforderliche Befestigungsstiele, Träger, Unterstützungskonstruktionen, Rohrschellen, etc.
Die Unterstützungskonstruktionen sind nach Maßgabe der erforderlichen Festigkeit bzw. der zulässigen Durchbiegung vom Unternehmer auszuwählen. Ebenso sind die Maßnahmen zur Dehnungsaufnahme vom Unternehmer festzulegen. Der Festigkeitsnachweis ist zu führen. Jede Art von Rohren und Kanälen ist vor dem Einbau gründlich zu reinigen. Bei Montageunterbrechungen sind die Enden mit Schutzkappen zu versehen.
Körperschallschutzmaßnahmen:
Die Schallschutzanforderungen der aktuell gültigen DIN 4109-5 2020:, sind zu beachten (erhöhter Schallschutz! dB(A) für haustechnische Anlagen!)
Alle körperschallführenden Versorgungsleitungen müssen körperschalldämmend durch das Bauwerk geführt werden bzw. an ihm befestigt werden mittels körperschalldämmender Einlagen und Umwicklung aus geeigneten Materialien.
Brandschutzmaßnahmen:
Alle Durchführungen durch Brandabschnitte sind nach den gängigen Vorschriften (BayBO, MLAR) auszuführen.
Leistungsabgrenzung der Gewerke Heizung, Lüftung, Sanitär.
Zur Vertragsleistung der Gewerke Heizung, Lüftung, Sanitär gehört hierbei:
fristgerechte Erarbeitung aller Schaltpläne und Kabellisten
Dimensionierung (neue VDE-Vorschrift 0100 beachten)
Positionspläne
Zusätzliche Angaben vor Ort über Ausführung und Anordnung von Schalt- und Regelgeräten
Lieferung und Montage Fabrikats spezifischen Zubehörs.
Zur Vertragsleistung HLS gehört:
Verlegen der Kabel und Leitungen gemäß den Angaben der Gewerke Heizung, Lüftung, Sanitär durch den Elektriker. Anklemmen erfolgt jedoch durch die HLS-Firmen.
Bei der Preisfindung ist zu berücksichtigen, dass die Anlagen strangweise gefüllt, abgedrückt und wieder entleert werden müssen.
Prüfdruck = 4,0 bar (Heizung) bzw. 10 bar (Sanitäre Anlage) über 24 Stunden. Über die Druckproben ist ein Protokoll zu fertigen und dem Bauherrn zu übergeben.
Bestandspläne bestehend aus:
Grundrissplänen
Aufstellungsplänen
Prinzipschaltplänen
Regel- und Schaltschemata
Die Bestandspläne sind in 1-facher Ausfertigung, in Mappen geordnet als Schwarzpausen, farbig angelegt in den Technikzentralen zu hinterlegen. Zusätzlich ist ein Satz Fließ- und Schaltschemata alterungsbeständig (in Kunststofffolie eingeschweißt) zum Aushang in den technischen Zentralen anzufertigen.
Sonstige Bestandsunterlagen:
Vom TU sind folgende Bestandsunterlagen zu liefern:
Geräteverzeichnis mit Angabe der Daten lt. Leistungsbild bzw. Listennummer
Betriebsanleitung
Garantiekarten
Wartungsanweisungen
Protokolle über alle im Rahmen der Einregulierungsarbeiten durchgeführten Messungen
Anlagen- und Funktionsbeschreibung
Ersatzteilliste
Kopie behördlicher Prüfbescheinigungen und Werkstatt-Teste
Die Bestandsunterlagen sind zudem digital zu übergeben.
Allgemein:
Diese Leistungsbeschreibung umfasst alle nötigen technischen Komponenten, welche nötig sind, um die Einheiten vom Kellergeschoss bis zum 8.Obergeschoss hin, technisch zu versorgen/ entsorgen.
„In den nachfolgenden Beschreibungen werden immer komplette betriebsfertig installierte und angeschlossene Leistungen beschrieben, auch wenn die dazu gehörenden Einzel- oder Teilleistungen nicht detailliert aufgeführt sind oder auf selbstverständliche Formulierungen wie „liefern, montieren und betriebsfertig anschließen“ aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit verzichtet wird.“
Vorbemerkungen HLS
400.410 Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen
400.410
Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen
400.420 Wärmeversorgungsanlagen
400.420
Wärmeversorgungsanlagen
400.430 Raumlufttechnische Anlagen
400.430
Raumlufttechnische Anlagen
400.440 Elektrische Anlagen
400.440
Elektrische Anlagen
500 Außenanlagen und Freiflächen
500
Außenanlagen und Freiflächen
500.530 Oberbau, Deckschichten
500.530
Oberbau, Deckschichten
500.570 Vegetationsflächen
500.570
Vegetationsflächen
700 Baunebenkosten
700
Baunebenkosten
700.710 Übertragene Bauherrenaufgaben
700.710
Übertragene Bauherrenaufgaben
700.740 Fachplanung
700.740
Fachplanung
700.790 Sonstige Baunebenkosten
700.790
Sonstige Baunebenkosten