Um Ihr Angebot auszufüllen und abzugeben, . Erfahren Sie hier mehr darüber, wie Sie mit Cosuno neue Ausschreibungen finden können.
Angebot einreichen
bis
Sobald Sie Ihr Angebot abgeben, wird es dem ausschreibenden Unternehmen zugeschickt.
Leistungsverzeichnis
OZ
Beschreibung
Typ
Menge
Einheit
Einheitspreis EUR
Gesamtbetrag netto EUR
Allgemeine Vorbemerkungen - Inhalt I. Allgemeine Vorbemerkungen
Die allgemeine Vorbemerkung gliedert sich in folgende Abschnitte:
1. Baumaßnahme
1.1 Lage der Baustelle
1.2 Beschreibung der Baumaßnahme
1.3 Beschreibung der Tragwerkskonstruktion
1.4 Nutzlasten der Decken
1.5 Flächen / Brutto-Rauminhalt
1.6 Termine
1.7 Planungsbeteiligte ( hier nicht enthalten )
1.8 Lärmschutz, Staubbelästigung - Emissionsschutz
1.9 Arbeitszeiten
2. Baustelleneinrichtung
2.1 Kranstellung
2.2 Baufelderschließung
2.3 Baustrom / Bauwasser
2.4 Baustellensicherung
2.5 Schutzeinrichtungen allgemein
2.6 Schutzmaßnahmen
3. - entfällt -
4. Bauausführung
4.1 Besichtigung der Baustelle
4.2 Ablauf der Bauarbeiten
4.3 Termingerechte Ausführung
4.4 Verantwortlicher Bauleiter
4.5 Teilnahme an Baubesprechungen
4.6 Vermessungsarbeiten
4.7 Ausführungsunterlagen des Auftraggebers (AG)
4.8 Ausführungsunterlagen des Auftragnehmers (AN)
4.9 Bautagesberichte
4.10 Abstimmung mit dem Auftraggeber (AG)
4.11 Datenaustausch
- Planserver
- PlanRadar
- GAEB-Schnittstelle Rechnungen
Allgemeine Vorbemerkungen - Inhalt
Allgemeine Vorbemerkungen 1. Baumaßnahme
1.1 Lage der Baustelle
Das Baugrundstück befindet sich in der Wriezener Straße 9 in 15344 Strausberg.
Nordwestlich grenzt das Grundstück an den öffentlichen Uferweg des Straussees. Südwestlich und nordöstlich wird das Grundstück durch Nachbargrundstücke mit Wohnungsbebauung begrenz. Nach Südosten schließt das Grundstück an die Wriezener Straße an.
Das für den Neubau vorgesehene Baufeld weist eine Größe von ca. 15.000 m² auf und besteht weitgehend aus einer Brachfläche. Das Baugrundstück war Standort der Polizeiwache Straußberg, welche 2024/2025 abgebrochen wurde. Kellerbereiche wurden tiefenenttrümmert, mit Recyclingmaterial verfüllt und mit einem Verdichtungsgrad von D< 97% verdichtet. Für das neu zu errichtenden Kellergeschoss der Sporthalle einschl. Nebenräume wird die erforderliche Baugrube einschl. Verbauherstellung durch einen Spezialtiefbauer bauseits hergestellt.
Baulast / Funkmast
Auf dem Baufeld befindet sich ein ca. 50 m hoher Funkmast des Zentraldienstes der Polizei. Der Funkmast steht auf einer 11,00 m / 11,00 m großen, als Baulast eingetragenen Fläche. Diese Fläche darf nicht betreten werden und ist schadensfrei zu halten. Die Bemessung und Einrichtung von Bau- und Mobilkranen, sowie alle sonstigen Baustelleeinrichtungen sind hierauf abzustimmen.
Die Zugänglichkeit zur Funkmastanlage durch den Betreiber muss zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein.
1.2 Beschreibung der Baumaßnahme
Leistungsumfang Los 03 - Erweiterte Rohbauarbeiten
Die "Erweiterten Rohbauarbeiten" (Los 03) umfasst folgende Leistungen:
Baustelleneinrichtungs- und Koordinierungsleistungen Erdarbeiten (Grundleitungen) Mauerarbeiten Betonarbeiten (Normalbeton, WU, Sichtbeton SB 2+ (mit erhöhten Einzelanforderungen), Spannbeton) Holzhybridkonstruktion Fassadenkonstruktion in Holztafelbauweise Fassadenverkleidung als Ziegel-VHF Holz-Aluminiumfenster, Stahltüren, Sonnenschutzanlagen
Gerüstarbeiten
Abdichtungsarbeiten
Grundleitungsarbeiten
Erdungsanlagen
Betoneinlegearbeiten
Vorhaben
Der Landkreis Märkisch-Oderland errichtet auf der Liegenschaft der ehemaligen Polizeidienststelle ein Gymnasium, das zum Beginn des Schuljahres 2028/29 den Betrieb aufnehmen soll. Realisiert wird ein Neubau zur Bereitstellung erforderlicher Schulkapazitäten einschließlich Mensa, Aula und Dreifeldsporthalle.
Städtebau und Baukörper
Das neue Gymnasium ist aus drei Teilbaukörpern unterschiedlicher Höhe zusammengesetzt. Diese werden als Haus A, B und C bezeichnet. Die Kuben sind gegeneinander versetzt. Das dreigeschossige, leicht zurückversetzte Haupthaus B wird von den beiden zweigeschossigen Baukörpern A und C flankiert, zwischen denen sich der Schulvorplatz entwickelt.
Das Gebäude ist ca. 116,2 m lang und 66,1 m tief. Die zweigeschossigen Häuser A und C sind ca. 10,10 m und das dreigeschossige Haus B ca. 14,90 m hoch (bezogen auf OK FFB EG). Der Baukörper ist teilunterkellert.
Die Bauteile A und B sind beide um Innenhöfe organisiert. Der Hof im Bauteil A ist erdberührend und unversiegelt. Der größere Innenhof im BT B ist im EG mit abgetreppten Terrassen unterbaut und erstreckt sich über beide Obergeschosse.
Das Haus C wird komplett unterkellert, der Gebäudeteil B wird teilunterkellert. Im UG liegt die Sporthallenebene mit Umkleiden, Geräte- und dazugehörigen Nebenräumen. Ferner nimmt das UG alle Technik- und Hausanschlussräume sowie Lagerflächen auf.
Baugrund
Die Baugrundverhältnisse im Untersuchungsgebiet zeichnen sich gemäß dem vorliegenden Gutachten durch mineralische Auffüllungen sowie nichtbindige, teils schluffige Sande aus, die in unterschiedlichen Lagerungsdichten von locker bis dicht vorkommen. Weitere Angaben sind dem Baugrundgutachten zu entnehmen.
Grundwasser wurde im Rahmen der Aufschlussarbeiten nicht als freier Wasserspiegel, sondern nur in Form von Schichtenwasser in Tiefen von 0,90 bis 2,10 m u. GOK angetroffen. Der freie Grundwasserstand wurde im Rahmen der Erkundungen bis 10 m u. GOK nicht erreicht. Der höchste zu erwartende Grundwasserstand wird mit etwa 67,00 m ü. NHN angegeben, bei einer angenommenen Schwankungsbreite von ± 0,50 m. Eine Grundwasserabsenkung ist nicht erforderlich, jedoch kann bei Starkregen eine Tagwasserhaltung nötig werden.
Gründung und Bauwerksabdichtung
Das Gebäude erhält eine Flachgründung in Form einer Sohlplatte. Hochbelastete Bereiche erhalten Sohlverstärkungen mit Vouten. Die Sohlplatten der nicht unterkellerten Gebäudeteile erhalten Frostschürzen.
Aufgrund der späteren Unzugänglichkeit von überbauten oder verkleideten Bauteilen (Teilunterkellerung, hochwertiger Sporthallenausbau) wird das Untergeschoss und die Bodenplatte EG mit höheren Anforderungen an die Abdichtung als WU-Konstruktion mit Frischbetonverbundfolie (FBV) bzw. flankierender Schwarzabdichtung ausgeführt.
Die WU-Planung wurde durch eine Fachfirma erstellt.
Tragwerk
Die Treppenhauskerne, das Untergeschoss sowie die weitgespannten Tragwerke der Eingangshalle und des Mehrzweckraums (EG Bauteil B) bzw. der Sporthalle (EG Bauteil C) werden als Stahlbetonbau hergestellt. Die übrigen Bereiche des EG (Bauteil A), OG1 (Bauteile A, B und C) und OG2 (Bauteil B) sind als Holzhybridbau konzipiert.
Detaillierte Beschreibung der Tragwerkskonstruktion siehe Pkt. 1.3 dieser Vorbemerkung.
Außenwände
Das EG von Bauteil B und C ist in Stahlbetonbauweise errichtet.
Alle sonstigen Außenwände werden aus vorelementierten, gedämmten Holz-Tafelbau-Elementen erstellt. Konstruktiv handelt es sich um eine nichttragende, vorgehängte Lochfassade. Das Fassadenraster beträgt im Regelfall ca. 2,10 m bzw. im Bauteil C zwischen Achse 19 und 27 (Nord- und Südseite) abweichend 1,95 m.
Fassade
Die Fassadenverkleidung besteht aus dachziegelähnlichen, flachen Fassadenziegeln bzw. -platten. Die Ziegelplatten werden überlappend ("geschuppt") mit zwei unterschiedlichen Reihenabständen verlegt. Diese sind im Brüstungsbereich weiter und zwischen den Fenstern enger. Hieraus und aus der Verwendung unterschiedlicher Profiltiefen entstehen unterschiedlichen Schattenwürfe im Erscheinungsbild. Zudem wird auf diese Weise auch die Zu- und Abluftführung der dezentralen Lüftungsgeräte in das Fassadensystem integriert.
Fensterumrahmungen, Attikaabdeckungen und Gesimse werden als Faserbetonelemente geplant. Im Sturzbereich ist der Sonnenschutz integriert. Die Kolonadenstützen werden als Stahlbeton-Fertigteile ausgeführt.
Fenster
Die Holz-Aluminium-Fensterelemente werden mit einer eloxierten Deckschale und Dreifach-Isolierverglasung mit erhöhten Schallschutzanforderungen gemäß den Vorgaben der Bauphysik versehen. Sie sind als Dreh-Kipp-Fenster bzw. als Festverglasung vorgesehen. Die Fenster erhalten innenseitig eine vierseitige Laibungszarge, die auch die Einhausung der bauseitigen, dezentralen Lüftungsgeräte integriert. Die Holzoberflächen sind weißlich lasiert und farblos transparent stumpfmatt beschichtet.
Außentüren
In Anlehnung an die vorbeschriebenen Fensterelemente werden die Außentüranlagen als Stahlkonstruktion mit einer Einbruchhemmung RC 2 gefertigt.
Sonnen- und Blendschutz
In den vorgenannten Fensterumrandungen wird ein Horizontallamellen-Raffstore als außenliegender Sonnenschutz integriert. Dieser ist mit S-Lamellen, tlw. auch mit Z-Lamellen und einer Lichtlenkungsfunktion im oberen Bereich ausgerüstet. Die Sonnenschutzanlagen werden zentral gesteuert, können bei Bedarf jedoch raumweise durch den Nutzer übersteuert werden. In den Büros des Verwaltungsbereichs wird ein innenliegender Blendschutz vorgesehen.
Treppen und Aufzugsschächte
Die beiden Haupttreppenräume (Bauteil B) sowie der separate Sporthallenzugang (Bauteil C) werden allseitig und bezogen auf alle Bauteile als Sichtbetonkonstruktionen in SB2+ geplant. Die geometrisch komplexen Treppenläufe werden als Ortbetonkonstruktionen ausgeführt. Der Trittschallschutz wird über die akustische Entkoppelung der bauseits aufgesetzten Betonwerksteinstufen gelöst. Die Treppenläufe der beiden Fluchttreppenhäuser (Bauteil A und C) werden als oberflächenfertige StB-Fertigteile mit Oberflächenversiegelung konzipiert.
Aufzüge, Förderanlagen
Es werden zwei unabhängig voneinander betriebene Aufzugsanlagen geplant. Eine Anlage im BT B dient der barrierefreien Erschließung aller vier Geschossebenen (UG bis OG2). Eine weitere Anlage im Bereich des separaten Sporthallenzugangs im BT C dient der barrierefreien Erschließung des Sportbereichs für Externe.
TGA-Konzept
Das Gebäude wird mittels Fernwärme beheizt. Als Heizflächen kommen vorrangig herkömmliche Röhrenradiatoren zum Einsatz. in den öffentlich. Bereiche des EG sowie in der Sporthalle kommt eine Fußbodenheizung zum Einsatz.
In allen Klassenzimmern werden zum Zwecke der ausreichenden Belüftung so genannten "Klassenraum-Lüftungsgeräte" dezentral installiert. Darüber hinaus werden besondere Bereiche (Mensa, Umkleidebereiche, Sporthalle etc.) mit einer mechanischen Lüftungsanlage ausgestattet. Die Geräteaufstellung erfolgt im UG und auf dem Dach von Bauteil B.
ELT-Konzept
Das Gebäude wird über einen Trafo mit elektrischer Energie versorgt.
Innerhalb des Gebäudes erfolgt die Elektroinstallation teilweise über in die Betonbauteile eingelegte Leerrohr. Die Betoneinlegearbeiten sind Bestandteil dieser Leistungsbeschreibung.
1.3 Beschreibung des Tragwerks
Allgemein
Für die Tragwerkskonstruktion des Neubaus wurde eine Holzbetonhybridbauweise gewählt. Diese Entscheidung basiert auf Zielen der Nachhaltigkeit, der Reduzierung des Eigengewichts der aufgehenden Geschosse sowie der Wahrung des architektonischen Entwurfs.
Alle sichtbaren und Holzbauteile der Tragkonstruktion sind dabei auf Abbrand bemessen. Aussteifende Holzbauwände im OG1 des Bauteils C sind durch Trockenbaubeplankung brandgeschützt.
Die Konstruktion der Gebäudeteile ist dabei differenziert geplant:
Die obersten Geschosse aller Bauteile, das Erdgeschoss im Bauteil A sowie das 1. Obergeschoss im Bauteil B werden in dieser Holzhybridbauweise ausgeführt. Im Gegensatz dazu werden die Treppenhausbereiche, sämtliche Untergeschosse sowie das Erdgeschoss in den Bauteilen B und C in Massivbauweise errichtet.
Eine konstruktive Besonderheit stellt die Sporthalle im Bauteil C dar, die von einer massiven, vorgespannten Rahmenkonstruktion aus Stahlbeton überspannt wird. Diese Rahmenträger dienen als Auflager für das 1. Obergeschoss sowie bereichsweise für die zwei darüberliegenden Obergeschosse des Bauteils B, welche auf dieser Konstruktion abgesetzt werden.
Decken- Träger und Stützensysteme
Die Deckensysteme variieren je nach Bauteil, Spannweite und bauphysikalischen Anforderungen. Grundsätzlich ergeben sich die Deckenstärken aus den Kriterien der Gebrauchstauglichkeit in Abhängigkeit von den Stützweiten, den damit verbundenen Durchstanznachweisen sowie den bauphysikalischen Vorgaben.
Die Decken über dem Erdgeschoss im Bauteil A und dem 1. Obergeschoss im Bauteil B werden als Holz-Beton-Verbunddecken realisiert, die über ein Brettschichtholz-Stützen-Trägersystem abgelastet werden. Sie bestehen aus einer 15 cm starken Betonplatte, die schubfest mit Holzträgern der Abmessungen b/h = 28/68 cm verbunden ist, welche in einem Achsabstand von 2,10 m angeordnet sind.
Der Verbund zwischen Betonschicht und Holzträgern wird (wenn erforderlich) durch eine konstruktive Anordnung von Holzschrauben in definierten Abständen sichergestellt. Die Auflagerung der Träger erfolgt entweder direkt auf Holzstützen oder auf Stahlbetonkonsolen im Bereich der Wände.
In den Treppenhausbereichen und angrenzenden Fluren kommen aufgrund der großen Öffnungen und Belastungen massive Stahlbetondecken (22 cm bzw. 25 cm) zum Einsatz, die teilweise auf Stahlbetonunterzügen (Achsabstand 2,10 m) lagern, welche als Plattenbalken bemessen werden. In den Erdgeschossen der Bauteile B und C werden aufgrund von unterschiedlichen Lastachsen zwischen den oberen Geschossen und den tragenden Bauteilen im EG, Rippendecken bzw. Trägerrostdecken aus Stahlbeton konzipiert, deren Unterzüge (Achsabstände 4,20 m und 2,10 m) ebenfalls als Plattenbalken bemessen werden.
Die Dachkonstruktion wird als massive Stahlbetonflachdecke mit einer Stärke von 12 cm bzw. 15 cm je nach Belastung ausgeführt und lagert auf Holzunterzügen, die in einem Achsabstand von 2,10 m bzw. 1,95 m angeordnet sind. Die gesamte Dachkonstruktion ist für die Lasten einer extensiven Begrünung, die Errichtung einer PV-Anlage sowie für ausgewiesene Technikflächen dimensioniert. Im Bereich des Sheddachs in Bauteil C ist eine Dachkonstruktion aus 14 cm Sperrholz geplant, welche die Brandschutzanforderung F90 erfüllt.
Wände
Die tragenden Innen- und Außenwände werden primär als Stahlbetonwände mit Stärken von 20 cm bis 30 cm konzipiert. Neben dem vertikalen Lastabtrag übernehmen vereinzelte Wandbereiche auch Funktionen zur Gebäudeaussteifung; einzelne Stahlbetonwände werden statisch als wandartige Träger bemessen.
Eine Ausnahme bildet das 1. Obergeschoss im Bauteil C, wo die tragenden Wände - mit Ausnahme des massiven Treppenhauskerns - in Holzständerbauweise ausgeführt werden.
Nichttragende Wände aus Mauerwerk sind mit Ausnahme von Schachtwänden nur im Untergeschoss vorgesehen.
Eine Besonderheit stellen die nichttragenden Sichtbetonwände in den Treppenhausbereichen dar. Da im Erdgeschoss teilweise lastabtragende Bauteile unter ihnen fehlen, werden sie statisch als Linienlasten behandelt. Um die Sichtbetonanforderungen zu erfüllen, wird die Trennfuge im Fußbodenbereich angeordnet. Innerhalb dieser Wandkonstruktionen werden tragende Stützen integriert, um die Lasten aus den Obergeschossen gezielt in die tragenden Bauteile des EG weiterzuleiten, wobei zwischen den tragenden Stützen und den nichttragenden Wandabschnitten eine statisch nicht wirksame Fuge vorzusehen ist.
Ein Großteil der sichtbar bleibenden Stahlbetonwände, Stützen und Unterzüge werden in Sichtbetonqualität (SB 2+ / s. "ATV - Sichtbetonarbeiten") hergestellt (ein- und zweiseitig).
Träger
Die in regelmäßigen Abständen angeordneten Holz- und Betonbalken bilden das Haupttragwerk für die überwiegend einachsig gespannten Decken. Die Querschnitte werden entsprechend den vorliegenden Belastungen und Spannweiten dimensioniert. Für die Durchführungen der Gebäudetechnik wurden mögliche Regeldurchbrüche in den Stahlbetonträgern vorgesehen.
Während die Regelstützweite der Balken etwa 8,40 m beträgt, sind im Bereich der Aula im Erdgeschoss Stützweiten bis 9,60 m erforderlich. Die Tragkonstruktion wird hier aufgrund versetzter Lastachsen und notwendiger Abfangungen als Balkenrostkonstruktion aus Stahlbeton ausgebildet. Die Balken lagern entweder auf Holz- oder Betonstützen oder tragenden Betonwänden.
Die Rahmenriegel über der Sporthalle im Bauteil C haben eine Stützweite von ca. 26 m und sind als vorgespannte Stahlbetonträger dimensioniert (Abmessungen b/h = 45/210-150-210 cm bzw. b/h = 60/210-150-210 cm), angeordnet im Achsabstand von 3,90 m. Die Rahmenecken werden biegesteif ausgebildet. Zur Lagerung von Holzunterzügen sind grundsätzlich Brettschichtholzstützen vorgesehen (b/h= 24/28 cm bis 28/36 cm), deren Querschnitte durch Belastung und Feuerwiderstand definiert werden. In den Erd- und Untergeschossen der Bauteile B und C kommen aufgrund höherer Belastungen jedoch Stahlbetonstützen (24/24 cm bis 40/40 cm) zum Einsatz. Die Rahmenstützen der Sporthalle sowie die Außenstützen werden aus Gründen der Dauerhaftigkeit und der hohen Belastungen ebenfalls in Stahlbeton ausgeführt.
Gründung
Die Gründung für alle drei Bauteile ist als elastisch gebettete Fundamentplatte geplant. In Bereichen mit hohen Belastungen sind Stahlbetonvouten vorgesehen, um die Lasten gleichmäßiger in den Baugrund zu bringen und den Einbau von Dübelleisten soweit möglich zu vermeiden.
In nicht unterkellerten Bereichen sind Frostschürzen unterhalb der Sohlplatte vorgesehen. Im Bereich der nördlichen Kolonnade werden die Stützen auf Einzelfundamenten gegründet, die durch Stahlbetonbalken miteinander und an die Sohlplatte angebunden werden, um Setzungen auszugleichen.
Im südlichen Bereich wird die Sohlplatte wegen höheren Bodenaufbaus abgesenkt. Unterhalb der Gründungsbauteile muss eine kapillarbrechende Tragschicht von mindestens 50 cm Höhe eingebaut werden. Umlaufend sind Frostschürzen vorgesehen, deren Höhen aufgrund unterschiedlicher Geländeoberkanten variieren können.
Horizontale Aussteifung
Die horizontale Aussteifung des Gesamtgebäudes erfolgt über das Zusammenwirken von Wandscheiben und den mit ihnen gekoppelten Deckenscheiben.
Die Planung sieht vor, dass die meisten zur Aussteifung herangezogenen Wandabschnitte ohne Unterbrechung in einer Ebene über alle Geschosse bis in die Gründung geführt werden. Einzelne aussteifende Wände werden durch Stützen oder weitere Wände abgefangen.
Im 1. Obergeschoss des Bauteils C wird die Aussteifung mangels ausreichender massiver Wände über die tragenden Holzständerwände realisiert. Diese werden auf der Decke bzw. der Stahlbetonrahmenkonstruktion über der Sporthalle angeordnet, welche die aussteifenden Lasten weiterleitet.
1.4 Nutzlasten der Decken
Die Lastenannahmen können der Ausschreibung beiliegenden Statik "BBQ-Konzept zur Ausschreibung (LP4 / LP5)" entnommen werden. Die Tragfähigkeit von Einzelbauteilen sind den jeweiligen Allgemeinen Technischen Vorbemerkungen oder den Positionstexten zu entnehmen.
Die Nutzlasten sind insbesondere hinsichtlich der Nutzung der Rohbaudecken als Lagerflächen zu beachten.
1.5 Flächen / Brutto-Rauminhalt
Grundstücksfläche insgesamt: ca.15.794 m²
Netto-Raumfläche NRF: ca. 11.316,18 m²
Brutto-Rauminhalt BRI: ca. 70.444 m³
Brutto-Grundfläche BGF: ca. 13.545 m²
1.6 Termine
Die Ausführungstermine für die Erweiterten Rohbauarbeiten sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
1.7 Planungsbeteiligte
Die Planungsbeteiligten werden nach Vergabe der Leistungen bekanntgegeben.
1.8 Lärmschutz, Staubbelästigung - Emissionsschutz
Alle nötigen Arbeiten, insbesondere Erd- und Abrissarbeiten, sowie Gerätebewegungen auf dem Baufeld sind mit entsprechender Vorsicht durchzuführen. Die Umgebung ist so weit wie möglich vor Staub-, Schmutz- und Geräuschbelästigung durch geeignete Maßnahmen zu schützen. Bei den Arbeiten sind generell Arbeitsmittel und -methoden nach dem neuesten Stand der Technik einzusetzen.
1.9 Arbeitszeiten
Die Arbeiten dürfen nur in den vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Zeiten durchgeführt werden. Alle diesbezüglichen Auflagen sind einzuhalten. Sondergenehmigungen und Überschreitung der normalen Arbeitszeiten sind rechtzeitig bei den zuständigen Stellen zu beantragen. Eine Kopie der Erlaubnis ist der Bauleitung des Bauherrn auszuhändigen.
Arbeiten an Samstagen sind grundsätzlich beim AG zu beantragen und sollten nur im Ausnahmefall zum Tragen kommen (Umfeld mit Wohnbebauung).
2. Baustelleneinrichtung
2 .1 Kranstellung
Die Kranstellung erfolgt nach Wahl des AN. Ein entsprechendes Krankonzept ist mit dem Angebot abzugeben.
Weitere Angaben zur Kranstellung sind den "Allgemeinen Technischen Vorbemerkungen - ATV Baustelleneinrichtung" zu entnehmen.
2.2 Baufelderschließung
Baustelleneinrichtungs- und Lagerfläche sind auf der rückseitigen Grundstücksfläche vorgesehen. Das Baufeld wird über eine entlang der nordöstlichen Grundstücksgrenze befindliche, bauseits hergestellte Baustraße erschlossen. Die Baustraße ist auf eine Breite von 3,5 m angelegt und für Fahrzeuge/Geräte mit einem Gesamtgewicht von 30 t ausgelegt. Die asphaltierte Baustraße endet auf Höhe des Polizei-Funkmastes und dient neben der Baustellenerschließung auch der Erschließung der Funkmastanlage zu Wartungszwecken. Die Baustraße ist als Zufahrt somit jederzeit freizuhalten.
Vor dem Gebäude, entlang der Wriezener Straße ist eine Anlieferzone mit begrenzter Lagerfläche vorgesehen. Hierfür werden im Zuge der Baugrubenherstellung bauseits zwei prov. Gehwegüberfahrten hergestellt. Die einzuhaltenden Randabstände zur Baugrube sind der Baugrubenplanung zu entnehmen.
Die für den eigenen Baustellenverkehr erforderlichen Verkehrs- und Anlieferflächen, Flächen für Materiallagerung, Erschließungswege, PKW-Stellflächen sowie alle sonstigen für eine geordneten Bauablauf erforderliche Flächen sind nach Wahl des ANs für die eigenen Arbeiten und zur Nutzung der am Bau beteiligten Firmen des AG zu befestigen und zu unterhalten.
Die Schnittstelle zu den prov. Wege- und Flächenbefestigungen für den Baustellenbetrieb ist in den ATV "Baustelleneinrichtungen" beschrieben.
Weitere Angaben zur Baufelderschließung und -befestigung sind den "Allgemeinen Technischen Vorbemerkungen - ATV Baustelleneinrichtung" zu entnehmen.
2.3 Baustrom / Bauwasser
Der Medienanschluss für Baustrom befindet sich an der rechten Grundstücksecke zur Wriezener Straße. Die Anschlussleistung auf dem Grundstück ist auf 75 kW begrenzt. Zur Erhöhung der Anschlussleistung erfolgt über eine Anschlusserweiterung an die Trafo-Anlage auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Über die Gesamtleistung des Baustromanschlusses erfolgt der gesamte Baustellenbetrieb und die Baustelleneinrichtung des AG.
Als Anschlusspunkt Bauwasser stehen im Gehwegbereich vor dem Grundstück Hydranten zur Verfügung. Die Bauwasseranschlüsse sowie die Verteilungen, einschl. Schutzmaßnahmen im Geh-/Radwegbereich, des erforderlichen Schutzes gegen Einfrieren sind herzustellen und zu unterhalten. Bei der Leitungsverlegung sind entsprechende Vorkehrungen zu treffen, damit während der Bauzeit eine ungehinderte Durchfahrt für Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge sichergestellt ist und Gefährdungen ausgeschlossen werden.
Weitere Angaben zu den Baustrom- und Bauwasseranschlüssen sind den "Allgemeinen Technischen Vorbemerkungen - ATV Baustelleneinrichtung" zu entnehmen.
2.4 Baustellensicherung
Das Öffnen und Schließen der Baustellenzugänge ist vom AN für die Dauer der gesamten Baumaßnahme als Nebenleistung durchzuführen. Das Öffnen erfolgt nach Erfordernis zwischen 6 Uhr und 7 Uhr. Das Schließen hat nach Erfordernis zwischen 17 Uhr und 19 Uhr zu erfolgen. Die Sicherung erfolgt mit einem Schloss mit Zahlencode, welcher für die gesamte Bauzeit bekannt zu geben ist. Die als verantwortlich erklärte Person ist jederzeit dem AG namentlich bekannt zu geben.
2.5 Schutzeinrichtungen allgemein
Gerüste, Leitern, Rüstungen, Schutzelemente usw. sind nach den Unfallverhütungsvorschriftender Berufsgenossenschaft herzustellen und für die Dauer der Bauzeit vorzuhalten. Arbeitsstätten sind ausreichend zu beleuchten.
2.6 Schutzmaßnahmen
Auf der Baustelle besteht Helmpflicht. Der AN hat dafür Sorge zu tragen, dass das firmeneigene Personal und auch das der Subunternehmer dieser Pflicht vorbehaltlos nachkommt. Die Objektüberwachung ist bei Feststellung und Dokumentation von Verstößen gegen die Helmpflicht berechtigt, Baustellenverweise auszusprechen.
3. - entfällt -
4. Bauausführung
4.1 Besichtigung der Baustelle
Der AN verpflichtet sich, vor Abgabe eines Angebots die Baustelle zu besichtigen, um Art und Umfang der Maßnahme einschätzen zu können und alle preisbeeinflussenden Umstände für die Bauarbeiten, insbesondere für die Erstellung des Kran- und Logistikkonzepts für die eigenen Arbeiten sowie die mögliche Baustelleneinrichtung berücksichtigen zu können.
4.2 Ablauf der Bauarbeiten
Die in der Leistungsbeschreibung beschriebenen Arbeiten sind eigenverantwortlich unter Koordination aller am Bau beteiligten Unternehmer in Absprache mit der örtlichen Bauleitung des AGs so durchzuführen, dass der reibungslose, termingerechte Ablauf der gesamten Bauarbeiten gewährleistet ist.
Der AN hat für seine Leistungen eine namentlich zu benennende Sicherheitsfachkraft für Arbeitsschutz zu stellen. Den Anweisungen des SiGeKo, der durch den AG gestellt wird, hat der AN Folge zu leisten.
4.3 Termingerechte Ausführung
Die Baumaßnahme ist termingerecht durchzuführen. Dazu ist es notwendig, alle ggf. vorzufertigenden Bauelemente reibungslos zu koordinieren und frühzeitig etwaige Bestellungen auszulösen und Kapazitäten zu sichern.
4.4 Verantwortlicher Bauleiter
Der AN ist allein dafür verantwortlich, dass bei der Ausführung der Arbeiten die gesetzlichen, polizeilichen und Unfallverhütungsvorschriften (UVV), die den Schutz der im Baubereich beschäftigten Arbeiter und sonstigen Personen, des Bauwerks und der Nachbargrundstücke bezwecken, eingehalten werden. Er haftet für jeden Schaden, der aus der schuldhaften Nichtbeachtung dieser Vorschrift entsteht und hat den AG, die Architekten und die Bauleitung schadlos zu halten, falls diese aus einem solchen Grund in Anspruch genommen werden.
Der vom AN eingesetzte örtliche Bauleiter ist Fachbauleiter im Sinne des $ 56 der BbgBO. Der Fachbauleiter ist vor Beginn der Arbeiten namentlich mit voller Anschrift und Telefonnummer, unter der er auch außerhalb der Arbeitszeiten zu erreichen ist, schriftlich zu benennen. Das gleiche gilt für Poliere bzw. Vorarbeiter. Der Fachbauleiter ist gegenüber der Bauaufsicht anzuzeigen.
Der AN hat dafür Sorge zu tragen, dass während der gesamten Ausführungsdauer ein verantwortlicher deutschsprachiger Fachbauleiter für jedes Gewerk täglich während der Gesamtarbeitszeit vor Ort anwesend ist. Die Vollmacht dieses Bauleiters des ANs muss soweit reichen, Anordnungen der Bauleitung des AGs entgegenzunehmen, Preisvereinbarungen abzuschließen und Abrechnungen anzuerkennen.
Vertretungsregelungen sind eindeutig zu definieren und der Bauleitung des AGs vor Inkrafttreten zur Kenntnis zu geben.
4.5 Teilnahme an Baubesprechungen
Der AN ist verpflichtet, zu den wöchentlich stattfindenden Baubesprechungen einen autorisierten, mit ausreichenden Vollmachten ausgestatteten, deutschsprachigen Vertreter zu entsenden. Ebenso ist der AN verpflichtet an Sonderbesprechungen, zu denen der AG einlädt teilzunehmen.
4.6 Vermessungsarbeiten
Alle Vermessungsarbeiten, insbesondere die für die Durchführung der eigenen Leistungen sowie sämtliche Aufmasse und Messungen, die für die Abrechnung und Abnahme der Vertragsleistungen erforderlich sind, hat der AN durchzuführen. Die Durchführung dieser Vermessungsarbeiten hat der AN durch qualifizierte Fachkräfte durchführen zu lassen. Er verpflichtet sich, über alle Messungen entsprechende Messprotokolle zu führen und diese sowie alle vermessungstechnischen Unterlagen an den AG kostenlos zu übergeben. Sämtliche Kosten für anfallende Vermessungsarbeiten des ANs sind in die Einheitspreise einzurechnen und
Die in diesem LV gesondert ausgeschriebene Positione zu Vermessungsleistungen werden entsprechend abgerechnet.
4.7 Ausführungsunterlagen des AG
Vom AG werden u. a. folgende Unterlagen zur Verfügung gestellt:
Architektenpläne: Ausführungs- und Detailpläne (gemäß Planliste) Statik, Schal- und Bewehrungspläne (gemäß Planliste) Baugrundgutachten Baugrubenplanung WU-Planung BBQ-Konzept "Planung" Brandschutzgutachten Schallschutzgutachten TGA-Pläne, soweit für die Rohbauarbeiten erforderlich (gemäß Planliste)
Erkennt der AN oder muss er aufgrund seiner Fachkunde erkennen, dass ihm übergebene Zeichnungen und sonstige Ausschreibungsunterlagen die zu erbringende Leistung nicht erschöpfend und detailliert darstellen oder widersprüchlich sind, hat er den AG vor Vertragsschluss schriftlich auf diesen Mangel hinzuweisen und für eine Klärung zu sorgen.
4.8 Ausführungsunterlagen des AN
Der AN hat u. a. folgende Unterlagen zu liefern und ggf. nachzuführen:
einen detaillierten Bauzeitenplan einschl. Darstellung der Planungs- und Vorfertigungszeiten innerhalb von 2 Wochen nach Vergabezuschlag Kran- und Logistikkonzept in Abhängigkeit zum Bauablauf (mit Angebotsabgabe) Witterungsschutzkonzept für die Holzbauarbeiten während der Bauzeit (mit Werk- und Montageplanung) Werk- und Montageplanung gemäß Leistungsbeschreibung Statische Nachweise gemäß Leistungsbeschreibung Nachweis der Bauzustände und erforderlicher Traggerüste Zulassungsnachweise prüfungspflichtiger Bauelemente Genehmigungsunterlagen soweit erforderlich. Sonstige in den Leistungsbeschreibungen genannten Nachweise und Dokumente
Wird es erforderlich, dass die vom AN erstellten Unterlagen vom AG bzw. von anderen Stellen genehmigt werden müssen, so ist eine dortige Bearbeitung von ca. 2 Kalenderwochen zu berücksichtigen. Technische Bearbeitung für Planungsänderungen, die der AN beantragt oder die er zu vertreten hat, ist Sache des ANs und werden nicht gesondert vergütet.
4.9 Bautagesberichte
Der AN ist verpflichtet, ein Bautagebuch mit täglichen Bautageberichten zu führen und dem AG bzw. dessen beauftragten Architekten/Bauüberwacher täglich Durchschriften zu übergeben. Der AG sowie sein beauftragter Architekt / Bauüberwacher können jederzeit Einsicht in das Bautagebuch nehmen und die Aushändigung von Durchschriften verlangen. Die Bautageberichte müssen mindestens nachfolgende Angaben enthalten:
Bezeichnung der Baumaßnahme Zeitpunkt der Aushändigung der Ausführungsunterlagen (genaue Bezeichnung der Unterlagen) sowie ggf. von Änderungen- und Berichtigungen an den AN Name des Fachbauleiters Beginn und Fertigstellung der einzelnen Bauarbeiten arbeitstäglich das Wetter sowie die höchste und niedrigste Temperatur, Niederschlagsmengen, Luftfeuchtigkeit; soweit die Witterung Einfluss auf die Leistungserbringung des ANs hat und die Ausführung der Leistung in den Wintermonaten erfolgt, hat der AN für die Monate November bis März einen Temperaturschreiber einzusetzen; täglich die erbrachten Leistungen des AN und die Zahl der von ihm beschäftigten Mitarbeiter, getrennt nach deren Qualifikation (Polier, Facharbeiter, Hilfsarbeiter) Einsatz von Großgerät: Zugang, Einsatz und Abgang, sowie Dauer und Ursache bei etwaigem Ausfall Eingang der vom AG beigestellten und der vom AN gelieferten Stoffe und Bauteile Fotodokumentation der Leistungen, die durch den Baufortschritt verdeckt werden Abweichungen der Beschaffenheit des Baugrundes von den Angaben in der Leistungsbeschreibung Notwendigkeit, Beantragung und Genehmigung etwaiger Abweichungen von den ausgehändigten Bauzeichnungen Erledigung vorgeschriebener Baustoff-, Boden- und Wasserprüfungen und Prüfungsergebnisse Unterbrechung und Verzögerung der Arbeiten mit den Ursachen (Unfälle, Rutschungen, Streik)
4.10 Abstimmung mit dem AG
Als Bevollmächtigter des AGs auf der Baustelle gilt der örtliche Bauleiter. Der Bevollmächtigte ist nur berechtigt, Anordnungen zu treffen, die zur ordnungsgemäßen Durchführung der in Auftrag gegebenen Bauleistungen erforderlich sind. Der Bauleiter ist jedoch nicht zur Anordnung von geänderten oder zusätzlichen Leistungen, zu Abnahmeerklärungen oder zu sonstigen rechtsgeschäftlichen Erklärungen für den AG bevollmächtigt. Derartige Erklärungen werden allein durch den AG abgegeben.
4.11 Datenaustausch
4.11.1 Planserver
Der AG hat einen Vertrag für ein elektronisches Zeichnungsmanagementsystem abgeschlossen.
Der AN hat die definierten Vorgaben zur Erstellung und Prüfung von Zeichnungen und deren Verteilung zu akzeptieren. Der AN hat von ihm zu erstellende Planungen in der vordefinierten Form (z. B. Pläne als dwg- und pdf-Dateien, etc.) einzustellen.
Der AN hat bei der Ausführung seiner Planungs- und Bauleistungen die jeweils aktuellen Planunterlagen der vom AG beauftragten Statiker, Architekten, etc. zu Grunde zu legen. Dazu erhält der AN einen Zugang zum zentralen Plan-Server.
Der AN hat gegenüber dem AG einen Anspruch auf eine Planbereitstellung in Papierformat in 2-facher Ausfertigung. Hierfür ist ein Plott-Dienstleister zur automatisierten Anfertigung Versendung der Pläne nach Einstellung auf dem Planserver beauftragt.
4.11.2 PlanRadar
Im Rahmen der Objektüberwachung wird für die Projektkommunikation mit den Baubeteiligten das Kommunikationssystem PlanRadar eingesetzt.
Der AN ist verpflichtet nach Freigabe und Erstellung eines entsprechenden Accounts PlanRadar für die Projektkommunikation zu nutzen. Dies umfasst insbesondere die Dokumentation des Baufortschritts, die Meldung und Bearbeitung von Mängeln sowie die Bearbeitung und Nachverfolgung von Aufgaben. Für den AN ist die Nutzung von PlanRadar kostenfrei.
4.11.3 GAEB-Schnittstelle Rechnungen
Rechungen bzw. Aufmaße zu Rechnungen sind neben der Einreichung im PDF-Format auch als GAEB-Datei X31 (Aufmaß) und X89 (Rechnungen) bzw. X89B (Anlagen) bereitzustellen.
Allgemeine Vorbemerkungen
Bietererklärung Titel 03 + 04 (Mauer- und Betonarbeiten) Bietererklärung allgemein
Der Bieter gibt an und bestätigt:
Bauteil / Titel, Pos.: ausgeschrieben angeboten
( Richtfabrikate) Zulassungs-Nr. (abZ)
Titel 03 - Mauerarbeiten
Mauersperrbahn Dörken - Delta-Protect '...........................'
'...........................' (abZ)
Titel 04 - Betonarbeiten
Sichtbeton Schalungssystem mit '...........................'
Schalhaut Seekieferplatte gerichtet '...........................' (abZ)
WU-System / Fugenbleche wolfseal KB '...........................'
'...........................' (abZ)
WU-System / Frischbetonverbundfolie Sikadur - Combiflex TF 200 '...........................'
'...........................' (abZ)
Trennlage / Übergang Materialwechsel SikaProof A+ '...........................'
'...........................' (abZ)
Treppen / Treppenlager Schöck - Tronsolen '...........................' div. Typen '...........................' (abZ)
Treppen / Treppenkantenprofil Modersohn - STUFTYP 1 '...........................' '...........................' (abZ)
Abdeckstopfen Transportanker FT-Treppen Philipp Group KHN '...........................' Edelstahl mit Innensechskant '...........................' (abZ)
Lichtschächte / Systemlichtschacht ACO '...........................' '...........................' (abZ)
Bewehrungsschraubanschlüsse Halfen '...........................'
'...........................' (abZ)
Rückbiegeanschlüsse Halfen '...........................'
'...........................' (abZ)
Dübelleisten Halfen '...........................'
'...........................' (abZ)
Maueranschlussschiene Halfen '...........................'
'...........................' (abZ)
Ankerschiene Halfen - HTA, (div.) '...........................'
'...........................' (abZ)
Hakenkopfschrauben Halfen - HS, (div.) '...........................'
'...........................' (abZ)
Spannglieder / System Dywidag '...........................'
'...........................' (abZ)
Vorhangschine, deckenbündig Hamotec HM-20115 '...........................'
'...........................' (abZ)
Wanddurchführungen Kraso '...........................'
'...........................' (abZ)
FT-Stützen Dornverguss Pargel V1/10 '...........................'
'...........................' (abZ)
Bietererklärung Titel 03 + 04 (Mauer- und Betonarbeiten)
08 <nicht vorhanden>
08
<nicht vorhanden>
08.01 <nicht vorhanden>
08.01
<nicht vorhanden>
08.02 <nicht vorhanden>
08.02
<nicht vorhanden>
08.03 <nicht vorhanden>
08.03
<nicht vorhanden>
08.04 <nicht vorhanden>
08.04
<nicht vorhanden>
08.05 <nicht vorhanden>
08.05
<nicht vorhanden>
08.06 <nicht vorhanden>
08.06
<nicht vorhanden>
08 Fassade (VHF)
08
Fassade (VHF)
ATV - Ziegel-Vorhangfassade Allgemeine Technische Vorbemerkung - Ziegel-Vorhangfassade
Den Holztafelwänden respektive den Massivwänden wird eine hinterlüftete Vorhangfassade aus dachziegelähnlichen Fassadenplatten vorgesetzt. Es werden zwei unterschiedliche Ziegeltypen, nachfolgend als L- und U-Typ (Schale) bezeichnet. Die Ziegelplatten werden überlappend mit zwei unterschiedlichen Reihenabständen verlegt. Diese sind im Brüstungsbereich weiter und zwischen den Fenstern enger.
Für die Zu- und Abluftführung der bauseitigen dezentralen Lüftungsgeräte werden U- Schalen "Lüfterziegel" mit unterseitigem, wettergeschütztem Lüftungsausschnitt verwendet. Der engere Reihenabstand der U-Schale führt zu einer Mengenmehrung der erforderlichen Ziegel pro Quadratmeter (Mehrbedarf ca. +40%). Dieses ist kalkulatorisch zu berücksichtigen und wird nicht gesondert vergütet
Vorgehängte Nichtbrennbare Vorhangfassade, Euroklasse A1, als Fassaden- oder Dachbekleidung nach EN 1304:2008, keramisches Fassadenbekleidungssystem aus geneigten, sich überlappenden Formziegeln in Schuppendeckung
Die Ausführung, Profilbemessungen und Befestigungspunkte erfolgt gem. Fassadenstatik und Verlegeplan des Unternehmers (entsprechende Darstellungen nur informativ / nachrichtlich).
01. Unterkonstruktion
Siehe Plan GS170_5_ABJ&_DHB102_-V
Aluminium Unterkonstruktion, Profile n. Herstellervorgabe für eine systemkonforme Befestigung der Ziegelplatten, gemäß Planung Architekt und nach stat. Erfordernissen n. AN
Fabrikat: Systea TC110-H-N / EH o. glw.
Die Geometrie der horizontalen Tragprofile muss an die Geometrie der Ziegelplatten angepasst sein.
Die horizontalen Lattenabstände betragen 132 mm für den Standard L-Typ im Bereich der Brüstungsbänder und 99/100 mm für den "verkürzten" Verband mit U-Typen zwischen den Fenstern (erhöhter Materialeinsatz ca. 140%). Für den verkürzten Reihenabstand 99/100 mm mit U-Ziegeln ist ein horizontales Z-Sonder-Profil mit Neigungswinkel 23°,gemäß Planung Architekt vorzusehen.
Es sind Verbindungsmittel (Blindniete oder Edelstahl- Bohrschrauben) mit Allgem. bauaufsichtl. Prüfzeugnis zu verwenden. Beim Ausrichten der Unterkonstruktion auf der vorhandenen Außenwand müssen Rohbautoleranzen bis zu 20 mm ohne Mehrpreis ausgeglichen werden.
TYP 1 - Montage auf Massivwand aus Stahlbeton und Mauerwerk
Siehe Plan GS170_5_ABJ&_DHB103_-V, GS170_5_ABJ&_DHB105_-V
vertikale Basisunterkonstruktion aus T-Profilen auf bauaufsichtlich zugelassenen Edelstahl-L-Wandhaltern, Edelstahl-Wandhaltern, Werkstoff 1.4162, und horizontalen Hut- und Z-Profilen, Legierung EN AW 6063T66, auf Stahlbeton- und Mauerwerkswänden, nach DIN 18516-1, justierbar, zwängungsfrei,
Zwischen dem Wandgrund und den Wandhaltern der senkrechten Unterkonstruktion sind passend thermische Trennelemente aus Kunststoff (Thermostop 5 mm od. gleichwertig) einzubauen.
Wärmeleitfähigkeit: 0.08-0.09 W/mK (gem. DIN EN 12664) Rohdichte: 0.70 g/cm³ Dicke: 5 mm
Die Fassadendämmung bei Fenster und Türen ist mit einer Mindestüberdeckung von 30 mm anzuarbeitenn Fassadenbahn ist mit sämtlichen Einbauten winddicht zu verkleben.
Typ 2 - Montage auf Holztafel-Wand
Siehe Plan GS170_5_ABJ&_DHB103_-V, GS170_5_ABJ&_DHB104_-V
Basisunterkonstruktion aus vertikalen Hutprofilen und horizontalen Hut- und Z-Profilen, Legierung EN AW 6063T66, auf Holztafel-Wänden, nach DIN 18516-1, justierbar, zwängungsfrei,
Typ 3 - Montage im Bereich des Lüftungsplenums
Siehe Plan GS170_5_ABJ&_DHB131_-V, GS170_5_ABJ&_DHB132_-V
Im Bereich der Wandnischen bei dezentralen Lüftungsgeräten sind die vertikalen Tragprofile auszuklinken und vertikale Überbrückungsprofile, thermisch entkoppelt, einzubauen. Die Unterkonstruktion darf den erforderlichen Lüftungsquerschnitt der nachfolgend beschriebenen "Lüfterplatten" nicht vermindern. Die Überbrückungsprofile sind zugleich Unterkonstruktion für die Fensterumrandung und sind für die Last aus Ziegelvorhangsfassade und Fensterumrandung ausreichend zu dimensionieren.
Spannweite ca. 3,10 m (OGs) bzw. 3,65 m (EG),
Hohlprofill ca. 55 x 70 mm, inkl. Kopf und Fussplatte, -knoten
Ausführung n. Bemessung Fassadenstatik!
Anordnung / Anzahl unter Berücksichtigung erf. Fest- und Gleitpunkte!
Das Lüftungsplenum (Zu- und Abluftplenum voneinander getrennt) ist durch einen vierseitig umlaufenden, verschweißten Rahmen aus 3-fach gekanteten Blechen (Z-Profile, ca. 25 / 175 / 25, Stärke 2 mm) entsprechend Detailplanung abzuschließen.
02. Fassadenabschluss oben und unten
Siehe Plan GS170_5_ABJ&_DHB107_-V, GS170_5_ABJ&_DHB108_-V
Der obere und untere Fassadenabschluss wird als Kleintierschutz aus gekanteten Lüftungsprofilen (Z-Profile), dauerhaft witterungsbeständig, gem. Detail Architekt hergestellt. Auf eine Entkoppelung zur Metall-UK ist zu achten.
Aluminium- oder Stahlblech, korrosionsbeständig Stärke 2 mm, Rv 5-8 perforiert Rundlochung versetzt, Lochweite 5 mm, Teilung 8 mm ≥ 50 cm²/lfm als freier Querschnitt nach DIN 18516-1 Farbe: nach Wahl AG Maße unterer Abschluss Holztafelbau-Wand ca. 40/ 25/ 40 mm Maße unterer Abschluss Massivwand ca. 40/ 60/ 40 mm Maße oberer Abschluss ca. 30/ 25/ 30 mm Maße oberer Abschluss Kolonnaden ca. 30/ 50/ 30 mm
Die Befestigung erfolgt direkt an vertikalen Holztafeln und an der Vorderkante des vertikalen Hutprofils.
Im Bereich der Massivwände wird der untere Fassadenabschluss auf einem zusätzlichen, an der Massivwand befestigten, thermisch entkoppelten, Aluminium-Tragprofil (U-Profil) ca. 40/180 (160)/40 mm (Profiltiefe entsprechend Dämmstärke), Stärke 2 mm, befestigt.
Im Bereich der Kolonnaden erfolgt die Befestigung verdeckt an der Abhangdecke.
03. Brandsperren
Siehe Plan GS170_5_ABJ&_DHB111_-V
Eigenschaften:
Hochleistungs-Mineralwolle, auf Steinwolle-Basis, im Brandfall formstabil, Schmelzpunkt >1.000°C, RAL-Gütezeichen, Euroklasse A1 (nichtbrennbar) A2-s1, d0 Dicke ca. 75mm, Lagesicherung, eingeklemmt in den Fassadenhohlraum, ggf. mit nichtbrennbaren Klebemörtel bzw. mechanischen Befestigungsmitteln, in Abständen von ≤ 600 mm zusätzlich befestigt
Brandsperre Brandwand, vertikal
in Form einer Verblockung,
als konstruktionsbedingte Unterbrechung der Hinterlüftung,
im Bereich der Brandwände bzw. nach Bauart,
Vermeidung geschossübergreifender Hohl- und Lufträume,
Ausführung gem. Anwendungsbereich MVV TB (2024-1), Anhang 6
Breite 300mm, min in Brandwandbreite
Überlappung an den Stoßpunkten beträgt mindestens 30 mm,
im Regelfall mittig zu Brandwand,
im Sonderfall in Nähe von Fenstern, außermittig der Brandwand
Brandsperre Gebäudeeecken
bei den 90°-Gebäude-Außenecken,
Breite pro Schenkel je ≥130 mm
ansonsten wie vor beschrieben
Brandsperre, horizontal
auf Höhe der Geschossdecke über EG,
Höhe ca. 250 mm, mindestens 150 mm
ansonsten wie vor beschrieben
Ausbildung gemäß Detailskizzen des Planers.
04. Fassadenziegel
Die Befestigung der Ziegelplatten erfolgt verdeckt mit min 2. Edelstahlschrauben A2 je Platte, unter Verwendung von werkseitig vorhandener Montagelöcher (Abstand nach Verlegeplan gem. AN),
Die Verlegung erfolgt gem. Planung Architekt als Verband im Halbversatz mit Stoßfugen 2 mm, vertikale Überlappung der Reihen entsprechend Ziegeltyp/ Reihenabstand.
Keramische Ziegelplatten aus Schieferton
Wasseraufnahme < 3 %, farbecht, frostwiderstandsfähig, diffusionsoffen, witterungsbeständig, voll recyclebar, aus nat. Rohstoffen hergestellt, Graffiti-resistent
Brandverhalten nach EN 1304: Euroklasse A1
Richtfabrikate:
ABC-Klinker Typ Nordic o.glw.
Nach Bemusterung und Freigabe durch AG
Glasur / Farbe: Recycling Glasur, Oberfläche mit varrierender Haptik und breitem Farbspektrum
04.1 Ziegeltypen
Siehe Plan GS170_5_ABJ&_DHB101_-V
L-Typ für Standard Reihenabstand von ca. 132 mm
ca. 380 / 175 / 38 x 14 mm (Ganze Ziegelplatte mitverkürzten Längenmass von 380 mm)
Überlappung ca. 45 mm
U-Typ für "verkürzten" Reihenabstand von ca. 99/100 mm
ca. 380 / 175 / 38 / 38 x 14 mm (Ganze Ziegelplatte)
Überlappung ca. 83 mm
für die Herstellung der U-Typ Ziegelplatte sind besondere, von den Standardabmessungen abweichende Masse (Plattenlänge und Schenkelbreite) gefordert. Hierfür ist v.a. ein neuen Mundstück für die Ziegelfertigung zu entwickeln, herzustellen und in die Produktion zu integrieren. Alle damit verbundenenen Konstruktions-, Rüst- und Anpassungsleistungen sind in den EPS einzukalkulieren. Es erfolgt keine gesonderte Vergütung
U-Typ "Lüfterplatte" für "verkürzten" Reihenabstand 99/100 mm im Bereich Lüftungsplenum
ca. 380 / 175 / 38 / 38 x 14 mm (Ganze Ziegelplatte)
mit Lüftungsausschnitt 280 x 22 mm
mit verschraubten Kleintierschutz, Farbe beschichtet n. Wahl AG
Alu Z-Profil ca. 30/25/40/1 mm
Rv 5-8 perforiert
Rundlochung versetzt,
Lochweite 5 mm, Teilung 8 mm
Überlappung ca. 83 mm
Lüftungsausschnitt und Kleintierschutz sind besondere Leistungen und mit einzukalkulieren.
03. Anarbeiten
Schnittkanten sind zu entgraten
Anarbeiten an Sturzgewände Fenster
Der Fassadenabschluss ist mit einem zusätzlichen Alu-Lüftunsprofil (Z-Profil) entsprechend Fassadenabschluss oben herzustellen. Die vertikalen Trägerprofile sind im Bereich der bauseits vorhandenen Sonnenschutzkästen unter Beachtung der statischen Erfordernisse auszuklinken. Auf eine Entkoppelung der Trägerprofile zum Sonnenschutzkasten ist zu achten. Die erste Reihe Fassadenziegel über den Faserbeton-Fensterumrandungen ist mit U-Schalen auf einem zusätzlichen Beginnerprofil auszubilden.
Gebäudeecken
Siehe Plan GS170_5_ABJ&_DHB106_-V
Innen- und Aussenecken werden passgenau auf Gehrung gefügt,
Auführung mittels Schifterschnitt bzw. doppeltem Gehrungsschnitt, d.h. gleichzeitig in zwei Ebenen schräg geschnitten,
Wandrundungen
Siehe Plan GS170_5_ABJ&_DHB121_-V, GS170_5_ABJ&_DHB122_-V
Bekleidung (Halbe Ziegelplatte) wird passgenau auf Gehrung gefügt,
Auführung mittels Schifterschnitt bzw. doppeltem Gehrungsschnitt, d.h. gleichzeitig in zwei Ebenen schräg geschnitten,
Anarbeiten vertikal an Fensterumradung, Einbauten und Dehnfugen
Bekleidung wird passgenau mit 5 mm Fuge zu vertikalen Bauteilen gefügt.
Dehnfugen werden über alle starren Fassadenschichten mit Ausnahme der Ziegelvorstatzschale geführt (Passstück, Schnittkanten sind zu entgraten) und Trennung in der Unterkonstruktion ausgebildet (Berücksichtigung Bewegungsaufnahme/ Gesamtverformung gem. Angabe Tragwerksplanung)
ATV - Ziegel-Vorhangfassade
ATV - Faserbetonelemente Allgemeine Technische Vorbemerkung - Faserbetonelemente
Fensterumrandungen, Attikaabdeckungen, Gesimse und Gebäudesockel als vorelementierte schlagregensichere Faserbetonelemente gem. Planung Architekt.
Alle Elemente sind inkl. EPS-Kern und einbetonierten Haltepunkten zu liefern. Sämtliche Befestigungsmittel und Winkelkonsolen müssen durch den AN statisch nachgewiesen sein. Die Materialstärke ist nach statischen Erfordernissen durch den AN zu dimensionieren (Nachweis über Plattenstatik).
Technische Kennwerte
Wassereindringtiefe unter Druck in Anlehnung an DIN 12390-8: kein Wasserdurchgang (1,5 bar in 28 d) Wärmeleitfähigkeit λ: 1,2 Wm/K Diffusionswiderstandszahl μ: < 150 Oberfl ächenqualität: SB4, hydrophobiert Brandverhalte n Verbundelement B-s1,d0 nach DIN 13501-1 Betonklassifizierung: C30/37 XC4,XD1,XS1,XF3,XM1,XA1 in Anlehnung an DIN EN 206-1/DIN 1045-2 Genormter Baustoff nach DIN V 18 500, DIN EN 1169 (Betonwerkstein) Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit: 0,035 W/mK nach DIN 4108-4 Wasserdurchlässigkeit Faserbeton: < 0,2 kg /(m²*h0,5) nach DIN 12062-3 Kap. Wasseraufnahme Faserbeton: bestanden (in Anlehnung an DIN EN 1015-18) Mindestklebefläche: ≥ 40% Farbe: betongrau, Oberfläche: glatt, nach Bemusterung und Freigabe durch AG/ Architekt minimale Fugenbreiten n. Herstellervorgabe (≥ 4 mm) sind einzuhalten Farbton Fugen nach Wahl Architekt/ AG
Um die Verträglichkeit der einzelnen Systemkomponenten zu gewährleisten, müssen alle verwendeten Bauteile vom Systemanbieter stammen. Die Produktdatenblätter der Faserbetonelemente und Systemkomponenten, Detailzeichnungen und die Verarbeitungsrichtlinien des Herstellers sind zu beachten.
Statische Nachweise, Verlegepläne, Detailpläne
Aufstellen eines prüffähigen statischen Nachweises für die Wandkonsolen und Faserbetonelemente einschl. der Herstellung der erforderlichen Raster-, Montage- und Befestigungssetzpläne sowie Detailpläne für die verschiedenen Anschlusssituationen entsprechend Planung Architekt und einschließlich Abstimmung von Schnittstellen mit Drittgewerken, inkl. aller notwendigen Positionspläne für die gesamte Fassadenkonstruktion und die Ermittlung der zulässigen Befestigungsmittel entsprechend der bauaufsichtlichen Zulassung (Befestiger). Die Pläne bedürfen der Freigabe durch AG/ Architekt.
Lieferung und Lagerung der Faserbetonelemente
Die angelieferten Faserbetonelemente sind nach Anlieferung trocken, geschützt vor Feuchtigkeit und Sonneneinstrahlung zu lagern. Paletten dürfen nicht gestapelt werden oder andere Paletten auf den GFB-Elementen abgelegt werden. Die Transportbänder und Folien sind direkt nach Anlieferung zu entfernen (z.B. Lagerung in der Tiefgarage oder im inneren eines Gebäudes. Es ist ausreichender Stellplatz im Vorfeld für die Anlieferung zur Verfügung zu stellen. Bei Aussenlagerung der Elemente sind diese mit einer Plane und Abstandshalter so zu schützen, das eine Durchlüftung und gleichmäßige Trocknung der Elemente möglich ist. Die Faserbetonelemente immer senkrecht transportieren (nicht ziehen).
Schützen der verlegten Faserbetonelemente
Im Bauablauf sind die GFB-Sockelelemente vor Verschmutzungen und Beschädigungen zu schützen. Nach Verlegung der Faserbetonelemente sind diese mit Abdeckmaterial und Klebeband den Anforderungen entsprechend auszuwählen. Die Eignung des Klebebands ist vorher zu klären und sollte möglichst nicht im Sichtbereich der Faserbetonelement erfolgen.
01. Fensterumrandungen
01.1 Systembeschreibung
Mehrteilige Fensterumrandung entsprechend Detailplanung, bestehend aus Fensterbank, Leibungselementen und St urzelement, als schlagregensichere Elementkombination aus Glasfaserbeton (GFB) mit sturzseitiger Integration des Sonnenschutzes.
Leitfabrikat:
Capatect Faserbeton, Fensterumrandung 762 od. gleichwertig
Capatect Faserbeton, Fensterbank 761 od. gleichwertig
Die Fenster werden durch die Fensterumrandung, bestehend aus aneinandergefügten, einteiligen Fensterbänken und Sturzelementen und zweiteiligen Seiten- und Mittelgewänden zu Fensterbändern zusammengefasst. Die Fenster des Erdgeschosses sind zum Teil einzeln mit jeweils einteiligen Sturz- und Fensterbänken und zweiteiligen Seitengewänden umfasst.
Alle Elemente sind inkl. EPS-Kern und einbetonierten Haltepunkten zu liefern. Sämtliche Befestigungsmittel müssen statisch nachgewiesen sein. Die Materialstärke ist nach statischen Erfordernissen durch den AN zu dimensionieren (Nachweis über Plattenstatik): ca. 30 mm.
Alle horizontalen Elemente sind mit seitlichen Aufbordungen ausgeführt und mit einer Tropfkante (Nut) versehen. Rohbautoleranzen bis zu 20 mm müssen ohne Mehrpreis ausgeglichen werden.
Die Fenster resp. Sonnenschutzelemente entwässern auf und nicht hinter Fensterbank. Die GFB-Fensterumrandung ist daher schlagregensicher auszuführen, zusätzlich ist zur Erhöhung der Sicherheit eine zweite wasserführende Ebene unterhalb der Fensterbank vorgesehen; (siehe Beschreibung in Titel 09 "Allgemeine Technische Vorbemerkung - Fenster und Aussentüren").
01.2 Montage
Die Befestigung der Fensterbänke, Seiten- und Sturzgewände erfolgt verdeckt, mit Winkelkonsolen nach Herstellervorgabe und Typenstatik an Holztafel- und Stahlbetonwänden.
Die Winkelkonsolen werden vorab am Rohbau fixiert, um anschließend das Faserbeton-Element aufzulegen und mechanisch über die eingebrachten Gewindehülsen zu sichern.
Die Befestigung der Mittelgewände erfolgt verdeckt mittel s einer agraffenähnlichen Befestigung. Die Agraffen werden vorab am Rohbau befestigt und die Mittelgewände anschließend eingehängt.
Alle Elemente sind zur Lagesicherung untereinander mit Dornen verbunden.
Im Bereich des Lüftungsplenums werden die Winkelkonsolen an den Überbrückungsprofilen der vorgehängten Ziegel-Fassade befestigt.
Die Befestigung der Fensterumrandung im EG efolgt im Bereich des Massivbaus an Winkelkonsolen an zusätzlicher Winkelunterkonstruktion n. Statik AN. Seiten- und Mittelgewände der Türen imEG sind mit einer Einbindetiefe von ca. 30 mm in GOK auszubilden.
Die Innenecken der Innenhöfe sind als 2-teiliger Fensterbank- und Sturzelemente mit 45° Gehrungsschnitt herzustellen.
Die Sturzelemente sind im Bereich der Sonnenschutzschächte ausschließlich an den Endpunkten mittels Sturzkonsolen mit Anschraubankern zu befestigen. Die Elemente und Konsolen sind so auszulegen, dass sie ohne zusätzliche Befestigungen in der Feldmitte eigenständig tragen.
Abdichtung zum Baukörper
Die Fuge zwischen Fensterumrandung und rückwärtigen Baukörper (Blendrahmen Fensterelement) ist mittels Fugendichtband nach Herstelleremfehlung (Farbe n. Wahl AG) abzudichten. Der Anschluss der Fensterbank zum Fenster wird zusätzlich mittels Fugenmasse abgesiegelt (Farbe n. Wahl AG). Die rückwärtige Abdichtung zum Baukörper resp. Sonnenschutz ist im Einheitspreis der Faserbetonelemente einzuberechnen. Über der rückwärtigen unterseitigen Fensterbankaufkantung wird zusätzlich ein übergreifendes Z-Profil aus Blech am Unterschnitt des Blendrahmens angeordnet und verschraubt.
Abdichtung Typ SF_h
Die Abdichtung von horizontalen Stoßfugen bei Seiten- und Mittelgewänden sowie zwischen Seiten- und Mittelgewände, Sturz und Fensterbank erfolgt mittels Alu-Riffelblech mit geschlossenzelliger Rundschnur und Fugenmasse, Farbe n. Wahl AG. Hierfür wird in den vorgefertigten Fugenraum ein Riffelblech eingeschoben und verklebt. Die Verbindung der Fenster- und Sturzelemente bei Innenecken der Innenhöfe erfolgt auf die gleiche weise (Typ SF_h_I)
Abdichtung Typ SF_v
Die Abdichtung bei vertikalen Stoßfugen zwischen Fensterbankelementen und zwischen Sturzelementen erfolgt mittels Fugendichtband, nach Anwendungssituation 5-12mm (BG1), Farbe nach Wahl AG
Leitprodukte :
Fugendichtband Polyurethan-Weichschaumstoff für Stoßfuge Typ SF_v, Beanspruchungsgruppe BG1 nach DIN 18542, witterungs- und UV-beständig, λ = 0,041 W/(mK) nach DIN EN 12667, Diffusionswiderstandzahl µ ≤ 100 nach DIN EN ISO 12572, Temperaturbeständigkeit -40 bis +100 °C nach DIN 18542, Schlagregendichtheit ≥ 600 Pa nach DIN 18542, Fugendurchlasskoeffizient a < 1,0 m³/ [hm(daPa)n] nach DIN 18542, Capatect Fugendichtband Flex 058 od. glw. Fugendichtband Polyurethan-Weichschaumstoff für Anschluss zu Baukörper, Beanspruchungsgruppe BG1 nach DIN 18542,witterungsbeständig, λ = 0,048 W/(mK) nach DIN EN 12667, Diffusionswiderstandzahl µ = 100 nach DIN EN ISO 12572, Temperaturbeständigkeit -30 bis +90 °C nach DIN 18542, Schlagregendichtheit ≥ 600 Pa nach DIN 18542, Fugendurchlasskoeffizient a < 1,0 m³/ [hm(daPa)n] nach DIN 18542, Capatect Fugendichtband Smart 057 od. gleichwertig Fugenmasse 1K-Hybrid-Dichtstoff, dauerhaft elastisch, optimale Glätteigenschaften, alterungs- und witterungsbeständig, gute UV-Beständigkeit, ehr gut anstrichverträglich nach DIN 52452, Lösemittel-, Isocyanat- und Silikonfrei, Dichte ca. 1,45 g/ml nach DIN 53479, Zulässige Verformung: 25 %, Temperaturbeständigkeit -40°C bis +90°C, Capatect Fugenmasse MS od. gleichwertig
01.3 Elementabmessungen
Siehe Plan GS170_5_ABJ&_DHB020_-V bis _DHB028_-V
Einzelmaße gem. Planung Architekt
Typ hF_a
einteiliges Fensterbankelement, in variablen Längen, mit Aufbordungen seitlich und rückwärtig:
Gesamtmaße (H x T) = 115 x 300 mm Vorderkante / Abkantung:
Ansichtsbreite = 70 mm, Untersicht = 50 mm, mit Tropfkante, Nutbreite = 5mm, 10mm nach innen versetzt Oberseite:
Gefälle 5°, resultierende Ansichtsbreite = 25mm seitliche Aufbordungen:
Ansichtsbreite = 70 mm, Höhe 45 mm Aufbordung rückwärtig:
Höhe = 20 mm, bündig abschließend mit seitlichen Aufbordungen
Typ hS_a
einteiliges Sturzelement, in variablen Längen, mit Aufbordung rückwärtig:
Gesamtmaße (H x T) = 110 x 120 mm Vorderkante:
Ansichtsbreite = 70 mm Untersicht = 120 mm, mit Tropfkante, Nutbreite= 5 mm, 10 mm nach innen versetzt Oberseite:
Gefälle 5°, resultierende Ansichtsbreite = 10 mm rückwärtige Aufbordung:
Höhe = 30 mm
Typ vS_a
zweiteiliges Seitengewände, in variablen Längen, rechteckig mit rückwärtiger Ausklinkung:
Gesamtmaße (B x T) = 70 x 195 mm, rückwärtige Ausklinkung (B x T) = 50 x 45 mm
Typ vM_a
zweiteiliges Mittelgewände, in variablen Längen, gem. Planung Architekt, T-förmig mit rückwärtiger Aufkantung:
Gesamtmaße (B x T) = 380 x 195 mm, Mittelsteg:
Ansichtsbreite = 146 mm, mit mittiger Schattenfuge 6 mm, Tiefe = 100 mm Flansch:
Ansichtsbreite, beidseitig = 117 mm, rückwärtige Aufkantung:
Tiefe= 95 mm
Typ hS_b, vS_b, vM_b
Sondergewände EG, Türen ohne Sonnenschutz,
Sturz, Seiten- und Mittelgewände, Ansichtsbreiten wie hS_a, vS_a, vM_a jedoch:
Gesamttiefe = 310 mm
Typ hS_c
Sondergewände EG Kolonnaden, Türen ohne Sonnenschutz, Sturzgewände L-förmig
Gesamtmaße (H x T) = 70 x 310 mm Untersicht mit Tropfkante, Nutbreite= 5 mm, 10 mm nach innen versetzt oberseitige Ausklinkung = 260 x 30 mm
Typ vS_c
Sondergewände EG Kolonnaden, Türen ohne Sonnenschutz, Seitengewände L-förmig
Gesamtmaße (B x T) = 100 x 310 mm
Typ hS_d
Sondergewände EG Kolonnaden, Fenster mit Sonnenschutz, zweiteiliges Sturzgewände L-förmig
Gesamtmaße (H x T) = 70 x 90 mm Untersicht mit Tropfkante, Nutbreite= 5 mm, 10 mm nach innen versetzt oberseitige Ausklinkung = 140 x 30 mm
Typ vS_i
Sondergewände Innenhöfe,
zweiteiliges L-förmiges Seitengewände bei Innenecken
Gesamtmaß (B x T) = ca. 95 x 95 mm
Typ vM_i
Sondergewände Innenhöfe,
zweiteiliges Mittelgewände zwischen Fenster und Türen, Ansichtsbreiten wie Typ vM_a, jedoch mit Ausklinkung im Sockelbereich
Typ R
4-teilige runde Fensterumrandung aus viertelkreisförmigen Elementen, mit Aufbordung rückwärtig:
Aussendurchmesser Fensterumrandung = 2260 mm Gesamttiefe 300 mm Ansichtsbreite Vord erkante = 70 mm Untersicht = 50 mm, m it Tropfkante, Nutbreite = 5mm, 10mm nach innen versetzt Oberseite:
Gefälle 5°, resultierende Ansichtsbreite= 25 mm Aufbordung rückwärtig:
Höhe = 20 mm
02. Sockeldämmelemente
02.1 Systembeschreibung
Leitfabrikat: Capatect Faserbeton, Sockelelement 763 od. gleichwertig
Zur Ausführung kommen Faserbeton-Sockeldämmelemente entsprechend Detailplanung als vorgefertigte Bauteile mit verarbeitungsfertiger Oberfläche und integrierter XPS-Wärmedämmung und Perimeterdämmung, als sauberer Fassadenabschluss im Erdreich, ausgelegt für die Beanspruchung durch Wassereinwirkung W1 auf W4-4 nach DIN 18533.
Die Sockelelemente sind mit integrierter Dämmung auszuführen und erfüllen mindestens die Anforderung der Brandschutzklassifizierung B1-s1,d0.
Die Sockel-Elemente sind in variablen Längen, Stärken und Höhen als gerade und gerundete Formteile sowie Innen- und Außenecken geplant. Die Befestigung erfolgt gemäß Herstellervorgaben durch vollflächiges Verkleben und zusätzliches Verdübeln an der Stahlbetonwand.
02.2 Montage
Die Befestigung der Sockelelemente erfolgt entsprechend Herstellerangaben mittels integrierter XPS-Montage-Leiste. Die Montageleiste wird exakt fluchtrecht am Rohbau verklebt und nach ausreichender Trocknungszeit (mind. 24h) in der Massivwand verdübelt.
Befestigungsmittel nach Herstellervorgabe Dübelabstand max. 30 cm (Dübelanzahl 2,5 Stk/m) Zusätzliche Befestigung ca. 0,1 von der Kante entfernt und mittig der Montageleiste Untergrund Stahlbeton mit Bauwerksabdichtung
Die Sockelelemente werden mit vollflächig aufgetragenem geeignetem Kleber nach Herstellervorgabe auf der Dämmstoffrückseite (mind. 40% wirksamer Klebeflächenanteil) über die Montageleiste gesetzt und auf die Stahlbetonwand mit Bauwerksabdichtung geklebt. Rohbautoleranzen bis zu 20 mm müssen ohne Mehrpreis ausgeglichen werden.
Kleber, zweikomponentige carbonfaserverstärkte Spachtel, Bindemittelbasis Copolymerisat-Kunstharzdispersion u. Zement, Haftzugfestigkeit fH = 1,1 MPa nach DIN EN 1542, Wasseraufnahmekoeffizient Kategorie W3 (niedrig) nach DIN EN 15824 w = 0,1 kg/(m2h1/2) nach DIN EN 1062, Wasserdampfdurchlässigkeit (sd-Wert) Kategorie V3 (niedrig) nach DIN EN 15824 sd = 1,4 m nach DIN EN ISO 7783, Capatect Sockel Flex Carbon od. glw.
Die Verbindung zum Nachbarelement wird durch Einschieben und Verkleben eines Riffelblechs in den vorgefertigten Fugenraum hergestellt, gemäß Herstellervorgaben. Das Riffelblech dient als Abdeckung der Stoßfuge sowie als Wasserführungs-Leitblech.
Die Sockelelemente werden bis zu einer Höhe von 20 cm unter GOK eingebaut werden. Die Fas erbeton-Sockelelemente werden direkt an eine bauwerksseitig vorhandene Perimeterdämmung angeschlossen, die entstehende Fuge zwischen Perimeterdämmung und Faserbeton Sockelelement ist mit carbonfaserverstärkter Spachtel nach Herstellervorgabe zu schließen.
Stoßfugen zu Seitengewänden der Fensterumrandungen sind nach Herstellervorgabe mit PE-Rundschnur und elastischen Versiegelung abzudichten (Farbe n. Wahl d. AG).
Dehnfugen sind über alle starren Fassadenschichten zu führen (Berücksichtigung Bewegungsaufnahme / Gesamtverformung gem. Angabe Tragwerksplanung). Die Ausbildung der Dehnfuge erfolgt nach Herstellervorgabe durch Verbindung mittels Riffelblech.
Die Kreuzstützen der Kolonnaden werden im Sockelbereich mit U-förmigen Faserbeton-Sockeldämmelementen des Typs SE-S3-H90 / H50 verkleidet. Die Montage der Elemente erfolgt ohne Montageleiste direkt an die Betonfertigteilstützen mit bituminöser Abdichtung gem. Planung Architekt. Die horizontalen Fugen zur aufgehenden Betonfertigteilstütze und die vertikalen Fugen zu den Nachbarelementen sind mit einer dauerelastischen Fugenmasse, Fugenbreite max. 10mm, Farbe nach Wahl AG, abzudichten.
02.3 Elementabmessungen
Siehe Plan GS170_5_ABJ&_DSE080_-V bis _DSE086_-V
Dicke Faserbeton ca. 15 mm Stärke Gesamtelement entsprechend Elementtypen Elementbreiten bis max. 1200 mm, entsprechend Planung Architekt
Vorgefertigte Sockeldämmelemente in unterschiedlichen Höhen und Stärken aus Faserbeton Deckschale mit integrierter XPS Dämmung und Perimeterdämmung im Fusspunkt (ca. 200 mm hoch). Im oberen Bereich ist die Dämmung zur Aufnahme der Geometrie der aufgehenden Konstruktion ausgeklingt. Die Faserbeton Deckschale ist im oberen Bereich abgekantet und weist ein Gefälle auf. Die Abkantung hat eine Tiefe von ca. 60 mm.
Die Elemente sind als gerade und gerundete Elemente sowie Innen- und Aussenecken herzustellen. Eckelemente sind entsprechend Maße der jeweiligen Typen als 1-teilige Eck- Formelemente auszubilden.
Die Sockelelverkleidung der Kreuzstützen erfolgt mit U-förmigen Elementen gem. Planung Architekt. Die Faserbeton Deckschale ist im oberen Bereich abgekantet, mit einer Tiefe von ca. 65 mm und weist ein Gefälle auf.
Typ SE-S1 - Stärke 13,5cm
Elementhöhen: 500, 950, 1070, 1100, 1270, 1250, 1400 mm
Typ SE-S2 - Stärke 17,5 cm
Elementhöhen: 550 mm
Typ SE-S3 - Stärke 6 / 36 cm (Formstück Kreuzstütze)
Elementhöhen: 470, 750 mm
Typ SE-S4.1 - Stärke 22,5 cm
Elementhöhen: 650, 800, 950, 1100 mm
Typ SE-S4.2 - Stärke 25,5 cm
Elementhöhen: 650, 800, 950, 1100 mm
Typ SE-S5 - Stärke 31,5 cm
Elementhöhen: 550, 950 mm
Typ SE-S6 - Stärke 32,5 cm, mit zusätzlicher Dämmschicht
geteiltes Elemement (190 + 135 mm)
Elementhöhen: 950 mm
03. Attikaabdeckungen und Gesimse
03.1 Systembeschreibung Attikaabdeckungen
Fabrikat: Capatect Faserbeton, Brüstungselement 760 od. gleichwertig
Zur Ausführung kommt eine mehrteilige, schlagregensichere Attikaabdeckung entsprechend Planung Architekt, als schlagregensichere Elementkombination aus Glasfaserbeton (GFB), bestehend aus geraden Elemente, Aussen- und Inneneckelemente, in variablen Maßen gem. Planung Architekt. Die Befestigung erfolgt über Montage an Winkelkonsolen nach Herstellerangaben und Typenstatik gem. AN, sämtliche Befestigungsmittel müssen statisch nachgewiesen sein, die Materialstärke ist nach stat. Erfordernissen, durch den AN zu dimensionieren.
03.1.1 Montage
Die Befestigung erfolgt mit Winkelkonsolen an der Attika Holztafelbau. Die Winkelkonsolen werden vorab am Rohbau fixiert, um anschließend das Faserbeton-Element aufzulegen und mechanisch über die eingebrachten Gewindehülsen zu sichern. Zwischen Attika-Holzkonstruktion und Attikaabdeckung ist ein kraftschlüssiges Auflager aus 10 mm XPS Dämmstreifen, druckfest, formstabil, vorzusehen. Die Winkelkonsolen ermöglichen einen horizontalen Ausgleich von ca. ±15mm und vertikalen Ausgleich von ±4mm zur Aufnahme von Bautoleranzen.
Die Verbindung zum Nachbarelement wird durch Einschieben und Verkleben eines Riffelblechs in den vorgefertigten Fugenraum hergestellt gem. Herstellervorgaben.
03.1.2 Elementabmessungen
Siehe Plan GS170_5_ABJ&_DHB041_AV
Alle Elemente werden inkl. EPS-Kern und einbetonierten Haltepunkten ausgebildet.
Alle horizontalen Elemente sind mit einer Tropfkanten (Nut) zur Fassade und zur Dachseite versehen. Die Unterseite der Faserbeton Deckschale ist geschliffen zu liefern, offene Bereiche des EPS-Kerns sind vor Feuchte zu schützen, zB mit zweikomponentiger, carbonfaserverstärkter Spachtel, Capatect SockelFlex Carbon od. gleichwertig.
Die Elemente sind mit Neigung 3° zur Dachseite und bis zu einer Länge von 2500mm (gerade Elemente) auszubilden. Innen- und Außenecken sind entsprechend der Maße der jeweiligen Typen als 1-teilige Eck- Elemente ausgebildet.
Typ 1
Gesamtmaß (T x H) = 575 x 170 mm
Untersicht Fassadenseitig = 180 mm mit Ausklinkung (T x H) = 30 x 100 mm, mit Tropfkante, Nutbreite= 5mm, 10mm nach innen versetzt
Untersicht Dachseitig = 55 mm, mit Tropfkante, Nutbreite= 5mm, 10mm nach innen versetzt
Typ 2
Gesamtmaß (T x H) = 445 x 170 mm
Untersicht Fassadenseitig = 50 mm, mit Tropfkante, Nutbreite= 5mm, 10mm nach innen versetzt
Untersicht Dachseitig = 55 mm, mit Tropfkante, Nutbreite= 5mm, 10mm nach innen versetzt
03.2 Systembeschreibung Kolonnadengesimse
Siehe Plan GS170_5_ABJ&_DHB051_AV, GS170_5_ABJ&_DHB052_AV
Fabrikat: Capatect Faserbeton, Deckenelement 766 od. gleichwertig
Mehrteiliges-Kolonnadengesims für Über-Kopf-Montage entsprechend Planung Architekt, als schlagregensichere Elementkombination aus Glasfaserbeton (GFB), bestehend aus geraden Elementen mit werkseitigen Ausschnitten für Kreuzstützen und Wandrundungen, sowie Eckelementen. Die Befestigung erfolgt über Montage an Winkelkonsolen nach Herstellerangaben und Typenstatik gem. AN, sämtliche Befestigungsmittel müssen statisch nachgewiesen sein (Nachweis zur Über-Kopf-Montage). Materialstärke: n. stat. Erfordernissen, durch den AN zu dimensionieren.
03.2.1 Montage
Die Befestigung erfolgt mit Winkelkonsolen am StB-Randunterzug. Winkelkonsolen werden vorab am Rohbau fixiert, um anschließend das Faserbeton-Element anzuhängen und mechanisch über die eingebrachten Gewindehülsen zu sichern.
Stoßfugen zwischen den Gesims-Elementen, sowie zwischen aufgehenden Stützen und Wänden sind als Fugen mit 5 mm Breite auszubilden. Im Bereich der Wandrundungen sind die Elemente mit rundem Ausschnitt in entsprechendem Radius an die aufgehende Wand anzuarbeiten.
03.2.2 Elementabmessungen
Elemente sind inkl. EPS-Kern und einbetonierten Haltepunkten geliefert.
Gerade Elemente :
mit und ohne Ausschnitt für Kreuzstütze und Wandrundungen, bei Innenecken mit Gehrungsverbindung gem Planung,
Gesamtquerschnittbreite = 1120 mm, längsgeteilt in zwei Teile in Kreuzstützenmitte, 558 mm breit,
Untersicht fassadenseitig, mit Tropfkante, Nutbreite= 5mm, 10mm nach innen versetzt
Gesamthöhe:
Fassadenseitig = 205 mm, mit oberseitiger Ausklinkung ca. 45 mm hoch zur Aufnahme der ersten Fassadenziegelreihe, Ansichtskante vorne = 160 mm, Neigung 5° auf der Oberseite Ansichtskante Kolonnadenseitig = 70 mm Elementlänge 2.095 mm (Regelbauteil)
Ausschnitte mit Rundungen
gerade Elemten wie vor beschrieben jedoch mit Ausschnitt für Rundung mit variablen Radien gem. Planung Architekt
Eckelemente
Aussenabmessungen 558 x 558 mm, mit Ausschnitt für Kreuzstütze
ATV - Faserbetonelemente
Bietererklärung Titel 08 (Fassadenarbeiten) Bietererklärung allgemein
Der Bieter gibt an und bestätigt:
Bauteil / Titel, Pos.: ausgeschrieben angeboten
( Richtfabrikate) Zulassungs-Nr. (abZ)
Titel 08 - Fassadenarbeiten
Nistkästen Hasselfeldt (div.)
(abZ)
Fassadenziegel ABC Klinker - Typ Nordic
(abZ)
Unterkonstruktion Fassade Systea TC110-H-N / EH
(abZ)
Thermische Trennlage Thermostop
(abZ)
Glasfaserbeton-Elemente Capatect - Faserbeton
einschl. Dichtbänder etc. (abZ)
Bietererklärung Titel 08 (Fassadenarbeiten)
08.01 Planungs- und Koordinierungsleistungen, Fassade
08.01
Planungs- und Koordinierungsleistungen, Fassade
08.02 Vorhangfassade mit Hinterlüftung
08.02
Vorhangfassade mit Hinterlüftung
08.03 Fensterumrandungen Faserbeton
08.03
Fensterumrandungen Faserbeton
08.04 Sockeldämmelemente Faserbeton
08.04
Sockeldämmelemente Faserbeton
08.05 Attikaabdeckungen und Gesimse
08.05
Attikaabdeckungen und Gesimse
08.06 Stundenlohnarbeiten
08.06
Stundenlohnarbeiten