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Leistungsverzeichnis
OZ
Beschreibung
Typ
Menge
Einheit
Einheitspreis EUR
Gesamtbetrag netto EUR
01 Vorbemerkungen zum Vorhaben Vorbemerkungen zum Vorhaben
Am Medizin Campus Steintor soll ein Neubau zur Erweiterung der zentralen Kryolagerinfrastruktur der Universitätsmedizin Halle (Saale) errichtet werden. Dieser Erweiterungsneubau wird als Anbau unmittelbar an das bereits bestehende zentrale Kryolagergebäude realisiert.
Im Bestandsgebäude des zentralen Kryolagers werden derzeit ausschließlich Bioproben in Tief-kühllagerschränken oder -truhen bei -80°C gelagert. Aufgrund des kontinuierlichen Probenzuwach-ses und zusätzlicher Anforderungen an die zentrale Probenlagerung sind die vorhandenen Flächen weitgehend ausgelastet und werden in absehbarer Zeit vollständig ausgeschöpft sein. Der geplante Erweiterungsneubau schafft zusätzliche Lagerungskapazitäten, neue Stellflächen für Ultratiefkühl-geräte sowie einen Laborbereich zur Probenannahme und -verarbeitung in unmittelbarer Nähe zur Lagerinfrastruktur.
Es handelt sich um ein EFRE IV-Projekt zur Förderung der regionalen Forschungsinfrastruktur.
Da der Erweiterungsneubau auf dem Gelände des alten Universitätsklinikums errichtet wird, für das ein denkmalrechtlicher Ensembleschutz besteht, erfolgt die Errichtung des Erweiterungsneubaus in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde.
In den umgebenden mehrgeschossigen Gebäuden sind Institute der Universitätsmedizin angesie-delt. Insbesondere der studentische Fuß- und Radverkehr erfordert eine besondere Rücksicht-nahme. Weiterhin ist auf Grund der engen Bebauung von Flächenbeschränkungen auszugehen.
01 Vorbemerkungen zum Vorhaben
02 Projektbeschreibung VERANLASSUNG
Die Verfügbarkeit akademischer Biobanken ist ein zunehmend wichtiger Standortfaktor medizinischer Forschungseinrichtungen. Die Universitätsmedizin Halle (Saale) (UMH) hat im Jahr 2022 auf dem Medizin-Campus Steintor in einem sanierten Bestandsgebäude hierfür einen ersten Baustein errichtet, der nun durch weitere Lager- und Laborflächen erweitert werden soll.
Im Rahmen der Erweiterung sollen Flächen zur Unterbringung von bis zu 40 Tiefkühlschränken und 20 Stickstofftanks errichtet werden und eine zentrale Probenannahme mit Laborfläche geschaffen werden.
STANDORT /STÄDTEBAU
Das Baufeld liegt im Norden des Medizin-Campus Steintor und umfasst das aktuelle Kryolager sowie derzeit als Parkplatz genutzte Flächen. Die historischen Klinik- und Institutsgebäude des Campus wurden im späten 19. Jahrhundert unter maßgeblicher Beteiligung von Ludwig von Tiedemann errichtet. Zwischen 1884 und 1914 entstand im Bereich des Grundstücks ein Pavillongebäude, das heute als Kryolager genutzt wird.
Bei der Anordnung und Ausbildung des Baukörpers wurden die Ensemblewirkung mit der Pathologie (Haus 14) sowie die Nord-Süd-Allee als strukturierende Achse berücksichtigt. Die Stellplätze auf dem Baufeld werden aufgelöst, um den Vorplatz des Gebäudes Platz als Grün- und Aufenthaltsfläche gestalten zu können.
Ein wichtiger Baustein ist der Rückbau des unsanierten Anbaus am bestehenden Kryolager, um die zentrale Allee mit Grünstreifen fortzuführen. Die Erweiterung orientiert sich in ihrer Kubatur am Bestandsgebäude. Beide Gebäudeteile werden durch einen Verbindungsbau miteinander verbunden, wodurch sich eine klare Zugangssituation ergibt.
NUTZUNG
Das Gebäude dient der Lagerung biologischer Proben in Tiefkühlschränken und Stickstofftanks. Die Lagerräume umfassen ca. 225 m² und bilden den Hauptteil der insgesamt rund 307 m² Nutzfläche, ergänzt werden die Lagerräume durch ein zentrales Labor mit vorgelagerter Probenannahme. Die übrigen Nutzflächen setzen sich aus Nebenräumen wie einem Aufenthaltsraum, Lagerräumen für Verpackungsmaterialien, Entsorgungsräumen zusammen.
Die Proben werden in der Probenannahme entgegengenommen, im Labor aufbereitet und anschließend in den bestehenden oder neuen Lagerräumen gelagert. Labor- und Lagerräume im Neubau entsprechen der biologischen Schutzstufe 2 und der gentechnischen Sicherheitsstufe 2. Die Lagerflächen sind in zwei Bereiche unterteilt: ein Lager für 40 Tiefkühlschränke und ein Lagerbereich für 22 Stickstofftanks Eine Funktionsspange mit Nebenräumen trennt beide Bereiche voneinander. Das Lager mit den Stickstofftanks ist in zwei Räume unterteilt. Jeder Lagerraum verfügt über einen Arbeitsplatz zur Dateneingabe. Die Lagerräume sind so konzipiert, dass sie sich für verschiedene Lagertechniken bis hin zur automatisierten Lagerung eignen.
Die Technikflächen für die Bereiche Heizung, Sanitär und Elektro befinden sich im Keller und sind über eine Außentreppe an der Westfassade zugänglich. Am Bestandsgebäude-Keller ist ein neuer Lichtschacht als HLS-Schacht als Zugang zum bestehenden Medienkanal vorgesehen.
Die Rückkühler der Lüftungsanlagen werden auf der Dachfläche im Bereich des Verbindungsbaukörpers angeordnet.
KONSTRUKTION
Der Neubau im Bereich der Lagerräume ist nahezu vollständig unterkellert. Die Gründung erfolgt als Flachgründung. Der Keller ist als WU-Konstruktion konzipiert. Die Decke zum Erdgeschoss ist aus Gründen des Brandschutzes als Stahlbetonkonstruktion ausgebildet.
Die Konstruktion des oberirdischen Geschosses wird vollständig in CO2-armer Bauweise errichtet. Die tragenden Außenwände bestehen aus Lehmblocksteinen, Deckentragwerke und Stützen im Innenbereich aus Holz.
Der Verbindungsbau wird durch die Seitenwände des Bestandsbaus und des Lagergereichs gebildet. Sein Flachdach ist als Holzbalken- Warmdach mit BSH-Sparren und OSB-Plattenbelag konzipiert. Das Dach ist vollständig als Technikaufstellfläche genutzt, die Technik wird durch eine offene Holz-Lamellenkonstruktion eingehaust
Die Bodenplatte aus Stahlbeton mit Streifenfundamenten ist konstruktiv von den Seitenwänden des Bestandsbaus und des Lagerbereichs getrennt.
GEBÄUDEHÜLLE
Die funktionale Gliederung des Gebäudes spiegelt sich in der Gebäudehülle wider.
Lagerräume
Um die Wärmeeinstrahlung zu minimieren, ist die Gebäudehülle der Lagerräume vollständig geschlossen. Die tragenden Außenwände aus Lehmblockstein werden gedämmt und erhalten eine hinterlüftete Tonschindelfassade. Die natürliche Belichtung und Entrauchung erfolgt über nordorientierte Sheddachfenster. Die südausgerichtete Sheddachfläche ist mit Photovoltaikelementen belegt.
Verbindungsbau
Die Fassade des Verbindungsbaus ist als Pfosten-Riegel-Konstruktion mit großflächigen Verglasungen und Einsatzelementen für Tür und Fenster ausgeführt.
Bestandsfassade
Durch den Rückbau des Anbaus ist eine Sanierung der Nord- und Ostfassade des Bestandsgebäudes erforderlich. Die Fassade wird gedämmt und mit einem Besenstrichputz ergänzt. Im Anschlussbereich des Verbindungsbaus werden Fensteröffnungen ausgemauert sowie der Bestandsputz entfernt und neu verputzt.
AUSBAU
Das Labor und die Lagerbereiche müssen die Anforderungen der Schutzstufe 2 (S2) gemäß Biostoffverordnung (BioStoffV) und der Sicherheitsstufe 2 (S2) gemäß Gentechnischen Sicherheitsverordnung (GenTSV) erfüllen.
Die Wände und Decken sind mit einer GK-Bekleidung mit scheuerfestem und desinfektionsmittelbeständigem Dispersionsanstrich versehen. Der Bodenbelag besteht aus einer grauen mineralischen Epoxidharzbeschichtung mit Hohlkehle.
Die Probenannahme ist funktional an den S2-Bereich angepasst. In den übrigen Bereichen bleibt die Holzkonstruktion sichtbar.
BRANDSCHUTZ
Das Gebäude wird gemäß § 2 (3) BauO LSA der Gebäudeklasse 3 zugeordnet. Entsprechend Abstimmung mit der Bauaufsichtsbehörde wird das Gebäude nicht als Sonderbau eingestuft.
Das bestehende Gebäude und die geplante Erweiterung sind in drei Nutzungseinheiten untergliedert. Die Nutzungseinheiten entsprechen der baulichen Gliederung in Bestandsgebäude, Verbindungsbau und Lagergebäude.
Die Nutzungseinheiten sind durch feuerhemmende Wände voneinander abgetrennt. Die Definition als Nutzungseinheiten ermöglicht den Verzicht auf Notwendige Flure.
Sämtliche Anforderungen des Brandschutzes sind im Brandschutzkonzept dargestellt.
DENKMALSCHUTZ
Der historische Medizincampus Magdeburger Straße ist geprägt von denkmalgeschützten Gebäuden, er steht jedoch nicht als Ensemble unter Denkmalschutz.
Die Erweiterung des Kryolagers befindet sich östlich des denkmalgeschützten Instituts für Pathologie (Haus 14). Die Fassade des Instituts für Pathologie soll weiterhin von den umgebenden Sichtachsen aus sichtbar bleiben. Gleichzeitig soll die Nord-Süd-Allee als strukturierende Achse für den Campus erhalten bleiben bzw. wiederhergestellt werden.
02 Projektbeschreibung
03 Allgemeine technische Vertragsbedingungen Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen
Allgemeine Regelungen für Bauarbeiten jeder Art
DIN 18299
-----------------------------------------
0.1. Angaben zur Baustelle
0.1.1 Lage der Baustelle
Anschrift:
Universitätsmedizin Halle
Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Magdeburger Straße 8
06112 Halle (Saale)
Lage:
Der Campus des UKH Halle am Steintor liegt westlich der Magdeburger Straße und erstreckt sich von der Straße Am Steintor im Norden bis zur Straße d. Opfer des Faschismus im Süden.
Auf dem Campus befinden sich Gebäude unterschiedlicher Bauzeit. Sie gruppieren sich entlang der zentralen Mittelachse auf dem Campus.
Zufahrtsmöglichkeiten:
Das auf dem Campusgelände liegende Gebäude wird über die Magdeburger Straße erschlossen. Zugänge über die Magdeburger Straße 16 sowie der Campuseingang an der Straße der Opfer des Faschismus sind punktuell und nach Absprache möglich.
Die Zufahrt ist nur für Baustellenfahrzeuge möglich.
Privatfahrzeuge erhalten keinen Zugang.
Für den Zugang zum Campusgelände ist eine Firmen-Registrierung bei der Leitstelle des erforderlich. Die Anmeldung dafür erfolgt über die Bauleitung.
Verkehrsberuhigter Bereich. Öffentlicher Bereich.
Anwesenheit von Fußgängern.
Einschränkungen:
Auf dem Campusgelände finden zeitgleich weitere Baumaßnahmen statt. Die Zufahrten werden parallel auch für diese Baumaßnahmen genutzt.
Der AN hat alle Anlieferungen so zu steuern, dass diese erst dann auf die Baustelle geliefert werden, wenn Personal des AN zum Empfang sowie zur sicheren Lagerung und Aufbewahrung bereit steht.
Die vorhandenen Verkehrsflächen auf dem Campusgelände dürfen nicht durch wartende Baustellenfahrzeuge blockiert werden. Eine technisch und technologisch bedingte und nicht anderweitig zu umgehende Nutzung der Verkehrsflächen ist mit der AG BL abzustimmen.
Der AN hat während der gesamten Bauzeit für den verkehrssicheren Zustand aller vom Baustellenverkehr beanspruchten Straßen- und Wegeflächen zu sorgen und den AG von allen Ersatzansprüchen Dritter freizuhalten.
0.1.2 Besondere Belastungen aus Immissionen sowie besondere klimatische und betriebliche Bedingungen
Die Baustelle liegt auf dem Gelände des Universitätsklinikums Halle am Steintor, welches in Betrieb ist. Auch das Bestandsgebäude des Kryolagers an das angebaut wird ist während der Bauzeit in Betrieb.
0.1.3 Art und Lage der baulichen Anlagen
Bestandsgebäude:
Baujahr ca. 1915, Umbau 2021.
Geschossigkeit: eingeschossig, teilunterkellert.
Tragwerk: Satteldach mit Holzdachstuhl - teilweise durch Stahlträgerkonstruktion ergänzt.
Außenwände massiv, verputztes Ziegelmauerwerk.
Neubau:
siehe Projektbeschreibung.
0.1.4 Verkehrsverhältnisse auf der Baustelle
siehe Punkt 0.1.1
0.1.5 Für den Verkehr freizuhaltende Flächen
siehe Punkt 0.1.1
0.1.6 Art, Lage, Maße und Nutzbarkeit von Transporteinrichtungen und Transportbeschränkungen
Es werden bauseits keine Transporteinrichtungen zur Verfügung gestellt.
0.1.7 Anschlüsse für Wasser, Energie und Abwasser
Baustrom und Bauwasser werden durch den AG an den hierfür vorgesehenen Übergabepunkten bereitgestellt.
Die Kosten des verbrauchsabhängigen Baustrom- und Bauwasserverbrauchs trägt der AG.
Sämtliche ab den Übergabepunkten erforderlichen Zuführungsleitungen, Kabel, Unterverteilungen, Schutz- und Schaltgeräte sowie Anschlüsse bis zu den jeweiligen Verbraucher- und Verwendungsstellen sind vom AN bereitzustellen, vorzuhalten und nach Abschluss der Arbeiten zurückzubauen und, soweit in den Einzelpositionen nicht anders geregelt, in die Einheitspreise einzurechnen.
Der AN hat für die ordnungsgemäße und schadlose Ableitung der im Rahmen seiner Leistungen anfallenden Wässer zu sorgen.
Soweit für eine temporäre Einleitung in das vorhandene Kanalnetz oder sonstige Einleitstellen Genehmigungen, Zustimmungen oder Anzeigen erforderlich sind, sind die hierfür erforderlichen Anträge und Unterlagen durch den AN rechtzeitig zu erstellen, einzureichen und mit den zuständigen Stellen abzustimmen.
Behördliche bzw. vom Netzbetreiber erhobene Genehmigungs- und Einleitungsgebühren trägt der AG. Eigene Aufwendungen des AN für Antragstellung, Bearbeitung und Abstimmung sind in die Einheitspreise einzurechnen.
Abweichende oder ergänzende Regelungen in den Einzelpositionen, insbesondere zur offenen Wasserhaltung, bleiben unberührt.
0.1.8 Baustelleneinrichtungsflächen
Für die Baustelleneinrichtung und die Zwischenlagerung von Baustoffen und Aushub steht ein eingegrenzter Bereich zur Verfügung.
Aufenthalts- und Gerätecontainer sind durch den AN eigenverantwortlich auf den dafür vorgesehenen Flächen zu errichten.
Lage und Größe der zur Verfügung stehenden Flächen sind dem Baustelleneinrichtungsplan zu entnehmen.
Der AN hat den Bereich seiner Baustelleneinrichtung in sauberem Zustand zu halten. Die Flächen sind, falls erforderlich, täglich zu reinigen.
Alle Auftragnehmer haben alle bei ihren Arbeiten anfallenden Verunreinigungen sowie allen Schutt und Müll, alles Verpackungsmaterial usw. unmittelbar nach Beendigung der täglichen Arbeit abzufahren. Sollten Firmen dieser Verpflichtung nicht nachkommen, so ist die Bauleitung des AG nach einmaliger schriftlicher Aufforderung mit Fristsetzung berechtigt, die Schuttbeseitigung durch einen Dritten zu Lasten des Verursachers zu veranlassen. Der Schutt ist entsprechend den gültigen Richtlinien und Vorschriften zu sortieren.
0.1.9 Baugrund
0.1.10 Grundwasser
Der den Vergabeunterlagen beigefügte Geotechnische Bericht ist bei der Kalkulation und Ausführung der Erd-, Gründungs- und Wasserhaltungsarbeiten zu berücksichtigen.
0.1.11 Besondere umweltrechtliche Vorschriften
Bei allen Arbeiten sind die jeweils gültigen Bestimmungen der örtlichen Aufsichtsbehörden sowie die einschlägigen Bestimmungen des Umweltschutzes zu beachten und einzuhalten.
0.1.12 Besondere Vorgaben für die Entsorgung
Bei Rückbau-, Erd- und Bauarbeiten anfallende Abfälle und mineralische Materialien sind entsprechend den jeweils geltenden abfallrechtlichen Bestimmungen, insbesondere Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG), Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV), Ersatzbaustoffverordnung (ErsatzbaustoffV) und Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV), zu erfassen, getrennt zu halten, zu verwerten bzw. ordnungsgemäß zu entsorgen.
Unterschiedliche Abfall- und Materialfraktionen dürfen nicht unzulässig miteinander vermischt werden.
Die Verwertung bzw. Entsorgung sämtlicher Abfälle erfolgt durch den AN, soweit in den Einzelpositionen nichts Abweichendes geregelt ist.
Sämtliche Kosten für Sammlung, Behälter, Laden, Transport, Annahme, Verwertung und Entsorgung sowie die erforderliche Dokumentation sind in die jeweiligen Einheitspreise einzurechnen, soweit sie nicht gesondert ausgeschrieben sind.
Mineralische Ersatzbaustoffe bzw. Bodenmaterial sind entsprechend den Ergebnissen der vorliegenden bzw. baubegleitenden Untersuchungen und der jeweils maßgebenden gesetzlichen Regelungen einzustufen.
Für Bodenaushub sind die im Baugrundgutachten enthaltenen umwelttechnischen Einstufungen als Orientierungswerte zu berücksichtigen. Die endgültige Zuordnung der Aushubmassen erfolgt entsprechend den Ergebnissen der baubegleitenden Haufwerksbeprobungen und Deklarationsanalysen.
Die Zulässigkeit des vorgesehenen Verwertungs- bzw. Entsorgungsweges ist durch den AN vor Abtransport nachzuweisen.
Die ordnungsgemäße Verwertung bzw. Entsorgung ist durch geeignete Annahme-, Wiege-, Übernahme- bzw. Entsorgungsnachweise zu dokumentieren. Die Nachweise müssen eine eindeutige Zuordnung zu den jeweiligen Materialchargen bzw. Haufwerken ermöglichen und sind dem AG unaufgefordert zu übergeben.
Abfallerzeuger ist der Bauherr mit der bei der zuständigen Behörde registrierten Betriebsstätte.
0.1.13 Schutzgebiete oder Schutzzeiten im Bereich der Baustelle
Lärm und erschütterungsintensive Arbeiten sind vor Ausführung mit dem Bauherrn und der Bauleitung frühzeitig terminlich abzustimmen.
0.1.14 Schutzmaßnahmen
Alle Anforderungen des SiGe-Plans sind einzuhalten.
Bei den Arbeiten ist darauf zu achten, dass der Bestand während des Transportes und des Einbaus zu schützen ist. Schutzmaßnahmen müssen einkalkuliert werden und werden nicht gesondert vergütet.
Das Absperren von Gefahrenbereichen liegt in der Verantwortung des AN.
0.1.15/16 Hindernisse und Leitungen
Im Bestandgebäude verlaufen viele Leitungen und Rohre. Diese werden teilweise im Rahmen der Sanierungsmaßnahme an die neue Planung angepasst.
Leitungen im Boden werden im Zuge der Baufeldfreimachung entfernt oder verlegt. Ein Medienkanal an der Nordseite des Bestandsgebäudes wird dabei abgebrochen. Bisher unentdeckte Leitungen oder andere Hindernisse im Boden können nicht ausgeschlossen werden.
0.1.17 Bekannte oder vermutete Hindernisse im Bereich der Baustelle
s.o. 0.1.15/16
0.1.18 Kampfmittel
Der Baubereich ist gemäß vorliegenden Belastungskarten teilweise als Kampfmittelverdachtsfläche (Hohlform/Grube) ausgewiesen.
Nach der vorliegenden behördlichen Bewertung bestehen gegen die Durchführung der geplanten Baumaßnahme keine Bedenken. Aufgrund der Art des luftbildsichtig erkennbaren Verdachts und fehlender bekannter Einzelfunde werden im betreffenden Bereich derzeit keine Kampfmittel vermutet.
Werden während der Bauarbeiten Gegenstände oder Auffälligkeiten festgestellt, die auf Kampfmittel hindeuten können, sind die Arbeiten im betroffenen Bereich unverzüglich einzustellen, der Bereich ist zu sichern und die zuständige Behörde sowie der AG sind unverzüglich zu informieren.
0.1.19 Maßnahmen nach Baustellenverordnung
Der AN muss den Baustellenbereich während seiner Arbeiten nach Erfordernis, den Sicherheitsvorschriften und UVV sichern.
Ergänzend zu den Regelungen unter 0.1.8 hat der AN die durch seine Leistungen verursachten Verunreinigungen laufend zu beseitigen und die von ihm beanspruchten Arbeits- und Verkehrsbereiche in verkehrssicherem Zustand zu halten.
Der AG setzt einen Sicherheits - und Gesundheitsschutz- Koordinator ein.
0.1.20 Besondere Anordnungen, Vorschriften und Maßnahmen der Eigentümer
-/-
0.1.21 Art und Umfang von Schadstoffbelastungen
Bestandsgebäude:
Siehe Schadstoffgutachten für das Bestandsgebäude.
Im Rahmen der orientierenden Bauschadstoffuntersuchung wurden keine asbesthaltigen Baustoffe festgestellt. Nachgewiesen wurden jedoch PAK-belastete bzw. teerhaltige Materialien (insbesondere Bergmannrohre und Dachabdichtungen), alte Mineralwolle mit lungengängigen WHO-Fasern sowie schwermetallhaltige, insbesondere bleihaltige Farbanstriche.
Die Untersuchung der mineralischen Bausubstanz ergab Schadstoffgehalte, die bei Aufbereitung bzw. Verwertung des anfallenden mineralischen Abbruchmaterials entsprechend den Vorgaben des Schadstoffgutachtens und der geltenden abfallrechtlichen Regelungen zu berücksichtigen sind.
Baugrund:
Siehe Geotechnischer Bericht.
Die orientierenden umwelttechnischen Untersuchungen ergaben für die untersuchten Tragschichten eine Einstufung als BM-0/BG-0. Die untersuchten anthropogenen Auffüllungen wurden aufgrund erhöhter Quecksilbergehalte vorläufig als BM-F0/BG-F0** eingestuft. Der untersuchte Geschiebemergel wurde aufgrund erhöhter Sulfatgehalte im Eluat vorläufig als BM-F3/BG-F3 eingestuft.
Die Einstufungen stellen Orientierungswerte dar und dürfen nicht pauschal auf sämtliche Aushubmassen übertragen werden.
Für die endgültige Zuordnung und Festlegung des Verwertungs- bzw. Entsorgungsweges sind baubegleitend repräsentative Haufwerksbeprobungen und Deklarationsanalysen durchzuführen.
0.1.22 Art und Zeit der vom Auftraggeber veranlassten Vorarbeiten
Baufeldfreimachung und Baumfällungen.
0.1.23 Arbeiten anderer Unternehmer auf der Baustelle
Während der Rohbauarbeiten finden
weitere Arbeiten im oder am Gebäude statt.
Alle Arbeiten sind eng mit den Beteiligten zu koordinieren.
Es kann nicht unterbrechungsfrei gearbeitet werden. Bei den Arbeiten des AN ist von einer gestückelten Ausführung mit Unterbrechungen auszugehen.
0.2. Angaben zur Ausführung
0.2.0 Baustellendaten
Raumhöhen und einschränkende Maße sind den
Grundrissen / Baustelleneinrichtungsplan zu entnehmen
0.2.1 Vorgesehene Arbeitsabschnitte
Der allgemeine Bauablauf ist wie folgt :
Errichtung Neubau
Inbetriebnahme Neubau
Abbruch Anbau und Umbau Bestandsgebäude
0.2.2 Besondere Erschwernisse während der Ausführung
Die Arbeiten finden bei laufenden Betrieb des Kryolagers (Bestandsbau) statt.
siehe auch Punkt 0.1.4/5 und 0.1.13.
Die Arbeiten erfolgen teilweise in zeitlich voneinander getrennten Arbeitsabschnitten und sind mit dem laufenden Betrieb des Kryolagers sowie den Leistungen anderer Unternehmer zu koordinieren.
Die aus dem in den Vergabeunterlagen dargestellten Bauablauf und den beschriebenen Arbeitsabschnitten erkennbaren Unterbrechungen und Erschwernisse sind bei der Kalkulation zu berücksichtigen.
Hieraus erforderliche, bei Angebotsabgabe erkennbare zusätzliche Anfahrten, Materialtransporte und Umsetzvorgänge sind in die Einheitspreise einzurechnen.
0.2.3 Vorgaben, die sich aus dem SiGe-Plan gemäß Baustellenverordnung ergeben
-/-
0.2.4 Art und Umfang von Leistungen zur Unfallverhütung und zum Gesundheitsschutz
-/-
0.2.5 Besondere Anforderungen für Arbeiten in kontaminierten Bereichen
-/-
0.2.6 besondere Anforderung an Baustelleneinrichtung
siehe 0.1.8
0.2.7 Besondere Anforderungen an das Auf- und Abbauen sowie Vorhalten von Gerüsten
-/-
0.2.8 Mitbenutzung fremder Gerüste und Hebezeuge, Aufzüge und dergleichen durch den Auftragnehmer
-/-
0.2.9 Vorhaltung Gerüste, Hebezeuge und dergleichen für andere Unternehmer
-/-
0.2.10 Verwendung oder Mitverwendung von wiederaufbereiteten R( ecycling -) Stoffen
Siehe auch Dokument "Rezyclierte GK Kryolage"
Die Verwendung von Beton mit rezyklierter Gesteinskörnung ist zulässig bzw. vorgesehen, soweit dies nach den für das jeweilige Bauteil geltenden technischen Regelwerken, Expositionsklassen und statischen Anforderungen zulässig ist und in den Einzelpositionen keine abweichenden Anforderungen gestellt werden.
Für WU-Bauteile und sonstige Bauteile mit besonderen Anforderungen ist die Eignung des vorgesehenen Betons für den jeweiligen Anwendungsfall nachzuweisen.
Maßgebend sind die Anforderungen der jeweiligen Einzelpositionen.
0.2.11 Anforderungen an wiederaufbereitete (Recycling-) Stoffe und an nicht genormte Stoffe und Bauteile
-/-
0.2.12 Besondere Anforderungen an Art, Güte und Umweltverträglichkeit der Stoffe und Bauteile
-/-
0.2.13 Art und Umfang der vom Auftraggeber verlangten Eignungs - und Gütenachweise
Es dürfen nur Bauprodukte, Baustoffe, Bauarten und Systeme verwendet werden, deren Verwendbarkeit bzw. Anwendbarkeit für den vorgesehenen Verwendungszweck entsprechend den geltenden bauordnungsrechtlichen und technischen Anforderungen nachgewiesen ist.
Soweit erforderlich, sind insbesondere Leistungserklärungen, CE-Kennzeichnungen, allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen, allgemeine Bauartgenehmigungen, Europäische Technische Bewertungen, Prüfzeugnisse sowie sonstige Verwendbarkeits- und Anwendbarkeitsnachweise vorzulegen.
Die für die jeweilige Leistung erforderlichen Produktdatenblätter und Nachweise sind dem AG rechtzeitig, spätestens zwei Wochen vor dem vorgesehenen Einbau, zur Prüfung vorzulegen.
Aus den Unterlagen muss eindeutig hervorgehen, dass die angebotenen bzw. vorgesehenen Produkte und Systeme die Anforderungen der Leistungsbeschreibung erfüllen.
03 Allgemeine technische Vertragsbedingungen
04 Verzeichnis Pläne und Anlagen Verzeichnis Pläne und Anlagen
Ausführungspläne Architekt
GRUNDRISSE
73_05_G-02 Baugrubenplan BE-Plan
73_05_G-01 Grundriss Untergeschoss
73_05_G00 Grundriss Erdgeschoss
73_05_DA Dachaufsicht
SCHNITTE
73_05_S01 Schnitte A-A, D-D, E-E, F-F
73_05_S02 Schnitt B-B, Schnitt C-C
ANSICHTEN
73_05_A01 Ansicht Nord -Ost
73_05_A02 Ansicht Süd-West
DETAILS
73_05_DE 200 Bodenplatten
3_05 DE 300 Außenwandaufbau Lager EG
73_05 DE 301 Außenwandaufbau Bestand
73_05 DE 302 Außenwandeaufbauten
Kellergeschoss
73_05 DE 303 Außenwandaufbauten
Verbindungsbau
73_05 DE 313 V-Schnitt Sockel Lagegebäude
3_05_DE 400 Innenwand - Aufbauten UG
3_05_DE 500 Deckenaufbau ü. UG
Schalpläne Tragwerksplanung
ICL-KLH-5-TWP-SCH-ERD-XXX-003-01-P
ICL-KLH-5-TWP-SCH-GRD-XXX-001-01-P
ICL-KLH-5-TWP-SCH-UG1-XXX-002-01-P
ICL-KLH-5-TWP-UEP-ERD-XXX-001-01-P
Statische Berechnungen:
2026-08-07_ICL_Statik-LP4_Kryolager
Baugrundgutachten / Geotechnischer Bericht:
25-119_Bga_Erweiterungsbau_Kryolager_UKH_Magdeburger_Str_Halle
Schadstoffgutachten:
Bericht -Halle, Magdeburger Straße 12, Erweiterungsbau
Kryolager Bauschadstoffuntersuchung
Anlage 1
Anlage 2
Statische Bemessung Verbau / Baugrube:
- wird nachgereicht
Brandschutzkonzept
25-12-09 UKH Kryolager BSK P25010-4
Angaben zur Verwendung recyklierter Gesteinskörnung
Recyklierte GK Kryolager
04 Verzeichnis Pläne und Anlagen
01 Baustelleneinrichtung und Schutzmaßnahmen
01
Baustelleneinrichtung und Schutzmaßnahmen
Ausführungsbeschreibung Baustelleneinrichtung Schutzmaßnahmen Alle nachstehend vom AN geforderten Leistungen sind in die Einheitspreise einzukalkulieren und werden nicht gesondert vergütet, soweit sie nicht in den nachstehenden Positionen gesondert aufgeführt werden.
1. Ausführungsunterlagen
Kalkulationsgrundlage für die Baustelleneinrichtung ist der Baugrubenplan - BE-Plan des AG - siehe Anlage.
2. Ausführung
Abbau und Veränderung von Teilen der Baustelleneinrichtung darf nur im Einvernehmen mit der Bauleitung erfolgen.
Zeitpunkt und Umfang von einzelnen Teilleistungen sind mit der örtlichen Bauleitung abzustimmen und nach Aufforderung auszuführen. Der Auftragnehmer hat die Durchführung der Arbeiten mit anderen Unternehmen, die zeitgleich tätig sind, so abzusprechen, dass ein reibungsloser Ablauf der Arbeiten gewährleistet ist.
Ausführungsbeschreibung Baustelleneinrichtung Schutzmaßnahmen
01.01 Baustelleneinrichtung
01.01
Baustelleneinrichtung
01.02 Schutzmaßnahmen
01.02
Schutzmaßnahmen
01.03 Bauwasserversorgung - Leistungen für TGA
01.03
Bauwasserversorgung - Leistungen für TGA
01.04 Baustrom - Leistungen für TGA
01.04
Baustrom - Leistungen für TGA
02 Erdarbeiten
02
Erdarbeiten
Ausführungsbeschreibung Erdarbeiten Ausführungsbeschreibung
DIN 18300 Erdarbeiten
-----------------------------------------
Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen - LB 002
Alle nachstehend vom Auftragnehmer geforderten Leistungen sind in die Einheitspreise einzukalkulieren und werden nicht gesondert vergütet, soweit sie nicht in den nachfolgenden Positionen gesondert aufgeführt werden.
Die Erdarbeiten sind nach den Ausführungsunterlagen, dem Baugrundgutachten, der Tragwerks- und Verbauplanung sowie den geltenden technischen Regeln auszuführen.
Die Arbeiten erfolgen auf dem Campus des UKH Halle, Magdeburger Straße, im Bereich des bestehenden Kryolagers Haus 12 und in unmittelbarer Nähe des Bestandsgebäudes.
1. Angaben zur Baustelle
1.1 Baufeld und Vorleistungen
Vor Beginn der Erdarbeiten erfolgt eine gesonderte Baufeldfreimachung. Diese umfasst insbesondere den Rückbau vorhandener Flächenbefestigungen und Einfassungen, die Beseitigung von Bewuchs sowie den Rückbau bzw. die Umverlegung bekannter Bestandsmedien und des vorhandenen Medienkollektors.
Trotz der vorausgehenden Baufeldfreimachung können im Baufeld unbekannte Leitungen, Kanäle, Fundamente und sonstige Hindernisse vorhanden sein.
Nach Abbruch des Bestandsanbaus verbleiben Teile der Kelleraußenwände und Fundamente des Bestandskellers im Erdreich.
1.2 Baugrund
Die Baugrundverhältnisse sind dem Baugrundgutachten zu entnehmen.
Im Wesentlichen stehen folgende Schichten an:
Schicht 1a: Betonpflaster, vor Beginn der Erdarbeiten zurückgebaut,
Schicht 1b: Tragschichten, überwiegend ca. 0,30 bis 0,50 m mächtig, örtlich deutlich mächtiger,
Schicht 1c: allgemeine, teilweise inhomogene Auffüllungen,
Schicht 2a: Sande,
Schicht 2b: Geschiebemergel.
Aufgrund früherer Bebauung, Unterkellerungen und Leitungsverlegungen ist örtlich mit bis ca. 2,50 m mächtigen inhomogenen Auffüllungen zu rechnen. Diese können auch massive Bauteilreste enthalten.
Die Einteilung der Böden und sonstigen Stoffe erfolgt entsprechend den im Baugrundgutachten festgelegten Homogenbereichen.
Geotechnische Kategorie: GK 2.
1.3 Wasserverhältnisse
Mit flächenhaft vorhandenem Grundwasser ist bis mindestens 5 m Tiefe nicht zu rechnen.
Saisonal und niederschlagsbedingt können jedoch Sicker-, Schichten- und Stauwässer in durchlässigeren Schichten über dem gering durchlässigen Geschiebemergel auftreten.
Die erforderliche offene Wasserhaltung mit Pumpensümpfen und zuleitender Dränage wird entsprechend den hierfür vorgesehenen Einzelpositionen ausgeführt.
1.4 Bestand und Nachbarbebauung
Das zu erhaltende Bestandsgebäude ist ein Massivbau mit Mauerwerkswänden und Streifenfundamenten. Die vorhandenen Fundamente binden nach den vorliegenden Angaben ca. 1,10 m tief ein; ihre genaue Ausbildung und ihr Material sind nicht vollständig bekannt.
Der abzubrechende Anbau ist teilunterkellert; die Unterkante der Kellerwandfundamente liegt bei ca. 2,60 m unter GOK.
Bei Erdarbeiten im Einflussbereich bestehender Gründungen sind die Anforderungen der DIN 4123 zu beachten.
Die Standsicherheit der Bestandsgebäude und angrenzenden Bauteile ist während sämtlicher Erdarbeiten sicherzustellen.
2. Baugruben und Gräben
2.1 Baugrube 1 - unterkellerter Lagerbereich
Süd-, West- und Nordseite mit Verbau,
Ostseite geböscht,
Böschungsneigung max. 45°,
OK Baugrubensohle: -4,69 m = 111,01 m NHN,
Arbeitsraum: mindestens 0,75 m.
2.2 Baugrube 2 - Verbindungsbau
Herstellung nach Errichtung des Kellers des Neubaus.
West- und Ostseite geböscht,
Südseite angrenzend an Bestandsgebäude,
Nordseite angrenzend an Kellerneubau,
Böschungsneigung max. 45°,
OK Baugrubensohle: -1,40 m = 114,30 m NHN,
Arbeitsraum: mindestens 0,60 m.
Unterhalb der Gründung ist das gemäß Baugrundgutachten vorgesehene Gründungspolster aus grobkörnigen, gut verdichtbaren und scherfesten Erdbaustoffen herzustellen.
2.3 Baugrube 3 - HLS-Schacht
Herstellung nach Abbruch des Bestandsanbaus.
Nordseite geböscht,
übrige Seiten im Bereich des freigelegten bzw. teilabgebrochenen Bestandskellers,
Böschungsneigung max. 45°,
OK Baugrubensohle: -2,30 m = 113,40 m NHN,
Arbeitsraum: mindestens 0,60 m.
Zusätzlich sind Gräben für die Grundleitungen der technischen Gebäudeausrüstung herzustellen.
3. Baugrubensicherung und Böschungen
Böschungen sind entsprechend den Baugrundverhältnissen und den Anforderungen der DIN 4124 herzustellen. Die Böschungsneigung darf, soweit die Planung keine geringere Neigung fordert, 45° nicht überschreiten.
Freiliegende Böschungen sind gegen Durchfeuchtung, Abspülung, Austrocknung und sonstige schädliche Witterungseinflüsse zu schützen.
Der Verbau ist entsprechend der Verbauplanung und aufgrund des sensiblen Umfeldes erschütterungsarm herzustellen.
An der Oberkante des Verbaus ist ein Seitenschutz entsprechend der hierfür vorgesehenen Position herzustellen.
4. Aushub und Baugrubensohle
Aushubarbeiten sind so auszuführen, dass der anstehende Baugrund im Bereich der Gründungssohlen nicht unnötig aufgelockert oder aufgeweicht wird.
Die Gründungssohlen sind mit glatter, flach geführter Schneide herzustellen.
Über der endgültigen Gründungssohle ist zunächst eine Schutzschicht von ca. 10 bis 15 cm zu belassen. Diese ist erst unmittelbar vor Herstellung der nachfolgenden Gründungsschichten schonend zu entfernen.
Freigelegte Gründungssohlen sind unverzüglich vor Witterungseinflüssen zu schützen bzw. zu überbauen.
Vor Herstellung der Gründung ist eine Abnahme der Gründungssohle durch den geotechnischen Sachverständigen vorzusehen.
Zulässige Abweichung der Baugrubensohle von der Sollhöhe:
± 2 cm.
Die Aushubmassen sind entsprechend ihrer Herkunft und Bodenart getrennt auszubauen und in getrennten Haufwerken zur Deklarationsbeprobung bereitzustellen. Vorgesehen sind zunächst 3 Haufwerksbeprobungen. Weitere Beprobungen dürfen nur nach vorheriger Freigabe durch den Auftraggeber durchgeführt werden.
5. Bodenaustausch und Gründungspolster
Nicht ausreichend tragfähige Auffüllungen sind unterhalb der Gründungen entsprechend den Vorgaben des Baugrundgutachtens vollständig auszutauschen.
Der Bodenaustausch ist mit geeigneten grobkörnigen, gut verdichtbaren und scherfesten Erdbaustoffen bzw., soweit planerisch vorgesehen, mit Magerbeton auszuführen.
Ziegelrecycling ist für das Gründungspolster nicht zulässig.
Gründungspolster sind lagenweise mit einer maximalen Einbaudicke von 30 cm je Lage herzustellen und fachgerecht zu verdichten.
Auf der Oberseite des Gründungspolsters sind nachzuweisen:
Verdichtungsgrad = 100 % DPr
und
Evd = 40 MN/m²
oder
Ev2 = 80 MN/m².
Eignungs- und Gütenachweise für die vom AN gelieferten Erdbaustoffe sind vor dem Einbau vorzulegen.
6. Wiederverwendung und Zwischenlagerung von Boden
Geeignete grobkörnige Aushubmassen können nach Maßgabe des Baugrundgutachtens für geotechnisch beanspruchte Verfüllungen wiederverwendet werden, sofern sie getrennt ausgehoben, fachgerecht zwischengelagert und für den vorgesehenen Einbau geeignet sind.
Gemischt- bis feinkörnige Aushubmassen dürfen nur für hierfür geeignete, geotechnisch nicht beanspruchte Auffüllungen bzw. Geländeregulierungen verwendet werden.
Die umwelttechnische Eignung und die Anforderungen der Ersatzbaustoffverordnung sind zu beachten.
Die Möglichkeiten zur Zwischenlagerung auf dem Baufeld sind stark eingeschränkt. Für den Wiedereinbau vorgesehener Boden ist nur auf den hierfür ausgewiesenen Flächen des Baustelleneinrichtungsplanes zwischenzulagern.
7. Abfuhr und Entsorgung
Nicht für den Wiedereinbau vorgesehener Aushub ist grundsätzlich zeitnah von der Baustelle abzufahren. Eine Zwischenlagerung auf dem Baufeld ist nur sehr eingeschränkt möglich.
Abfuhr, Verwertung und Entsorgung sind entsprechend den Einzelpositionen sowie den geltenden abfall- und umweltrechtlichen Bestimmungen auszuführen.
Die erforderliche Deklaration bzw. Beprobung des Aushubmaterials richtet sich nach den hierfür vorgesehenen Positionen.
8. Verdichtung und Nachweise
Verfüllungen und Gründungspolster sind lagenweise mit für den jeweiligen Einbauort geeigneten Verdichtungsgeräten einzubauen und zu verdichten.
Die in den Einzelpositionen bzw. im Baugrundgutachten geforderten Verdichtungsgrade und Verformungsmodule sind einzuhalten und durch geeignete Prüfungen nachzuweisen.
Im Einflussbereich von Bestandsbauteilen, Verbau und empfindlichen Anlagen sind die Verdichtungsverfahren so zu wählen, dass keine schädlichen Erschütterungen oder unzulässigen Belastungen entstehen.
Ausführungsbeschreibung Erdarbeiten
02.01 Baugrube 1
02.01
Baugrube 1
02.02 Baugrube 2
02.02
Baugrube 2
02.03 Baugrube 3
02.03
Baugrube 3
02.04 Leistungen für TGA Abwasseranlagen
02.04
Leistungen für TGA Abwasseranlagen