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Leistungsverzeichnis
OZ
Beschreibung
Typ
Menge
Einheit
Einheitspreis EUR
Gesamtbetrag netto EUR
BAUBESCHREIBUNG Umbau und Sanierung eines mehrgeschossigen denkmalgeschützen Wohngebäudes (Vorderhaus=VH) und eines mehrgeschossigen Kirchengebäudes (Hinterhaus=HH) mit zusätzlichen Wohnungen (Hybrid - Kirche und Wohnen). Zwischen den Gebäuden 1. Hinterhof, nach dem HH 2. Hinterhof.
BAUBESCHREIBUNG HINTERHAUS (HH)
Das Hinterhaus steht nicht unter Denkmalschutz.
Das Hinterhaus wird durch die Gemeinde kirchlich genutzt.
Da das bestehende Gebäude nicht mehr den Ansprüchen einer zeitgemäßen kirchlichen Nutzung entspricht und einen erheblichen Sanierungsbedarf hat, wurde auch im Hinblick auf den stark reduzierten Bedarf von Sitzplätzen entschieden, die kirchliche Nutzfläche zu reduzieren. Dadurch entsteht die Möglichkeit des Einbaus von drei Wohnungen im Erdgeschoss. Die neuen, verkleinerten kirchlichen Räumlichkeiten sind in das Gebäude zu integrieren.
Das Hinterhaus ist energetisch zu sanieren. Dazu liegen auch schon genehmigte KFW-Förderanträge vor, die in der Abrechnung der Gewerke besonders zu berücksichtigen sind.
Alle nicht statischen Einbauten werden abgebrochen. Statische Veränderungen betreffen tragende Wände im EG und 1. OG. Die Deckenkonstruktion des Zwischengeschosses wird vollständig erneuert als Stahl-Holzkonstruktion. Die vorhandenen Holzbalkendecken werden vollständig freigelegt, holzschutztechnisch geprüft und geometrisch angepasst. Ertüchtigung der Decken an aktuelle Schallschutz- und Brandschutzanforderungen. Erhalt des Treppenhauses ins 1. Obergeschoß, Neubau eines Treppenhauses in das Zwischengeschoß und das Dachgeschoß. Neubau eines Aufzuges. Die Mieteinheiten im HH sollen mit Fussbodenheizung, die kirchlichen Räume mit statischen Heizkörpern ausgestattet werden. Die Wärmeversorgung erfolgt über den bestehenden Nahwärmeanschluss ins Vorderhaus.
Die Fassade erhält einen Wärmedämmputz. Die Fensteröffnungen in den beiden Obergeschossen werden der neuen Raumstruktur angepasst. Die Fassadenöffnungen im Erdgeschoss bleiben im Bereich der Wohnungen erhalten, es werden Türausschnitte für Wohnungs- und Terrassenzugänge hergestellt. Die Dachdeckung wird vollständig unter Erhalt des Dachstuhles erneuert.
BAUBESCHREIBUNG VORDERHAUS (VH)
Das Vorderhaus steht unter Denkmalschutz.
Die aktuell im Vorderhaus untergebrachten Räume kirchlicher Nutzung sollen im Hinterhaus integriert werden. Das Erdgeschoss mit ehemaligen kirchlichen Nebenräumen wird zu einer größeren Wohnung zur Vermietung als studentische Apartements umgebaut.
In den Wohnungen in den oberen Geschossen sollen Sanierungen und Modernisierungen an den Leitungen von HLSE sowie den sanitären Anlagen erfolgen um einen zeitgemäßen Standard, insbesondere im Hinblick auf den Brandschutz, zu erhalten. Die zum Hinterhof ausgerichteten Wohnungen im EG-2.OG sollen einen Balkon / Terasse erhalten.
Die Wohnungen im Dachgeschoss sind energetisch zu modernisieren. Die Dacheindeckung und die Fenster werden erneuert.
Die elektrische Anlage, die Heizungsanlage und die Sanitäranlage bleiben im wesentlichen erhalten.
Das Vorderhaus ist bewohnt. Für die Umbauarbeiten im Erdgeschoß und Dachgeschoß werden die Wohnungen freigezogen, alle weiteren Baumaßnahmen finden im bewohnten Zustand statt.
AUSSENANLAGEN
Die Gestaltung der Außenräume soll den kirchlichen wie auch wohnwirtschaftlichen Ansprüchen gerecht werden.
Im Hinterhof sollen die vorhandenen Garagen abgebrochen werden und ein Eingangsfoyer, ein überdachter Müllplatz und ein überdachter Fahrradabstellplatz entstehen. Für die Mieter soll der Zugang zu den Wohnungen wie auch die Restfläche im rückwärtigen Bereich als Aufenthaltsfläche mit Aufenthaltsqualität zur Verfügung gestellt werden. Des Weiteren soll die Fläche dem Anspruch einer kirchlichen Nutzung (z.B. für Gemeindefeste) entsprechen.
Im zweiten Hinterhof sind die vorhandene Garage und die 2 Treppenhäuser abzubrechen. Es sind Terrassen für die Mieter im Erdgeschoss des Hinterhauses zu schaffen. Die mieterunabhängige Zugänglichkeit zum zweiten Hinterhof ist sicherzustellen.
STÄDTEBAULICHE SITUATION
Das Grundstück, das ausschließlich von der Böhmischen Strasse aus erschlossen wird, ist mit einer Blockbebauung mit Vorder(IV+DG)-sowie Hinterhaus(III+D) bebaut. Das Hinterhaus ist durch eine Durchfahrt im Vorderhaus erschlossen. Im Osten wie im Westen schließt sich an das Vorderhaus eine homogene Blockrandbebauung an. An das Hinterhaus schließen sich beidseitig Nebengelasse der Nachbargrundstücke sowie Wohnbebauung an.
WICHTIGE PARAMETER DER GEBÄUDE
Bau-Null HH: +115,18 m über NHN = OK FFB EG
Bau-Null VH: +114,57 m über NHN = OK FFB EG
Bestandsgebäude HH L x B: ca. 28,3 m x 15,5 m
Bestandsgebäude VH L x B: ca. 26,8 m x 13,5 m
Gebäudehöhe über Gelände HH: ca. 15 m
Gebäudehöhe über Gelände VH: ca. 17,4 m
Geschossanzahl (über Gelände) HH: 4
Geschossanzahl (über Gelände) VH: 5
1. Innenhof L x B ca. 26 m x 14,5 m
2. Innenhof L X B ca. 27 m x 8,4 m
BAUBESCHREIBUNG
Allgemeine Vorbemerkungen und Kalkulationsgrundlagen zur Leistungsbeschreibung Allgemeine Vorbemerkungen und Kalkulationsgrundlagen zur Leistungsbeschreibung
NAK Böhmische Straße 37, 01099 Dresden
Folgende Leistungen sind in die Einheitspreise einzukalkulieren und werden nicht gesondert vergütet:
Planunterlagen
Es sind nur vom Auftraggeber freigegebene Pläne für die Bauausführung zu benutzen.
Zum Bauanlauf erfolgt einmalig und in einfacher Ausfertigung die Übergabe der freigegebenen Pläne als Papierexemplar, danach erfolgt die Aktualisierung der Pläne über die Plattform des AG. Es ist die vom Auftraggeber vorgegebene Datenplattform zu verwenden.
Der Auftragnehmer ist verpflichtet, weitere Pläne eigenverantwortlich über die Plattform einzuholen, zu verwenden, zu vervielfältigen, zu plotten / drucken bzw. Unterlagen zu übergeben. Die Kommunikation zu geänderten Plänen erfolgt jeweils per Mail bzw. über das Bauprotokoll. Die Zugangsberechtigung zur Plattform erfolgt durch den AG und ist von diesem abzufragen.
Angaben zur Baustelle
Alle Arbeiten erfolgen abschnittweise, zeitversetzt und ggf. mit längeren Unterbrechungen.
Für die Umbauarbeiten im Erdgeschoß und Dachgeschoß des Vorderhauses werden die Wohnungen freigezogen, alle weiteren Baumaßnahmen im Vorderhaus finden im bewohnten Zustand statt.
Das Hinterhaus wird mietfrei übergeben.
Der Bieter wird aufgefordert, sich vor Angebotsabgabe vor Ort ein Bild von der räumlichen Situation und Gebäudegeometrie zu machen.
Baustellenzufahrt
Das Grundstück ist ausschließlich von der Böhmischen Strasse aus erschlossen. Das Hinterhaus ist durch eine Durchfahrt im Vorderhaus erschlossen.
Die örtlichen Verhältnisse für Baustelleneinrichtung und Baubetrieb sind beengt. Zufahrt vom Straßenbereich Böhmische Straße über Tordurchfahrt im Vorderhaus, Transport nur mit kleinen bis mittelgroßen Fahrzeugen möglich, bei
max. Zufahrtbreite ca. 2,50 m,
max. Durchfahrthöhe ca. 3,0 m,
Kurvenradius begrenzt,
max. Gesamtgewicht in der Tordurchfahrt 7,5 t (Ladung + Eigengewicht Fahrzeug)
Baustellenlogistik und Organisation
Die Aufstellung eines Baukranes ist sowohl auf der Böhmischen Straße als auch in den Hinterhöfen nicht möglich. Die Aufstellung von Materialcontainern im 1. Hinterhof ist bedingt möglich und wird durch die Durchfahrt im VH bestimmt. Die Aufstellung von Materialcontainern im 2. Hinterhof ist nicht möglich. Der 2. Hinterhof ist aussschließlich durch das HH mit handgeführten Geräten und Kleinstmaschinen (Schubkarre, BOBCAT u.ä.) während der Rohbauphase erreichbar. Im Ausbaustadium ausschließlich mit Schubkarre durch einflüglige Türen.
Parkmöglichkeiten auf der Böhmischen Straße sind nicht vorhanden.
Parken von Kraftfahrzeugen in den Innenhöfen, bei denen es sich nicht um Anlieferungen oder Abtransporte (Baustellenfahrzeuge) handelt, ist untersagt und nur auf öffentlichen Flächen möglich. Parkgebühren trägt der Auftragnehmer.
Sanitäreinrichtungen stellt der AG im VH in einer Leerwohnung zur Verfügung.
Im 1. Hinterhof besteht der Verdacht einer denkmalgeschützen Brunneneinfassung. Dies ist bei Abbruch-, Erd- und Entwässerungskanalarbeiten sowie bei Arbeiten an Freianlagen zu beachten.
Bei Verdachtsfällen ist die Bauüberwachung / AG unverzüglich zu informieren und die Arbeiten sind vorübergehend einzustellen.
Es können keine Lagerflächen für zentrale Anlieferungen (einmalige Lieferung von Material für die gesamte Bauzeit) bereitgestellt werden. Die Materialverfügbarkeit ist daher "just in time" zu planen. Beide Innenhöfe können als Lagerflächen genutzt werden. Im 1. Innenhof sind Flächen für die Mieter des VH freizuhalten.
Zu beachten sind weiterhin:
- Baustellenabsperrungen sind nur für die Anlieferung zu öffnen und
eigenständig wieder zu schließen
- Baustellenabsperrungen sind ständig geschlossen zu halten.
- Materialien sind nur im Baufeld zu lagern
- Freihalten von Flucht- und Rettungswegen
Hebezeuge werden seitens des AG nicht gestellt und sind, wenn diese für die Erbringung der Leistung nötig sind, durch den AN zu stellen.
Der Auftragnehmer hat unmittelbar nach Vergabe einen Fachbauleiter schriftlich zu benennen, der alle Leistungen des Auftragnehmers für dieses Projekt vertritt.
Die Arbeiten erfolgen parallel zu Leistungen anderer Gewerke. Zwischen den Gewerken ist eine Abstimmung zu Schnittstellen und Kreuzungspunkten erforderlich. Der Auftragnehmer ist zur selbständigen Koordinierung der Baumaßnahme verpflichtet. Der Auftragnehmer ist verpflichtet, an Koordinierungsgesprächen teilzunehmen und die Schnittstellen zu
anderen Gewerke anzugeben.
Staub-, Lärm- und Umweltschutz
Die Baustelle befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu genutzten Gebäuden. Die Lärmbelästigung der Anwohner und Mieter ist auf ein Minimum zu beschränken.
Staubemissionen sind durch geeignete Maßnahmen zu unterbinden (Absaugung, Schutzplanen).
Verunreinigungen sind sofort durch den Verursacher zu entfernen. Erfolgt dies spätestens nach Aufforderung durch die Bauleitung nicht, wird dies zu Lasten des Verursachers entfernt.
Verlegen von Wasserschläuchen und Lagern von gefüllten Flüssigkeitsbehältern im Gebäude ist untersagt.
Das Rauchen in Gebäuden ist untersagt.
Schweißerlaubnisse sind für alle Schweiß- und Lötarbeiten, sowie Heißarbeiten wie Flexen usw. beim AG (über die AG-Bauleitung) eine Woche vor Beginn der Schweißarbeiten einzuholen.
Das Einleiten von Flüssigkeiten und -materialien jeglicher Art in Straßenabläufe, Kanäle, Grundleitungen, Schächte etc. ist strengstens untersagt.
Arbeiten mit erhöhter Lärmbelästigung:
Die örtl. Bauüberwachung kann im Einzelfall die Ausführungszeiten besonders lärmintensiver Arbeiten beschränken. Einschränkungen um bis zu 50 % der laut Arbeitszeitfestlegung des AG vorgesehenen Arbeitszeit müssen durch den AN hingenommen und bei der Terminplanung und Arbeitsvorbereitung berücksichtigt werden. Das Einhausen von Maschinen und Geräten zur Lärmminimierung ist durch den AN einzukalkulieren. Ansprüche auf Mehraufwendungen, Bauzeitverlängerung oder Baubehinderung können daraus nicht begründet werden. Diese Anordnungen werden in der Bauberatung bekannt gegeben.
Baubesprechungen
Baubesprechungen finden einmal wöchentlich auf der Baustelle statt.
Der Auftragnehmer ist nach Aufforderung durch den AG verpflichtet, je nach Bedarf des AG an diesem Gespräch mit dem benannten verantwortlichen Fachbauleiter teilzunehmen.
Während der Ausführung auf der Baustelle ist der AN verpflichtet, mindestens einen kompetenten Vertreter zur Baubesprechung zu entsenden.
Bauausführung / Termin
Der Auftragnehmer hat sofort, jedoch spätestens 2 Wochen nach Auftragserteilung, einen Feinterminplan mit Kapazitätsuntersetzung, auf Grundlage eines Generalterminplanes und unter Beachtung der Vertragsfristen zu erbringen.
Der AN hat diesen Feinterminplan koordinierend mit dem AG und der örtlichen Bauleitung unter Einhaltung der Vertragstermine zu erstellen und fortzuschreiben. Dieser abgestimmte Feinterminplan wird Vertragsterminplan.
Werk- und Montagepläne sind in dreifacher Ausfertigung 2 Wochen im Voraus in Papierform einzureichen.
Von jedem AN ist ein Bautagebuch zu führen und der Bauleitung wöchentlich zur Unterschrift zu übergeben.
Der vom AN erstellte Arbeits- und Sicherheitsplan ist einzuhalten; Arbeitsschutzbelehrungen sind eigenständig durchzuführen und zu dokumentieren.
Normen Vorschriften Toleranzen
Alle einschlägigen Normen und Vorschriften sind einzuhalten.
Darüber hinaus gelten alle zutreffenden Merkblätter und Richtlinien in der zur Zeit der Angebotserstellung gültigen Fassung.
Alle Maße sind vor Baubeginn örtlich aufzunehmen und vor Ausführung zu prüfen.
Die vom AN angebotenen Produkte und Ausrüstungen sind vom AN auf einer Fabrikatsliste zusammenzustellen und dem Planer / Architekt zur Freigabe vorzulegen. Für alle Produkte und Ausrüstungen, auch die in der Ausschreibung nicht explizit benannt wurden oder für die von der Ausschreibung abweichenden Produkte, sind die technischen Produktdatenblätter bzw. Herstellerdokumentationen mit dem Nachweis der Gleichwertigkeit beizufügen. Für eingebaute Produkte ohne Freigabe bzw. die nicht den Anforderungen der Planung / Ausschreibung genügen, kann die Bauüberwachung den Ausbau bzw. Demontage fordern auf Kosten des AN.
Hinweise zur Abrechnung
Die Baumaßnahmen werden aus unterschiedlichen Fördermitteln mitfinanziert. Daher ist es erforderlich, geförderte Leistungen separat abzurechnen. Die Zuordnung der Leistungen erfolgt unabhängig durch ein beauftragtes Büro.
Dessen Prüfhinweise sind zu beachten und einzuarbeiten. Diese Aufwendungen in den Aufmasserstellungen und Rechnungslegungen sind einzukalkulieren und werden nicht gesondert vergütet.
Bauleistungsversicherung, Baustrom, Bauwasser, Baureinigung
Der Auftraggeber beabsichtigt, eine Bauleistungsversicherung abzuschließen. Die vom Auftraggeber abgeschlossene Bauleistungsversicherung deckt die vom Auftragnehmer zu erbringenden Leistungen mit ab. Als Selbstbeteiligung des AN an jedem Schaden werden 10 %, mindestens jedoch ein Betrag von 500,00 € vereinbart.
An den Kosten für Baustrom und Bauwasser beteiligt sich der AN mit 0,0 % der Netto-Abrechnungssumme.
Der AN hat die Baureinigung, wozu auch die Beseitigung des von ihm verursachten Bauschutts zu zählen ist, selbsttätig vorzunehmen. Kommt der AN mit dieser Verpflichtung in Verzug, so kann der AG diese Aufgabe übernehmen. Dadurch entstehende Kosten sind vom AN zu tragen.
Sollte eine Kostenaufschlüsselung nicht möglich sein, erfolgt die Aufschlüsselung im Verhältnis der Nettoabrechnungssumme zur gesamten Nettobausumme des AG. Dem AN steht es frei, nachzuweisen, dass der auf ihn entfallende und umzulegende Kostenanteil geringer ist.
Allgemeine Vorbemerkungen und Kalkulationsgrundlagen zur Leistungsbeschreibung
Anlagenbeschreibung Sanitär
3.1.1.1 Allgemeines
Die sanitärtechnischen Anlagen werden nach DIN 1988 (Trinkwasser) sowie DIN EN 12056, DIN 1986-100 und DIN EN 752 (Abwasser) errichtet. Dabei sind die Anschlussbedingungen der Sachsen-Energie (Trinkwasser) und der Stadtentwässerung Dresden (Abwasser) zu erfüllen.
3.1.2 Abwasseranlagen
Die Regenentwässerung erfolgt über harte Bedachungen des Hinterhauses, Vorderhauses, Müllstellplatzes und Windfangs. Die Ableitung vom Hinterhaus erfolgt über Dachrinnen und außenliegende Fallrohre als Freispiegelentwässerung in neu installierte erdverlegte Regenwassersammelleitungen im Hinterhof. Im Vorderhaus werden bestehende Fallleitungen an neue erdverlegte Sammelleitungen im Innenhof angeschlossen. Die straßenseitigen Fallleitungen bleiben im Bestand am städtischen Mischwasserkanal angeschlossen. Freianlagen, Müllstellplatzdach und Windfangdach werden ebenfalls an die neuen Sammelleitungen angeschlossen. Der Treppeneingang zum Kellergeschoss wird versickert. Die Regenwassersammelleitungen verlaufen im Trennsystem bis zur Gebäudeinnenwand des Vorderhauses und werden dann in den bestehenden Mischwasseranschluss eingeleitet.
Die Schmutzwasserentsorgung erfolgt über den Mischwasserkanal der Stadtentwässerung Dresden in der Böhmischen Straße. Das Gebäude entwässert nach DIN EN 12056 und DIN 1986-100 im Trennsystem bis zur Außenwand. Revisionsöffnungen dienen als Übergabestellen zum städtischen Netz. Schmutzwasser oberhalb der Rückstauebene (114,15 m ü. NN, definiert durch den nächstgelegenen Kanaldeckel) wird über erdverlegte Grundleitungen im Freispiegelgefälle ins öffentliche Netz geleitet. Entwässerungsgegenstände unterhalb der Rückstauebene im Untergeschoss werden über Abwasserhebeanlagen rückstaufrei entsorgt. Das Abwasser wird in Sammelleitungen in der Bodenplatte geführt, über die Hebeanlage gepumpt und dann im Freispiegelgefälle abgeführt.
Als Material kommen im Gebäude und außerhalb erdverlegt sowie in der Bodenplatte PVC-U-Rohre für Grund- und Sammelleitungen zum Einsatz. Frei verlegte Fall-, Sammel- und Anschlussleitungen bestehen aus PP-Rohren. Alle Entwässerungsleitungen werden isoliert. Frostgefährdete Leitungen erhalten zusätzlich eine Rohrbegleitheizung.
3.1.3 Wasseranlagen
Die Trinkwasserversorgung erfolgt aus dem städtischen Netz der Sachsen-Energie über den bestehenden Anschluss im Vorderhaus-Kellergeschoss (Anschlussleitung 63 x 5,8 PE). Der Versorgungsdruck beträgt maximal 5,1 bar, mittlerer 4,8 bar und minimal 4,6 bar (bei 114,20 m ü. NN). Der Spitzenvolumenstrom beträgt ca. 1,13 l/s bei einer höchsten Zapfstelle 10 m über der Versorgungsleitung und einem Mindestfließdruck von 1000 mbar. Die Verteilung erfolgt zu den Wohnungsstationen und Verbrauchern im Hinterhaus unter Beachtung der Trinkwasserverordnung und mit Dämmung nach GEG. Es werden neue Wasserzähler installiert: ein Kaltwasserzähler im Vorderhaus (Bestand), je ein Kaltwasserzähler pro Wohnung im Hinterhaus in den Wohnungsstationen, ein Kaltwasserzähler im Kirchenbereich sowie je ein Kalt- und Warmwasserzähler pro Wohnung im Vorderhaus (Bestand).
Die Warmwasserbereitung erfolgt dezentral über Wohnungsstationen (Frischwasserstationen) in den Wohnungen des Hinterhauses und über Elektro-Durchlauferhitzer im Kirchenbereich. Die WC-Bereiche der Kirche erhalten nur Kaltwasser, das Beh.-WC einen Elektro-Durchlauferhitzer.
Zur Gewährleistung der Wasserhygiene wurden folgende Maßnahmen getroffen: optimierte Rohrnetzauslegung nach DIN 1988-300 mit druckverlustarmen Armaturen, durchgeschleifte Stockwerksleitungen mit endständiger Hauptverbraucheranbindung, Hygienespülungen im Kirchenbereich, Dämmung zur Vermeidung von Erwärmung/Auskühlung, dezentrale Warmwasserbereitung, Einhaltung des maximalen Rohrinhalts von unter 3 l (sonst Zirkulation), Sicherung von Nicht-Trinkwasseranlagen nach DIN EN 1717 sowie protokollierte Nutzereinweisung.
Als Material kommen Edelstahl-Pressfittingsysteme (DVGW-zugelassen) für Kalt- und Warmwasserleitungen sowie Rotguss-Armaturen (DVGW-zugelassen) zum Einsatz. Entnahmearmaturen und Sanitärgegenstände werden nach Bemusterung gewählt. Die Rohrsysteme werden nach DIN 1988 und GEG gedämmt.
Heizung
3.2.1.1 Allgemeines
Die Anlagenkonzeption wurde auf Grundlage aktueller Gesetze, Verordnungen, Normen und Richtlinien erstellt. Berücksichtigt wurden insbesondere: Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Leitungsanlagen, DIN 4102, VDI 2050, VDI 3819, DIN/TS EN 12831-1, DIN EN 12828, Arbeitsstätten-Verordnung sowie der Leitfaden Haustechnik der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland.
3.2.2 Wärmeerzeugungsanlagen
Die Wärmeerzeugungsanlage wird nach DIN/TS EN 12831 für das Hinterhaus ohne Reserven dimensioniert. Bei Norm-Außentemperatur von -14°C ist die Heizlast im Dauerbetrieb gesichert. Der Kirchenbereich wird außerhalb der Nutzungszeit auf mindestens 15°C abgesenkt; die Wiederaufheizung erfolgt mit 1,5 bis 2 K/h aufgrund der schweren Bauweise.
Die Gesamt-Heizlast beträgt 130 kW und setzt sich zusammen aus: Vorderhaus 89,83 kW (verfügbar 50 kW), Hinterhaus 32,3 kW, Warmwasserbereitung Hinterhaus 45,6 kW (Vorrangschaltung), RLT-Geräte elektrisch sowie Reserve/Verluste 2,1 kW. Der bestehende Fernwärmeanschluss (Temperaturen 80/60°C) im Vorderhaus-Keller stellt 80 kW für das Hinterhaus (ursprünglich 93 kW) und 50 kW für das Vorderhaus zur Verfügung. Obwohl die errechnete Heizlast des Vorderhauses (89,83 kW) die verfügbare Leistung (50 kW) übersteigt, wird diese aufgrund stichprobenartiger Nutzerbefragungen ohne Beschwerden als ausreichend angesehen.
Der vorhandene Fernwärmeanschluss wird weitergenutzt. Die Fernwärmeübergabestation im Vorderhaus-Untergeschoss dient als zentrale Schnittstelle. Eine neue erdverlegte Fernwärmeleitung versorgt das Hinterhaus-Kellergeschoss, wo ein neuer Heizungsverteiler sowie ein Pufferspeicher für Spitzenlasten der Trinkwarmwasserbereitung installiert werden.
Die Druckhaltung erfolgt gemäß DIN EN 12828 über ein Membranausdehnungsgefäß. Die automatische Wassernachspeisung verwendet nach VDI 2035 entsalztes Wasser aus dem Trinkwassernetz mit separatem Zähler. Die Erstbefüllung erfolgt mit aufbereitetem Wasser.
3.2.3 Wärmeverteilnetze
Für das Hinterhaus sind zwei getrennte Wärmeverteilnetze (zwei statische, ein Reserve) als geschlossene Pumpenwarmwasserheizung im Zweirohrsystem vorgesehen. Drehzahlgeregelte Rohreinbaupumpen übernehmen die Umwälzung. Die Verteilung erfolgt über Trassen im Untergeschoss zu Schächten/Steigpunkten. Druckverlustarme Armaturen (Einklemm-Absperrklappen, Kugelhähne), Messeinrichtungen für Temperatur/Druck, Entlüftungs-/Entleerungs-/Absperrvorrichtungen sowie überwachte Schmutzfänger mit Differenzdruckmanometern werden eingesetzt.
Neue Wärmemengenzähler erfassen den Verbrauch: je ein Zähler pro Wohnung im Hinterhaus (in den Wohnungsstationen), je ein Zähler für Kirchenbereich-Heizung und Lüftung (Kirchenbereich + Keller) am Heizkreisverteiler. Im Vorderhaus erfolgt die Erfassung am Heizkörper. Der Heizkreisverteiler (Kompakt-Verteiler) im Hinterhaus versorgt statische Raumheizung, Fußbodenheizung, Trinkwarmwasserbereitung, Kirchenbereich und RLT-Anlagen über Beimischschaltung. Drei Heizkreise sind vorgesehen: statische Heizung (70/45°C), Wohnungsstationen (70/30°C) und Reserve.
Materialeinsatz: In der Heizungszentrale mittelschwere schwarze Gewinderohre bis DN 40 bzw. nahtlose schwarze Stahlrohre ab DN 50 mit Mineralwolldämmung, Blechummantelung und 100 % GEG-Dämmstärke; Kellerverteilleitungen/Steigleitungen in Schächten analog mit Kunststoffummantelung; Fußbodenverlegung mit Mehrschichtverbundrohr und Kompakt-Dämmhülsen (50 bzw. 100 % GEG); Fußbodenheizung mit Kunststoffrohr ohne Dämmung. Entlüftung erfolgt über Heizkörper (Hochpunkte) und Steiger-Endpunkte.
3.2.4 Raumheizflächen
Die Hinterhaus-Wohnungen erhalten Fußbodenheizungssysteme als Nasssystem mit Aufenthalts- (AZ) und Randzonen (RZ, ca. 1 m vor Außenfassade). Vor-/Rücklauftemperaturen betragen maximal 40/30°C. PE-Xa-Fußbodenheizrohr wird schneckenförmig auf Noppenplattensystem verlegt, mit Mindestestrichüberdeckung 45 mm. Die vollständige Lieferung umfasst Unterputz-Verteilerkasten, Verteiler, Stellantriebe, E-Klemmleisten, Raumtemperaturregler, Noppenplatten, Rohrverschraubungen, Randdämmstreifen, Folien, Schutzrohre, Dehnfugenprofile, Estrichzusatzmittel etc. Einzelraumregelung erfolgt über stetige Stellantriebe (0-10 V stromlos geschlossen) und Raumtemperaturregler (0,5 K Regeldifferenz). Wohnungsbäder erhalten zusätzlich Elektro-Badheizkörper für ganzjährige Nutzung.
Kirchenbereich/Allgemeinbereiche im Hinterhaus und WG-Räume im Vorderhaus erhalten fertiglackierte Platten-Profil-Heizkörper, in Bad-/Duschräumen verzinkt, in Fluren/Treppenhäusern als Heizwände. Alle Heizkörper werden bevorzugt unterhalb der Fenster installiert, mit voreinstellbaren Einbau-Ventilunterteilen, Rücklaufverschraubungen und gasgefüllten Thermostatköpfen ohne Nullabstellung.
Im Vorderhaus wird ein vollständiger hydraulischer Abgleich nach anerkannten Regelwerken durchgeführt, berücksichtigend tatsächliche Heizlasten und Netzstruktur. Bestandsheizkörper erhalten druckunabhängige Thermostatventile zur präzisen, druckschwankungsunabhängigen Volumenstromregelung mit individueller Voreinstellung je Heizkörper.
Anlagenbeschreibung
Kalkulationshinweise Zur Kalkulation und Beschreibung nachfolgender Positionen sind die Erläuterungen in der Anlagenbeschreibung unbedingt zu berücksichtigen.
Die Sanitäranlage bzw. Wärmeversorgungsanlage muss allen gültigen Vorschriften und Richtlinien entsprechen.
Alle im Folgenden beschriebenen Leistungen umfassen auch die Lieferung der dazugehörigen Stoffe und Bauteile einschließlich abladen und lagern auf der Baustelle und betriebsfertig montieren und die Inbetriebnahme, wenn in der Leistungsbeschreibung nichts anderes vorgeschrieben ist.
Die Standardhöhe für Installation beträgt, soweit nicht separat ausgewiesen, bis zu 3,5 m.
Nach Abschluss der Arbeiten ist die Arbeitsfläche sorgfältig zu reinigen (ist in die Einheitspreise einzukalkulieren).
Eine Feinreinigung erfolgt separat.
Kalkulationshinweise
1 Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen
1
Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen
1.01 Demontage / Interimsmaßnahmen
1.01
Demontage / Interimsmaßnahmen
1.02 Schmutzwasser
1.02
Schmutzwasser
1.03 Trinkwasser / Kalt
1.03
Trinkwasser / Kalt
1.04 Trinkwasser / Warm
1.04
Trinkwasser / Warm
1.05 Sanitärobjekte und Zubehör
1.05
Sanitärobjekte und Zubehör
1.06 Ausstattungsgegenstände und Zubehör
1.06
Ausstattungsgegenstände und Zubehör
1.07 Konstruktion-Dienstleistungen
1.07
Konstruktion-Dienstleistungen
2 Wärmeversorgungsanlagen
2
Wärmeversorgungsanlagen
2.01 Demontage / Interimsmaßnahmen
2.01
Demontage / Interimsmaßnahmen
2.02 Wärmeerzeugung
2.02
Wärmeerzeugung
2.03 Wärmeverteilnetz
2.03
Wärmeverteilnetz
2.04 Raum-/Flächenheizung
2.04
Raum-/Flächenheizung
2.05 Konstruktion-Dienstleistungen
2.05
Konstruktion-Dienstleistungen
3 Gebäudeautomation
3
Gebäudeautomation
3.__.__.__.010 FLB Gebäudeautomation Beschreibung
Die Neuapostolische Kirche ist Eigentümer des Gebäudekomplexes Böhmische Straße 37 in der inneren Neustadt Dresdens. Im Bestand wird das Vorderhaus im Erdgeschoss für Gemeindezwecke genutzt. In den oberen Etagen sind Mietwohnungen vorhanden. Das Hinterhaus wird vollständig als Kirchengebäude
genutzt. Der Eigentümer plant nun, die zwei Gebäude umzunutzen und energetisch zu
sanieren. Im Hinterhaus werden Mietwohnungen hergestellt, der Kirchenbereich wird optimiert
und eine Aufzugsanlage installiert.
Im denkmalgeschützten Vorderhaus sind nur wenige energetische Maßnahmen geplant sowie die Umnutzung der Kirchen-Gemeinschaftsfläche in eine Wohngemeinschaft als Mietwohnung.
In den beschriebenen Maßnahmen sind unter Berücksichtigung der vorgenannten
Themen folgende Bereiche berücksichtigt.
- Hinterhaus vollständig
- Innenhof
- Vorderhaus Kellerbereiche (Verkehrswege), Technikräume, Zählerverteilung
(teilweise) inkl. Zuleitung in die WG-Wohnungen sowie die Sprechanlage,
vereinzelte Badezimmer in den Wohnungen und die neuen Balkone
Im Kellergeschoss des Hinterhaus erfolgt der Aufbau eines neuen Informationsschwerpunktes in Folge der Installation einer neuen Heizungsanlage. Der detaillierte Funktionsumfang wird im folgenden Abschnitt erläutert.
KGR 481 - AUTOMATIONSSYSTEME
Neue Automationseinheit Informationsschwerpunkt (ISP) Hinterhaus
Für die neue Heizungsanlage wird ein ISP neu errichtet. Dieser ISP wird mit DDC-Technik ausgerüstet. Die autarker Steuerung der Wohnstation werden zusätzlich überwacht. Folgende Anlagen werden durch den ISP Mess-Steuer-Reglungstechnik versorgt:
Anlagenbezeichnung
Anlagenadresse
=ISP01 Schaltschrankmeldungen ISP HH
=SAHB01 FGM SW-Hebeanlage
=TKA_WE01 Überwachung Wohnstation LA
WE01
=TKA_WE02 Überwachung Wohnstation LA
WE02
=TKA_WE03 Überwachung Wohnstation LA
WE03
=TLB001 Überwachung RLT Kirche
=TWS_WE01 Überwachung Wohnstation
TWK/HZ WE01 + TWZ + WMZ
=TWS_WE02 Überwachung Wohnstation
TWK/HZ WE02 + TWZ + WMZ
=TWS_WE03 Überwachung Wohnstation
TWK/HZ WE03 + TWZ + WMZ
=WA_HH_HE01 Erzeugung Wärme Puffer
=WA_HH_HK02 Verteilerabgang Wärme - stat.
HH
=WA_HH_HK021 Wärme - stat. HH Kirchensaal
=WA_HH_HK03 Verteilerabgang Wärme -
Wohnung HH
Folgende Funktionen sind abzubilden:
BETRIEBSARTEN
Prioritätenreihenfolge der Betriebsartenwahl (fallend):
· Handbedienung vor Ort mit Funktion der Automationsstation (Bedientableau Schaltschrank)
· Zeitschaltprogramm, wobei Anlage im Automatikbetrieb
· Automatikbetrieb
Im Interesse einer größtmöglichen Verfügbarkeit der Anlagen sind alle Regel- und Steuerfunktionen der AS im Automatikbetrieb beizubehalten, wenn ein Aggregat auf Hand oder örtlich geschaltet wird. Bei Abschaltung eines Aggregates vor Ort, muss die aktive Automatik im Einzelfall eine automatische Umschaltung auf Reserveeinheiten durchführen, der Aggregate- und Anlagenschutz muss dabei aktiv bleiben.
AUTOMATIK BETRIEB
Die Anlagen werden von der AS automatisch, zeit- oder ereignisabhängig, ein- und ausgeschaltet. Es gelten die Regeln der nachfolgenden Einheitsfunktionen sowie die jeweiligen Anlagenbeschreibungen. Alle Regelkreise, Sicherheits- und Verriegelungsfunktionen werden immer aktiv gehalten.
ZEITSCHALTPROGRAMM
Anlage muss im Automatikbetrieb sein, siehe auch vorherige Beschreibung "Automatik Betrieb". Die Anlage wird von der AS über ein tägliches, wöchentliches und ggf. monatliches Zeitschaltprogramm nach Nutzervorgabe übergeordnet ein- und ausgeschaltet.
HANDBEDIENUNG
· Manueller Betrieb über Laptop vor Ort am Schaltschrank (Fernbetrieb)
· Manueller Betrieb über Bedienebene vor Ort im Schaltschrank
Manueller Betrieb ist nur möglich, solange die entsprechende Automationsstation funktionsfähig ist. Zeitabhängige Anlagenschaltungen können dabei von Hand übersteuert werden. Jede Anlage wird über einen Anlagenschaltpunkt aus-/eingeschaltet. Über diesen Anlagenschaltpunkt greifen übergeordnete Programme auf jede einzelne Anlage zu (unter anderem Zeitschaltprogramme, Optimierungsprogramme).
Anlagen die zeitabhängig abgeschaltet sind, können über den Anlagenschaltpunkt eingeschaltet werden. Die manuelle Steuerung des Anlagenschaltpunkts ist gleichberechtigt mit der automatischen Steuerung, das heißt solange das Zeitprogramm aktiv ist, wird die Steuerung gemäß Zeitzyklus beibehalten.
Vorhandene Sicherheits- und Verriegelungsfunktionen sind aktiv zu halten.
Jede Anlage kann über einen Anlagenschaltpunkt ein- und ausgeschaltet werden, der über die Handbedienungsmöglichkeiten bedient werden kann. Schaltstufen des Anlagenschaltpunkts je nach Anlage:
· Aus (nur Sicherheitsfunktionen aktiv, wie z. B. Frostschutz)
· Hand (Anlage Ein)
· Auto (AS Funktionen automatisch)
· Wartung
SICHERHEIT
Sicherheitsfunktionen sind sowohl hardwaremäßig als auch softwaremäßig verknüpft. Dadurch wird zum einen eine gewisse Redundanz verwirklicht und zum anderen eine Störunterdrückung vereinfacht.
DRAHTBRUCH
Sicherheitsverriegelungen (hardwareseitig) und Störmeldungen werden im Hinblick auf hochohmige Schleife nach dem Ruhestromprinzip verdrahtet, das heißt in der AS ist dann Status "1" OK (Überwachungsschleife geschlossen) bzw. keine Störung und Status "0" (Überwachungsschleife unterbrochen) Störung.
NETZWIEDERKEHR
Ablauf bei Netzausfall:
· Netz fällt aus, alle Anlagen AUS, AS weiter über USV-gepuffertes Netzteil versorgt
· Steuerspannungsrelais fällt aus Selbsthaltung.
Ablauf bei Netzwiederkehr:
· Systemstart (BOOT) AS
· Kommunikationsaufbau AS-Bussystem
· Automatische Quittierung aller nicht statisch anstehender Störungen nach dem Booten der AS und Netzwiederkehr in den Leistungsschaltschränken der entsprechenden Anlagen.
· Steuerspannungsfreigabe wird nicht geschaltet.
· Automatisches Wiedereinschalten aller Anlagen über Anlagenschaltpunkt in der AS, wobei der letzte gespeicherte Schaltzustand wiederhergestellt wird.
· Die elektrischen Verbraucher werden automatisch über die Software, stufenweise, unter Beachtung der elektrischen Last, in geordneter Reihenfolge, wieder eingeschaltet
· Der aktuelle Status aller Schalt-, Stellbefehle, Sollwerte, Handeingriffe etc. bleiben in der AS gespeichert und werden wieder aktiviert.
STROMVERSORGUNG (NN/AV-NETZ)
Die Anlagen der Technischen Gebäudeausrüstung werden in der Regel über das Normalnetz
(NN/AV-Netz) versorgt.
REPARATURSCHALTER
Alle rotierenden motorischen Antriebe (Lüfter, Pumpen, etc.) erhalten einen allpoligen Reparaturschalter. Dieser schaltet leistungs- und mit voreilendem Kontakt steuerstromseitig das Aggregat aus. In Folge des voreilenden Kontakts erfolgt die Anlagenabschaltung funktionsbezogen. Die Stellung wird über einen potentialfreien Hilfskontakt vom Koppelrelais an die AS gemeldet. Der Reparaturschalter fungiert als Trennschalter mit Hilfskontakt, der das Koppelrelais drahtbruchsicher ansteuert. Bei Ausschalten eines Reparaturschalters wird eine zu quittierende Wartungsmeldung an die AS gesendet.
Nach Wiedereinschalten des Reparatur-Schalters erfolgt kein automatischer Wiederanlauf der betriebstechnischen Anlage, das heißt eine zusätzliche Quittierung an der AS ist erforderlich.
STEUERSPANNUNGSKREISE
· 24 VAC für Feldgeräte Aktoren, Leistungs- und Steuerbaugruppen Abgriff nach Hauptschalter
· 24 VDC für Controller
Jede Spannung wird über einen eigenen Trafo erzeugt, primärseitige Absicherung über Motorschutzschalter und sekundär- bzw. feldseitige Absicherung mittels Sicherungsautomaten (mit Hilfskontakt) und separater Sammelstörmeldung an AS.
Bei Ausfall der Steuerspannung 24 VAC schalten die betreffenden Anlagen ab, bei Ausfall der Feldgerätespannung bleiben die Stellgeräte ohne Notstellfunktion in ihrer momentanen Stellung stehen.
Die Betriebsmeldungen von 230/ 400 VAC und 24 VAC/DC sind am jeweiligen Schaltfeld z. B. über eine grüne LED in der Schaltschrankfront anzuzeigen (rein hardwaremäßig).
SICHERHEITS-DRUCKBEGRENZER (SDB - MIN)
Der Sicherheitsdruckbegrenzer schließt bei Unterschreiten des eingestellten minimalen Druckes das zugehörige Stellglied und schaltet die komplette Anlage ab. Die Rückstellung des SDB muss vor Ort manuell am Gerät erfolgen, auch wenn der eingestellte Grenzwert wieder überschritten wurde (Quittierung am Gerät und in der Anlage). Diese Funktion ist hard- und softwareseitig verschaltet. Eine Fernquittierung ist nicht möglich.
TEMPERATUR-WÄCHTER
Der Temperatur-Wächter schließt bei Überschreiten der eingestellten maximalen Temperatur das zugeordnete Stellglied. Die Rückstellung des Temperatur-Wächters erfolgt automatisch, wenn die Temperatur unter den Einstellwert absinkt. Diese Funktion ist hard- und softwareseitig verschaltet.
ÜBERLASTSCHUTZ
Der Motorschutzschalter, Bimetallrelais oder Wicklungsthermistoren mit Auslösegerät schalten den betreffenden Verbraucher hardwareseitig durch allpolige Unterbrechung des Hauptstrompfades ab und melden die Störung zur AS.
Ferner wirkt der Motorschutz indirekt über die Steuerung (AS-Einheit), auf die dem Verbraucher zu verriegelten Betriebsmittelen.
Ein Wiedereinschalten ist nur nach hardwareseitiger Rückstellung manuell am Schaltschrank und durch Quittierung der Sammelstörung möglich.
ÜBERSPANNUNGSSCHUTZ
Dieser erfolgt im Einspeisefeld der Leistungsschaltschränke durch Hochenergieableiter (< 2,5 kV), als Mittelschutz mit Störmeldung zur AS.
Vor jeder AS-Station ist ein Überspannungsschutzableiter (< 1,5 kV) als Feinschutz mit Störmeldung an AS angeschlossen. Meldung an AS über potentialfreie Wechslerkontakte. Eine Defektanzeige am Gerät selbst zeigt die Auslösung des Überspannungsschutzableiters an.
ÜBERTEMPERATURSCHUTZ
Der Übertemperaturschutz in Schaltschränken ab einem Grenzwert von >35°C erfolgt durch thermostatisch gesteuerte Schaltschrankventilatoren. Das Thermostat ist dabei 1-stufig mit Digitalanzeige und analogem Messwert ausgeführt. Bei Überschreiten des Grenzwertes wird der Schaltschrankventilator eingeschaltet. Bei Überschreiten eines in der AS parametrierbaren Messwertes (z. B. > 45 °C) wird die Übertemperatur durch die AS gemeldet.
REGELUNG
ANSTEUERUNG VENTILE UND KLAPPENANTRIEBE AUF/ZU
Die Ansteuerung erfolgt über Digitalausgänge potentialfrei als 3-Punkt-Ansteuerung.
Über potentialfreie Kontakte werden die Endlagen AUF und ZU an die AS gemeldet. Überwachung der Ansteuerung durch Laufzeitkontrolle, das heißt nach Ablauf einer Zeit muss die entsprechende Endlage gemeldet werden oder es erfolgt die Ausgabe einer Störmeldung (Rückmeldefehler - RMF), einzeln auf AS sowie als Sammelstörung am Schaltschrank.
ANSTEUERUNG VENTILE UND KLAPPENANTRIEBE STETIG
Stetig regelbare Stellglieder mit integriertem Stellungsregler werden immer mit analogen Signalen (0)2 - 10 VDC / 4 - 20 mA angesteuert. Die Stellung der Antriebe wird als 0 - 100 % angezeigt. Für jeden Stellantrieb von Ventilen ist eine Erfassung der tatsächlichen Stellung (Potentiometer Messung) und eine Rückmeldung an die AS einzurichten. Dies gilt auch für Klappenantriebe.
STELLGERÄTE
Die Bemessung der Regelventile basiert auf den Leistungsangaben der HLK-Gewerke unter folgenden Voraussetzungen:
· Ventilautorität 50 - 70 %
STEUERUNG
Jede AS ist über eine Ethernet-Kommunikationsbaugruppe mit dem Ethernet Netzwerk verbunden. Die Automationsstationen tauschen über das Ethernet (BACnet/IP) Daten "peer-to-peer" aus. Die Verbindungen werden auf Funktion überwacht. Bei Unterbrechung gehen die Kommunikationspartner in den sicheren Zustand (z. B. letzter Wert bleibt Regelgröße, etc.).
Alle analogen Mess-Eingangssignale sind kalibrierte (0)2 - 10 VDC / 4 - 20 mA -Signale
Stetig geregelte Antriebe wie Ventile oder geregelte Klappen werden ebenfalls mit (0)2 - 10 VDC / 4 - 20 mA Signalen angesteuert.
Digitale Eingangs- und Ausgangssignale werden mit einer Gleichspannung von 24 V betrieben.
PUMPEN
Alle nicht betriebenen Pumpen werden 1 x wöchentlich für mind. 10 Sekunden eingeschaltet (Blockierschutz, zyklischer Lauf).
VERKNÜPFUNGEN
Hardwareseitig sind nur sicherheitsrelevante Verknüpfungen/ Verriegelungen zu realisieren. Die Anzahl der erforderlichen Relais sind dabei zu minimieren. Bauartbedingt benötigte Schaltrelais an Ausgängen der AS sind dabei der AS zuzurechnen und sind deshalb nur ausgangsseitig Bestandteil von sicherheitsrelevanten Verknüpfungen / Verriegelungen.
Softwareseitig sind insbesondere die Einzelkomponenten und Anlagenteile zu Gesamtanlagen zu verknüpfen (Abfragen potentialfreier Kontakte für Automatikfunktionen sind, soweit wie möglich, direkt mit der AS zu verknüpfen).
ÜBERWACHUNG
ALARM- UND STÖRMELDUNGEN
Alarm- und Störmeldungen sind generell im gesamten Verlauf drahtbruchüberwachend (Ruhestromprinzip siehe Drahtbruchüberwachung) zu verschalten. Bei Ansprechen einer Alarm- bzw. Störmeldung wird auf der AS (örtliches Bedientableau) eine Alarmmeldung mit Klartext ausgegeben. Im Grafikmodus sind Alarm- und Störzustände immer ROT anzuzeigen.
ALARM
Wird aus einer Anlage ein unnormaler Betriebszustand gemeldet (Alarm-, Gefahrmeldung), so wird dies als Alarm mit der Funktionscode-Kennung mit Datum, AKS, Klartext, Alarmtyp, etc. ausgegeben (quittierungspflichtige Meldung).
STÖRUNG
Wird aus einer Anlage ein Defekt eines Betriebsmittels, Überwachungsorgan, etc. gemeldet, so wird dies als Störung mit der Funktionscode-Kennung mit Datum, AKS, Klartext, Alarmtyp, etc. ausgegeben (quittierungspflichtige Meldung).
WARTUNG
Reparaturschalter Meldungen sind als Hilfskontakt Hardwaremeldungen auszuführen und werden als quittierungspflichtige Meldung aufgeschaltet und entsprechend verarbeitet. Wird aus einer Anlage durch die AS eine Wartungsmeldung generiert (z. B. Betriebsstunden erreicht, Filterverschmutzung), so wird dies als Wartung mit der Funktionscode-Kennung mit Datum, AKS, Klartext, Wartungstyp, etc. ausgegeben.
BETRIEBSSTUNDENÜBERWACHUNG
Bei Überschreiten eines eingestellten Sollbetriebsstunden-Wertes wird eine Wartungsmeldung abgesetzt. Der Betrieb der Anlage bleibt unverändert. Die Wartungsmeldung ist nicht auf die Sammelstörung aufzuschalten (nicht quittierungspflichtige Meldung).
BEFEHLS-AUSFÜHRUNGSKONTROLLE
Überwachen der Ausführung von Zeitschaltbefehlen.
Erfolgt nach Ablauf einer angepassten Überwachungszeit keine EIN- bzw. AUS-Rückmeldung, so ist eine Störmeldung auf AS auszugeben (quittierungspflichtige Meldung).
BETRIEBSMELDUNGEN
Meldungen sind im Arbeitsstromprinzip ausgeführt.
MESSWERTE
So weit möglich werden aktive Sensoren verwendet, das heißt bei (0)2 - 10 VDC / 4 - 20 mA-Signalen sind alle Messwerte auf Drahtbruch und Kurzschluss zu überwachen. Die für Drahtbruch und Kurzschluss gemeinsame Meldung je Messwert erfolgt an AS. Außerdem ist die Meldung auch im Anlagenschema darzustellen.
Alle Messwerte sind auf Messbereichsüber- bzw. unterschreitung zu überwachen. Bei entsprechender Abweichung eine Alarmmeldung mit Klartext ausgegeben. Außerdem ist die Über- bzw. Unterschreitung durch Farbumschlag (z. B. im Schriftzug der Messwertanzeige im Anlagenschema von schwarz auf fett orange) darzustellen.
Unruhige Messwerte, wie z. B. Druckwerte, sind über 10 zyklisch erfasste Werte zu mitteln (RMS-Wert) und erst dann zur Anzeige zu bringen (es reicht dabei nicht, die COV Hysterese hochzusetzen).
ÖRTLICHE MELDUNGEN
Die Überwachung erfolgt anlagenweise als Sammelmeldung über den Anlagenschaltpunkt. Zur Darstellung auf der AS sind zusätzlich zum Anlagenpunkt "Handeingriff" auch alle einzelnen Meldungen aufruf- bzw. abrufbar.
emsp;
FUNKTIONSBESCHREIBUNG ZÄHLERKONZEPT
Das Zählerkonzept sieht vor, dass für Strom für ISP, Heizung, Kälte und Wasser eine Verbrauchserfassung für ausgewählte Bereiche realisiert wird. Grundsätzlich sind dabei die Werte der Hauptverteilungen aufzuschalten.
Siehe hierzu das Dokument zum Zählerkonzept:
*480_Doku_Zählerkonzept.pdf
Es ist vorgesehen, die einzelnen Zählermessstellen der Wärme-, Kälte- und Wasserzähler in MBUS-Technologie auszuführen und innerhalb von Verteilungsschwerpunkten die Bussegmente zusammenzufassen.
Diese Segmente werden dann mittels der Technik "MBUS over IP" über MBUS-Gateways auf das Gebäudeautomationsnetz physikalisch aufgeschaltet und auf der Managementebene im GA-Leitstand logisch zusammengeführt, ausgewertet und zur Visualisierung auf der GA-Managementebene aufbereitet. Diese aufbereiteten Daten werden für weitere Auswertungen den verschiedenen Systemen (GA-Management, GA-Automationsebene, etc.) zur Verfügung gestellt.
emsp;
ANLAGENFUNKTIONSBESCHREIBUNG / AUFSCHALTUNG MELDUNGEN FREMDGEWERKE
Die Anlagenfunktionsbeschreibungen sind in der folgenden Ausarbeitung nach Gewerken getrennt aufgeführt.
Die Trennung der Gewerke erfolgt in den folgenden Kapiteln nach:
· Aufschaltung Meldungen Fremdgewerke
· Heizunganlagen
AUFSCHALTUNG MELDUNGEN SONSTIGE FREMDGEWERKE
Es werden in der Regel Meldungen aus den Anlagen sonstiger Gewerke in dieser Gruppe behandelt. Diese Meldungen beinhalten physikalische Grundfunktionen. Die einzelnen sind Meldungen als potentialfreie Kontakt an der Übergabeleiste der autarken Steuerungseinheit auf die AS zu übernehmen. Dabei sind Betriebs- und Rückmeldungen als Schließer sowie Stör- und Wartungsmeldungen als Öffner auszuführen.
Für die einzelnen Typen sind entsprechende Vorgaben einzuhalten.
AUFSCHALTUNG FREMDGEWERK (2 DE)
Folgende Anlagen sind in dieser Gruppe enthalten:
· Hebeanlagen
· Abluftanlagen WC als Sammelstörmeldung
· Überwachung Wohnung Lüftung
· Überwachung =TLB001 - RLT Kirche
Es werden folgende Datenpunkte erfasst:
· Sammelstörmeldung
· Betriebsmeldung
AUFSCHALTUNG FREMDGEWERK (2 DE, M-BUS MOBBUS RTU RS485)
Folgende Anlagen sind in dieser Gruppe enthalten:
· Überwachung Wohnstation TWK/HZ
· Überwachung =TLB001 - RLT Kirche
Es werden folgende Datenpunkte erfasst:
· Sammelstörmeldung
· Betriebsmeldung
· 2 x Aufschaltung Zähler M-Bus (Wohungssstation)
· 1 x Aufschaltung autarke Steuerung MODBUS RTU RS485 (RLT Kirche) (bis zu 50 Datenpunkte)
AUFSCHALTUNG FREMDGEWERK (M-BUS Zähler)
Folgende Anlagen sind in dieser Gruppe enthalten:
· Aufschaltung Zähler ELT (Vorhaltung)
· Aufschaltung Zähler TWK (2 x Zähler Gebäude einschl. Spannungsversorgung 230 V)
Es werden folgende Datenpunkte erfasst:
· Aufschaltung Zähler M-Bus (bis zu 5 Datenpunkte)
emsp;
HEIZUNGSTECHNISCHE ANLAGEN
HEIZKREIS GEREGELT MIT PUMPE
In dieser Gruppe sind folgende Anlagen enthalten:
· =WA_HH_HK02 - Verteilerabgang Wärme - stat. HH
Allgemein
Folgende Messwerte werden über entsprechende Fühler erfasst und visualisiert:
· Temperatur im Vor- und Rücklauf
· Aufschaltung Zähler M-Bus einschl. Spannungsversorgung 230 V (bis zu 5 Datenpunkte)
Im Vorlauf wird ein Regelventil als Mischventil in Beimischschaltung eingesetzt. Die Ansteuerung ist in der Einheitsfunktionsbeschreibung erläutert.
Die Funktionsweise der eingesetzten Pumpe und des Reparaturschalters sind in der Einheitsfunktionsbeschreibung erläutert.
Regelung
Die VL-Temperatur des Warmwassers wird über das Regelventil auf einen Sollwert in geregelt. Der Sollwert ergibt sich aus einer außentemperaturgeführten Rampe bei z.B. Außentemperaturen zwischen -12°C und +12°C.
Bei einer Ventilstellung von > 5 % wird die zugehörige Pumpe eingeschaltet. Bei einer Ventilstellung > 3 % wird die zugehörige Pumpe ausgeschaltet.
Es findet eine Minimalauswahl der Stellsignale von Vorlauftemperatur- und der Rücklauftemperaturbegrenzungsregelung statt.
HEIZKREIS UNGEREGELT MIT PUMPE
In dieser Gruppe sind folgende Anlagen enthalten:
· =WA_HH_HK03 - Verteilerabgang Wärme - Wohnung HH
Allgemein
Folgende Messwerte werden über entsprechende Fühler erfasst und visualisiert:
· Temperatur im Vor- und Rücklauf
Die Funktionsweise der eingesetzten Pumpe sowie des Reparaturschalters sind in der Einheitsfunktionsbeschreibung erläutert.
Regelung
Die Anforderung der Pumpe erfolgt entsprechend der Anforderung Wohnstation TWK/HZ.
HEIZKREIS GEREGELT KIRCHENSAAL
In dieser Gruppe sind folgende Anlagen enthalten:
· =WA_HH_HK021 - Heuzkreis Kirchensaal
Allgemein
Folgende Messwerte werden über entsprechende Fühler erfasst und visualisiert:
· 2 x Raumtemperatur + Feuchtef
Im Vorlauf wird ein Regelventil als Durchgang in eingesetzt. Die Ansteuerung ist in der Einheitsfunktionsbeschreibung erläutert.
Regelung
Die Raumtemperatur (Mittelwertsbildung) des Raumes wird über das Regelventil auf einen Sollwert (gleitend nach Außentemperatur) geregelt. Der Sollwert ist am Bedienpanel sowie per Fernzugriff parametierbar.
ERZEUGUNG WÄRMENETZ
In dieser Gruppe sind folgende Anlagen enthalten:
· =WA_HH_HE01 - Erzeugung Wärme Puffer
Allgemein
Folgende Messwerte werden über entsprechende Fühler erfasst und visualisiert:
· Temperatur im Vor- und Rücklauf,
· Außentemperatur,
· Druck im System,
· Aufschaltung Zähler Nachspeisung einschl. Spannungsversorgung 230 V M-Bus (bis zu 5 Datenpunkte)
· Aufschaltung Zähler Fernwärme M-Bus (bis zu 5 Datenpunkte)
Folgende Messwerte werden über entsprechende Wächter überwacht:
· Leckageüberwachung Zentrale
· Sicherheitsdruckbegrenzer Druckhaltung
Die Funktionsweise der eingesetzten Pumpe sowie des Reparaturschalters sind in der Einheitsfunktionsbeschreibung erläutert.
Regelung
Die Anforderung der Pumpe / Fernwärmestation erfolgt entsprechend der Puffertemperatur.
Anlageneinschaltung
Mit der Anlageneinschaltung werden zunächst die Klappen geöffnet. Nach Rückmeldung der AUF-Stellung der Klappen werden die Ventilatoren einge-schaltet. Liegen keine Störungen vor, wird die Anlagenregelung freigegeben.
SCHNITTSTELLEN
Schnittstellen zur HLKS
Bauteil Lieferung Montage Kabel, Anschluss für Kabel, Anschluss für Meldungen
Spannungsversorgung
Pumpe (Wechselstrom) HK HK GA GA
Ventil GA HK GA GA
Zähler Wärme (M-Bus fähig) HK HK GA GA
Zähler Wasser (M-Bus fähig) HK SAN GA GA
Zähler Wohnungsstation HK HK HK GA
Schnittstellen zur Elektrotechnik
Folgende Schnittstellen bestehen zum Gewerk Elektrotechnik:
- Einspeiseleitung zum ISP vom Gewerk ES (einschl. Klemmarbeiten)
- Kabel- und Leitungstrassen für GA werden vom Gewerk ELT erbracht, einschl. aller dafür notwendigen Durchbrüche
- Bereitstellung der Anschlusspunkte für Potenzialausgleich (ISP) erfolgt vom Gewerk ELT
Qualitätsbeschreibung Gebäudeautomation Feldebene
Sämtliche Feldgeräte, sofern nicht ausdrücklich anders erwähnt, einschl. Lieferung, Montage und Inbetriebnahme.
Feldgeräte sind mit folgenden Unterlagen zu liefern:
-Montageanleitung,
-Klemmenbezeichnung,
-Betriebsanleitung,
-Inbetriebnahmehinweise.
Raumtemperatur-Messwertgeber
Einsatzbereich 0 bis +40 °C, Ausführung Ausgänge Feldgerät mit Messsignal passend zum Automationssystem, für Aufputzmontage, Gehäuse in Schutzart IP42.
Relative Feuchte-Messwertgeber
Einsatzbereich 10 bis 100 % relative Feuchte, Wiederholgenauigkeit +/- 5 %, für Wandmontage, Ausführung Ausgänge Feldgerät mit Messsignal passend zum Automationssystem, relativer Fehler max. 1,6 % vom Einsatzbereich.
Außentemperatur-Messwertgeber
Einsatzbereich - 30 bis 60 Grad C, mit Sonnenschutzeinrichtung, für Wandmontage, Ausführung Ausgänge Feldgerät mit Messsignal passend zum Automationssystem, relativer Fehler max. 1,6 % vom Einsatzbereich, Gehäuse in Schutzart IP 65 DIN EN 60529 (VDE 0470-1).
Tauchtemperatur-Messwertgeber
Einsatzbereich -10 bis +100 °C, Ausführung Ausgänge Feldgerät mit Messsignal passend zum Automationssystem, in Stabausführung, einschl. Schutzrohr mit Gewinde aus Stahl, Gehäuse in Schutzart IP42, einschl. Einschweißmuffe für wärmegedämmte Rohre zur Beistellung an Gewerk Heizung/Kälte.
Druckfühler (Flüssigkeiten)
Druck-Messwertgeber, für Heißwasser, einschl. Wand- oder Rohrhalterung, mit kompletter Messleitung bis 3 m, einschl. Anschlusszubehör, mit Druckstoßdämpfer, einschl. Dreifachventilblock und Ausführung Ausgänge Feldgerät mit Messsignal passend zum Automationssystem, relativer Fehler max. 1,6 % vom Einsatzbereich, Gehäuse in Schutzart IP 54 DIN EN 60529 (VDE 0470-1), einschl. Anschluss an das Medium.
Druck-Messwertgeber, für Heißwasser
einschl. Wand- oder Rohrhalterung, mit kompletter Messleitung bis 3 m, einschl. Anschlusszubehör, mit Druckstoßdämpfer, einschl. Dreifachventilblock und Ausführung Ausgänge Feldgerät mit Messsignal passend zum Automationssystem, relativer Fehler max. 1,6 % vom Einsatzbereich, Gehäuse in Schutzart IP 54 DIN EN 60529 (VDE 0470-1), einschl. Anschluss an das Medium.
Durchgangs/Dreiwegeventil
Für Medium Heißwasser, Flanschanschluss, einschl. Gegenflansche, nur liefern (Bei-stellung an Gewerk Heizung).
Stellantrieb für Durchgangs/Dreiwegeventil
für Regelventil, Stellsignal: 0 (2) - 10 V / 0(4) - 20 mA, mit Stellungsrückmeldung über Widerstandsgeber (0-2000 Ohm) oder analoger Stellungsrückmeldung (0 (2)-10 V/0(4)-20 mA), einschl. Handverstel-lung mit örtlicher Stellungsanzeige.
Qualitätsbeschreibung Gebäudeautomation Automationsstation
DieAutomationseinrichtung
Die Automationseinrichtungen DIN EN ISO 16484-2 bestehen aus Grundeinheit mit Spannungsversorgung für die Automationseinrichtung, Zentraleinheit mit Mikroprozessor und Speicher, einschl. Software-Nutzungsrechte für Betriebssystem, Ein- /Ausgabefunktionen, Verarbeitungsfunktionen für Überwachen, Steuern und Regeln, Uhrenbaustein, Pufferung von Speicher und systeminterner Uhr für mind. 72 h, Watchdog-Einrichtung zur Eigenüberwachung, Schnittstelle für mobile Programmiereinrichtung, Schnittstelle für herstellerspezifische Kommunikation, Schnittstelle für Bedien- und Beobachtungseinrichtung, Schnittstelle für Ein-/Ausgabebaugruppen, Kommunikationseinheit als Schnittstelle zu Feld-, Automations-netzwerk sowie zum Anschluss von Bedien-/Beobachtungs- und Servicegeräten, der Ausfall oder Austausch eines Kommunikations-Teilnehmers führt nicht zum Ausfall oder Störung der gesamten Kommunikation, Störfestigkeit DIN EN IEC 61000-6-2 (VDE 0839-6-2), Störaussendung DIN EN IEC 61000-6-3 (VDE 0839-6-3), Bedien- und Beobachtungseinheit für Bedienung, Anzeige, Parametrierung und/oder Programmierung der Automationseinrichtung, bei wiederkehrender Netzspannung gehen die Automationseinrichtungen automatisch ohne Neueingaben von Programmen, Parametern oder Handeingriff wieder in Betrieb.
Bei wiederkehrender Netzspannung gehen die Automationsstationen automatisch ohne Neueingaben von Programmen, Parametern oder Handeingriff wieder in Betrieb.
Ein-/Ausgabebebaugruppen
Die physikalischen Ein- und Ausgänge der Automationseinrichtung umfassen gemäß der Funktionsliste für Gebäudeautomation:
Binär-Ausgänge (BA) für ein- und mehrstufige Impuls- oder Dauerschaltbefehle, Dreipunkt-Stellbefehle und Pulsweitenmodulation-Stellbefehle,
Analog-Ausgänge (AA) für die Ausgabe von Analogsignalen, kurzschlussfest und direkt mit dem Bezugspotential der Automationseinrichtung verbunden, Stellgeräte sind am Ausgang direkt anschließbar, Ausgänge mit Signalbereich von 0 (4) bis 20 mA sind mit einer Bürde von 250 Ohm belastbar, Ausgänge mit Signalbereich von 0 (2) bis 10 V sind für einen Mindestwiderstand von 10 kOhm ausgelegt, die Digital-/Analog-Umsetzung erfolgt mit mind. 8 Bit Auflösung,
Binär-Eingänge (BE) mit Abfragespannung für die Erfassung von Binärsignalen zum Anschluss von potentialfreien Kontakten, Binärsignale, die mind. 0,2 s anstehen, werden erfasst,
Analog-Eingänge (AE) für direkten Anschluss von aktiven Gebern 0 (2) bis 10 V bzw. 0 (4) bis 20 mA und passiven Gebern, passive Geber bis zu 200 Ohm werden in Vierleitertechnik angeschlossen, die Auflösung der Analog-/Digital-Umsetzung erfolgt bei aktiven Gebern mit mind. 8 Bit und bei passiven Gebern mit mind. 10 Bit.
Dienstleistungen für Funktionen Automationsebene
Anwendung bestehender Schnittstellenfestlegungen, einschl. der Erstellung von Referenzfiles für Schnittstellen. Systembedingt notwendige kommunikative Funktionen sind mit einzukalkulieren.
Bedienpanel / Webserver
Für anwendergeführte Vor-Ort-Bedienung und Anzeige der AS-Automationsstation(en) für Prozessanwendung (HLK).
Es ist der gesamte Anlagenverbund/ Informationsschwerpunktes auf dem Tablau mit graphischen Farb-Display, als fest installiertes Gerät für Türeinbau.
Es wird EIN Bedien- und Anzeigegerät gefordert.
Folgende Funktionen sind zwingend erforderlich:
- Darstellung Anlagenbilder einschl. ..Datenpunktdynamisierung und Historisierung für ..Umfang ISP
- Bestätigung aller gewünschten Schaltvorgänge
- Anzeigen aller Betriebs-/Schaltvorgänge
- Anzeigen aller Betriebs-/Störzustände; Störmeldeliste
- Sollwertveränderungen
- Änderung aller Schaltuhrfunktionen
- Anzeige alle Analogwerte/Zustände
- Änderung von Regelparametern
- mindestens alphanumerische Adressanwahl
- Passwortsystem
- Programmier- und Programmladefunktion
- hintergrundbeleuchtetes Bedien- Anzeigedisplay mit Farbgraphik Darstellung
mind. 12 Zoll Diagonale und 1920x1080 Bildpunkten
- Das Bediengerät ist in die Türe des (eines) AS-Schaltschrankfeldes eingebaut und wird über eine Fast-Ethernet-Verbindung mit den AS-Automationsstation(en) verbunden.
- Die notwendige Betriebs- und Anwender-Software zur Anzeige der Informationen am Display und zur Bedienung über die Tasten sind in der Automationsstation oder im Bedienpanels nicht flüchtig auf tauschbarer Speicherkarte enthalten, ein Austausch des Bedienpanels ist in jedem Fall und ohne Softwareaufwand möglich
- Fernzugriff per App muss möglich sein (5 Benutzer)
Schutzart: mind. IP 43
Einbau in Schaltschranktüre
Qualitätsbeschreibung Ausführung der Schaltschränke
Ausführung der Schaltschränke als partielle typgeprüfte Schaltgerätekombinationen (PTSK) gemäß DIN EN IEC 61439-1/VDE 0660-600-1, die geforderte Stückprüfung ist nachzuweisen.
Schutz gegen elektrischen Schlag DIN VDE 0100-410,VDE 0660-514.
Schutz gegen thermische Einflüsse DIN VDE 0100-420,
Schutz von Kabel und Leitungen bei Überstrom DIN VDE 0100-430,
Erstinbetriebnahme nach DIN VDE 0100-600,
Verdrahtungsfarben nach DIN EN 60204-1/VDE 0113-1,
Farbkennzeichnung von Anzeigegeräten und Bedienteilen nach DIN EN 60073/VDE0199,
Schaltungsunterlagen nach DIN EN 61082,
Ein- und Abgangsklemmen als Reihenklemmen nach DIN EN 60947-7-1
Prozessschnittstellen DIN EN ISO 16484-3,
Die Schaltschränke sind EMV-gerecht unter Einhaltung der Niederspannungsrichtlinie aufzubauen.
Die Einhaltung der Grenzwerte der Störspannung und Störstrahlung nach EN55011, DIN EN IEC 61000-6-1 VDE 0839-6-1 für informationstechnische Einrichtungen ist nachzuweisen.
Gehäuse in verwindungsfreier Stahlblechkonstruktion, Mindestblechstärke 1,5 mm, mit Sockel, Lackierung mit mindestens einer Rostschutz- und einer Fertiglackierung, Farbe RAL 7032 oder RAL 7035, Türverschluss über Basküle-Stangenverschlüsse mit Rund- oder Möbelzylindern, ausreichend großer Behälter zur Aufnahme der Revisionsunterlagen, Felder zusammengebaut am Aufstellort, einschl. elektrischer Verbindungen zwischen den Feldern. Kabeleinführungen von unten/oben mit Verschraubungen und Zugentlastung, mit 15% Reserve. Alle Schaltschrankfelder mit einflügliger Tür, Ausnahme: ISP 8: zweiflüglig, Türöffnungswinkel mind. 120°.
Mit Montageplatte, bestückt und elektrisch verdrahtet auf Ein- und Abgangs-klemmen als Reihenklemmen in krichstromfester Ausführung nach DIN EN 60947-7-1. Prozessschnittstellen (DIN EN ISO 16484-3) als Prüftrennklemmen. Verdrahtung in abgedeckten Kabelkanälen, Füllung max. 80%, Anbindung zu den Geräten in der Schaltschranktür und zu beweglichen Konstruktionselementen in Schutzschlauch mit flexiblen Leitungen mit Quetschkabelschuhen, mit PA-Schiene im Schaltschrank, verbunden mit dem Gebäudepotenzialausgleich.
Jedes Schrankfeld wird ausgerüstet mit: funkstörfreier Beleuchtung über Türkontakt und 230V-Steckdose mit Überstromschutzorganen, vor dem Hauptschalter abgenommen.
Alle Transport-, Einbring- und Montageleistungen sind enthalten.
Schaltschränke zur Innenaufstellung:
für Umgebungsbedingungen +10 bis +40 Grad C,
5 bis 95 % relative Feuchte,
in Schutzart DIN VDE 0470-1 IP 54,
Nachweis der Einhaltung der Schaltschranktemperatur von +10 bis + 40°C, bei Bedarf Ausrüstung mit Schaltschrankventilator.
Alle Schaltschrankfelder sind als 1-türige Schränke auszuführen
Baugruppe Einspeisung
bestehend aus:
-Lastschalter als Hauptschalter, für Nennstrom jeweils angegebenen Nennstrom, dreiphasig, mit potenzialfreiem Hilfskontakt,
-Phasenkontrollleuchten einschl. Absicherung,
-Phasenüberwachung mit potenzialfreiem Hilfskontakt.
Überspannungsschutz als Feinschutz (Typ 3)
nach EN 61643-11, mit PE-Kontakt, Montage auf Hutschiene, mit potenzialfreiem Hilfskontakt (für Störmeldung).
Überspannungsschutz als Mittelschutz (Typ 2),
Einsatz an Übergang von LPZ 0B zu 1 oder höher, nach EN 61643-11, mit PE-Kontakt, Montage auf Hutschiene, mit potenzialfreiem Hilfskontakt (für Störmeldung).
Überspannungsschutz als Grobschutz (Typ 1),
Einsatz an Übergang von LPZ 0A zu 1 oder höher, nach EN 61643-11, mit PE-Kontakt, Montage auf Hutschiene, mit potenzialfreiem Hilfskontakt (für Störmeldung).
Baugruppe zur Spannungsversorgung 24 V AC
bestehend aus:
-Steuertransformator 230 V AC / 24V AC,
-Spannungsüberwachung mit potenzialfreien Hilfskontakten,
-primärseitige Sicherung über Motorschutzschalter mit Überstrom- und Kurzschlussauslösung.
Baugruppe zur Spannungsversorgung 24 V DC
bestehend aus:
Netzgerät 24 V DC, spannungsstabilisiert, kurzschlußfest, mit interner Spannungsüberwa-chung mit potenzialfreien Hilfskontakten,
-primärseitige Sicherung über Motorschutzschalter mit Überstrom- und Kurzschlussauslösung.
Schaltschrankventilator
einschl. Absicherung, einschl. Thermostat, einschl. Nachströmgitter mit Filter.
Meldeleuchte
als LED, Farbe "Grün" oder "Rot", als Dauerlicht, zum Einbau in Schaltschranktür.
Baugruppe Quittierung
bestehend aus:
-Drucktaster rund, mit flachem Druckknopf,
-Zeitrelais,
-Hilfsschütz mit 4 Schließern,
-Relais mit 4 Wechslern.
Handschalter für 3 Schalterstellungen
3 Schalterstellungen:
-Auto
-Aus
-Ein
zum Hutschineneinbau im Schaltschrank bzw. für Türeinbau
DDC-unabhängige Handbedienung
zur Ansteuerung von Antrieben mit digitalem oder analogem Steuersignal (Pumpe, Ventil), über Serviceschalter, über eine von der DDC unabhängige Steuerspannung, ausgeführt in DDC-Modulen integriert oder als eigene Hardwarebaugruppe (systemabhängig).
Baugruppe Reparaturschalter
Einschl. Lasttrennschalter als Reparaturschalter für Motoren, Ausführung als Schalter mit Drehantrieb im Kunststoffgehäuse, mit Hilfsschalter als Kontaktgeber.
Baugruppe Steuerung STW/STB
zum Schalten in einen sicheren Anlagenzustand bei Auslösung durch Sicher-heitstemperaturwächter bzw. Sicherheitstemperaturbegrenzer, für einen auslösenden Eingang, für bis zu 4 schaltende Aus-gänge.
Baugruppe Steuerung Druckwächter
zum Schalten in einen sicheren Anlagenzustand bei Auslösung durch Druckwächter, für einen auslösenden Eingang, für bis zu 12 schaltende Ausgänge.
Leistungsbaugruppe für Wechselstromantrieb
230 V AC, Motornennleistung: 3,0 kW, 1-stufig, mit Motorschutzschalter,Leistungs- und Hilfsschütz mit Ansteuerung durch DDC, Aufschaltung von Wicklungsschutz (Thermokontakt), einschl. potentialfreier Hilfskontakte für alle Betriebs- und Störmeldungen, einschl. der erforderlich Abgangsklemmen,
Baugruppe Netzwiederkehrsteuerung
Netzwiederkehrsteuerung mit zeitgestaffelter Wiedereinschaltsequenz, Netzwischer sind fehlerfrei zu detektieren und führen nicht zu einer Verriegelung,
bestehend aus: Zeitrelais, notwendige Relais, notwendige Klemmen und Verdrahtung
Baugruppe Zentrale Anwisch- und Entsperrschaltung
bestehend aus 1 Wischrelais (einstellbar), 1 Hilfsrelais mit 4 Wechslern, notwendigen Klemmen und Verdrahtung
Baugruppe Steuerspannungsüberwachung
zur Verschaltung aller zur Absicherung der Steuerspannung eingebauten Leitungsschutzschalter, bei Sicherungsfall Meldung durch potentialfreien Kontakt bestehend aus: 2 Hilfsrelais mit 4 Wechslern, mit Spulenspannung, notwendigen Klemmen und Verdrahtung
Baugruppe Wärmemengenzähler
zur Anschluss von Wärmemengenzählern mit Netzversorgung,
bestehend aus:
- Spannungsversorgung einschl. Absticherung
incl. notwendiger Klemmen und Verdrahtung
Baugruppe Meldeeingang
potentialfrei (z. B. Filterüberwachung usw.), zur Übergabe an die DDC und die LVB, inklusive der, für die Umsetzung benötigte Komponenten, einschl. Abgangsklemmen als auch, soweit notwendig, Schirmschienen anteilig
Baugruppe passiver oder aktiver Sensoreingang stufenlos
(z. B. Temperaturfühler usw.) zur Übergabe an die DDC und die LVB, inklusive der, für die Umsetzung benötigte Komponenten, einschl. Abgangsklemmen als auch, soweit notwendig, Schirmschienen anteilig
Baugruppe Ansteuerung von 2-Punkt Antrieben
zur Ansteuerung über die DDC und Eingriffsmöglichkeiten über die LVB, inklusive der, für die Umsetzung benötigte Komponenten, einschl. Abgangsklemmen als auch, soweit notwendig, Schirmschienen anteilig
Baugruppe Ansteuerung Stellantrieb stufenlos für Klappen oder Ventile
, bzw. Erfassung von analogen Rückführsignalen
zur Ansteuerung über die DDC und Eingriffsmöglichkeiten über die LVB, inklusive der, für die Umsetzung benötigte Komponenten, einschl. Abgangsklemmen als auch, soweit notwendig, Schirmschienen anteilig
Qualitätsbeschreibung Ausführung der Installation
Für die Ausführung von Kabelverlegung ist die Bauprodukteverordnung (BauPVO) anzuwenden. Kabel und Leitungen sind sauber auszurichten und nach Erfordernis mit Kabelbinder auf horizontalen Trassen und auf vertikalen Trassen mit Kabelschellen zu fixieren. Die ermittelten Querschnitte und Längen der einzelnen Kabel und Leitungen sind vor Bestellung durch den AN eigenverantwortlich zu prüfen. Die Kabelquerschnitte der Leistungskabel sind so zu dimensionieren, dass max. 80 % der nach VDE zulässigen Dauerbelastung auftritt, unter zusätzlicher Berücksichtigung aller evtl. erforderlichen Reduktionsfaktoren für Häufung, Temperatur etc. Der wellenförmig aufgebrachte konzentrische Leiter ist an beiden Enden zu erden und übernimmt gleichzeitig die Funktion des Schutzleiters. Die Hauptkabel / Leistungskabel sind ungeschnitten in einer Länge zu verlegen, Mehrforderungen wegen erschwerter Montage wie z.B. Durchziehen durch Durchbrüche, große Längen und dgl. können nicht geltend gemacht werden.
Auf die Einhaltung des Schleifenwiderstandes und Selektivität bei Installationsleitungen wird besonders hingewiesen. Die Querschnittsbemessung ist eigenverantwortlich zu prüfen. Bei den Einspeisekabeln sind die Leistungsreserven für zukünftige Erweiterungen in den angeschlossenen Energieverteilungen zu beachten.
Die Kabeldimensionierung ist unter Berücksichtigung der zu erwartenden Stromoberschwingungen bei den eingesetzten Verbrauchern durchzuführen, besonderes ist die Belastung des Neutralleiters zu beachten. Bei der Dimensionierung muss mindestens von einem Oberschwingungsgehalt von 30% je Phase bezüglich der 3. Oberschwingung ausgegangen werden. Eine Verringerung des Neutralleiter-Querschnitts gegenüber den Außenleitern ist nicht zulässig. Der maximale Spannungsfall über die elektrische Anlage darf im Nennbetrieb (an der Verbraucherklemme) 3% nicht überschreiten.
Ausführung "Auf-Putz"-Installation
Die Verlegung entspricht der nach VDE geforderten Ausführung in feuchten Räumen bei einem Befestigungsabstand von 20 cm.
Bei vorzugsweiser Verlegung der Leitungen in Isolierrohr als Führungsrohr kann der Befestigungsabstand auf max. 70 cm vergrößert werden. Für die Befestigung sind nichtrostende Schrauben zu verwenden. Klebeschellen sind nicht zugelassen. Kabelkanäle aus Hart-PVC dürfen nur nach vorliegender Zustimmung durch die Bauleitung bzw. den Architekten verwendet werden. Die Belegung ist max. 60 % des Nennquerschnittes. Als Ausgangsbasis hierzu dienen die Angaben des Kanalherstellers. Für die sichtbare Installation ist eine Abstimmung mit dem Architekten erforderlich und auf Verlangen eine Musterinstallation auszuführen. Die Verlegung von Kabeln erfolgt auf Befestigungspro-filen in schwerer Ausführung oder auf Steigetrassen. Für die Befestigung sind Bügelschellen je nach Anforderung zu verwenden. Der Abstand der Befestigungsprofile beträgt darf max. 30 cm.
Installation in abgehängten Decken, in 2-schaligen Ständerwänden, auf Putz mit Dübelmontage
Wird in abgehängten Decken installiert, so müssen für die Leitungsbefestigung elastische Kunststoff-Kabelklammern/Schlaufen verwendet werden, wobei der maximale Abstand von 80 cm einzuhalten ist. Einfaches Aufhängen von Kabelbündeln mit Draht oder ähnlichem ist nicht gestattet. Muss in 2-schaligen Wänden installiert werden, so sind die speziell dafür entwickelten Bauteile zu verwenden. Befestigungen und Durchführungen durch Ständerprofile sind mit der Bauleitung abzustimmen. Bei Verlegung von Leitungen auf Putz mit Dübelschellen sind 20 cm Befestigungsabstand einzuhalten.
Ausführung "Unter-Putz"-Installation in Leerrohren
Sofern eine Leitungsverlegung in Betonwänden erforderlich ist, werden bauseits betonfeste Kunststoffpanzerrohre gemäß Baufortschritt in die Schalung eingelegt.
Kennzeichnung, Hinweise
Alle Haupt- und Steuerkabel-/leitungen sind am Anfang und Ende, mind. einmal je Stockwerk bei verti-kalem Verlauf, vor und hinter Brandabschnittsgrenzen und mind. alle 10 m bei horizontalem Verlauf zu beschriften. Die Angaben beinhalten den Kabeltyp, Adernzahl und Querschnitt, sowie die Ausgangs- und Zielbezeichnung. Die Kennzeichnung hat gemäß Bauherren-Vorgaben zu erfolgen.
Die Beschriftung der Kabel und Leitungen hat mit einem einheitlichen Beschriftungssystem zu erfolgen. Die Beschriftung ist als Wickeletikette oder Textstreifen mit transparenter Schriftfeldabdeckung und Kabelbinderbefestigung auszuführen. Schutz gegen Abrieb, Feuchtigkeit, Öl und Lösungsmittel muss in allen Fällen gegeben sein.
Ausführungshinweise Installationsleitungen Schwachstrom
Innenkabel zur Übertragung analoger oder digitaler Signale der Nachrichten- und Kommunikationstechnik.
Installationsleitung für die feste Verlegung in Kabeltragsystemen, Rohren oder Unterputz. Einzelverlegung bis max. 5 Leitungen als Kabelbündel zur Verlegung in Schutzrohren zulässig, ab Kabelbündel größer 5 Leitungen Aufteilung oder Kabeltragsysteme erforderlich.
1-drähtiger Leiter (Massivleiter) aus blankem Kupferdraht, Adernisolation halogenfrei, Adern in Paaren verseilt, über der Kabelseele Folienbewicklung und statischer Schirm aus aluminiumkaschierter Kunststofffolie mit Kupfer-Beidraht, Außenmantel halogenfrei, flammwidrig nach VDE 0472
Eingelegter Herstellerfaden mit Farbkodierung, mit durchgehendem Metrierungsaufdruck. Anschluss des Kupferbeidrahtes 1-seitig auf spezieller, farbig gekennzeichneter, Erdungsleiste. Beidraht und Folienschirm sind am Anschluss angepasst kürzer gegenüber dem Mantel abzusetzen, über den Mantel zurück zu ziehen, zu verdrillen und mit Kabelbinder zu sichern.
Kennzeichnung, Hinweise
Alle Haupt- und Steuerkabel-/leitungen sind am Anfang und Ende, mind. einmal je Stockwerk bei vertikalem Verlauf, vor und hinter Brandabschnittsgrenzen und mind. alle 10 m bei horizontalem Verlauf zu beschriften. Die Angaben beinhalten den Kabeltyp, Adernzahl und Querschnitt, sowie die Ausgangs- und Zielbezeichnung.
Die Beschriftung ist als Wickeletikette oder Textstreifen mit transparenter Schriftfeldabdeckung und Kabelbinderbefestigung auszuführen. Schutz gegen Abrieb, Feuchtgkeit, Öl und Lösungsmittel muss in allen Fällen gegeben sein. Schild weiss, Schrift schwarz, Laser- oder Thermotransferbeschriftung, Schriftgröße mind. 10 Punkt Arial.
Kabel- und Leitungsverlegung
Die Standardmontagehöhe beträgt 0 - 4 m.
Anlagen
Bieterbeiblatt Hardware Die Anlage liegt dem LV separat bei und ist vom Bieter auszufüllen und mit dem Angebot einzureichen. Das Beiblatt Hardware wird im Auftragsfall Vertragsbestandteil.
Ausführungsplanung
3.__.__.__.010
FLB Gebäudeautomation
P
1,00
psch
4 Sonstiges
4
Sonstiges
4.01 Kernlochbohrungen
4.01
Kernlochbohrungen
4.02 Beschilderung
4.02
Beschilderung
4.03 Stundenlohnarbeiten
4.03
Stundenlohnarbeiten
4.04 Dokumentation
4.04
Dokumentation
4.05 Anlagen
4.05
Anlagen
5 Wartung
5
Wartung
5.__.__.__.001 Wartungsangebot 1. Jahr für die Wartungsarbeiten innerhalb des ersten Jahres der Gewährleistungszeit.
Leistung gem. Vorschrift "Wartung 2018";
für Gebäude für Inspektion und Wartung, herausgegeben vom AMEV, komplett für die vorstehend beschriebenen Leistungen für den Zeitraum von 5 Jahren.
Das Wartungsangebot wird bei der Wertung des Angebotes berücksichtigt. Der Auftraggeber behält sich eine Vergabe vor. Sofern eine Wartung beauftragt wird, erfolgt dies spätestens nach 3 Monate nach der Gesamtübernahme.
pauschal
5.__.__.__.001
Wartungsangebot 1. Jahr
1,00
psch
5.__.__.__.002 Wartungsangebot 2. Jahr für die Wartungsarbeiten innerhalb des zweiten Jahres der Gewährleistungszeit.
wie zuvor, jedoch für das zweite Jahr.
pauschal
5.__.__.__.002
Wartungsangebot 2. Jahr
W
1,00
psch
5.__.__.__.003 Wartungsangebot 3. Jahr für die Wartungsarbeiten innerhalb des dritten Jahres der Gewährleistungszeit.
wie zuvor, jedoch für das dritte Jahr.
pauschal
5.__.__.__.003
Wartungsangebot 3. Jahr
W
1,00
psch
5.__.__.__.004 Wartungsangebot 4. Jahr für die Wartungsarbeiten innerhalb des vierten Jahres der Gewährleistungszeit.
wie zuvor, jedoch für das vierte Jahr.
pauschal
5.__.__.__.004
Wartungsangebot 4. Jahr
W
1,00
psch
5.__.__.__.005 Wartungsangebot 5. Jahr für die Wartungsarbeiten innerhalb des fünften Jahres der Gewährleistungszeit.
wie zuvor, jedoch für das fünfte Jahr.
pauschal
5.__.__.__.005
Wartungsangebot 5. Jahr
W
1,00
psch