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Leistungsverzeichnis
OZ
Beschreibung
Typ
Menge
Einheit
Einheitspreis EUR
Gesamtbetrag netto EUR
Allgemeine Baubeschreibung Allgemeine Baubeschreibung
Der Auftraggeber, die Everllence SE Augsburg, plant im Auftrag der RheinEnergie AG den Bau einer Großwärmepumpenanlage in einer Leistungsklasse von ca. 150 MW für die thermische Erzeugung von Fernwärme in Köln Niehl.
Die Wärmequelle der Großwärmepumpe ist aus dem Rhein entnommenes Flusswasser. Das Heizkraftwerk (HKW) Niehl liegt im Stadtteil Köln-Niehl in Nähe zum Rhein. Südlich und westlich des Kraftwerksgeländes befinden sich jeweils Becken des Niehler Hafens, nördlich schließen sich eine Gasübernahmestation und weitere Industriebetriebe an, östlich liegen die Straße Am Mohlenkopf und das Cranach-Wäldchen parallel zum Rhein (Landschaftsschutzgebiet).
Die Planung und der Bau beinhalten ein schlüsselfertiges Kraftwerk mit allen Gebäuden, die zum Betrieb notwendig sind. Dazu zählen u.a. die Hauptgebäude wie Schaltanlagen- und Großwärmepumpengebäude GWP (UHX / UBA) mit einer Tanksiloanlage (UVM), Fernwärmepumpengebäude (ULR), Rohrbrücken (UMY), Transformatorenstände (UBE) und einer Entladetasse (UEH).
Die Geländehöhe +/- 0,0m wird mit 45,90 mNN angegeben. Laut Baugrundgutachten ist das Grundwasser im Bemessungszustand mit einem HHW gleich Geländeoberkante (GOK) zu berücksichtigen.
Bauwerke:
GWP-Gebäude - UHX / UBA
Es handelt sich um ein nicht unterkellertes Funktionsgebäude.
Bereich UHX Großwärmepumpengebäude
Bereich UBA Schaltanlagengebäude.
Abmessungen L / B / H
UHX ca. 68,15 / 27,9 / 14,5 m
UBA ca. 68,15 / 9,5 / 19,0 m
Das Schaltanlagengebäude ist eine 4 geschossige Stahlbetonkonstruktion in Ortbetonbauweise mit punkt- und linienförmig gelagerten Decken, Stahlbetonwänden und -stützen, die alle vertikalen und horizontalen Lasten auf die Stahlbetonbodenplatte leiten und über Großbohrpfähle in den Baugrund abtragen. Die Ortbetonwand angrenzend zu dem UHX-Bereich wird als Brandwand geplant mit Ortbetonlisenen zur Auflagerung der Hallenbinder.
Der UHX-Gebäudeteil wird mit Halbfertigteilstützen geplant, in die Hohlwandelemente eingesetzt und monolithisch mit den Stützen verbunden werden. Diese Bauweise gilt für die Außen- und innenliegenden Zwischenwände. Das Dachtragwerk wird mit Spannbetonhohlplatten, die auf Spannbetonbindern und Zwischenwänden auflagern geplant. Vertikale Lasten werden aus den Deckenplatten in die Spannbetonbinder und Zwischen- und Außenwände geleitet und über die Stahlbetonbodenplatte mittels Großbohrpfählen gegründet. Horizontale Lasten werden über die als Scheibe ausgebildete Deckenscheiben in die Außen-, Zwischenwände und über die Brandwand in den UBA-Gebäudeteil geleitet und über Großbohrpfähle mit Pfahlkopfbalken in den Baugrund abgetragen. Für die Auflagerung der Kranbahnträger werden an den Stahlbetonlisenen und Halbfertigteilstützen Stahlbetonkonsolen geplant.
Die Bodenplatte des UHX-Gebäudeteils wird als dichte Wanne mit Sockelaufkantung mit dem Ziel eines Löschwasserrückhaltevolumens und zusätzlichen WHG-Anforderungen geplant.
Fernwärmepumpengebäude - ULR
Es handelt sich um ein nicht unterkellertes eingeschossiges Funktionsgebäude, bestehend aus einer Halle in Stahlbauweise und einem giebelseitig angeschlossenen Vorbau in Ortbetonbauweise.
Abmessungen L / B / H
ULR ca. 33,56 / 16,26 / max. 8,7 m
Die Länge des Stahlbetongebäudes beträgt ca. 9,0m von der Gesamtlänge mit einer Höhe von ca. 6,25m. Die Halle wird als 2-Gelenkrahmen mit vertikalen Kreuzverbänden in den Längs- und der Giebelseite bzw. horizontalen Kreuzverbänden in der Dachebene geplant.
Für die Auflagerung von innenliegenden Rohrleitungen und Kranbahnträgern wird eine innenliegende Rahmenkonstruktion, die an das Haupttragwerk der Halle angeschlossen ist, geplant. Auf dem Dach wird ein Wartungssteg mit begehbaren Dachbühnen zur Aufstellung von Lüftungsgeräten geplant. Die Stahlkonstruktion der Halle wird kraftschlüssig an den giebelseitigen Vorbau in Ortbetonbauweise mit linienförmig gelagerten Decken und Wänden angeschlossen.
Vertikale und horizontale Lasten aus den Stützen der Hallenrahmen und Wänden des Vorbaus, als auch der Bodenplatte werden in Großbohrpfähle geleitet und in den Baugrund abgetragen.
Transformatorenstände - UBF
Südlich des Großwärmepumpengebäudes werden drei Transformatorenstände für 3 x 110kV-Transformatoren errichtet. Diese sind nebeneinander platziert und binden ca. 2,0 m in das Gelände ein.
Geplant ist eine Flachgründung auf einer 1,0m starken Schottertragschicht.
Abmessungen L / B / H
UBF ca. 26,7 / 6,45 / 8,6 m
Die drei Trafozellen sind ca. 8,5m lang und durch Explosionsschutzwände getrennt. Die Konstruktion der Wände und Fundamente ist in Stahlbeton geplant. Die Transformatoren werden auf Schienen und Streifenfundamente gesetzt. Unterhalb der Transformatoren ist ein Öl- bzw. Löschwasserauffangbecken mit einer WHG-Beschichtung, das mit flammhemmenden Gitterrosten abgedeckt ist.
Rohrbrückenbauwerk - UMY
Über die komplette Anlage wird eine Rohrbrücke in Stahl errichtet, die die Rohrleitungen und Kabelpakete vom Neubau mit dem Bestand verbindet. Die Rohrbrücke springt in ihrem Verlauf in Höhe und Breite.
Die Gesamtlänge der Rohrbrücke ist ca. 650 m mit einer Breite zwischen 3,0 - 5,0 m und einer Höhe von 0,7 m bis ca. 8,6 m bzw. entsprechend Erfordernis der weiteren Planung.
Die Gründung der Förderbrücke erfolgt auf Streifen- und Blockfundamenten. In Teilbereichen werden diese Fundamente ggf. mit Mikrobohrpfählen unterstützt.
Entladetasse - UEH
Im Bereich der Straße ist neben der Rohrbrücke südlich des Großwärmepumpengebäude eine Entladestation geplant. Der Umgang mit wassergefährdenden Stoffen ist zu beachten, inkl. Sicherheitseinrichtungen, Zugangsbeschränkungen, allgemein benötigte technische Ausstattung, Beleuchtung, Warnsystem etc.
Betriebsmittellager Wäscher - UVM
Östlich vom Großwärmepumpengebäude sollen vier doppelwandige, freistehende Ammoniaksulfat-Tanks mit einem Fassungsvolumen von je 100m³ aufgestellt werden. Als Gründung ist eine mindestens 50cm starke Bodenplatte geplant, die auf einer Schottertragschicht gegründet wird.
Abmessungen L / B
UVM ca. 14,5 / 14,5m.
Allgemeine Baubeschreibung
Zusätzliche technische Vorschriften "HLSK" (ZTV) HLSK - ZTV und Technische Anlagenbeschreibung
ZUSÄTZLICHE TECHNISCHE VORSCHRIFTEN
GRUNDLEGENDE ANGABEN FÜR DIE HLS-ANLAGE
1. AUSSCHREIBUNGSGRUNDLAGEN
Folgende Bestimmungen müssen beachtet werden:
Die neuesten Fassungen der VOB, der DIN-Normen, der VDI- und VDE Richtlinien, sowie den Stand der Technik.
Die Planunterlagen des Architekten und des Fachingenieurs zum Zeitpunkt der Ausschreibung.
2. LEISTUNGSUMFANG
Der Leistungsumfang ist im Leistungsverzeichnis beschrieben.
Alle Stoffe und Bauteile müssen der DIN-Güte und den Normenvorschriften entsprechen.
3. ALLGEMEIN
Das oberste Gebot für die Ausführung der nachstehend beschriebenen Arbeiten ist der Schutz der Bausubstanz. Aus diesem Grund sind alle Stemmarbeiten mit größter Sorgfalt auszuführen.
Erhebliche Kosten, welche durch Nichtbeachtung dieser Forderungen entstehen, gehen voll zu Lasten des Auftragnehmers.
Alle Arbeiten sind nach Maßgabe der Bauleitung und des Statikers auszuführen, d. h.vor Beginn der Arbeiten ist das Einverständnis der Genannten zu erwirken.
Der Bieter muss in der Lage sein, innerhalb der vorgegebenen Zeit die erforderlichen Installationsarbeiten auf Abruf durchzuführen.
Mehrere Anfahrten täglich berechtigen nicht zu Nachforderungen, ebenso werden evtl. auftretende Wartezeiten auf der Baustelle nicht gesondert vergütet.
Der Auftragnehmer gewährleistet die Verwendung von einwandfreiem Material, meistergerechter Arbeit und störungsfreiem Betrieb in der Weise, dass er sich verpflichtet, alle Mängel und Schäden, auch Folgeschäden, die auf sein Verschulden zurückzuführen sind, kostenlos zu beseitigen oder von Fachfirmen beseitigen zu lassen.
Die Genehmigung der Ausführungspläne entbindet die ausführende Firma in keiner Weise von ihrer ausschließlichen Verantwortung für eine einwandfreie Funktion der Anlage und die Erzielung der zugesicherten Leistungen.
4. ABNAHME
Grundsätzlich erfolgt eine Abnahme der HLS-Anlagen im Beisein des zuständigen Bauleiters und des Bauherren und/oder Vertretung bei Inbetriebnahme.
5. BEMERKUNGEN
Jeder Auftragnehmer ist bis zur Abnahme für sein Eigentum und installierte Leistung verantwortlich.
6. DOKUMENTATIONSUNTERLAGEN
Mindestens 4 Wochen vor der Abnahme ist die Dokumentation nach Gewerken geordnet in beschrifteten Ordnern mit Inhaltsverzeichnis dem Auftraggeber 1-fach zur Durchsicht zu übergeben.
Der AN hat dabei folgende Dokumentationsunterlagen zu erbringen:
- Detail-, Bestands- und Revisionspläne
- Schalt- und Funktionspläne
- Grundrisspläne M 1:50
- Strangschemata
- Rohrnetzberechnungen
- Dokumentation des hydraulischen Abgleiches in tabellarischer Form für gesamtes Heizungsnetz
mit Angabe der Einstellwerte
- Sämtliche technische Auslegungen und Dimensionierungen wie z.B. Dimensionierung Pumpen,
Armaturen und Apparaten
- MSR Schemata und Übersichtsschemen für alle Anlagen
- Darstellung aller Entlüftungen, Entleerungen, Absperrvorrichtungen usw. in den Grundrissplänen
und Strangschemata
- Abnahme- und Genehmigungsprotokolle aller Überwachungsbehörden
- Protokolle der Druckproben, Funktionsprüfungen und Funktionsmessungen
- Sämtliche Zulassungs- und Prüfbescheide
- Ersatzteillisten, Stücklisten, Gerätelisten
- Wartungskarten und Bestandslisten für Wartungsarbeiten
- Schalt- und Stromlaufpläne
- Listen aller dem Verschleiß oder Bruch unterliegenden Anlagenteile, insbesondere für Keilriemen,
Wellenlager, Motoren, Stellglieder und Schaltgeräte mit Angabe der Wartungsintervalle sowie des
Kundendienstes der entsprechenden Firmen.
- Listen über Anlagenteile und Einrichtungen, die genehmigungs- und überwachungspflichtig sind, mit
Angaben der Kontrollzyklen.
- Liste der eingesetzten Bauteile als Excel - Datei mit Bezeichnung; Kostengruppe; Typ; Hersteller;
Einstellwerte; Bestellnummer; Einbauort etc.
- Wartungs- und Pflegeanleitungen (für die Wartungen sind Kurzanleitungen zu erstellen)
- Bedienungsanleitungen, Funktionsbeschreibungen mit Erläuterung der Störmeldung, Betriebsmeldung
und Zählwerte und Wartungsanweisungen für sämtliche Anlagenteile und eingesetzten Geräte.
- Betriebsanleitungen- und technische Unterlagen im Original und zusätzlich als
Kurzbedienungsanleitungen (max. A3-Format) in deutscher Sprache, abgestimmt auf die
aufgeführten Anlagen
- Protokolle über alle im Rahmen der Einregulierungsarbeiten durchgeführten Messungen mit Angabe
der endgültigen Einstellwerte, auch für zusätzlich geforderte Messungen
- Protokolle über die Einweisung des Bedienungs- und Wartungspersonals mit Gegenzeichnung der
Teilnehmer
- Stücklisten und Ersatzteillisten mit Angabe des Herstellers
- Ersatzteillisten mit Bezugsquellennachweis
- Sachverständigendokumentation
- Niederschrift aller Prüf- und Messergebnisse
- Alle Prüfzeugnisse und Zulassungsbescheide
- In jedem Schaltschrank sind die Schaltschrankpläne in einer dafür vorgesehenen Einschiebetasche
zu hinterlegen
- Nachweise, dass keine gesundheitsgefährdende Stoffe eingebaut wurden
- Errichterbescheinigungen
- Übereinstimmungserklärungen
- Nachweis der Erstprüfung
- Nachweis Desinfektionsmittelbeständigkeit
Vorstehende Unterlagen sind in deutscher Sprache zu liefern, die technischen Angaben haben nach DIN-Norm zu erfolgen und die Maßeinheiten müssen den deutschen Vorschriften entsprechen.
Zusätzliche technische Vorschriften "HLSK" (ZTV)
Technische Anlagenbeschreibung HLSK TECHNISCHE ANLAGENBESCHREIBUNG HLSK:
1. Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen
Die vorliegende Sanitäranlage ist für den Einbau in ein Gebäude konzipiert und umfasst die grundlegenden Komponenten für die Wasserversorgung und Entwässerung. Der Hausanschluss bildet die Schnittstelle zwischen dem öffentlichen Trinkwassernetz und der internen Gebäudeinstallation. Über diesen Anschluss wird das Gebäude mit Frischwasser versorgt, das anschließend zu den einzelnen Entnahmestellen verteilt wird.
Die Anlage beinhaltet eine Dusche, die mit einem elektrischen Durchlauferhitzer ausgestattet ist. Dieser sorgt für die bedarfsgerechte Erwärmung des Wassers direkt bei der Nutzung, sodass kein separater Warmwasserspeicher erforderlich ist. Die Dusche verfügt über eine Mischbatterie, mit der sich Temperatur und Wassermenge individuell einstellen lassen.
Zusätzlich ist ein Waschbecken installiert, das sowohl mit Kalt- als auch mit Warmwasser versorgt wird. Die Warmwasserbereitstellung erfolgt ebenfalls über den vor genannten Durchlauferhitzer. Das Waschbecken ist mit einer modernen Einhebelarmatur ausgestattet, die eine komfortable Bedienung ermöglicht.
Die Entwässerung der Sanitäranlage erfolgt zentral über eine Fallleitung, die in der Gebäudemitte angeordnet ist. Das Abwasser von Dusche und Waschbecken wird jeweils über einen Siphon in diese vertikale Leitung eingeleitet. Die Fallleitung führt das gesammelte Abwasser sicher und hygienisch in die Grundleitung beziehungsweise zum Kanalanschluss ab. Zur Sicherstellung eines störungsfreien Abflusses und zur Vermeidung von Geruchsbelästigungen ist die Fallleitung fachgerecht belüftet.
Die gesamte Anlage ist nach den geltenden technischen Regeln und Normen geplant und mit Absperrarmaturen sowie Rückflussverhinderern ausgestattet, um Wartungsarbeiten und den Schutz des Trinkwassernetzes zu gewährleisten. Die regelmäßige Kontrolle und Wartung der Komponenten sichert eine dauerhafte Funktionsfähigkeit und Hygiene der Sanitärinstallation.
2. Wärmeversorgungsanlagen
Die Heizungsanlage des Gebäudes wird über eine moderne Fernwärmeübergabestation mit Wärme versorgt. Die Fernwärmeübergabestation bildet die Schnittstelle zwischen dem externen Fernwärmenetz und der hausinternen Heizungsinstallation. Hier erfolgt die Übergabe der thermischen Energie, wobei die Systemtemperaturen für den Vorlauf auf 55°C und für den Rücklauf auf 30°C eingestellt sind. Diese Temperaturwerte gewährleisten eine effiziente und zuverlässige Wärmeversorgung, die speziell auf die Anforderungen einer Frostschutzheizung abgestimmt ist.
Im gesamten Gebäude sind Kompaktheizkörper installiert, die für eine Mindestraumtemperatur von 5°C ausgelegt sind. Diese niedrige Solltemperatur dient dem Frostschutz und verhindert zuverlässig das Einfrieren von wasserführenden Leitungen und Bauteilen in den Räumen. Die Heizkörper sind so dimensioniert, dass sie auch bei den vorgegebenen Systemtemperaturen eine ausreichende Wärmeabgabe sicherstellen.
Die Regelung der einzelnen Heizkörper erfolgt über Thermostatköpfe, die eine individuelle Einstellung und eine automatische Anpassung der Heizleistung ermöglichen. Dadurch kann die gewünschte Raumtemperatur präzise gehalten werden, während gleichzeitig ein energieeffizienter Betrieb gewährleistet ist. Die Thermostatventile sorgen dafür, dass die Heizkörper nur dann Wärme abgeben, wenn die Raumtemperatur unter den eingestellten Wert fällt.
Die gesamte Heizungsanlage ist auf einen sicheren und wartungsarmen Betrieb ausgelegt. Die Kombination aus Fernwärmeversorgung, abgestimmten Systemtemperaturen und einer automatisierten Einzelraumregelung bietet einen zuverlässigen Frostschutz für das Gebäude und trägt zur Werterhaltung der Bausubstanz bei. Alle Komponenten entsprechen den aktuellen technischen Standards und sind für einen langfristigen und störungsfreien Betrieb konzipiert.
3. Lufttechnische Anlagen
Die lufttechnische Anlage des UBA-Gebäudes ist darauf ausgelegt, eine optimale Versorgung der Innenräume mit Frischluft sicherzustellen und gleichzeitig die spezifischen Anforderungen einzelner Bereiche zu erfüllen. Das Herzstück der Anlage bildet ein zentrales raumlufttechnisches Gerät (RLT-Gerät), das eine Außenluftmenge von etwa 30.600 m³/h bereitstellt. Die Außenluft wird je nach Jahreszeit konditioniert: Im Sommer erfolgt eine Kühlung auf ca. 19°C, während im Winter eine Beheizung auf 20°C gewährleistet wird. Dadurch wird ein angenehmes und konstantes Raumklima geschaffen, das sowohl den Komfort der Nutzer als auch die Anforderungen an die Gebäudetechnik erfüllt.
Die Verteilung der konditionierten Zuluft und die Abführung der Abluft erfolgen in den allgemeinen Bereichen des Gebäudes über Lüftungsgitter und Tellerventile. Diese Komponenten sorgen für eine gleichmäßige und zugfreie Luftverteilung in den Räumen und ermöglichen eine effiziente Abfuhr der verbrauchten Luft. Die Abluft wird dabei zentral erfasst und aus dem Gebäude abgeführt, sodass eine kontinuierliche Frischluftzufuhr und ein hygienisch einwandfreier Luftwechsel sichergestellt sind.
Besondere Anforderungen bestehen in drei Räumen des 3. Obergeschosses. In diesen Bereichen wird die Zuluft großteils über das zentrale RLT-Gerät eingebracht, um die gewünschte Luftqualität und Temperatur zu gewährleisten. Der Kompressorraum bezieht die Frischluft direkt über eine freie Luftnachströmung über das Dach. Die Abluftführung erfolgt jedoch separat über Dachventilatoren oder alternativ über Rohreinbauventilatoren. Diese spezielle Ablufttechnik ermöglicht eine flexible und bedarfsgerechte Abfuhr der Raumluft, insbesondere bei erhöhten Anforderungen an die Luftqualität oder bei besonderen Nutzungsbedingungen.
Für die Räume im ULR-Gebäude ist eine eigenständige Zu- und Abluftanlage installiert. Diese Anlage ist darauf ausgelegt, die im Prozess entstehende Warmluft gezielt abzuführen und gleichzeitig frische Außenluft wieder zuzuführen. Im Winter wird die Zuluft auf 20°C beheizt, um auch hier ein angenehmes Raumklima zu gewährleisten und die Arbeitsbedingungen zu optimieren. Die getrennte Luftführung sorgt dafür, dass die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Prozesse und Nutzungen zuverlässig erfüllt werden.
Insgesamt gewährleistet die lufttechnische Anlage des UBA-Gebäudes eine bedarfsgerechte, energieeffiziente und komfortable Frischluftversorgung aller Räume. Die Kombination aus zentraler Luftaufbereitung, flexibler Luftverteilung und speziellen Lösungen für einzelne Bereiche stellt sicher, dass sowohl allgemeine als auch besondere Anforderungen optimal umgesetzt werden. Alle Komponenten und Regelungen entsprechen den aktuellen technischen Standards und sind auf einen sicheren, wirtschaftlichen und wartungsarmen Betrieb ausgelegt.
4. Kälteanlagen
Die kältetechnische Anlage des UBA-Gebäudes ist darauf ausgelegt, eine zuverlässige und energieeffiziente Versorgung der verschiedenen Gebäudebereiche und technischen Prozesse mit Kälte sicherzustellen. Auf dem Dach des Gebäudes sind drei Kaltwassersätze geplant, die jeweils mit Schalldämmhauben ausgestattet sind, um die Geräuschentwicklung auf ein Minimum zu reduzieren und die Umgebungslärmbelastung zu verringern. Die Kaltwassersätze sind teilredundant ausgeführt, sodass auch bei Ausfall eines Aggregats die Kälteversorgung weiterhin gewährleistet bleibt und ein sicherer Betrieb der Anlage möglich ist.
Die erzeugte Kälte wird vielseitig genutzt: Sie dient sowohl der Raumkühlung über Umluftkühlgeräte und Klimaschränke als auch der Prozesskühlung für die Druckluftkompressoren. Zusätzlich wird das Kühlregister des zentralen RLT-Gerätes mit Kaltwasser versorgt, um die Zuluft im Sommer effizient zu temperieren und ein angenehmes Raumklima zu schaffen. Die Umluftkühlgeräte und Klimaschränke sind redundant ausgeführt, sodass bei Wartungsarbeiten oder Störungen jederzeit eine unterbrechungsfreie Kühlung der Räume und technischen Einrichtungen sichergestellt ist.
Im ULR-Gebäude sind auf dem Dach zwei Kaltwassersätze mit Schalldämmhauben installiert, die im vollredundanten Betrieb arbeiten. Diese Ausführung garantiert eine maximale Betriebssicherheit, da bei Ausfall eines Geräts das zweite Aggregat die Kälteversorgung vollständig übernehmen kann. Die Umrichterräume werden hier über Umluftkühlgeräte als Deckengeräte sowie über Klimaschränke klimatisiert, wobei auch diese Komponenten voll redundant ausgelegt sind. Dadurch wird eine konstante und zuverlässige Klimatisierung der sensiblen technischen Bereiche gewährleistet, was insbesondere für die Betriebssicherheit der elektrischen Anlagen von großer Bedeutung ist. Insgesamt zeichnet sich die kältetechnische Anlage durch eine hohe Betriebssicherheit, Flexibilität und Energieeffizienz aus. Die Kombination aus teilredundanter und vollredundanter Ausführung, der Einsatz von Schalldämmhauben sowie die gezielte Versorgung unterschiedlicher Verbraucher mit Kaltwasser sorgen für einen störungsfreien und wirtschaftlichen Betrieb. Alle Komponenten entsprechen den aktuellen technischen Standards und sind auf eine langfristige und wartungsarme Nutzung ausgelegt.
Technische Anlagenbeschreibung HLSK
10 KG 410 Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen
10
KG 410 Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen
Befestigung und Abschottung von Leitungsanlagen Vorbemerkungen zu Befestigung und Abschottung von Leitungsanlagen
Rohrbefestigungen und Befestigungskonstruktionen müssen eine betriebssichere, kontrollierte und spannungsfreie Ausdehnung der Rohre ermöglichen. Konstruktionen nach statischen Erfordernissen und mit auf Lastniveau und Untergrund abgestimmten, ingenieurmäßig geplanten und bauaufsichtlich zugelassenen Dübeln befestigt am Bauwerk. Bei gemeinsamen Rohrtrassen sind die Rohrbefestigungen mit den Auftragnehmern der anderen Gewerke auf ein einheitliches, dem Lastniveau angepassten C-Profil-Montagesystem abzustimmen. Es sind Rohrbefestigung und Unterkonstruktionen mit dem RAL Gütezeichen Rohrbefestigung (RAL-GZ 655) zu verwenden. Es ist ein einheitliches Befestigungssystem eines Herstellers zu verwenden. Sämtliche Rohrbefestigungen, Unterkonstruktionen sowie Befestigungszubehörteile sind in galvanisch oder sendzimirverzinkter Ausführung vorzusehen (Schichtstärke min. 20 um).
Im Zuge der Montageplanung ist ein statischer Nachweis der Schienen- und Dübeldimensionierung in Abstimmung mit den anderen Gewerken durchzuführen.
Bei Rohrbefestigungen und Rohrtraversen zur Halterung von Rohrschottungen (R30 - R 90) sowie in Bereichen mit Anforderungen an die Feuerbeständigkeit (F30 - F 90), wie z.B. im Bereich von notwendigen Fluren, Flucht und Rettungswegen und notwendigen Treppenräumen sowie Rohrtrassen im Kreuzungsbereich über SV - Trassen Elektro, sind Brandschutznachweise (Statik und Festigkeit) für Heißbemessung im Brandfall nach Eurocode 3 (DIN EN 1993-1-2, 2006) im Zuge der Montageplanung durchzuführen und vorzulegen. Die Kosten hierfür sind in die Einheitspreise mit einzurechnen.
Befestigungskonstruktionen im Bereich von Rohrschottungen (R30 bis R90) sind entsprechend den Vorgaben der ABP bzw. ABZ der einzelnen Rohrschottungssysteme zu bemessen, dimensionieren und auszuführen.
Bei Rohrleitungen und Rohrtrassen innerhalb von F 30 und F 90 Abhangdecken sind die geforderten Nachweise der LAR im Zuge der Montageplanung zu erbringen. Die Befestigungen sind gemäß LAR bzw. DIN 4102-4 Abschnitt 8.5.7 unter Berücksichtigung der zulässigen Grenzspannungen für Zug zu dimensionieren und auszuführen.
Die Leitungsanlagen sind unter Berücksichtigung der brandschutztechnischen Anforderungen nach DIN 4102, LBO/LAR, z. B. durch Eignungsnachweis und bauaufsichtliche Zulassungen, zu befestigen und abzuschotten.
Die auftretenden thermischen Rohrbewegungen und Längenänderungen der Rohrleitungen sind je nach örtlichen Gegebenheiten durch Dehnungsschenkel, Ausgleichsbögen oder Kompensatoren aufzunehmen, und die Leitungen mit entsprechend geeigneten Pendelbefestigungen bzw. Schiebe- und Rollengleitern zu montieren. Beim Einsatz von Kompensatoren sind Führungslager entsprechend den Herstellerangaben einzubauen. Treten neben den axialen Längenänderungen zusätzlich Bewegungen ins seitlicher Richtung auf, sind geeignete Kreuzgleiter zu montieren.
Die erforderlichen Rohrstatischen Berechnungen für Festpunkte, U - und L - Bogen sowie für Gleitbewegungen sind im Zuge der Montageplanung durchzuführen und vorzulegen. Die Kosten hierfür sind in die Einheitspreise mit einzurechnen
Die thermischen Rohrausdehnungen und Kräfte sind nach rohrstatischen Berechnungen dem Stande der Technik entsprechend durch Festpunkte in den Kraftrichtungen aufzunehmen. Alle Bauteile sind komplett in verzinkter Ausführung einzubauen. Die Schiebewege der Gleitelemente sind entsprechend den auftretenden Dehnbewegungen und mit geringen Haftreibungsfaktoren (0,27- 0,3) und Gleitreibungsfaktoren (0,13-0,17) auszulegen.
Die Befestigung am Bauwerk hat mit auf das Lastniveau und Untergrund abgestimmten allgemein bauaufsichtlich zugelassenen Ankern oder Dübeln aus Metall zu erfolgen. Die Bauteile müssen den Nachweis der geprüften Befestigung im vorbeugenden baulichen Brandschutz haben. Es dürfen nur für den jeweiligen Untergrund zugelassen Dübel verwendet werden. Bei Beton als Untergrund ist immer von gerissenem Beton auszugehen.
Befestigungen sind mit schalldämmenden Einlagen nach DIN 4109 einzubauen. Es sind nach DIN 4109 schallschutzgeprüfte verzinkte Rohrschellen einzusetzen. Im Bereich von notwendigen Fluren, Flucht und Rettungswegen und notwendigen Treppenräumen dürfen nur für im vorbeugenden baulichen Brandschutz geprüfte Rohrschellen eingesetzt werden. Für Heißwasser, Dampf und Kondensat sind bis 200 °C beständige Schalldämmeinlagen aus Silikon zu verwenden. Bei der Befestigung von Kälterohrleitungen, bei welcher bedingt durch Mediums- und Umgebungstemperatur mit Tauwasserbildung zu rechnen ist, sind thermisch und akustisch nach DIN 4109 entkoppelte, kälteisolierte und tauwasserdichte Kälterohrschellen zu verwenden, welche auf die Dämmschichtanforderung und den Rohrdurchmesser abgestimmt sind. Der fachgerechte und diffusionsdichte Anschluss an die weiterführende Dämmung im Bereich der Rohrbefestigung ist sicherzustellen.
Bei hängenden Belastungen sind Rohrschellen mit einer statischen Belastbarkeit von mind. 2.000 N zu verwenden.
Befestigung und Abschottung von Leitungsanlagen
Kalkulationshinweis Befestigungselemente Kalkulationshinweis
In die Einheitspreise der Rohrleitungen sind sämtliche Befestigungen an Wänden bzw. Decken wie Rohrschellen, Kälte-Rohrschellen, Rohrschlaufen, Kanalbefestigungen, Trapezhänger, Gewindestangen, Krallenplatten sowie erforderliche Montageschienen, Schalldämmeinlagen, Dübel etc. und weiteres Montagezubehör für die Schienenmontage wie Schienenverbinder, Schienenendkappen, Adapter, Schrauben, Muttern etc. mit einzukalkulieren.
Zuschnitt sowie sämtliche erforderlichen statischen Bemessungen und Nachweise (nähere Beschreibung siehe Vorbemerkungen zu Befestigungen) sind in die Einheitspreise der Rohrleitungen mit einzurechnen.
In Gebäudeteilen mit innenliegender Dämmung aus Schaumglas sind zusätzlich zu den Standard-Befestigungssystemen für Rohrleitungen bzw. Kanäle wärmebrückenminimierte Befestigungssysteme wie z.B. Krallenplatten aus feuerverzinktem Stahl nach EN 10025-2 mit zackenmäßig ausgeführten Abkantungen, einschießlich der diffusionsdichten Abdichtungen der durch die Schaumglasdämmung geführten Gewindestange bzw. der Krallenplatte vorzusehen.
Kalkulationshinweis Befestigungselemente
Hinweis Montagehöhen Hinweis Montagehöhen Trinkwasser, Schmutz- und Regenwasser
Die Aufteilung der Montagehöhen der Leitungen und Formteile gestaltet sich wie folgt:
Trinkwasser
100 % der Massen Montagehöhe bis zu 3,8 m
Schmutzwasser
100 % der Massen Montagehöhe bis zu 3,8 m
Regenwasser
15 % der Massen Montagehöhe bis zu 3,8 m
15 % der Massen Montagehöhe bis zu 6,8 m
70 % der Massen Montagehöhe bis zu 16,0 m
Hinweis Montagehöhen
11 KG 420 Wärmeversorgungsanlagen
11
KG 420 Wärmeversorgungsanlagen
11.01 Wärmeerzeugung
11.01
Wärmeerzeugung
11.02 Armaturen
11.02
Armaturen
11.03 Rohrleitungen für Heizung (Stahl)
11.03
Rohrleitungen für Heizung (Stahl)
11.04 Heizflächen mit Zubehör
11.04
Heizflächen mit Zubehör
11.05 Wärmedämmung HZG, Mineralfaser
11.05
Wärmedämmung HZG, Mineralfaser
14 KG 410 - 434 Besondere Leistungen
14
KG 410 - 434 Besondere Leistungen
14.01 Funktionsprüfung, Inbetriebnahme
14.01
Funktionsprüfung, Inbetriebnahme
14.02 Kennzeichnung
14.02
Kennzeichnung
14.04 Revisions- und Wartungsunterlagen
14.04
Revisions- und Wartungsunterlagen
14.06 Montageschienen und Tragkonstruktion
14.06
Montageschienen und Tragkonstruktion
14.07 Befestigungselemente
14.07
Befestigungselemente