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bis
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Leistungsverzeichnis
OZ
Beschreibung
Typ
Menge
Einheit
Einheitspreis EUR
Gesamtbetrag netto EUR
Projektbeschreibung Dreifachturnhalle Erkner KG 410-ABWASSER-, WASSER-, GASANLAGEN
Ver- und Entsorgungsleitungen sind in frostfreien Bereichen zu führen. Sollten Leitungen
dennoch zwingend durch frostgefährdete Bereiche geführt werden müssen,
sind diese mit selbst geregelten Heizbändern auszurüsten.
Abwasseranlagen
Das Schmutzwasser ist ordnungsgemäß unter Berücksichtigung der hygienischen
und technischen Standards abzuführen und in die öffentliche Kanalisation einzuleiten.
Die Vorgaben der Schmutzwasserbeseitigungsatzung des Wasserverbandes
Strausberg-Erkner (Anlage B 3.7) sind einzuhalten.
Die Angaben zu anliegenden Entsorgungsanschlüsse und gemäß Ziffer 11.1.2 sind zu berücksichtigen.
Die Schmutzwasserableitung soll über ein entsprechend DIN 1986 und DIN EN 12056
dimensioniertes Schmutzwasserrohrnetz erfolgen.
Das Grundleitungsnetz ist so zu strukturieren, dass abschnittsweise
Dichtheitsprüfungen vorgenommen werden können.
Nicht baukörperbezogene Grundleitungen dürfen nicht unter der Gebäudesohle verlegt werden.
Im gesamten Leitungsnetz sind Revisions- und Kontrollschächte vorzusehen.
Revisionsklappen sind abschließbar auszuführen.
Hebeanlagen sind möglichst zu vermeiden. Der Einbau ist nur für eine Entwässerung unter der Rückstauebene
zulässig.
Falls erforderlich, sind Schmutzwasserhebeanlagen mit einer guten Revisionsfähigkeit zu installieren.
Bodenabläufe sind nach Erfordernis, unter Einhaltung der geltenden Vorschriften anzuordnen.
Darüber hinaus sind Bodenabläufe gemäß Anlage B 2 vorzusehen.
Bodeneinläufe sind so auszuführen, dass keine Geruchsbelästigung auftritt.
Die Bodeneinläufe sind mit verschraubten Edelstahl- Gitterrost auszustatten.
Materialien
Bei der Wahl der Rohrleitungsmaterialien sind der Schall- und Brandschutz zu berücksichtigen.
Um einen ausreichenden Schallschutz zu gewährleisten, sind die Befestigungen und
Rohrkonsolen mit geeignetem Gummiband auszulegen.
Niederschlagswasser
Der Umgang mit Niederschlagswasser erfolgt gemäß Ziffer 11.1.2 und Ziffer 11.2.5.
Wasseranlagen
Allgemeines
Wasserversorgunginstallation müssen unter Berücksichtigung der geltenden Bestimmungen
des Gesundheitsschutzes (insbesondere der geltenden Trinkwasserordnung) sowie des
aktuellen Standard der Normung und Richtlinien installiert und betrieben werden.
Die Angaben zum anliegenden Versorgungsanschluss gemäß KG 200 sind zu berücksichtigen.
Trinkwassernetz
Zur Dimensionierung des Trinkwassernetzes ist der beschriebene Bedarf der Vergabeunterlagen
zu berücksichtigen. Für die Trinkwasserversorgung ist ein geeignetes Konzept zu
entwickeln, dass die Versorgung, Prüfung sowie das Durchführen von Wartungs-
und Instandhaltungsarbeiten des Gebäudes beziehungsweise einzelner Abschnitte
ermöglicht. Im Leitungsnetz sind ausreichend Revisions- und Kontrollschächte vorzusehen.
Zur Sicherstellung der regelmäßigen Untersuchungspflicht auf Legionellen gemäß der
Trinkwasserverordnung sind geeignete Probeentnahmestellen anzuordnen.
Das Trinkwassernetz ist mit automatischen Spülvorrichtungen an den Leitungsenden
auszuführen. Diese automatischen Spülvorrichtungen sind geschützt vor dem Zugriff
der Schüler und Vereinsnutzer auszuführen.
Nach dem ausreichend zu dimensionierenden Hausanschluss für das Trinkwasser sind
Rückschlagventile mit DVGW-Prüfzeichen, rückspülbare Filter mit Rückspülautomaten und
Druckminderer sowie Entleerungshahn vorzusehen. Jeder Steigestrang ist für sich
etagenweise absperrbar und entleerbar auszuführen.
Für die Sporthalle soll ein zentraler Hauptwasserzähler vorgesehen werden. Darüber hinaus ist der
Wasserverbrauch für die Außenanlagen separat zu erfassen.
Warmwasserbereitung
Das Konzept zur Warmwasserbereitung obliegt dem Auftragnehmer. Es ist zu berücksichtigen,
dass die Warmwasserbereitung wirtschaftlich sinnvoll erfolgen soll und ein der Nutzung
angemessene System vorgesehen wird.
Für die Bemessung der Anlagen ist davon auszugehen, dass 50% der in der Sporthalle
vorzusehenden Duschen gleichzeitig alle 2 Stunden für 10 Minuten genutzt werden.
Für Räume mit geringen Warmwasserbedarf kann die Warmwasserbereitung wahlweise
zentral oder mittels elektrischer Warmwasserbereiter (als Kleindurchlauferhitzer) vorgesehen werden.
Zapfstellen, die über Warmwasser verfügen sollen, sind in folgenden Räumen vorzusehen:
-Duschen und Waschbecken in den Umkleiden und WC-Anlagen
-Barrierefreie WC
-Putzmittelräume
-Umkleide Lehrer/-innen
-Regie-/ Sanitätsraum
Sanitärobjekte
Die Ausführung aller Sanitärobjekte ist in weißer Standardausführung aus entsprechender
Sanitärkeramik zum Beispiel Porzellan oder Mineralguss vorzusehen.
Es sind handelsübliche Fabrikate zu verwenden.
Alle Armaturen sind in verchromter und geräuscharmer Messingausführung,
Klasse I, auszuführen.
Wandhängende Klosettbecken, Urinale, Handwaschbecken und Waschtische sind
mit Schallschutz-Set aus hochwertigem Naturkautschuk auszustatten, Klosettbecken und
Urinale sind in Vorwandmontage auszuführen.
Alle Wandanschlussfugen von Sanitärobjekten, sowie alle Rohranschlüsse an Fliesen
sind mit dauerelastischem Sanitär-Silikon abzudichten. Für alle Objekte und deren Zubehör
ist eine Fliesenkreuzinstallation vorzusehen.
Alle Objekte sind vollständig wasser- und schmutzwasserseitig anzuschließen;
gegebenenfalls sind notwendige Stromanschlüsse vorzusehen.
Die jeweilige Anzahl der benötigten Einrichtungsgegenstände muss vom Auftragnehmer,
sofern nicht vorgegeben, anhand der nutzungsbedingten Vorgaben bestimmt werden.
Die im folgenden beschriebenen Sanitär Erstattungen sind gemäß den Vorgaben
im Raum Datenblatt (Anlage B 2) vorzusehen und optisch und farblich aufeinander abzustimmen:
- Handwaschbecken
-Sanitärkeramik mit Zu- und Ablauf
-Größe mindestens 50 cm x 36 cm
-standardmäßig Selbstschluss-Einhebelarmatur mit einstellbarer Laufzeit (beziehungsweise Einhebelmischarmatur
bei Warmwasseranschluss)
-je Handwaschbecken: Spiegel (50
cm x 40 cm) mit verdeckter Befestigung, eingefliest beziehungsweise eingeputzt
-je Handwaschbecken einen nachfüllbarer Schaumseifen-Spender, ein Papierhandtuchspender, ein ausleerbarer
wandhängender Papierkorb je Raum mit Handwaschbecken
- Waschtisch
-Sanitärkeramik mit Zu- und Ablauf
-Größe mindestens 60 cm x 45 cm
-standardmäßig Selbstschluss-Einhebelarmatur mit einstellbarer Laufzeit (beziehungsweise
Einhebelmischarmatur bei Warmwasseranschluss)
-schwenkbare Einhebelmischarmatur, geeignet für barrierefreie WC-Anlage
-je Waschtisch: Spiegel (60 cm x 40 cm) mit verdeckter Befestigung, eingefliest beziehungsweise eingeputzt
-je Waschtisch ein nachfüllbarer Schaumseifen-Spender, ein Papierhandtuchspender, ein ausleerbarer
wandhängender Papierkorb je Raum mit Waschtisch
- WC
-Wandhängendes Tiefspül WC aus Sanitärkeramik
-Unterputz Spülkasten mit 2
Mengen System (maximal 4,5 Liter/6 Liter Wasserverbrauch je Spülvorgang); Drückerplatte aus Edelstahl
-WC Sitz aus Vollkunststoff mit Deckel; durchgehendes Edelstahlscharnier
-WC Papierrollenhalter
-WC Bürste; Halterung wandhängend
-je WC ein ausreissfester Kleiderhaken
-Hygienebeutel System und Hygiene Abfallbehälter je Damen, Unisex oder divers-WC, vandalismussicher befestigt
- Barrierefreies WC
-Wandhängendes Tiefspül WC aus Sanitärkeramik
-Unterputz Spülkasten mit 2 Mengen System (maximal 4,5 Liter/6 Liter Wasserverbrauch je Spülvorgang)
-WC Sitz aus Vollkunststoff mit Deckel; durchgehendes Edelstahlscharnier, Rückenlehne
-beidseitig vom WC klappbare Stützgriffe mit Spülbetätigung und Tiolettenpapierhalter
-Notrufsystem
- Dusche
-Sammelduschen (Duschplatz mind. 90 cm x 90 cm); bodengleich
-Aufputz-Duschpaneel in Edelstahl mit Selbstschuss-Einhebelarmatur mit einstellbarer Laufzeit und
integrierter Ablage für Pflegeartikel
- barrierefreie Dusche
-Duschplatz mind. 150 cm x 150 cm); bodengleiche befahrbare Dusche
-Aufputz-Duschpaneel in Edelstahl; Rückflussverhinderer; Schmutzfangsieb
-Selbstschuss-Einhebelarmatur mit einstellbarer Laufzeit von 5-45 Sekunden
und Spar Stopp-Funktion, Temperaturbegrenzung, Brauseduschkopf mit Wandbefestigung
-Klappsitz und Stützklappgriff
-Armaturen zum Bedienen im Sitzen
- Dusche Umkleide Lehrer-/-innen
-Duschplatz mind. 90 cm x 90 cm
-Aufputz-Duschpaneel in Edelstahl mit Selbstschuss-Einhebelarmatur
mit einstellbarer Laufzeit und integrierter Ablage für Pflegeartikel
-Geeignete Vorrichtung als Spritzschutz
- Urinal
-wandhängende wassersparende Einzel Urinalanlage mit Annäherungsautomatik
(Sanitärkeramik ein Liter); mit verdeckten Anschlüssen
-Handwasch-, Ausguss-Kombination
-Handwasch Ausgussbecken aus emailliertem Blech, Klapprost aus Edelstahl
für unteres Becken, Schlammfang
-Einhebelmischarmatur mit schwenkbarem Auslauf
Zapfhahn
-Zapf ½“, Kaltwasser mit Schlauchanschluss
Gegebenenfalls sind zusätzlich erforderliche Sanitärobjekte gemäß den Vorgaben
des Raumdatenblattes (Anlage B 2) betriebsfertig zu installieren und
mit den notwendigen Armaturen auszustatten.
KG 420 WÄRMEVERSORGUNGSANLAGEN
Das Wärme Versorgungssystem muss robust und flexibel sein um die Nutzung
des Gebäudes ohne den Verlust der Energieeffizienz zu erreichen.
Die Angaben zur anliegenden Versorgungsanschlüssen gemäß Kostengruppe 200 sind zu berücksichtigen
Wärmeerzeugungsanlagen
Allgemeines
Es ist eine vollständige Wärmeversorgungsanlagen einschließlich aller sicherheitsrelevanten
Bauteile für die Sporthalle aufzubauen. Die Auslegung der Wärmeerzeugungsanlage hat
anhand einer Berechnung der Norm Heizlast zu erfolgen.
Es wird beabsichtigt den Sporthallenbau analog zum Hortgebäude auch an das
bestehende Fernwärmenetz des Versorgers TEWE Energieversorgungsgesellschaft mbh anzuschließen.
Informationen über den Verlauf der Fernwärmeleitung können in der Anlage 5.4 entnommen werden.
Als Wärmeträger dient Heizwasser mit einer Vorlauftemperatur bis höchstens 80 °C bei einer
Rücklauftemperatur von 60 °C jeweils gemessen an der Übergabestelle. Die Vorlauftemperatur
wird gleitend und entsprechend den metrologischen Bedingungen eingestellt.
Primärenergiefaktor beträgt 0,5. Siehe hierzu die Bescheinigungen in der Anlage im B 5.5.
Für den Neubau der Sporthalle ist ein neuer Anschluss an das bestehende Wärmenetz des Versorgers vorzusehen.
Die TEWE Energieversorgung Gesellschaft mbHh hat auf Höhe der Langstraße 6 (Hortgebäude)
ein Bauwerk, in dem noch ein freier Abgang vorhanden ist. Der Übergabepunkt bis der dafür zu schaffende Anschluss
im Heizungsraum (Hausanschlußraum) der neu zu errichtenden Sporthalle.
Übergabestelle ist der jeweilige Absperrschieber (Vor- und Rücklauf) in der Übergabestation hinter dem
Wärmetauscher (sekundärseitig) in der TEWE Anschlussanlage. Die Übergabestation
gehört zu den Betriebseinrichtungen von TEWE und steht in deren alleinigem
Eigentum. Die TEWE Anschlussanlage endet an der Übergabestelle, die von TEWE
gekennzeichnet wird.
Die technischen Anlagen sind gemäß des zum Zeitpunkt der Installation gültigen GEG beziehungsweise des gemäß
Ziffer 5.2 zu gewährleisten Energiestandards zu dämmen. Darüber hinaus ist bei
den Maßnahmen sicherzustellen, dass sie umliegende Räume durch Wärmestrahlung nicht
schädlich beziehungsweise unzumutbar aufgeheizt werden können.
Regelung der Systemtemperatur
Die Heizungsanlagentemperaturparameter sind entsprechend der raumweisen Heizlast so
zu wählen, dass alle Heizflächen ihre bestimmungsmäßige Wärmeleistung erreichen.
Folgende Mindestraumtemperaturen sind zu gewährleisten:
-Sporthalle 20 °C
-Umkleideräume inklusive Lehrer Umkleiden 22 °C
-Duschen 24 °C
-WC Anlagen 18 °C
-Foyer, Regie-/Sanitätsraum 20 °C
-Technikräume, Putzmittelräume, Lagerräume 15 °C
-Flure, Treppenhäuser sonstige Verkehrsflächen 15 °C
-Windfang 5 °C
Wärmeverteilnetze
Die Wärmeverteilung ist über ein 2 Rohr System vorzusehen. Die Verteilung soll überwiegend horizontal
erfolgen. Die Steigestränge (falls erforderlich) sind in Schächten geradlinig
durch die Geschosse zu führen. Die horizontale Verlegung der Heizleitungen soll
optisch verdeckt erfolgen. Falls Heizkörper zum Einsatz kommen, kann die
Heizkörperanbindung sichtbar erfolgen.
Das Schaltschema der Heizanlage ist im Heizraum nässegeschützt anzubringen,
die Liefergrenzen sind darzustellen.
Steigestränge (falls erforderlich) sind mit entsprechenden Strangventilen absperrbar auszustatten.
Alle Pumpen oder Motorklappen müssen einen Steuer- und Betriebsmeldungskontakt besitzen.
Sämtliche Installationen müssen zu Wartungszwecken bei kleinen Störfällen zugänglich sein, um die
Reparatur durchführen zu können, ohne den Betrieb des Gebäudes nennenswert zu
beeinträchtigen bzw. die Bausubstanz zu beschädigen.
Die Lage der Heizkreisverteiler sollte nach Möglichkeit so gewählt werden, dass keine
Nutzungseinschränkungen entstehen und sich die Verteiler möglichst in Räumen
befinden, welche nicht (zum Beispiel durch Schüler) frei zugänglich sind (Verhinderung
Vandalismus/ Manipulation).
Heizkreise
Sofern die Gliederung des Wärmeverteilnetzes in unterschiedlicher Heizkreise konzeptabhängig erforderlich
ist, sind sinnvolle Unterverteilung zu wählen.
Der Heizkreisverteiler ist mit Thermometer und Manometer auszustatten. Jeder Heizkreis ist mit Anschlüssen an
Verteiler und Sammler in den erforderlichen Druckstufen, Absperr- und Regelarmaturen als Strangabsperrung, Schmutzfänger im Rücklauf, Entlüftungs-
und Entleerungsvorrichtung sowie Kompensatoren zur Verhinderung von Körperschallübertragung auszustatten.
Alle verwendeten Pumpen sind als Hocheffizienzpumpe mit Rückschlagklappe vor der Pumpe vorzusehen.
Sämtliche Armaturen und die Heizkreisverteiler selbst erhalten eine dem geforderten energetischen Standard
entsprechende Wärmedämmung.
Raumheizflächen
Bei der Anordnung der Raum Heizflächen in den jeweiligen Räumen ist bei dauerndem Aufenthalt von Personen
die thermische Behaglichkeit zu berücksichtigen. Die Heizflächen müssen den
geltenden sicherheitstechnischen Anforderungen für öffentliche Gebäude entsprechen.
Sollten in Bereichen mit Schmutzbelastung, zum Beispiel der WC-Anlagen, statische Heizung geplant werden,
so sind Heizkörper mit allseitig glatter Oberfläche vorzusehen.
Für die Sporthalle wird der Einsatz von Deckenstrahlplatten empfohlen. Der Strahlungsanteil der
eingesetzten Platte muss dabei über 75% liegen.
Soweit in der Leistungsbeschreibung oder im Raum Datenblatt keine Vorgaben getroffen werden,
obliegt die Wahl der Heizflächen dem Auftragnehmer.
Regelung der Raumtemperatur
Eine Einzelraumregelung ist vorgeschrieben.
Die Regelung der Raumtemperatur erfolgt im Einzelraumsystem durch Fühler mit Sollwertversteller
und elektrisch angesteuerten Regelventilen. Dafür ist in jedem Raum mindestens
ein Temperaturfühler vorzusehen. Die Ventile und der Fühler sind vandalismussicher zu installieren.
Alle Raumtemperaturregler sind nach oben und unten begrenzbar (Min-/Max-Begrenzung) auszuführen.
KG 430 RAUMLUFTTECHNISCHE
ANLAGEN
Lüftungsanlagen
Gemäß Ziffer 7.6 ist in allen Räumen durch eine geeignete Belüftung sicherzustellen, dass die Luftqualität
durchweg gut bleibt und ein ausreichender Luftwechsel stattfindet. Es muss
insbesondere eine ausreichende Regulierung der Luftfeuchtigkeit in der
Sporthalle und in den Duschräumen sowie eine ausreichende Sauerstoffversorgung
der Sporthalle sichergestellt werden.
Der Hallenbereich sowie die WC-Anlagen, Duschen und Umkleideräumen müssen zur Sicherung der Luftqualität mit einer
mechanischen Be- und Entlüftung ausgestattet werden
Für weitere innenliegende Räume ist eine mechanische Be- und Entlüftung vorzusehen, wenn mit Feuchtigkeit
oder Geruchsbildung auszugehen oder dies gesetzliche Vorschriften gefordert ist.
Mechanische Be- und Entlüftung
Die DIN EN 16798 ist bei der Auslegung der RLT-Anlage zu berücksichtigen entsprechende Vorgaben sind
einzuhalten.
Die Be- und Entlüftungsanlage ist zusätzlich mit einem Feuchtefühler vorzusehen. Damit soll gewährleistet
werden, dass die Luft sich bei hoher Luftfeuchtigkeit einschaltet, auch wenn
der CO -Wert noch unbedenklich ist.
Zur Gewährleistung der ausreichenden Mindest-Luftwechselraten sind konzeptabhängig zentrale oder
dezentrale Be- und Entlüftungsanlagen vorzusehen. Abluftauslässe sind über Dach zu führen.
Die von außen (im Freien) angesaugte Zuluft oder die von außen einströmende Luft muss gefiltert und vorgewärmt
eingeblasen werden. Für Be und Entlüftungsanlagen ist grundsätzlich eine
Wärmerückgewinnungsanlage mit einem Wirkungsgrad entsprechend dem zu
gewährleistenden Energiestandard des Gebäudes vorzusehen. Die Regelung der Be-
und Entlüftungsanlagen soll bedarfsabhängig über die Gebäudeautomation erfolgen.
Durch den Einsatz lufttechnischer Anlagen darf keine unzumutbare Belästigung des Betriebs
erfolgen. Für den zulässigen Dauerschallpegel wird der mittlere Wert (Kategorie
II) der DIN EN 16798 Tabelle B.6 für Schul-Turnhallen festgelegt. Darüber
hinaus sind die Vorgaben gemäß Ziffer 7.3 und VDI 2081 einzuhalten.
Brandschutzklappen sind wartungsarm auszuführen und werden mit Fernauslösefunktion auf die Brandmeldeanlage
aufgeschaltet.
Teilklima-, Klima- und Kälteanlagen
Die Einhaltung der maximalen Raumtemperatur entsprechend den Vorgaben der technischen Regeln für
Arbeitsstätten ist ausschließlich durch passive Maßnahmen zu gewährleisten.
Für die einzelnen Räume ist zu prüfen, ob eine aktive Kühlung konzeptabhängig aufgrund der Nutzung und
Raumanforderungen oder des technischen Anlagenkonzeptes notwendig wird. Dann
ist eine Kühlung im Angebot vorzusehen.
Projektbeschreibung Dreifachturnhalle Erkner
001 KG 411-Abwasseranlagen
001
KG 411-Abwasseranlagen
001.010 Abwasserleitungen in Vorwänden
001.010
Abwasserleitungen in Vorwänden
001.020 Abwasserleitungen als Strang- und Sammelleitungen
001.020
Abwasserleitungen als Strang- und Sammelleitungen
001.030 Innenliegende Regenwasserleitungen
001.030
Innenliegende Regenwasserleitungen
001.040 Bodenabläufe; Technikraum
001.040
Bodenabläufe; Technikraum
001.050 Schmutzwasserhebeanlage
001.050
Schmutzwasserhebeanlage
001.060 Druckleitung Hebeanlage
001.060
Druckleitung Hebeanlage
002 KG 412-Wasseranlagen
002
KG 412-Wasseranlagen
002.010 Trinkwasserleitungen
002.010
Trinkwasserleitungen
002.020 Aussenbewässerung
002.020
Aussenbewässerung
002.030 Wasserdichte Rohrdurchführungen
002.030
Wasserdichte Rohrdurchführungen
002.040 Enthärtungsanlage und Zubehör
002.040
Enthärtungsanlage und Zubehör
002.050 Pumpen und Armaturen
002.050
Pumpen und Armaturen
002.060 Sanitärobjekte
002.060
Sanitärobjekte
002.070 Sanitärarmaturen
002.070
Sanitärarmaturen
002.080 Geräteanschluss-Armaturen
002.080
Geräteanschluss-Armaturen
002.090 Accessoires
002.090
Accessoires
002.100 Dezentrale Warmwasserbereitung
002.100
Dezentrale Warmwasserbereitung
003 KG 420-Wärmeversorgungsanlagen
003
KG 420-Wärmeversorgungsanlagen
003.010 Zentrale Warmwasserbereitung
003.010
Zentrale Warmwasserbereitung
003.020 Pumpen und Armaturen
003.020
Pumpen und Armaturen
003.030 Rohrleitungen im Estrich oder in abgehängten Decken
003.030
Rohrleitungen im Estrich oder in abgehängten Decken
003.040 Schlauchdämmung im Estrich
003.040
Schlauchdämmung im Estrich
003.050 Heizkörper
003.050
Heizkörper
003.060 Fussbodenheizung
003.060
Fussbodenheizung
003.070 Deckenstrahlplatten; VL/RL 70/35°C
003.070
Deckenstrahlplatten; VL/RL 70/35°C
003.080 Deckenstrahlplatten; VL/RL 80/60°C
003.080
Deckenstrahlplatten; VL/RL 80/60°C
004 Dämm- und Brandschutzarbeiten
004
Dämm- und Brandschutzarbeiten
004.010 Dämmung Regenwasserleitung
004.010
Dämmung Regenwasserleitung
004.020 Dämmung Trinkwasserleitungen in abgehängten Decken
004.020
Dämmung Trinkwasserleitungen in abgehängten Decken
004.030 Dämmung Trinkwasserleitungen in der Technikzentrale
004.030
Dämmung Trinkwasserleitungen in der Technikzentrale
004.040 Dämmung Warmwasser- und Heizungsleitungen in abgehängten Decken
004.040
Dämmung Warmwasser- und Heizungsleitungen in abgehängten Decken
004.050 Dämmung Warmwasser- und Heizungsleitungen in der Technikzentrale
004.050
Dämmung Warmwasser- und Heizungsleitungen in der Technikzentrale
004.060 R 90 Rohrschottungen Sanitär/Heizung
004.060
R 90 Rohrschottungen Sanitär/Heizung
004.070 F 90 Schottungen
004.070
F 90 Schottungen
005 Sonstiges
005
Sonstiges
005.010 Stundenlohnarbeiten
005.010
Stundenlohnarbeiten
005.020 Wartungsarbeiten
005.020
Wartungsarbeiten
005.030 Kernbohrungen
005.030
Kernbohrungen
005.040 Zusätzliche Befestigungen
005.040
Zusätzliche Befestigungen
Projektbeschreibung Dreifachturnhalle Erkner KG 410-ABWASSER-, WASSER-, GASANLAGEN
Ver- und Entsorgungsleitungen sind in frostfreien Bereichen zu führen. Sollten Leitungen
dennoch zwingend durch frostgefährdete Bereiche geführt werden müssen,
sind diese mit selbst geregelten Heizbändern auszurüsten.
Abwasseranlagen
Das Schmutzwasser ist ordnungsgemäß unter Berücksichtigung der hygienischen
und technischen Standards abzuführen und in die öffentliche Kanalisation einzuleiten.
Die Vorgaben der Schmutzwasserbeseitigungsatzung des Wasserverbandes
Strausberg-Erkner (Anlage B 3.7) sind einzuhalten.
Die Angaben zu anliegenden Entsorgungsanschlüsse und gemäß Ziffer 11.1.2 sind zu berücksichtigen.
Die Schmutzwasserableitung soll über ein entsprechend DIN 1986 und DIN EN 12056
dimensioniertes Schmutzwasserrohrnetz erfolgen.
Das Grundleitungsnetz ist so zu strukturieren, dass abschnittsweise
Dichtheitsprüfungen vorgenommen werden können.
Nicht baukörperbezogene Grundleitungen dürfen nicht unter der Gebäudesohle verlegt werden.
Im gesamten Leitungsnetz sind Revisions- und Kontrollschächte vorzusehen.
Revisionsklappen sind abschließbar auszuführen.
Hebeanlagen sind möglichst zu vermeiden. Der Einbau ist nur für eine Entwässerung unter der Rückstauebene
zulässig.
Falls erforderlich, sind Schmutzwasserhebeanlagen mit einer guten Revisionsfähigkeit zu installieren.
Bodenabläufe sind nach Erfordernis, unter Einhaltung der geltenden Vorschriften anzuordnen.
Darüber hinaus sind Bodenabläufe gemäß Anlage B 2 vorzusehen.
Bodeneinläufe sind so auszuführen, dass keine Geruchsbelästigung auftritt.
Die Bodeneinläufe sind mit verschraubten Edelstahl- Gitterrost auszustatten.
Materialien
Bei der Wahl der Rohrleitungsmaterialien sind der Schall- und Brandschutz zu berücksichtigen.
Um einen ausreichenden Schallschutz zu gewährleisten, sind die Befestigungen und
Rohrkonsolen mit geeignetem Gummiband auszulegen.
Niederschlagswasser
Der Umgang mit Niederschlagswasser erfolgt gemäß Ziffer 11.1.2 und Ziffer 11.2.5.
Wasseranlagen
Allgemeines
Wasserversorgunginstallation müssen unter Berücksichtigung der geltenden Bestimmungen
des Gesundheitsschutzes (insbesondere der geltenden Trinkwasserordnung) sowie des
aktuellen Standard der Normung und Richtlinien installiert und betrieben werden.
Die Angaben zum anliegenden Versorgungsanschluss gemäß KG 200 sind zu berücksichtigen.
Trinkwassernetz
Zur Dimensionierung des Trinkwassernetzes ist der beschriebene Bedarf der Vergabeunterlagen
zu berücksichtigen. Für die Trinkwasserversorgung ist ein geeignetes Konzept zu
entwickeln, dass die Versorgung, Prüfung sowie das Durchführen von Wartungs-
und Instandhaltungsarbeiten des Gebäudes beziehungsweise einzelner Abschnitte
ermöglicht. Im Leitungsnetz sind ausreichend Revisions- und Kontrollschächte vorzusehen.
Zur Sicherstellung der regelmäßigen Untersuchungspflicht auf Legionellen gemäß der
Trinkwasserverordnung sind geeignete Probeentnahmestellen anzuordnen.
Das Trinkwassernetz ist mit automatischen Spülvorrichtungen an den Leitungsenden
auszuführen. Diese automatischen Spülvorrichtungen sind geschützt vor dem Zugriff
der Schüler und Vereinsnutzer auszuführen.
Nach dem ausreichend zu dimensionierenden Hausanschluss für das Trinkwasser sind
Rückschlagventile mit DVGW-Prüfzeichen, rückspülbare Filter mit Rückspülautomaten und
Druckminderer sowie Entleerungshahn vorzusehen. Jeder Steigestrang ist für sich
etagenweise absperrbar und entleerbar auszuführen.
Für die Sporthalle soll ein zentraler Hauptwasserzähler vorgesehen werden. Darüber hinaus ist der
Wasserverbrauch für die Außenanlagen separat zu erfassen.
Warmwasserbereitung
Das Konzept zur Warmwasserbereitung obliegt dem Auftragnehmer. Es ist zu berücksichtigen,
dass die Warmwasserbereitung wirtschaftlich sinnvoll erfolgen soll und ein der Nutzung
angemessene System vorgesehen wird.
Für die Bemessung der Anlagen ist davon auszugehen, dass 50% der in der Sporthalle
vorzusehenden Duschen gleichzeitig alle 2 Stunden für 10 Minuten genutzt werden.
Für Räume mit geringen Warmwasserbedarf kann die Warmwasserbereitung wahlweise
zentral oder mittels elektrischer Warmwasserbereiter (als Kleindurchlauferhitzer) vorgesehen werden.
Zapfstellen, die über Warmwasser verfügen sollen, sind in folgenden Räumen vorzusehen:
-Duschen und Waschbecken in den Umkleiden und WC-Anlagen
-Barrierefreie WC
-Putzmittelräume
-Umkleide Lehrer/-innen
-Regie-/ Sanitätsraum
Sanitärobjekte
Die Ausführung aller Sanitärobjekte ist in weißer Standardausführung aus entsprechender
Sanitärkeramik zum Beispiel Porzellan oder Mineralguss vorzusehen.
Es sind handelsübliche Fabrikate zu verwenden.
Alle Armaturen sind in verchromter und geräuscharmer Messingausführung,
Klasse I, auszuführen.
Wandhängende Klosettbecken, Urinale, Handwaschbecken und Waschtische sind
mit Schallschutz-Set aus hochwertigem Naturkautschuk auszustatten, Klosettbecken und
Urinale sind in Vorwandmontage auszuführen.
Alle Wandanschlussfugen von Sanitärobjekten, sowie alle Rohranschlüsse an Fliesen
sind mit dauerelastischem Sanitär-Silikon abzudichten. Für alle Objekte und deren Zubehör
ist eine Fliesenkreuzinstallation vorzusehen.
Alle Objekte sind vollständig wasser- und schmutzwasserseitig anzuschließen;
gegebenenfalls sind notwendige Stromanschlüsse vorzusehen.
Die jeweilige Anzahl der benötigten Einrichtungsgegenstände muss vom Auftragnehmer,
sofern nicht vorgegeben, anhand der nutzungsbedingten Vorgaben bestimmt werden.
Die im folgenden beschriebenen Sanitär Erstattungen sind gemäß den Vorgaben
im Raum Datenblatt (Anlage B 2) vorzusehen und optisch und farblich aufeinander abzustimmen:
- Handwaschbecken
-Sanitärkeramik mit Zu- und Ablauf
-Größe mindestens 50 cm x 36 cm
-standardmäßig Selbstschluss-Einhebelarmatur mit einstellbarer Laufzeit (beziehungsweise Einhebelmischarmatur
bei Warmwasseranschluss)
-je Handwaschbecken: Spiegel (50
cm x 40 cm) mit verdeckter Befestigung, eingefliest beziehungsweise eingeputzt
-je Handwaschbecken einen nachfüllbarer Schaumseifen-Spender, ein Papierhandtuchspender, ein ausleerbarer
wandhängender Papierkorb je Raum mit Handwaschbecken
- Waschtisch
-Sanitärkeramik mit Zu- und Ablauf
-Größe mindestens 60 cm x 45 cm
-standardmäßig Selbstschluss-Einhebelarmatur mit einstellbarer Laufzeit (beziehungsweise
Einhebelmischarmatur bei Warmwasseranschluss)
-schwenkbare Einhebelmischarmatur, geeignet für barrierefreie WC-Anlage
-je Waschtisch: Spiegel (60 cm x 40 cm) mit verdeckter Befestigung, eingefliest beziehungsweise eingeputzt
-je Waschtisch ein nachfüllbarer Schaumseifen-Spender, ein Papierhandtuchspender, ein ausleerbarer
wandhängender Papierkorb je Raum mit Waschtisch
- WC
-Wandhängendes Tiefspül WC aus Sanitärkeramik
-Unterputz Spülkasten mit 2
Mengen System (maximal 4,5 Liter/6 Liter Wasserverbrauch je Spülvorgang); Drückerplatte aus Edelstahl
-WC Sitz aus Vollkunststoff mit Deckel; durchgehendes Edelstahlscharnier
-WC Papierrollenhalter
-WC Bürste; Halterung wandhängend
-je WC ein ausreissfester Kleiderhaken
-Hygienebeutel System und Hygiene Abfallbehälter je Damen, Unisex oder divers-WC, vandalismussicher befestigt
- Barrierefreies WC
-Wandhängendes Tiefspül WC aus Sanitärkeramik
-Unterputz Spülkasten mit 2 Mengen System (maximal 4,5 Liter/6 Liter Wasserverbrauch je Spülvorgang)
-WC Sitz aus Vollkunststoff mit Deckel; durchgehendes Edelstahlscharnier, Rückenlehne
-beidseitig vom WC klappbare Stützgriffe mit Spülbetätigung und Tiolettenpapierhalter
-Notrufsystem
- Dusche
-Sammelduschen (Duschplatz mind. 90 cm x 90 cm); bodengleich
-Aufputz-Duschpaneel in Edelstahl mit Selbstschuss-Einhebelarmatur mit einstellbarer Laufzeit und
integrierter Ablage für Pflegeartikel
- barrierefreie Dusche
-Duschplatz mind. 150 cm x 150 cm); bodengleiche befahrbare Dusche
-Aufputz-Duschpaneel in Edelstahl; Rückflussverhinderer; Schmutzfangsieb
-Selbstschuss-Einhebelarmatur mit einstellbarer Laufzeit von 5-45 Sekunden
und Spar Stopp-Funktion, Temperaturbegrenzung, Brauseduschkopf mit Wandbefestigung
-Klappsitz und Stützklappgriff
-Armaturen zum Bedienen im Sitzen
- Dusche Umkleide Lehrer-/-innen
-Duschplatz mind. 90 cm x 90 cm
-Aufputz-Duschpaneel in Edelstahl mit Selbstschuss-Einhebelarmatur
mit einstellbarer Laufzeit und integrierter Ablage für Pflegeartikel
-Geeignete Vorrichtung als Spritzschutz
- Urinal
-wandhängende wassersparende Einzel Urinalanlage mit Annäherungsautomatik
(Sanitärkeramik ein Liter); mit verdeckten Anschlüssen
-Handwasch-, Ausguss-Kombination
-Handwasch Ausgussbecken aus emailliertem Blech, Klapprost aus Edelstahl
für unteres Becken, Schlammfang
-Einhebelmischarmatur mit schwenkbarem Auslauf
Zapfhahn
-Zapf ½“, Kaltwasser mit Schlauchanschluss
Gegebenenfalls sind zusätzlich erforderliche Sanitärobjekte gemäß den Vorgaben
des Raumdatenblattes (Anlage B 2) betriebsfertig zu installieren und
mit den notwendigen Armaturen auszustatten.
KG 420 WÄRMEVERSORGUNGSANLAGEN
Das Wärme Versorgungssystem muss robust und flexibel sein um die Nutzung
des Gebäudes ohne den Verlust der Energieeffizienz zu erreichen.
Die Angaben zur anliegenden Versorgungsanschlüssen gemäß Kostengruppe 200 sind zu berücksichtigen
Wärmeerzeugungsanlagen
Allgemeines
Es ist eine vollständige Wärmeversorgungsanlagen einschließlich aller sicherheitsrelevanten
Bauteile für die Sporthalle aufzubauen. Die Auslegung der Wärmeerzeugungsanlage hat
anhand einer Berechnung der Norm Heizlast zu erfolgen.
Es wird beabsichtigt den Sporthallenbau analog zum Hortgebäude auch an das
bestehende Fernwärmenetz des Versorgers TEWE Energieversorgungsgesellschaft mbh anzuschließen.
Informationen über den Verlauf der Fernwärmeleitung können in der Anlage 5.4 entnommen werden.
Als Wärmeträger dient Heizwasser mit einer Vorlauftemperatur bis höchstens 80 °C bei einer
Rücklauftemperatur von 60 °C jeweils gemessen an der Übergabestelle. Die Vorlauftemperatur
wird gleitend und entsprechend den metrologischen Bedingungen eingestellt.
Primärenergiefaktor beträgt 0,5. Siehe hierzu die Bescheinigungen in der Anlage im B 5.5.
Für den Neubau der Sporthalle ist ein neuer Anschluss an das bestehende Wärmenetz des Versorgers vorzusehen.
Die TEWE Energieversorgung Gesellschaft mbHh hat auf Höhe der Langstraße 6 (Hortgebäude)
ein Bauwerk, in dem noch ein freier Abgang vorhanden ist. Der Übergabepunkt bis der dafür zu schaffende Anschluss
im Heizungsraum (Hausanschlußraum) der neu zu errichtenden Sporthalle.
Übergabestelle ist der jeweilige Absperrschieber (Vor- und Rücklauf) in der Übergabestation hinter dem
Wärmetauscher (sekundärseitig) in der TEWE Anschlussanlage. Die Übergabestation
gehört zu den Betriebseinrichtungen von TEWE und steht in deren alleinigem
Eigentum. Die TEWE Anschlussanlage endet an der Übergabestelle, die von TEWE
gekennzeichnet wird.
Die technischen Anlagen sind gemäß des zum Zeitpunkt der Installation gültigen GEG beziehungsweise des gemäß
Ziffer 5.2 zu gewährleisten Energiestandards zu dämmen. Darüber hinaus ist bei
den Maßnahmen sicherzustellen, dass sie umliegende Räume durch Wärmestrahlung nicht
schädlich beziehungsweise unzumutbar aufgeheizt werden können.
Regelung der Systemtemperatur
Die Heizungsanlagentemperaturparameter sind entsprechend der raumweisen Heizlast so
zu wählen, dass alle Heizflächen ihre bestimmungsmäßige Wärmeleistung erreichen.
Folgende Mindestraumtemperaturen sind zu gewährleisten:
-Sporthalle 20 °C
-Umkleideräume inklusive Lehrer Umkleiden 22 °C
-Duschen 24 °C
-WC Anlagen 18 °C
-Foyer, Regie-/Sanitätsraum 20 °C
-Technikräume, Putzmittelräume, Lagerräume 15 °C
-Flure, Treppenhäuser sonstige Verkehrsflächen 15 °C
-Windfang 5 °C
Wärmeverteilnetze
Die Wärmeverteilung ist über ein 2 Rohr System vorzusehen. Die Verteilung soll überwiegend horizontal
erfolgen. Die Steigestränge (falls erforderlich) sind in Schächten geradlinig
durch die Geschosse zu führen. Die horizontale Verlegung der Heizleitungen soll
optisch verdeckt erfolgen. Falls Heizkörper zum Einsatz kommen, kann die
Heizkörperanbindung sichtbar erfolgen.
Das Schaltschema der Heizanlage ist im Heizraum nässegeschützt anzubringen,
die Liefergrenzen sind darzustellen.
Steigestränge (falls erforderlich) sind mit entsprechenden Strangventilen absperrbar auszustatten.
Alle Pumpen oder Motorklappen müssen einen Steuer- und Betriebsmeldungskontakt besitzen.
Sämtliche Installationen müssen zu Wartungszwecken bei kleinen Störfällen zugänglich sein, um die
Reparatur durchführen zu können, ohne den Betrieb des Gebäudes nennenswert zu
beeinträchtigen bzw. die Bausubstanz zu beschädigen.
Die Lage der Heizkreisverteiler sollte nach Möglichkeit so gewählt werden, dass keine
Nutzungseinschränkungen entstehen und sich die Verteiler möglichst in Räumen
befinden, welche nicht (zum Beispiel durch Schüler) frei zugänglich sind (Verhinderung
Vandalismus/ Manipulation).
Heizkreise
Sofern die Gliederung des Wärmeverteilnetzes in unterschiedlicher Heizkreise konzeptabhängig erforderlich
ist, sind sinnvolle Unterverteilung zu wählen.
Der Heizkreisverteiler ist mit Thermometer und Manometer auszustatten. Jeder Heizkreis ist mit Anschlüssen an
Verteiler und Sammler in den erforderlichen Druckstufen, Absperr- und Regelarmaturen als Strangabsperrung, Schmutzfänger im Rücklauf, Entlüftungs-
und Entleerungsvorrichtung sowie Kompensatoren zur Verhinderung von Körperschallübertragung auszustatten.
Alle verwendeten Pumpen sind als Hocheffizienzpumpe mit Rückschlagklappe vor der Pumpe vorzusehen.
Sämtliche Armaturen und die Heizkreisverteiler selbst erhalten eine dem geforderten energetischen Standard
entsprechende Wärmedämmung.
Raumheizflächen
Bei der Anordnung der Raum Heizflächen in den jeweiligen Räumen ist bei dauerndem Aufenthalt von Personen
die thermische Behaglichkeit zu berücksichtigen. Die Heizflächen müssen den
geltenden sicherheitstechnischen Anforderungen für öffentliche Gebäude entsprechen.
Sollten in Bereichen mit Schmutzbelastung, zum Beispiel der WC-Anlagen, statische Heizung geplant werden,
so sind Heizkörper mit allseitig glatter Oberfläche vorzusehen.
Für die Sporthalle wird der Einsatz von Deckenstrahlplatten empfohlen. Der Strahlungsanteil der
eingesetzten Platte muss dabei über 75% liegen.
Soweit in der Leistungsbeschreibung oder im Raum Datenblatt keine Vorgaben getroffen werden,
obliegt die Wahl der Heizflächen dem Auftragnehmer.
Regelung der Raumtemperatur
Eine Einzelraumregelung ist vorgeschrieben.
Die Regelung der Raumtemperatur erfolgt im Einzelraumsystem durch Fühler mit Sollwertversteller
und elektrisch angesteuerten Regelventilen. Dafür ist in jedem Raum mindestens
ein Temperaturfühler vorzusehen. Die Ventile und der Fühler sind vandalismussicher zu installieren.
Alle Raumtemperaturregler sind nach oben und unten begrenzbar (Min-/Max-Begrenzung) auszuführen.
KG 430 RAUMLUFTTECHNISCHE
ANLAGEN
Lüftungsanlagen
Gemäß Ziffer 7.6 ist in allen Räumen durch eine geeignete Belüftung sicherzustellen, dass die Luftqualität
durchweg gut bleibt und ein ausreichender Luftwechsel stattfindet. Es muss
insbesondere eine ausreichende Regulierung der Luftfeuchtigkeit in der
Sporthalle und in den Duschräumen sowie eine ausreichende Sauerstoffversorgung
der Sporthalle sichergestellt werden.
Der Hallenbereich sowie die WC-Anlagen, Duschen und Umkleideräumen müssen zur Sicherung der Luftqualität mit einer
mechanischen Be- und Entlüftung ausgestattet werden
Für weitere innenliegende Räume ist eine mechanische Be- und Entlüftung vorzusehen, wenn mit Feuchtigkeit
oder Geruchsbildung auszugehen oder dies gesetzliche Vorschriften gefordert ist.
Mechanische Be- und Entlüftung
Die DIN EN 16798 ist bei der Auslegung der RLT-Anlage zu berücksichtigen entsprechende Vorgaben sind
einzuhalten.
Die Be- und Entlüftungsanlage ist zusätzlich mit einem Feuchtefühler vorzusehen. Damit soll gewährleistet
werden, dass die Luft sich bei hoher Luftfeuchtigkeit einschaltet, auch wenn
der CO -Wert noch unbedenklich ist.
Zur Gewährleistung der ausreichenden Mindest-Luftwechselraten sind konzeptabhängig zentrale oder
dezentrale Be- und Entlüftungsanlagen vorzusehen. Abluftauslässe sind über Dach zu führen.
Die von außen (im Freien) angesaugte Zuluft oder die von außen einströmende Luft muss gefiltert und vorgewärmt
eingeblasen werden. Für Be und Entlüftungsanlagen ist grundsätzlich eine
Wärmerückgewinnungsanlage mit einem Wirkungsgrad entsprechend dem zu
gewährleistenden Energiestandard des Gebäudes vorzusehen. Die Regelung der Be-
und Entlüftungsanlagen soll bedarfsabhängig über die Gebäudeautomation erfolgen.
Durch den Einsatz lufttechnischer Anlagen darf keine unzumutbare Belästigung des Betriebs
erfolgen. Für den zulässigen Dauerschallpegel wird der mittlere Wert (Kategorie
II) der DIN EN 16798 Tabelle B.6 für Schul-Turnhallen festgelegt. Darüber
hinaus sind die Vorgaben gemäß Ziffer 7.3 und VDI 2081 einzuhalten.
Brandschutzklappen sind wartungsarm auszuführen und werden mit Fernauslösefunktion auf die Brandmeldeanlage
aufgeschaltet.
Teilklima-, Klima- und Kälteanlagen
Die Einhaltung der maximalen Raumtemperatur entsprechend den Vorgaben der technischen Regeln für
Arbeitsstätten ist ausschließlich durch passive Maßnahmen zu gewährleisten.
Für die einzelnen Räume ist zu prüfen, ob eine aktive Kühlung konzeptabhängig aufgrund der Nutzung und
Raumanforderungen oder des technischen Anlagenkonzeptes notwendig wird. Dann
ist eine Kühlung im Angebot vorzusehen.
Projektbeschreibung Dreifachturnhalle Erkner