In diesem Artikel befassen wir uns mit der grundlegenden Struktur der Baubranche, den Herausforderungen vor denen sie steht und der Frage, und wie sich die Digitalisierung der Baubranche als Chance begreifen lässt. Der Bausektor ist geprägt von analogen und manuellen Arbeitsmethoden, dadurch oft intransparent und langsam. Wir erläutern, wie Bauunternehmen sich diesen Herausforderung bisher gestellt und den digitalen Wandel im eigenen Betrieb erfolgreich gestaltet haben.

Inhalt

           
  1. Gründe für die Digitalisierung im Unternehmen
    Digitalisierung der Baubranche als Herausforderung und Chance zugleich
  2. Kostenloses Webinar: Was Sektoren voneinander lernen können
    Mit unseren Experten diskutieren wir die Digitalisierungspotenziale der Branche
  3. Digitalisieren von Arbeitsprozessen
    Mit der Softwarelösung Cosuno Zeit und Kosten sparen
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1. Gründe für die Digitalisierung im Unternehmen

Wer die Digitalisierung schleifen lässt, wird langfristig auch ökonomische Erfolgsvariablen wie Wettbewerbsfähigkeit, Innovationsfähigkeit oder Arbeitsproduktivität ungewollt vernachlässigen. Dies wird auch dadurch deutlich, wie stark sich die digitalen Leader in der Baubranche von den restlichen Bauunternehmen abheben. Die Top-Digitalisierer, also die zehn Prozent der am meisten digitalisierten Unternehmen, sind nicht nur mit der Dauer ihrer Auftragsabwicklung und ihrem Umsatz zufriedener, sonder ebenfalls mit ihrer Reaktionsgeschwindigkeit auf Kundenanfragen und  der Gewinnung von Neukunden. Um die Situation und Ausgangslage der Branche zu verstehen, ist es sinnvoll, sich den aktuellen Status der Digitalisierung der Baubranche einmal vor Augen zu führen:

a. Fragmentiert und kollaborativ: Erschwerte Kommunikation und Verzögerungen

Die Baubranche gilt als äußerst fragmentiert. Allein in Deutschland lag die Anzahl der Bauunternehmen laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2018 in der Baubranche bei fast 390.000. Zum Vergleich: Finanz- und Versicherungsdienstleistungen verzeichneten einen vergleichsweise geringen Wert von nicht einmal 70.000 Einheiten. Während eines Bauauftrages werden einzelne Aufgabenbereiche an die jeweils dafür spezialisierten Nachunternehmer in den unterschiedlichen Gewerken zugeteilt. Durch die starke Spezialisierung von zahlreichen Gewerken und Betrieben ist die Baubranche sehr kollaborativ. Eine große Anzahl an Unternehmen sind gleichzeitig an jedem Bauprojekt beteiligt und müssen miteinander kooperieren, kommunizieren und arbeiten. Durch diese Fragmentierung kann es vermehrt zu Intransparenzen, Verzögerungen, einer erschwerten Kommunikation und zu verminderter Produktivität kommen.

b. Unproduktiv: Negativer Einfluss auf die gesamte Produktivitätsentwicklung

Im Gegensatz zu anderen Sektoren wirkt sich die Baubranche generell dämpfend auf die gesamtwirtschaftliche Produktivitätsentwicklung aus. Die Wachstumsraten sind vergleichsweise niedrig und zeitweise sogar negativ (siehe G1).

Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigenstunde im Vergleich 1991 - 2018, Cosuno Infografik; Quelle: Statistisches Bundesamt
Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigenstunde im Vergleich 1991 - 2018, Cosuno Infografik; Quelle: Statistisches Bundesamt

Eine Studie des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung 2019 berichtet außerdem, dass aufgrund nicht ausgeschöpfter Arbeitsproduktivität weltweit 1,35 Billion Euro verschwendet werden. Vereinzelte Außerbetriebnahme von Baustellen, häufigere Ausfälle von Fachkräften aus dem Ausland durch Schließungen von Grenzen oder ausbleibende Materiallieferungen sind Folgen der Pandemie und haben die gesamte Situation weiterhin verschärft.

c. Analog: Die Baubranche befindet sich auf dem letzten Platz im Bereich Digitalisierung

Dem Statistischen Bundesamt zufolge kommen Untersuchungen für Deutschland zu dem Schluss, dass gerade im Baugewerbe vorhandene Digitalisierungspotenziale, wie die Bauwerksdatenmodellierung (Building Information Modeling) bislang kaum ausgeschöpft werden. Im Vergleich zu anderen Sektoren, sind die Entwicklungen der Bauwirtschaft im Bereich Digitalisierung rückschrittlich. Die Bauindustrie ist der am wenigsten digitalisierte Sektor und landet in der Studie auf dem letzten Platz. Außerdem steigt der Digitalisierungsindex gegenüber dem Vorjahr in allen Sektoren, außer im Baugewerbe.

2. Impulse für die Digitalisierung in der Baubranche: Was Sektoren voneinander lernen können

Wir diskutieren mit unseren Experten Karl-Hubert Schlichtenmayer und Prof. Christoph M. Achammer über Digitalisierungspotenziale und was der Bausektor von anderen Branchen lernen kann.

Jetzt am kostenlosen Webinar am Donnerstag, dem 24.02.2022 um 11 Uhr anmelden: https://bit.ly/3uwSpPw
Digitalisierungspotenziale der Baubranche
Digitalisierungspotenziale der Baubranche

3. Die Digitalisierung von Arbeitsprozessen, einige Beispiele

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Die Arbeit von Zuhause war für viele Unternehmen im Jahr 2019 noch undenkbar. Im Rahmen der Krise haben jedoch über 50 Prozent der befragten Bauunternehmen die Möglichkeit zum Homeoffice eingeführt. Fast die Hälfte der Bauunternehmen haben ihr Geschäftsmodell, ihre Produkte und Serives kurzfristig angepasst. Dabei digitalisieren über ein Drittel der Bauunternehmen betriebsinterne Prozesse.Die aktuellsten Corona-News für das Handwerk finden Sie hier

Betriebe im Homeoffice während der Pandemiejahre
           Betriebe im Homeoffice in Prozent - Cosuno Infographik; Quelle: Deutsche Telekom

Die vier digitalen Tools, die während der Pandemie am meisten Zuwachs bekamen, sind:

           
  1. Digitale Bautagebücher
  2. Digitale Auftragsvergabe, die Cosuno abdeckt
  3. Digitale Projektplatformen
  4. Digitales Baustellenmanagement

Mit Cosuno Sparen Sie Zeit und Geld

Die Baubranche muss sich im Bereich Digitalisierung definitiv besser aufstellen, um rückschrittliche Arbeitsproduktivität im Vergleich mit anderen Branchen wieder aufzuholen. Eine fehlende Digitalisierung schlägt sich langfristig negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit nieder. Cloud-Technologien gelten als eine der wichtigsten Trends in den kommenden Jahren. Werden Sie jetzt digitaler und automatisieren Sie Ihren Ausschreibungs- und Vergabeprozess.

Gut zu wissen: Digital Leader verbuchen mehr Umsatz, eine kürzere Auftragsabwicklung sowie eine schnellere Kundenabwicklung und bessere Neukundengewinnung
1. Planung

Die Planung legt den Grundstein für jedes Bauvorhaben und entscheidet maßgeblich über den Erfolg des gesamten Bauprozesses mit. Eines der bekanntesten Schlagwörter und Trends in der Baubranche ist “BIM” (Building Information Modelling). Durch diese digitale Planungsmethode können Bauteile und deren Informationen eindeutig in einem 3D-Modell festgelegt und in diesem verankert werden. Das gesamte Bauvorhaben wir hier visuell in 3D dargestellt. Während 57 Prozent der Bauunternehmen das Thema BIM als relevant und mit großem Potential einschätzen, behaupten nur 16 Prozent der Bauakteure von sich, dass Sie in diesem Bereich über das nötige Wissen verfügen.

2. Beschaffung und Einkauf

Je besser der Einkauf von Nachunternehmern, desto besser die Gewinnmarge. Um die effiziente Zusammenarbeit aller Baupartner zu ermöglichen, sorgt die Software Cosuno für eine transparente, zeitsparende und kosteneffiziente Kooperation. Das funktioniert, indem manuelle und zeitintensive Prozesse durch die digitale, intelligente Plattform automatisiert und ersetzt werden.

Generalunternehmer, Architekten, Projektentwickler und andere Akteure, die für den Ausschreibungs- und Vergabeprozess verantwortlich sind, profitieren von einer anwendungsfreundlichen und intuitiv zu bedienenden Lösung, die es ermöglicht, Ausschreibungen mit nur einem Klick zu versenden, neben dem eigenen auf das Cosuno interne Netzwerk von über 100.000 qualifizierten Nachunternehmern zuzugreifen, und den gesamten Prozess in Echtzeit nachverfolgen zu können. Automatisch werden historische und intelligente Datenanalysen erstellt. Durch diese Voraussagen kann nicht nur das Bauvorhaben noch besser geplant werden, Nutzer:innen profitieren außerdem von einer besseren Verhandlungsmasse.

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3. Produktion und Bauausführung

In der Phase der Bauausführung sind digitale Anwendungen besonders sinnvoll, da sie Büro und Baustelle miteinander verknüpfen und durchgängig vernetzen können. Hier bringen vor allem Apps, die die Mitarbeiter auf dem Bau verwenden und gleichzeitig wichtige Daten im dazugehörigen Büro sofort eingesehen werden können, besonders gut. Zukunftsorientiertes Baustellenmanagement kann zum Beispiel durch ein digitales Bautagebuch umgesetzt werden. Schon erbrachte und noch zu erledigende Leistungen auf der Baustelle können so ideal dokumentiert werden.

4. Marketing und Vertrieb

Vor allem im Marketing können Bauunternehmen digitale Plattformen und Events nutzen, um ihre Online-Präsenz zu erhöhen. Das Veranstalten von digitalen Baumessen hat vor allem während der Corona Pandemie extrem zugenommen. Im Januar 2021 fand zum ersten Mal die digitalBau statt. Die Messe stellt digitale Lösungen für die Baubranche vor und schafft ein zukunftsorientiertes Format. Auch hier können sich Bauunternehmen orientieren und sich durch digitale Anwendungen wettbewerbsfähiger aufzustellen. Online Marketing wird im digitalen Zeitalter auch für Bauunternehmen immer entscheidender.

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