Blitzschutzarbeiten
HKW Tiefes Feld Nürnberg
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01 Blitzschutz- und Erdungsanlage
01
Blitzschutz- und Erdungsanlage
Vorbemerkungen Blitzschutz- und Erdungsanlage Vorbemerkungen Mit den Leistungspositionen wird das Liefern und Montieren des Fundamenterders einschl. Zubehör ausgeschrieben. Für die Ausführung werden vom Auftraggeber Erdungspläne zur Verfügung gestellt. Der Fundamenterder wird als Teil des Blitzschutzsystems verwendet, somit müssen die Verbindungsklemmen DIN 50164-1 und DIN EN 62305-3 (VDE 0185-305-3) entsprechen. Die Erdungsanlagen sind nach den neuesten gültigen Gesetzen, Verordnungen, Normen, Vorschriften, Regelwerken und Richtlinien auszuführen und entsprechen dem aktuellen Stand der Technik. Insbesondere gelten DIN 18014 Fundamenterder, VDE 0100 Teil 540, VDE 0101, VDE 0141 und VDE 0151. Der Fundamenterder muss zusätzlich zur untereinander verrödelten Bewehrung eingebracht werden. Er muss mit blitzstromtragfähigen Klemmen mit der Bewehrung im Abstand von 2–3 m verbunden werden. Die Bewehrung ist mittels dieser Klemme auch im Abstand 2–3 m bis zur Sohle blitzstromtragfähig durch zu verbinden. Schweißverbindungen sind nach DIN ISO 857-1 und DIN 1910-11 herzustellen. Der zuständige Bauingenieur ist zu informieren. Rödelverbindungen sind an keiner Stelle zulässig, da bei hohen Ableitströmen und erhöhten Übergangswiderständen erhebliche Spannungsausfälle auftreten! Die Verbindungen des Bandstahls untereinander sowie des Bandstahls mit der Bewehrung erfolgt durch Klemmen. Der Fundamenterder ist dabei mit der obersten Lage der Bewehrung zu verbinden. Voraussetzung dafür ist, dass die Bewehrung bis zur untersten Lage untereinander gut leitend verbunden ist. Der Stahl muss so fixiert werden, dass er beim Einbringen des Fundamentbetons seine ursprüngliche Lage beibehält, also gegen seitliches Verschieben und Absacken auf das natürliche Erdreich gesichert ist. Zur Lagefixierung sind daher Abstandshalter zu verwenden. Diese sollen in einem Abstand von 1 bis 2 m angeordnet werden. Bei waagrechter Einbringung des Bandstahls muss besonders an den Ecken darauf geachtet werden, dass der Bandstahl allseits dicht von Beton umschlossen wird. Wird der Beton maschinell verdichtet (z.B. mittels Rüttler), dürfen keine Keilverbinder verwendet werden. Liegen die Bauteile des Fundamenterders innerhalb der Betonfundamente, ist verzinkter Stahl 40 x 4 mm zu verwenden. Alle Bauteile des Fundamenterders, die aus den Betonfundamenten herausragen, sind in Edelstahl (V4A) 40 x 4 mm oder als Rundstahl auszuführen, wie z.B. Erdungsfahnen, Erdungsfestpunkte, Dehnungsstrecken, u.a. Die gelieferten Materialien müssen den Anforderungen der DIN 18014 und der VDE 0185-305 entsprechen. Zugelassen sind nur Markenfabrikate wie z.B. Dehn, Hauff oder gleichwertig. Eine Typenprüfung ist nachzuweisen. Die geeignete Lagesicherung der eingebauten Materialien (Erdungsfestpunkte, etc.) ist in die jeweiligen Einheitspreise einzurechnen. Der Fundamenterder ist als geschlossener Ring in die Betonfundamente einzubauen. Bei Bodenplatten ist der Fundamenterder im Bereich des umlaufenden Betonsockels als geschlossener Ring zu verlegen. Der Fundamenterder muss in der Bodenplatte so installiert werden, dass er allseitig von Beton umschlossen ist. Im Einbaubereich der Fundamenterder muss der Beton mind. 240 bis 300 kg/m³ Zementanteil enthalten. Für den Anschluss an die Außenerdungsanlage und der Blitzschutzableitungen sind ebenfalls Anschlussfahnen vorzusehen. Alle Erdungsfahnen (V4A) müssen innerhalb der Betonfundamente mit einer Mindestüberlappung von 1 m mit dem verzinkten Fundamenterderstahl stromfähig verschweißt werden. In Ausnahmefällen sind nach Rücksprache mit dem Auftraggeber hier Klemmverbindungen möglich. Der Leistungsumfang beinhaltet das Liefern und Montieren der Anschlüsse an den Außenringerder, sowie den Außenringerder selbst. Es werden im Abstand von 5 m Anschlüsse aus V4A an den Außenringerder vorgesehen. Im Bereich von baulichen Dehnungsfugen sind flexible Übergangsbänder vorzusehen. Die Betonierarbeiten und die Errichtung des Fundamenterders sind ohne Unterbrechung auszuführen und einvernehmlich zu koordinieren. Für den jeweiligen Betonagen ist durch die Elektro- bzw. Blitzschutzfachkraft ein Abnahmeprotokoll zu erstellen und dem AG unaufgefordert vorzulegen. Die Vorlage für das Abnahmeprotokoll ist den Anlagen zur Ausschreibung zu entnehmen. Eine Überprüfung des Fundamenterders durch den Auftraggeber erfolgt nur stichprobenartig. Nach Beendigung der Fundamenterderausführung hat das ausführende Unternehmen eine Messung des Fundamenterders durchzuführen und eine Errichterbescheinigung gemäß DIN 18014 auszustellen. Das Errichten und die Abnahme des Fundamenterders hat durch eine Elektrofachkraft oder Blitzschutzfachkraft des AN zu erfolgen. Die Zulassung ist nachzuweisen.
Vorbemerkungen Blitzschutz- und Erdungsanlage
01.01 Fundamenterdung
01.01
Fundamenterdung
01.02 Außenerdung
01.02
Außenerdung
01.03 Messung und Dokumentation
01.03
Messung und Dokumentation