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Neubau Wohnquartier Neubau Wohnquartier
Anschrift: Am Barge, Scheerenbleek,
Gertrude-Elion-Straße, Hedy-Lamarr-Straße, 30539
Hannover-Bemerode
Flur: 7
Flurstück: 147/1
Auf dem Grundstück mit einer Gesamtfläche von 8.334 m²
wird ein Wohnquartier mit insgesamt 134 Wohneinheiten
in geschlossener Bauweise errichtet. Das Bauvorhaben
gliedert sich in einen Nordriegel mit 76
freifinanzierten Wohneinheiten (Häuser AF), darunter
vier Maisonettewohnungen und neun rollstuhlgerechte
Einheiten, sowie einen Südriegel mit 58 sozial
geförderten Wohneinheiten (Häuser GJ), darunter
ebenfalls neun rollstuhlgerechte Einheiten. Die Gebäude
werden in Gebäudeklasse 4 gemäß Niedersächsischer
Bauordnung errichtet und umfassen vier Vollgeschosse
sowie ein Untergeschoss.
Die technische Gebäudeausrüstung umfasst die Gewerke
Sanitär, Heizung und Lüftung einschließlich aller
erforderlichen Nebenleistungen, Dämmarbeiten,
brandschutztechnischen Maßnahmen, Befestigungs- und
Montagesysteme sowie die betriebsfertige Herstellung
sämtlicher Anlagen.
Die Schmutzwasserentsorgung des Gebäudekomplexes
erfolgt über zwei getrennte Anschlüsse an die
öffentliche Kanalisation. Die Gebäude A bis F werden
über einen östlich gelegenen Anschluss entwässert, die
Gebäude G bis J über einen südwestlich angeordneten
Anschluss. Innerhalb der Gebäude erfolgt die
Schmutzwasserableitung über Fallleitungen,
Sammelleitungen und Grundleitungen bis zu den
Übergabepunkten der Grundstücksentwässerung. In
tieferliegenden Technik- und Anschlussräumen,
insbesondere in Wärmeerzeugungs- und
Hausanschlussbereichen, sind Hebeanlagen zur
Entwässerung unterhalb der Rückstauebene vorgesehen.
Für die Schmutzwasserinstallation sind im Bereich der
Fallleitungen schallgedämmte Entwässerungsrohrsysteme
vorzusehen. Die horizontalen Sammelleitungen im
Untergeschoss sowie Sammelanschluss- und
Einzelanschlussleitungen innerhalb der Geschosse sind
in schalloptimierter Ausführung herzustellen.
Erforderliche brandschutztechnische Abschottungen an
Leitungsdurchführungen durch Decken und Wände sind
entsprechend den bauaufsichtlichen Anforderungen sowie
den geltenden Zulassungen fachgerecht auszuführen.
Die Trinkwasserversorgung des Wohnquartiers erfolgt
über zwei separate Hausanschlüsse. Aufgrund der
vorhandenen Netzverhältnisse und des nicht
ausreichenden Versorgungsdrucks in den oberen
Geschossen sind Druckerhöhungsanlagen zur
Sicherstellung der bestimmungsgemäßen Versorgung
vorzusehen. Die Trinkwasserverteilung innerhalb der
zentralen Installationsbereiche wird in Edelstahlrohr
ausgeführt. Ab den dezentralen Wohnungsstationen
innerhalb der Nutzungseinheiten erfolgt die
Trinkwasserinstallation mittels Mehrschichtverbundrohr.
Die Ausführung hat entsprechend den allgemein
anerkannten Regeln der Technik sowie unter
Berücksichtigung hygienischer Anforderungen gemäß
Trinkwasserverordnung und DIN 1988-200 und VDI 6023 zu
erfolgen. Eine zentrale Enthärtungsanlage ist nicht
vorgesehen.
Die Wärmeversorgung des gesamten Quartiers erfolgt
zentral über einen Fernwärmeanschluss, welcher in
Gebäude A in eine zentrale Wärmeübergabestation
eingebunden wird. Die Wärmeübergabestation umfasst die
erforderlichen Komponenten zur hydraulischen
Entkopplung, Lastverteilung und Wärmespeicherung. Die
Verteilung der Heizenergie erfolgt über ein
Wärmeverteilnetz zu den einzelnen Gebäuden.
Die Warmwasserbereitung erfolgt dezentral in den
Wohnungen im Durchlaufprinzip über in den
Wohnungsstationen integrierte Plattenwärmeübertrager.
Die Verbrauchserfassung erfolgt wohnungsweise über
Wärmemengenzähler sowie Wasserzähler.
Für die Heizungsverteilung innerhalb der Gebäude sind
in den Verteilbereichen Rohrleitungen aus
nichtrostendem Chromstahl vorgesehen. Im Bereich der
Wärmezentrale insbesondere des Heizungsverteilers
innerhalb der Technikzentrale kommen geschweißte
Stahlrohrleitungen zur Ausführung. Die Raumbeheizung
erfolgt überwiegend über Fußbodenheizsysteme. Ergänzend
werden in Bädern elektrische Handtuchheizkörper sowie
in allgemeinen Treppenhäusern, statische Heizflächen
installiert.
Die Lüftungsanlagen umfassen die Be- und Entlüftung
innenliegender Sanitärräume sowie die
lüftungstechnischen Maßnahmen zum Feuchteschutz.
Innenliegende Bäder und WC-Räume werden mittels
mechanischer Abluftanlagen gemäß DIN 18017-3 entlüftet.
Die Lüftungsausführung erfolgt mit
Wickelfalzrohrleitungen einschließlich aller
erforderlichen Formstücke, Revisionsmöglichkeiten und
Befestigungssysteme. Die Nachströmung der Zuluft
erfolgt entsprechend dem Lüftungskonzept gemäß DIN
1946-6 über Fensterfalzlüfter.
Die Tiefgarage und untergeordnete Kellerräume erhalten
eine natürliche Be- und Entlüftung beziehungsweise
feuchtegeführte Entfeuchtungssysteme entsprechend den
funktionalen Anforderungen.
Sämtliche Rohrleitungs- und Luftleitungssysteme der
technischen Gebäudeausrüstung sind entsprechend den
Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG)
vollständig wärme- beziehungsweise
tauwasserschutztechnisch zu dämmen. Dies gilt für
Heizungs-, Trinkwarmwasser-, Kaltwasser-,
Entwässerungs- sowie lufttechnische Leitungen
einschließlich Armaturen, Formstücke, Verteiler und
Einbauteile. Die Dämmung ist entsprechend den
jeweiligen Mediumtemperaturen, Einbausituationen sowie
brandschutztechnischen Anforderungen fachgerecht
auszuführen.
Die gesamte Ausführung hat nach den allgemein
anerkannten Regeln der Technik, den einschlägigen DIN-,
EN- und VDI-Richtlinien sowie den Anforderungen der
VOB/C in der jeweils gültigen Fassung zu erfolgen.
Soweit in den einzelnen Positionen des
Leistungsverzeichnisses nicht ausdrücklich etwas
anderes angegeben ist, umfassen die ausgeschriebenen
Leistungen grundsätzlich die Lieferung, Montage,
Befestigung, den Anschluss, die Inbetriebsetzung sowie
die betriebsfertige Herstellung der jeweiligen Anlagen-
und Bauteile.
In die Einheitspreise sind sämtliche zur vollständigen
und funktionsfähigen Ausführung erforderlichen
Nebenleistungen einzukalkulieren. Hierzu gehören
insbesondere:
Anlieferung, Transport und Vertragen der Materialien
auf der Baustelle,
sämtliche Befestigungs-, Verbindungs- und
Dichtungsmaterialien,
Klein- und Hilfsmaterialien,
erforderliche Anpassungs- und Montagearbeiten,
Herstellung der funktionsfähigen Anschlüsse an
bestehende oder neu zu errichtende Anlagenteile,
Korrosionsschutz-, Schallentkopplungs- und
Abdichtungsmaßnahmen, soweit für die jeweilige Leistung
erforderlich,
Funktionsprüfungen,
Reinigung der eingebauten Anlagenteile,
Kennzeichnung und Beschriftung entsprechend den
technischen Regelwerken sowie
sämtliche für eine betriebsfertige Übergabe
erforderlichen Leistungen.
Sofern Positionen lediglich die Lieferung oder
lediglich die Montage umfassen sollen, wird dies in der
jeweiligen Positionsbeschreibung ausdrücklich
angegeben.
Neubau Wohnquartier
02 Heizungsanlage
02
Heizungsanlage
02.05 Elektroarbeiten
02.05
Elektroarbeiten