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Baubeschreibung Baubeschreibung
1. Gebäudebeschreibung - Bestand
Bei dem vorliegenden Bauvorhaben handelt es sich um die umfassende Kernsanierung und den teilweisen Umbau eines Bürogebäudes der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf aus den späten 1970er bzw. frühen 1980er Jahren in der Merowingerstraße 111+113 im Düsseldorfer Stadtteil Unterbilk. Das Gebäude liegt an einer Straßenecke und verfügt über drei frei sichtbare Fassaden. Es besteht aus einem Untergeschoss mit Tiefgarage, einem Erdgeschoss, vier Obergeschossen sowie einem vorhandenen Staffelgeschoss (Ebene 5) und einem Technikgeschoss. Das Staffelgeschoss wird im Rahmen der Maßnahme zu einem Vollgeschoss ausgebaut, um zusätzliche Büroflächen zu schaffen.
Ziel der Baumaßnahme ist die Modernisierung der Büroetagen sowie die vollständige Erneuerung der technischen Gebäudeausrüstung (TGA). Darüber hinaus wird die bestehende vorgehängte Betonplatten-Fassade mit Klinkerriemchen zurückgebaut und durch eine hochwertige, vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) ersetzt.
Kenndaten
Errichtung Gebäude: Hausnr. 111: 1974 + Hausnr. 113: 1980
Anzahl der Ebenen: 6 Ebenen + Technikebene
Gesamtfläche NGF: 3.295 m²
NGF je Ebene: U1: 1.135 m², 00: 350 m², 01 - 05: 355 m², Technikebene: 39 m²
Gebäudehöhe: 20,00m
Konstruktion - Bestand
Tragstruktur: Stahlbetonskelettbau mit massiven Gebäudeerschließungskern
Dachkonstruktion: Mischkonstruktion aus Holzfachwerkträger und Stahlbetondecke jeweils als Kaltdach
Kellerkonstruktion: Stahlbeton-Massivbau
Fassadenkonstruktion: Vorgehängte Fassadentafeln mit Spaltklinkerplatten, hinterlüftet und gedämmt
Innenausbau: Standard Innenausbau mit Zementestrich, Trockenbau- und Elementwände, Teppichböden und Fliesenbelag in den Sanitärbereichen und Teeküchen.
2. Allgemeine Baustellenbedingungen
Bei der Befahrung der Tiefgaragendecke ist folgendes zu beachten:
500 kg/m² Verkehrslast für Fahrzeuge bis zu einer Gesamtlast von 9to.
Anhäufungen von Erdbewegungen sind entsprechend zu vermeiden bzw. gering zu halten.
Dieser Hinweis gilt für alle Positionen im Leistungsverzeichnis und ist entsprechend einzukalkulieren. Grundsätzlich ist die Tiefgaragendecke nicht als Anlieferungszone gestattet. Eine Baustelleneinrichtungsfläche mit Bauschutt-, Material-, Mannschafts- und WC-Containern, die das Gewerk Umbauarbeiten stellt, ist gemäß Baustelleneinrichtungsplan in einem Teilbereich möglich. Hierfür ist die Decke in der Tiefgarage gemäß Vorgaben vom Statiker Ingenieurbüro Tetz für die Zeit der Vorhaltung abzustützen.
3. Bauzeit
Die Schadstoffsanierung und Entkernungsarbeiten erfolgen voraussichtlich ab November 2025.
Der Beginn der Baumaßnahme ist für April 2026 vorgesehen. Für die Bauzeit sind insgesamt 17 Monate vorgesehen. Die Übergabe an den Bauherrn ist für September 2027 geplant. Grundsätzlich gelten die Zeitfenster der im Bauzeitenplan beschriebenen Terminblöcke. Diese werden durch die örtliche Bauleitung, unter Bezug der VOB- Fristen, abgerufen.
4. Erläuterung der geplanten Maßnahme (gewerkeweise)
Allgemein
Die Ausschreibungen sind als Einzelgewerk-Leistungsverzeichnisse erstellt.
Rohbau- und Umbauarbeiten
Die Abbrucharbeiten und Schadstoffsanierung erfolgt vorab bauseits Ende 2025.
Im Zuge der Abbrucharbeiten erfolgt die vollständige Entkernung bis auf den Rohbau inkl.
der Installationen und Fenster. Zusätzlich werden der Dachaufbau und die vorgehängten
Fassadenplatten aus Betonfertigteilen rückgebaut. Dabei werden auch die schadstoffhaltigen Bauteile entfernt.
Die Rohbau- und Umbauarbeiten stellen mit der Baustelleneinrichtung die Mannschafts-, Material- und Waschcontaineranlagen. Die Baustelleneinrichtungsfläche ist auf der Westseite des Gebäudes auf der Tiefgaragendecke geplant. Hierfür ist die Beachtung der Angaben des Statikers zur Verkehrslast sowie zur Stützenstellung in der Tiefgarage während der Bauphase zwingend erforderlich. Die Container sind auf der Fläche direkt an der Straße zu positionieren. Bauschuttcontainer sind im Bereich der Tiefgaragenrampe zu positionieren. Die Einrichtungsfläche ist mit Bauzäunen an der Straße abzutrennen. Auf der Ostseite, an der Merowingerstraße sind straßenbegleitende Parkplätze mit Bauzäunen abzutrennen.
Sämtliche erforderlichen Gerüste für die Erstellung der Umbauarbeiten im Innenbereich sind bei den Rohbauarbeiten miteinzukalkulieren. Die Gerüststellung außen erfolgt über das Gewerk Gerüstbauarbeiten.
Es sind diverse Umbauarbeiten im Bestand vorzunehmen. Dazu gehören u.a. der Teilabbruch von Wänden, Brüstungen und Dachflächen, die Erstellung von Kernbohrungen und Durchbrüchen, das Verschließen von Öffnungen mit KS-Mauerwerk oder Beton sowie der Einbau von Stahlbauteilen.
Gerüstarbeiten
Es wird ein Fassadengerüst für die Erstellung der Vorhangfassaden, den Einbau der Fensteranlagen, sowie die Bearbeitung der Dachflächen erforderlich. Das Gerüst wird als Stahlrohrgerüst nach DIN EN 12810 ausgeführt. Lastklasse 4 DIN EN12811-1, Breitenklasse W09, Belagsbreite ca. 90 cm, Gerüstgesamtbreite ca. 110 cm, Belastung 3 KN/m2, geeignet als Arbeits- und Schutzgerüst. Höhe des Gerüsts bis ca. 22m (Technikgeschoss 25m). Das Gerüst wird von außen mit Netzen umlaufend behangen.
Dachabdichtungsarbeiten
Die vorhandene Dachfläche des Hauptdachs Hausnummer 111 erhält eine Gefälledämmung aus PIR Dämmung. Die vorhandene Dachfläche des Hauptdachs Hausnummer 113 erhält auf dem im Gefälle errichteten Trapezblech eine Mineralwolldämmung. Beide Flächen werden extensiv begrünt und erhalten eine Photovoltaikanlage.
Die Dachfläche des Technikgeschosses erhält teilweise eine Gefälledämmung aus Mineralwolle und Teilweise eine PIR Dämmung sowie ebenfalls eine extensive Dachbegrünung.
Die Attika erhält eine Mauerabdeckung aus Aluminium in Fassadenfarbe.
Dachabdichtungsarbeiten - Tiefgarage
Die Decke über der Tiefgarage erhält eine neue Abdichtung und wird intensiv begrünt und mit heimischen Sträuchern bepflanzt. Die Abfahrt zur Tiefgarage erhält eine Pergola als Überbauung, die begrünt wird.
Fassadenarbeiten VHF
Die neue Gebäudehülle wird als vorgehängte, hinterlüftete Fassade mit HPL-Platten in gedeckten, aufeinander abgestimmten Farbtönen ausgeführt. Die Farbgebung orientiert sich an der umgebenden Bebauung. Die Hausnummern 111 und 113 erhalten differenzierte Fassadenfarben:
Nr. 111: dunkler Farbton (ähnlich RAL 7039 - Quarzgrau)
Nr. 113: heller Farbton (ähnlich RAL 9001 - Cremeweiß)
Ab dem 1. Obergeschoss tritt durch einen leichten Fassadensprung eine optische Gliederung zwischen den beiden Gebäudeteilen auf. Fensterbänder bleiben im Erscheinungsbild deutlich ablesbar. Fenster- und Türelemente aus Aluminium werden farblich passend zur jeweiligen Fassadenfarbe ausgeführt.
Fabrikat: Trespa Meteon o.glw.
Metallbau, Verglasungs- und Sonnenschutzarbeiten
Die Fensteranlagen werden als Aluminiumfensteranlagen mit Brüstungsriegeln und Öffnungsflügeln ausgeführt. Alle Fenster erhalten einen Magnetkontakt (Ebene 00 (Eingangsebene) für die EMA und für die H/K-Decke; Ebene 01-05 für die H/K-Decke). Die Fenster in den Büros bekommen einen Raffstore. Die Aluminiumfensterbank außen läuft über mehrere Fenster durch. Die Fenster und Außentüranlagen in Ebene 00 werden zusätzlich in RC2 ausgeführt. Die Außentüranlagen werden als Alu-Glastüren ausgeführt und erhalten teilweise einen elektrischen Antrieb.
Die Fenster- und Türelemente aus Aluminium sind farblich passend zur jeweiligen Fassadenfarbe auszuführen. Innen werden die Fenster weiß.
Metallbau - Brandschutztüren
Die Türen zum Treppenhaus werden als Alu-Glas-Türen mit der Anforderung T30-RS mit Obentürschließer oder elektrischem Antrieb ausgeführt. Teilweise erhalten die Türen ein feststehendes Seitenteil. Die Türen im Technikgeschoss sind einmal als T90-RS und als Propangasdichte Tür ausgeführt.
Metallbauarbeiten - Tiefgaragentoranlage
Die Tiefgarage erhält im Untergeschoss am Ende der Rampe ein Sektionaltor mit Streckmetall und integrierter Schlupftür. Für die Einbruchmeldeanlage ist ein Magnetkontakt erforderlich. Die Bedienung erfolgt über einen Zugschalter (innen) und eine Torsteuerung (außen). Es wird eine Ampelanlage eingerichtet.
Trockenbauarbeiten
Die nichtragenden Wände werden als Gipskartonwände erstellt, je nach Erfordernis in der entsprechenden Wand- und Schallschutzqualität. Alle Wände erhalten einen gleitenden Deckenanschluss.
In den WC Anlagen werden teilweise Trennwände und Vorsatzschalen zum Verdecken von Installationen und TGA-Leitungsführungen vorgesehen.
Im Gebäude werden einige TGA-Schächte erstellt, die raumhoch mit Trockenbau verschlossen werden.
In den Fluren sind zum Teil zur Sicherstellung von Brandabschnitten F90 Türsturzanlagen eingeplant.
Es sind Abhangdecken als Heizkühldecken mit GK-Randfries geplant, diese werden als Metallkasettendecken mit Mineralwollauflage ausgeführt. Die Lieferung und Montage erfolgt über das Gewerk HLS.
Die Flure und WC-Anlagen erhalten MF-Decken mit sichtbarem T-Tragsystem. Das Foyer in Ebene 00 wird mit einer Akustiklochdecke mit Mineralwollauflage erstellt.
Die Kellerdecke erhält eine 10cm Deckendämmung.
Innenputzarbeiten
Die definierten massiven Wandflächen, wie Beton-, und Mauerwerkswandflächen werden mit einem Gipsputz versehen.
Tischlerarbeiten - Innentüren / Bauelemente
Die Innentüranlagen werden als Vollspantüren mit HPL - Beschichtung in dunkelgrau ausgeführt.
Fabrikat: Jeld-Wen o.glw.
Die HPL- Beschichtung wird nach Bemusterung in RAL 7012 gewählt.
Fabrikat: Pfleiderer o.glw.
Sämtliche Türgriffe sind aus Edelstahl vorzusehen. Fabrikat: FSB Modell 1023 o.glw.
Die Zargen werden als Stahlumfassungszargen ausgeführt und in Türfarbe lackiert.
Stahlbau- und Schlosserarbeiten
Die Treppengeländer im Innenbereich erhalten ein Flachstahlgeländer mit Edelstahlrundhandlauf und werden über das Gewerk Malerarbeiten in Farbwahl des AG beschichtet.
Im Gebäude sind mehrere Stahltreppen im Untergeschoss sowie im Technikgeschoss zu montieren.
Auf dem Flachdach werden zur Absturzsicherung für Wartungsarbeiten Stahlgeländer aus Flachstahl mit ca. 0,80m Höhe und Befestigung an der Attika angebracht.
Des Weiteren erhält die Decke über Ebene 05 eine neue Stahlkonstruktion mit Trapezblech. In Ebene 06 wird ein Anbau in Stahlbauweise errichtet. Dieser erhält eine Fassade aus Sandwichpaneelen und ein Dach mit Trapezblech.
Die Tiefgaragenabfahrt wird begrünt. Hierfür ist eine Stahlkonstruktion zu erstellen, an der die Rankpflanzen wachsen können.
Estricharbeiten
Der vorhandene Bodenaufbau wird abgebrochen und in allen Etagen wird ein neuer Estrich eingebracht. Dieser wird als Zementestrich hergestellt, die erforderliche Wärmedämmung und Trittschallschalldämmung wird aus Polystyroldämmstoff ausgeführt. Der Bodenaufbau unterscheidet sich je nach Geschoss und Gebäudeabschnitt in der Gesamtstärke.
Fliesen- und Plattenarbeiten
Die WC-Anlagen erhalten Bodenfliesen aus Feinsteinzeug im Format 30/60cm in der erforderlichen Rutschklasse. Die Wandflächen in den WC-Anlagen sowie die Fliesenspiegel in den Teeküchen werden mit Steingutfliesen in weiß im Format 20/40. Die Fliesen sind gemäß Fliesenspiegel vom Architekten zu verlegen. Sämtliche Spritzwasserbereiche der Boden- und Wandflächen sind nach DIN 18534 mit flüssigen Abdichtungssystemen beschichtet.
Im Treppenhaus werden dunkle Bodenfliesen 30/60cm einschl. Tritt- und Setzstufe - aus Feinsteinzeug ausgeführt.
Maler- und Lackierarbeiten
Die Wandflächen werden mit Malervlies und Dispersionsanstrich in weiß RAL 9010 versehen. In den Fluren sind Farbakzente im Farbton nach Bemusterung geplant.
Sämtliche Stahlumfassungstürzargen sowie Flachstahlgeländer im Treppenhaus werden lackiert, Farbton RAL 7012 basaltgrau.
Bodenbelagsarbeiten
Die Bodenflächen werden größtenteils mit Kautschukboden in unterschiedlichen Farben belegt. Dieser ist mit einer Rutschklasse R9 auszuführen. In den Teeküchen R10.
Fabrikat: Noraplan sentica o.glw.
Die Fußleisten werden mit weißen Einklebeleisten mit Kautschukboden hergestellt.
WC-Trennwände
Die Systemtrennwände sind als raumhohe Konstruktion ohne Bodenfreiheit geplant, bestehend aus 30mm starken Holzwerkstoffplatten mit beidseitiger Melaminharzbeschichtung Farbe der Platten aus der Standardpalette des Herstellers, hellgrau. Aufgeteilt in 2 Kabinen, mit 2 Türen einschl. 3 mm Fußluft System Kemmlit NIUU ONE F1 o.glw.
Technische Gebäudeausrüstung
Die TGA Installationen werden im Vorfeld der Maßnahme im Wesentlichen komplett bis zur Einspeisung bauseits zurück gebaut.
Zukünftig wird die Beheizung und Kühlung des Gebäudes zentral über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe bereitgestellt und in den Flächen vorwiegend über kombinierte Heiz- und Kühldecken in die Räume gebracht. Die Belüftung des großen Seminarraum in Ebene00, sowie der WC-Anlage in allen Ebenen findet über ein zentrales Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung statt. Sonstige Räume verfügen über eine freie Lüftung über Fenster oder Überströmung. Hinsichtlich der Wassererwärmung sind dezentral angeordnete
Kleindurchlauferhitzer vorgesehen. Weiterhin wird das Objekt zukünftig aus dem Niederspannungsnetz der
Netzgesellschaft Düsseldorf mit Strom versorgt. Zudem ist eine PV-Anlage auf der Dachfläche des Gebäudes berücksichtigt.
Bauendreinigungsarbeiten
Reinigung des gesamten Gebäudes nach Beendigung der Baumaßnahme einschl. einer Zwischenreinigung.
Bei den Baureinigungsarbeiten werden alle Reinigungsanweisungen der zum Einbau vorgesehen Materialien zur Verfügung gestellt, so dass das entsprechende geeignete Reinigungsmittel eingesetzt werden kann.
Auf folgende Punkte wird gesondert hingewiesen:
Außentür- und -fensteranlagen sind als Aluminiumfensteranlagen geplant.
Bodenfliesenbeläge sind aus Feinsteinzeugfliesen unglasiert geplant
Wandfliesenbeläge sind aus glasierten Steingutfliesen geplant
Für die Kautschukbodenbeläge ist die Reinigungsanweisung des Hersteller zu beachten.
Tischlerarbeiten - Teeküchen/Fensterbänke
Jede Etage erhält eine Teeküche bestehend aus 4-5 Unter- sowie Oberschränken. Die Küchenzeile in Ebene 00 erhält einen barrierefreien Arbeitsbereich mit unterfahrbarer Spüle. Die Küchen sind jeweils mit Trockenbauwänden eingefasst.
Landschaftsbauarbeiten
Die Freianlagen erhalten haufwerksporige Pflasterbeläge 20/10/8cm im Bereich der PKW-Stellplätze sowie der Einfahrt in grau. Markierungen werden mit anthrazitfarbenen Seiten erstellt. Die Gehwege erhalten haufwerksporige Gehwegplatten in grau 40/40/5cm. Es sind Randeinfassungen mit Kantsteinen zu erstellen. Rund um das Gebäude kommen Spritzschutzstreifen mit 50cm Breite zur Ausführung.
Fabrikat: Kann o.glw.
Zur Straßenseite ist ausgebautes Pflaster wieder einzubauen.
Es ist eine intensive Dachbegrünung mit Pflanzbeete mit Sträuchern anzulegen und 3 Bäume zu pflanzen, 2 davon werden in Pflanzgefäßen angelegt. Desweiteren sind Beete für Rankgewächse anzulegen und Rankpflanzen zu setzen. Hierfür wird eine Pergola oberhalb der Rampe über das Gewerk Stahlbau errichtet. Es sind Sitzbereiche mit Bänken zu erstellen. Über das Gewerk ELT werden Pollerleuchten sowie Mastleuchten aufgestellt. Für die 16 Fahrradstellplätze sind Fahrradständer vorzusehen.
Die Einhausung der Fahrradstellplätze sowie der Mülltonnen sind herzustellen.
Beschilderung/Werbeanlagen
Im Innenbereich sind Türschilder sowie Wegweiser im Treppenhaus und im Aufzug nach Vorgaben und Corporate Design der HHU vorzusehen.
Im Außenbereich werden Fassadenschilder sowie eine Steele zur Gebäudebeschilderung vorgesehen. Diese sind ebenfalls nach Vorgaben des Corporate Design der Universität zu erstellen. Des Weiteren ist ein Schild am Tiefgaragendach vorzusehen, da diese nur von PKW befahren werden darf.
Sonnenschutz - innenliegender Blendschutz
In den Büroräumen ist ein innenliegender Blendschutz als Lamellenvorhang geplant. Dieser wird an der Anhangdecke befestigt und ist in hellgrauer Farbe (RAL 7035) auszuführen.
Projektbeteiligte
Bauherr: Heinrich-Heine-Universität
Universitätsstraße 1
40225 Düsseldorf
Architekt: Pischke Architekten
Neuer Weyerstraßerweg 7
50969 Köln
Projektsteuerung: Schüssler-Plan
Grafenberger Allee 293
40237 Düsseldorf
Fachingenieur TGA: Heiming GmbH
Am Brüll 17
40878 Ratingen
Statik: Tetz Ingenieure
Am Lieberg 40
41836 Hückelhoven
Brandschutz: Corall Ingenieure GmbH
Wenkerstraße 10
44141 Dortmund
Bauphysik: Pirlet und Partner
Zimmerstraße 15a
40215 Düsseldorf
Schadstoffgutachter: Reducta GmbH
Schinkelstraße 29
40211 Düsseldorf
SiGeKo: BA&U Arbeitsschutz GmbH
Dorfmühler Str.14-16
42855 Remscheid
Vermesser: Dr-Ing.Robert Blinken und Dipl.-Ing. Rolf Töpfer
Himmelgeister Str.37
40225 Düsseldorf
Artenschutz: Ökoplan - Bredemann und Fehrmann
Savignystraße 59
45147 Essen
Landschaftsplaner: Verhas Architektur & Landschaft
Leostraße 91
40547 Düsseldorf
Baubeschreibung
20 Landschaftsbauarbeiten
20
Landschaftsbauarbeiten
ZTV für Landschaftsbauarbeiten ZTV für Landschaftsbauarbeiten
1.) Allgemeine Vorschriften
Diese zusätzlichen Angaben zum Leistungsverzeichnis gelten für alle ausgeschriebenen Titel und Gewerke und sind Bestandteil des Leistungsverzeichnisses. Eine zusätzliche Vergütung für etwaig notwendige zusätzliche Leistungen des Auftragnehmers infolge dieser Angaben erfolgt nicht. Solche Kosten sind in die Einheitspreise einzurechnen.
Neben den ATV gem. VOB/C
DIN 18299 Allgemeine Regelungen für Bauleistungen jeder Art,
DIN 18300 Erdarbeiten,
DIN 18316 Verkehrswegebauarbeiten, Oberbauschichten mit hydraulischem Bindemittel,
DIN 18318 Verkehrswegebauarbeiten, Pflasterdecken, Plattenbeläge in ungebundener Ausführung,
DIN 18320 Landschaftbauarbeiten mit Fachnormen Vegetationstechnik im Landschaftsbau,
DIN 18915 Bodenarbeiten,
DIN 18916 Pflanzen und Pflanzarbeiten,
DIN 18920 Schutz von Bäumen, Pflanzbeständen und Vegetationsflächen bei Baumaßnahmen, sind die
DIN 4123 Gebäudesicherung im Bereich von Ausschachtungen, Gründungen und Unterfangung,
DIN 4124 Baugruben und -GräbenDIN 18134 Baugrund; Versuche und Versuchsgeräte, Plattendruckversuche,
DIN 18200 Übereinstimmungsnachweis für Bauprodukte,-
Werkseigene Produktionskontrolle, Fremdüberwachung und Zertifizierung von Produkten, besonders zu beachten.
Desweiteren sind u.a. die Inhalte der Richtlinien
RAS-LP4 Schutz von Bäumen, Vegetationsflächen und Tieren bei Baumaßnahmen (1999)
RSA Richtlinie für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen(2001)
RiStWag Richtlinien für bautechnische Maßnahmen an Straßen in Wasserschutzgebieten(2002)
RStO Richtlinie für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen(2001)
RAS-Ew Richtlinie für die Anlage von Straßen Teil Entwässerung(2005)
RuA-StB Richtlinien für die umweltverträgliche Anwendung von industriellen Nebenprodukten und Recycling-Baustoffen im Straßenbau(2001)
TP HGT-StB Technische Prüfvorschriften für Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln(94)
TP D- StB Technische Prüfvorschriften zur Bestimmung der Dicke von Oberbauschichten ohne Bindemittel im Straßenbau (89)
TP Griff- StB Technische Prüfvorschriften für Griffigkeitsmessungen im Straßenbau(2008)
TP BF- StB Technische Prüfvorschriften für Boden und Fels im Straßenbau ergänzt um die Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien (ZTVR abgekürzt)
ZTV E-StB ZTVR für Erdarbeiten im Straßenbau(97)
ZTV Ew-StB ZTVR für den Bau von Entwässerungseinrichtungen im Straßenbau(91)
ZTV La-StB ZTVR für Landschaftsbauarbeiten im Straßenbau(2006)
ZTV LW ZTVR für die Befestigung ländlicher Wege(2007)
ZTV SoB-StB ZTVR für den Bau von Schichten ohne Bindemittel im Straßenbau(2007)
ZTV Pflaster- StB ZTVR zur Herstellung von Pflasterdecken, Plattenbelägen und Einfassungen(2008)
ZTV A-StB ZTVR für Aufgrabungen in Verkehrsflächen( 2006)
ZTV Fug-StB ZTVR für Fugen in Verkehrsflächen(2001)
ZTV-SA ZTVR für Sicherungsarbeiten an Arbeitsstellen an Straßen(2001)
ZTV ZEB-StB ZTVR für Zustandserfassung und Zustandsbewertung von Straßen(2007)
ZTV Beton-StB ZTVR für den Bau von Tragschichten mithydraulischen Bindemitteln und Fahrbahndecken aus Beton(2007) ergänzt durch die Merkblätter M FP1 Merkblatt für Flächenbefestigungen mit Pflasterdecken und Plattenbelägen Teil 1 (2003)
Merkblatt für die Herstellung von Trag- u. Deckschichten ohne Bindemittel (95)
Merkblatt für die Verdichtung des Untergrundes und Unterbaus im Straßenbau (2003)
Merkblatt für wasserdurchlässige Befestigungen von Verkehrsflächen (98)
Merkblatt für Drainbetonschichten (96)
Merkblatt über den Rutschwiderstand von Pflaster und Plattenbelägen für den Fußgängerverkehr(97)
Hinweise für Maßnahmen an bestehenden Straßen in Wasserschutzgebieten (93)
M QVS Merkblatt zur Qualitätssicherung von dauerhaft verwendeten Verkehrsschildern (2008)
MVAS Merkblatt über Rahmenbedingungen für erforderliche Fachkenntnisse zur Verkehrssicherung von Arbeitsstellen an Straßen (2000)
Merkblatt für Wegweisende Beschilderung für den Fußgängerverkehr (2007)
Merkblatt der Hinterfüllung von Bauwerken (94) bei der Ausführung zu berücksichtigen.
Vorstehend wurden lediglich die wichtigsten Richtlinien, ZTV und Merkblätter genannt, maßgeblich ist für alle Ausführungen der Stand der Technik mit zugehörigen Normen und Veröffentlichungen, insbesondere die Schriftstücke der FGSV und einschlägigen DIN bzw. DIN EN Normen des Beuth Verlages neusten Datum.
Im weiteren gelten selbstverständlicherweise alle Vorschriften der Bauberufsgenossenschaften, die UVV´s, alle Gesetze zum Schutz der Arbeitnehmer, außerdem die Verordnung über Arbeits-und Gesundheitsschutz auf Baustellen "Baustellenverordnung"und die Baustellen RL, sowie die RAGA. Explizit wird auf die Einhaltung der RAGA (Richtlinie für Arbeiten in Gebäuden und Außenanlagen) hingewiesen. Zur Beschränkung der Lärmemmissionen ist Bundesimmissionsschutzgesetz zu beachten. Die technischen Regeln für den Umgang mit Gefahrenstoffen werden ebenfalls Vertragsbestandteil. Grundsätzlich gelten die am Tage der Angebotsabgabe geltenden neuesten DIN-Vorschriften, auch wenn diese hier im Einzelnen nicht gesondert aufgeführt sind.
Grundsätzlich gelten für die Kalkulation alle DIN-Normen in der 3 Monate vor dem Einreichungstermin gültigen Version. Sofern sich Normen vor der Ausführung ändern oder sich Änderungen der Normungen abzeichnen (z.B. durch Gelbdrucke), die zu einer Ausführungsänderung führen könnten, so ist die Verständigung mit dem AG zu suchen und die Änderung nach Abstimmung vorzunehmen.
Darüber hinaus sind die Verarbeitungsrichtlinien der Hersteller als Vertragsbestandteil zu erfassen.
2.) Allgemeine Forderungen
Alle zuvor in Angebotsschreiben, Bewerbungsbedingungen der HHU, ZTV und LV gestellten Anforderungen und Leistungen sind mit den Angebotspreisen zu erfassen.
Alle Leistungen sind funktionsfähig anzubieten. Alle Angaben im LV sind Mindestanforderungen. Die Leistungsbeschreibung dient der Preisfindung. Erkennt der Anbieter, dass die Leistung nicht erschöpfend beschrieben ist, so hat er dieses schriftlich vor Angebotsabgabe mitzuteilen.
Alle vorzulegenden Unterlagen sind in deutscher Sprache zu erstellen.
3.) Art der Ausführung und Abrechnung
In den Einheitspreisen ist die Baustelleneinrichtung für die Belange des Auftragnehmers vollständig zu erfassen. Die Mannschaft-, Material- und Wasch- und WC-Container werden auf einer allgemeinen Baustelleneinrichtungsfläche über das Gewerk Umbaubauarbeiten aufgestellt und nach Bedarf den jeweiligen Gewerken zugeordnet und zur Verfügung gestellt.
Sollten innerhalb der Ausführungszeichnungen Maßdifferenzen oder andere Unstimmigkeiten festgestellt werden, so sind in jedem Falle die Entscheidungen durch die Bauleitung zu erwirken. Alle Pläne sind vom Auftragnehmer vor Beginn in eigener Verantwortung zu überprüfen.
Die ausgeschriebenen Leistungen verstehen sich in fix und fertiger Ausführung einschl. aller Materialien, sofern dies im Leistungsverzeichnis nicht ausdrücklich anders beschrieben ist.
Für die Abrechnung gilt grundsätzlich die VOB/C in ihrer aktuellen Fassung.
Der Auftraggeber stellt, über die beauftragten Gewerke ELT, den Anschluss für Baustrom auf dem Grundstück zur Verfügung, an denen der Auftragnehmer anschließen kann. Der Anschluss Bauwasser wird über das Gewerk Umbauarbeiten zur Verfügung gestellt. Der Auftragnehmer kann ab diesen Punkten für seine Belange Strom und Wasser entnehmen, die Verteilung bis zum Arbeitsort ist Sache des Auftragnehmers.
Die Beleuchtung der eigenen Arbeitsbereiche ist Sache des Bieters/Auftragnehmers. Eine Beleuchtung der Fluchtwege wird über das Gewerk Elektro gestellt
4.) Verantwortung und Pflichten des Auftragnehmers:
Die durchzuführenden Arbeiten sind in voller Eigenverantwortung des Auftragnehmers auszuführen. Dies bezieht sich auf:
die sach- und fachgerechte Durchführung,
eigenständige Koordination mit den beteiligten Nebengewerken, so dass alle Beteiligten Gelegenheit haben, ihre Arbeiten termingerecht auszuführen. Es besteht Koordinationspflicht!
den Schutz gegen Unfallgefahren,
das Absichern der Baustelle,
das Reinigen/ sauber halten der Baustelle
das Reinigen der evtl. durch den Lkw-Abtransport verschmutzten öffentlichen Verkehrswege
5.) Dokumentationsunterlagen:
Vom Bieter sind Dokumentationsunterlagen für die verwendeten und eingebauten Materialien vorzulegen,
welche folgende Informationen enthalten müssen:
Fachfirmenbescheinigung, mit Bestätigung, dass die Arbeiten nach den anerkannten Regeln der Technik und den einschlägigen Vorschriften ausgeführt sind.
Materialnachweise mit Informationen zu Hersteller, Produkttyp und eingebautem Farbton
Pflege- und Reinigungsanleitung
Wartungs- und Instandhaltungshinweise
Prüfprotokolle /-zeugnisse, Sicherheitsdatenblätter
Dokumentation gem. der Anlage 811 - Vorgaben für Revisionsunterlagen
(HHU Version 2.1, Stand 23.04.2020)
Abfall- und Entsorgungsbescheingungen zur Vorlage bei den zuständigen Ämtern als Nachweisführung für die ordnungsgemäße Abfallentsorgung.
6.) Unterlagen:
Folgende Unterlagen sind dem Leistungsverzeichnis beigefügt und bei der Kalkulation zu beachten. Bei Widersprüchen zwischen der Planung und dem Leistungsverzeichnis ist grundsätzlich die Planung maßgeblich.
Architektenplanung Pischke Architekten: Grundrisse, Ansichten, Schnitte, Details
Statikplanung Tetz Ingenieure: Positions-/Schal-/Bewehrungspläne, Details
TGA Planung Ingenieurbüro Heiming: Elektro, Lüftung, Heizung, Sanitär, S-D-Planung
Wärmeschutznachweis Pirlet und Partner vom 25.07.2024
Schallschutznachweis Pirlet und Partner vom 17.09.2024
Schadstoffgutachten Reducta vom 08.03.2024
Brandschutzkonzept Corall Ingenieure GmbH vom 26.11.2024
ZTV für Landschaftsbauarbeiten
20.01 Landschaftsbauarbeiten
20.01
Landschaftsbauarbeiten